Leseverstehen
Teil 1 - Globalverstehen
Lesen Sie die Überschriften a-j und die Texte 1-5. Finden Sie für jeden Text die passende Überschrift. Sie können jede Überschrift nur einmal benutzen.
- a Regeln für ein ruhiges Gespräch formulieren
- b Persönliche Daten bleiben vertraulich
- c Zuhören und konkret bleiben hilft
- d Hausmeister verkauft Werkzeug
- e Mieterhöhung im ganzen Stadtteil
- f Polizei sperrt den Innenhof
- g Kochkurs für Hausgemeinschaften
- h Gartenverein baut neue Zäune
- i Mediation nur freiwillig
- j Konflikte durch Lärm und gemeinsame Flächen
1
Das Stadtteilzentrum bietet Mediation bei Nachbarschaftskonflikten an. Beide Seiten müssen freiwillig teilnehmen. Am Eingang hängt zusätzlich ein Aushang zu Hausordnung mit Raum, Telefonnummer und letzter Einlasszeit. Wer beim Thema Mediation verhindert ist, soll bis 12 Uhr absagen, damit eine Person von der Warteliste nachrücken kann. Nach dem Treffen wird ein kurzes Protokoll zu Nachbarschaft und Konflikte an alle angemeldeten Haushalte geschickt. Darin stehen die beschlossenen Punkte, die nächste Rückmeldefrist und die Adresse für schriftliche Fragen zu Hausordnung.
2
Häufige Konflikte in Wohnhäusern entstehen durch Lärm, Müll oder gemeinsam genutzte Flächen. Mediation kann helfen, bevor Streit größer wird. Die Termine zu Mediation laufen zunächst bis Ende Juni. Für den ersten Besuch reichen Name, Telefonnummer und eine kurze Beschreibung des Problems zu Hausordnung. Wer einen festen Termin zu Mediation möchte, kann zwischen Nachmittag und frühem Abend wählen. Die Stadt sammelt außerdem Rückmeldungen, ob der Ort für Nachbarschaft und Konflikte mit Bus und Bahn gut erreichbar ist.
3
Ihr Freund hat Streit mit einem Nachbarn und fragt, wie er ruhig sprechen kann. Die Beteiligten schreiben zuerst konkrete Störungen ohne Vorwürfe auf. Danach formuliert die Gruppe Regeln für ein ruhiges Gespräch. Die Gruppe trifft sich wegen Mediation am Vorabend um 18 Uhr. Eine Person schreibt die Aufgabenliste zu Hausordnung und schickt sie danach per Nachricht an alle. Falls jemand bei Nachbarschaft und Konflikte ausfällt, übernimmt eine Ersatzperson nur die wichtigste Aufgabe. Material, Schlüssel und Telefonnummern werden für Nachbarschaft und Konflikte getrennt notiert, damit am Tag selbst niemand suchen muss.
4
Im Informationsblatt zur Mediation steht: Das erste Gespräch dauert 45 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig. Persönliche Daten werden vertraulich behandelt. Die Sprechzeit zu Mediation beginnt um 15 Uhr. Am Empfang werden höchstens drei Fragen pro Person zu Hausordnung notiert, damit die Beratung pünktlich bleibt. Wer mehr Zeit braucht, bekommt eine Karte für einen längeren Termin. Die Karte muss innerhalb einer Woche telefonisch bestätigt werden, sonst wird der Platz im Bereich Nachbarschaft und Konflikte weitergegeben.
5
Ein gutes Gespräch braucht Regeln: zuhören, konkret bleiben und Lösungen sammeln. So fühlen sich beide Seiten ernster genommen. Im letzten Monat gab es zu Mediation einen vollen Abendtermin und eine zusätzliche Sprechstunde am Freitag. Die Stadt prüft jetzt, ob dieser Termin dauerhaft bleiben kann. Besonders häufig kamen Fragen zu Kosten, Fristen und fehlenden Unterlagen bei Hausordnung. Deshalb sollen die nächsten Aushänge zu Nachbarschaft und Konflikte mehr Beispiele und weniger allgemeine Hinweise enthalten.
Teil 2 - Detailverstehen
Die Stadt richtet eine neue Fahrradstraße ein. Autos dürfen dort nur langsam fahren. Für ältere Menschen gibt es zusätzlich eine Beratung zu sicheren Wegen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Viele Wege in der Stadt werden mit Fahrrad, Bus und Bahn zurückgelegt. Gute Informationen über Baustellen, Fahrkarten und sichere Wege erleichtern den Alltag. Die neue Fahrradstraße soll den Weg zwischen Bahnhof und Innenstadt sicherer machen. Das Verkehrsamt verteilt dazu Karten mit alternativen Wegen. Ältere Menschen und Personen, die selten Rad fahren, können sich außerdem beraten lassen, welche Verbindung für sie am ruhigsten ist. Parken ist nur an markierten Stellen erlaubt. Das Amt bittet Bürgerinnen und Bürger, Probleme in den ersten Wochen zu melden, damit Schilder und Markierungen verbessert werden können. Beim Fahrradthema zeigt das Verkehrsamt zuerst eine Karte mit ruhigen Nebenstraßen. Danach besprechen die Teilnehmenden, wo sie sich im Alltag unsicher fühlen: Kreuzung, Kreisverkehr oder Abbiegen. Für ältere Menschen gibt es eine kürzere Route ohne starke Steigung. Wer ein eigenes Fahrrad mitbringt, prüft vor Beginn Bremsen und Licht. Beschwerden über Schilder werden separat notiert, damit die Trainingsgruppe nicht zur allgemeinen Bürgerversammlung wird. Der Bericht beschreibt eine ältere Teilnehmerin, die zwar täglich Rad fährt, aber große Kreuzungen meidet. Im Training zeigt sie auf einer Karte, welche Wege sie bisher nimmt und wo sie absteigt. Die Gruppe übt dann nicht sofort im Verkehr, sondern stellt die Situation mit Hütchen auf dem Platz nach. Erst danach fahren zwei Trainerinnen mit ihr eine kurze Strecke. Im Text wird betont, dass Sicherheit nicht durch Mut allein entsteht, sondern durch wiederholtes Üben kleiner Schritte. Der Artikel macht außerdem deutlich, dass Vorbereitung bei Fahrradstadt nicht kompliziert sein muss. Wer kommt, soll zuerst überlegen, welche Entscheidung in den nächsten Tagen wirklich ansteht. Danach werden passende Unterlagen, Namen und Fristen getrennt notiert. Im Gespräch zu Bahnhof wird nur das besprochen, was für diesen Schritt wichtig ist. Andere Fragen kommen auf eine Liste für später, damit die Beratung im Bereich Mobilität und Reisen nicht zu unübersichtlich wird.
6. Welchen Weg soll die Fahrradstraße sicherer machen?
- a) Den Weg zum Flughafen.
- b) Die Autobahnauffahrt.
- c) Den Weg zwischen Bahnhof und Innenstadt.
7. Was verteilt das Verkehrsamt?
- a) Listen mit ruhigen Wegen ohne Karte.
- b) Karten mit alternativen Wegen.
- c) Formulare für Autofahrer auf derselben Strecke.
8. Wer kann sich zu ruhigen Verbindungen beraten lassen?
- a) Nur Kinder unter sechs Jahren.
- b) Nur Autofahrer.
- c) Ältere Menschen und seltene Radfahrer.
9. Wo darf geparkt werden?
- a) Nur an markierten Stellen.
- b) Überall auf der Fahrradstraße.
- c) Nur auf dem Gehweg.
10. Warum sollen Probleme gemeldet werden?
- a) Damit Schilder und Markierungen verbessert werden können.
- b) Damit Autos schneller fahren dürfen.
- c) Damit die Straße geschlossen wird.
Teil 3 - Selektives Verstehen
Lesen Sie die Situationen 11-20 und die Anzeigen A-L. Finden Sie für jede Situation die passende Anzeige. Wenn Sie zu einer Situation keine passende Anzeige finden, markieren Sie X.
11. Sie müssen Warnschilder und Schutzkleidung im Betrieb verstehen.
12. Sie möchten am Schichtende kurze Informationen weitergeben.
13. Sie suchen einen Kurs über E-Books in der Bibliothek.
14. Sie möchten Namen, Zahlen und Uhrzeiten deutlicher sprechen.
15. Sie schreiben ein Berichtsheft und brauchen Fachwörter.
16. Sie möchten reale Briefe aus dem Arbeitsalltag im Betrieb üben.
17. Sie möchten in Teammeetings sicherer nachfragen und Aufgaben bestätigen.
18. Sie müssen Schichttausch und Krankmeldung besser formulieren.
19. Sie üben für eine Prüfung mit Aushängen und kurzen E-Mails aus der Arbeit.
20. Sie möchten Kunden höflich begrüßen und Probleme aufnehmen.
A
Deutsch im Teammeeting: Meinung sagen, nachfragen und Aufgaben bestätigen. E-Mails werden innerhalb von zwei Werktagen beantwortet; sensible Daten bitte erst vor Ort zeigen. Barzahlung ist nur passend möglich. Die Telefonnummer muss bei der Anmeldung lesbar angegeben werden, sonst gibt es keine Bestätigung.
B
Arbeitsanweisung verstehen: Werkzeuge, Sicherheit und Reihenfolge der Schritte üben. Wer eine Übersetzung braucht, muss dies spätestens drei Tage vorher sagen. Nach dem Termin wird der Raum für die nächste Gruppe vorbereitet. Für Rückfragen wird keine neue Anmeldung benötigt; die alte Bestätigung reicht aus.
C
Prüfungstraining Beruf: Lesen von Aushängen, kurze E-Mails und Rollenspiele am Arbeitsplatz. Vor Ort werden höchstens fünf Seiten kostenlos kopiert; weitere Kopien kosten 10 Cent. Kurzfristige Änderungen stehen auf dem Aushang im Erdgeschoss. Die Adresse steht auch im Schaukasten vor dem Haus und auf der Rückseite des Flyers.
D
Schichtplan-Sprechstunde: Tauschwünsche, Urlaubstage und Krankmeldung richtig formulieren. Termin: Dienstag, 18 Uhr, Bürgerhaus Raum 2. Anmeldung bis Montag per E-Mail. Für die Warteliste reicht eine Handynummer. Der Kursraum hat nur 16 Plätze und wird zehn Minuten vorher geöffnet.
E
Kundenkontakt üben: höflich begrüßen, Problem aufnehmen und Lösung anbieten. Kontakt: Frau Keller, Telefon 030 54 27 18, erreichbar von 9 bis 12 Uhr. Rückfragen sind am Freitag nur telefonisch möglich. Die Eingangstür öffnet automatisch bis 19 Uhr; danach klingeln Besucher am Seiteneingang.
F
Berichtsheft schreiben: Tätigkeiten kurz beschreiben und Fachwörter sammeln. Bitte bringen Sie eine Telefonnummer und, falls vorhanden, passende Unterlagen oder eigenes Material mit. Der Eingang über den Hof ist ab 17 Uhr geschlossen. An der Infotheke liegt ein Lageplan bereit, auf dem der Raum markiert ist.
G
Aussprache im Beruf: Namen, Zahlen und Uhrzeiten deutlich sprechen. Kosten: 3 Euro Materialgeld. Mit Sozialpass ist die Teilnahme kostenlos. Die Bestätigung kommt am nächsten Werktag. Die Teilnahmebestätigung wird auf Wunsch ausgedruckt und nach dem Treffen unterschrieben.
H
Lernabend im Betrieb: kleine Gruppe, reale Briefe und Aufgaben aus dem Arbeitsalltag. Treffpunkt ist zehn Minuten vorher am Empfang neben der Cafeteria. Die Raumangabe hängt am Haupteingang. Bei Regen findet der Treffpunkt im Foyer statt; ein Schild hängt an der Tür.
I
Sicherheitsunterweisung verstehen: Warnschilder, Schutzkleidung und Fragen an Vorgesetzte. Für Gruppen ab fünf Personen gibt es am Donnerstag einen Zusatztermin. Vor Beginn werden Namen auf einer Liste notiert. Eigene Getränke dürfen mitgebracht werden, aber Glasflaschen bleiben aus Sicherheitsgründen draußen.
J
Übergabe am Schichtende: Informationen knapp weitergeben und offene Aufgaben notieren. Der Raum ist barrierearm erreichbar; Kinderwagen können im Flur stehen. Eine Begleitperson darf mitkommen, wenn Unterstützung beim Verstehen nötig ist. Für Kinderwagen gibt es Platz neben der Garderobe; Fluchtwege müssen frei bleiben.
K
Zeichenkurs Perspektive: Häuser und Straßen skizzieren. Bei Absage bitte bis 12 Uhr anrufen, damit der Platz weitergegeben wird. Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Ende. Die letzte Rückmeldung erfolgt spätestens am Freitagmittag, damit niemand umsonst kommt.
L
Kochbuchtausch: Rezepte und Bücher weitergeben, keine Beratung. Die Beratung dauert pro Person etwa 20 Minuten. Lange Fälle bekommen einen Folgetermin. Material wird am Anfang verteilt und am Ende wieder eingesammelt. Wer später kommt, wartet bis zur nächsten kurzen Pause vor dem Gruppenraum.
Sprachbausteine
Teil 1 - Grammatik
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bitte um einen Mediationstermin, (21) es im Haus Streit wegen Lärm gibt. Können Sie mir mitteilen, (22) beide Nachbarn zustimmen müssen? Ich kann abends kommen, (23) ich tagsüber arbeite. Außerdem möchte ich wissen, (24) das erste Gespräch kostenlos ist. Ich danke Ihnen (25) Voraus. Wir haben das Problem (26) mehreren Wochen. Ich suche ein Gespräch, (27) der Streit nicht größer wird. Bitte senden Sie mir Terminvorschläge, (28) ich erneut mit den Nachbarn spreche. Die Lage ist angespannt, (29) melde ich mich jetzt. Ich suche keine Klage, (30) eine ruhige Lösung.
21.
- a) weil
- b) obwohl
- c) sondern
23.
- a) seit
- b) weil
- c) trotzdem
26.
- a) während
- b) seit
- c) trotzdem
27.
- a) damit
- b) obwohl
- c) sondern
29.
- a) ob
- b) deshalb
- c) wenn
30.
- a) sondern
- b) seit
- c) damit
Teil 2 - Lexik
Wählen Sie das passende Wort aus der Liste a-o.
- a) Bestätigung
- b) Teilnahme
- c) Kursraum
- d) Ermäßigung
- e) Rückruf
- f) Adresse
- g) Preis
- h) Raumplan
- i) Frist
- j) Nachweis
- k) Termin
- l) Unterlagen
- m) Anmeldung
- n) Beratung
- o) Gebühr
31. Bitte bringen Sie Ihre ___ zum Thema Mediation vollständig mit.
32. Nach der Online-___ für "Nachbarschaft und Konflikte" bekommen Sie eine E-Mail.
33. Die ___ für das Angebot "Nachbarschaftsgespräch" ist für Personen mit wenig Einkommen niedriger.
34. Für die ___ am Kurs zum Thema Hausordnung brauchen Sie keine Vorkenntnisse.
35. Der ___ für die Beratung "Mediation" wurde von Raum 12 in Raum 18 verlegt.
36. Sie erhalten eine schriftliche ___ zu Ihrem Anliegen per E-Mail.
37. Bei Fragen zum Thema Nachbarschaft und Konflikte können Sie eine persönliche ___ vereinbaren.
38. Der nächste freie ___ für eine Beratung zu Hausordnung ist am Dienstag um 15 Uhr.
39. Eine ___ ist für Kursteilnehmende mit Nachweis zum Thema Mediation möglich.
40. Wir bitten um einen kurzen ___ bis Freitag, damit "Nachbarschaftsgespräch" geplant werden kann.
Hörverstehen
Audio-Datei: telc-b1-model-21.mp3
Teil 1 - Globalverstehen
1. Die Nachbarn sprechen nach der Mediation früher miteinander.
+-
2. Der Sprecher hält Hausregeln für wichtig.
+-
3. Die Sprecherin lernte, konkreter zu formulieren.
+-
4. Beide Seiten sollten im Gespräch beteiligt sein.
+-
5. Vertraulichkeit war der Sprecherin wichtig.
+-
Teil 2 - Detailverstehen
6. Herr Stein leitet Mediationen.
+-
7. Mediation ist auch möglich, wenn beide Seiten nicht freiwillig teilnehmen.
+-
8. Gesprächsregeln werden vereinbart.
+-
9. Die Mediation erteilt Strafen.
+-
10. Das erste Gespräch dauert 45 Minuten.
+-
11. Abendtermine sind einmal pro Woche möglich.
+-
12. Bei nur einer Seite beginnt noch keine Mediation.
+-
13. Alte Vorfälle sollen möglichst ungeordnet mitgebracht werden.
+-
14. Online gibt es nur allgemeine Informationen.
+-
15. Workshops zu Kommunikation sind geplant.
+-
Teil 3 - Selektives Verstehen
16. Teilnehmende sollen nicht im Innenhof warten.
+-
17. Mediation beginnt auch mit nur einer Person.
+-
18. Das erste Gespräch dauert ungefähr 45 Minuten.
+-
19. Im Juni sind noch viele Abendtermine frei.
+-
20. Nur Einzelpersonen können sich zum Workshop anmelden.
+-
Hörtexte für Audio-Generierung
Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 1
Nachbarinnen und Nachbarn sprechen über Konflikte im Haus. Nummer 1. Seit der Mediation sprechen wir zuerst miteinander, bevor jemand einen langen Beschwerdebrief schreibt. Für mich ist wichtig, dass man früh nachfragt und nicht wartet, bis aus einer kleinen Unsicherheit ein Streit entsteht. Wenn ich einen Termin, eine Frist oder eine Regel höre, schreibe ich sie sofort auf und lege den passenden Brief dazu. So kann ich später noch einmal prüfen, was wirklich vereinbart wurde.
Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 2
Nummer 2. Ich finde Regeln überflüssig. Jeder sollte im Haus machen, was er will. Natürlich muss nicht jede Kleinigkeit besprochen werden. Ich finde aber gut, wenn Informationen so klar sind, dass man zu Hause in Ruhe entscheiden kann, ob man wirklich Hilfe braucht oder ob ein kurzer Blick in die Unterlagen genügt. Das spart Zeit und vermeidet unnötige Wege.
Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 3
Nummer 3. Mir hat geholfen, die Störung konkret zu beschreiben und nicht sofort Vorwürfe zu machen. Gerade bei Zahlen, Formularen und Terminen hilft mir eine zweite Person, weil ich dann nichts übersehe. Danach kann ich die nächsten Schritte besser sortieren und muss nicht mehrfach wegen derselben Frage anrufen. Besonders Fristen markiere ich sofort im Kalender.
Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 4
Nummer 4. Beim Gespräch musste nur mein Nachbar zuhören. Ich selbst wollte nichts sagen. Nach einem guten Gespräch wissen alle Beteiligten genauer, worum es geht. Das spart Zeit, weil man nicht mehr nur Vermutungen austauscht, sondern eine konkrete Regel oder eine einfache Lösung vor sich hat. Danach kann man ruhiger miteinander sprechen.
Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 5
Nummer 5. Gut war, dass persönliche Daten vertraulich behandelt werden. Für einfache Informationen nutze ich gern das Internet. Wenn es aber um wichtige Unterlagen, Geld oder persönliche Daten geht, möchte ich die Sache lieber genau erklären und die Dokumente gemeinsam ansehen. Dann merke ich auch schneller, ob noch etwas fehlt.
Hörverstehen Teil 2
J.: Unser Thema ist Nachbarschaftsmediation. Im Studio ist Herr Stein vom Stadtteilzentrum. Herr Stein, guten Tag.
Herr Stein: Guten Tag.
J.: Welche Aufgabe haben Sie dort genau?
Herr Stein: Ich führe Vorgespräche und leite Mediationen, wenn beide Seiten freiwillig teilnehmen.
J.: Wie läuft der erste Kontakt normalerweise ab?
Herr Stein: Zuerst hören wir genau zu und klären, ob es eine Frist oder einen besonders dringenden Punkt gibt. Danach sortieren wir die Informationen gemeinsam. Die Ratsuchenden sollen am Ende nicht nur eine Antwort bekommen, sondern verstehen, warum dieser Schritt sinnvoll ist.
J.: Wie ist dieses Angebot entstanden?
Herr Stein: Das Angebot entstand, weil viele Konflikte wegen Lärm, Müll oder gemeinsamer Flächen eskalierten.
J.: Was können Besucherinnen und Besucher konkret bekommen?
Herr Stein: Wir sammeln zuerst die Sichtweisen, vereinbaren Gesprächsregeln und suchen konkrete Absprachen.
J.: Was sollten die Menschen vorbereiten, bevor sie kommen?
Herr Stein: Hilfreich ist eine kleine Notiz mit den wichtigsten Fragen. Wer Briefe, Termine oder andere Unterlagen hat, bringt am besten Kopien mit. Dann können wir schneller erkennen, worum es geht, und niemand muss im Gespräch lange suchen. Wenn jemand nichts dabei hat, beginnen wir trotzdem mit einer kurzen Orientierung und erklären, welche Unterlagen beim nächsten Mal sinnvoll wären.
J.: Gibt es auch Grenzen?
Herr Stein: Wir entscheiden nicht wie ein Gericht und erteilen keine Strafen.
J.: Wer arbeitet bei Ihnen mit?
Herr Stein: Zwei ausgebildete Mediatoren arbeiten meistens zu zweit.
J.: Wann findet das Angebot statt?
Herr Stein: Das erste Gespräch dauert 45 Minuten. Abendtermine sind einmal pro Woche möglich.
J.: Was passiert, wenn sehr viele Menschen gleichzeitig kommen?
Herr Stein: Wenn nur eine Seite kommen möchte, beginnen wir mit einem Beratungsgespräch, aber noch nicht mit Mediation.
J.: Welche Fehler oder Missverständnisse erleben Sie häufig?
Herr Stein: Viele bringen alte Vorfälle ungeordnet mit. Wir bitten sie, die wichtigsten Punkte vorher aufzuschreiben.
J.: Warum sind solche Missverständnisse im Alltag ein Problem?
Herr Stein: Oft reagieren Menschen zu spät, weil sie unsicher sind oder sich schämen, eine Frage zu stellen. Dann wird aus einem einfachen Hinweis schnell ein größeres Problem. Darum erklären wir lieber einmal mehr, was wirklich wichtig ist.
J.: Woran merken Sie, dass die Beratung den Menschen wirklich geholfen hat?
Herr Stein: Viele kommen später noch einmal kurz vorbei oder rufen an und sagen, dass sie den nächsten Schritt selbst erledigen konnten. Für uns ist das ein gutes Zeichen. Das Ziel ist nicht, alles für die Menschen zu machen, sondern ihnen Sicherheit für ähnliche Situationen zu geben. Deshalb geben wir am Ende oft eine kurze Liste mit den wichtigsten Punkten mit.
J.: Wie wird das Angebot finanziert?
Herr Stein: Die ersten Gespräche werden vom Stadtteilfonds bezahlt.
J.: Welche Rolle spielen digitale Angebote?
Herr Stein: Termine werden telefonisch vereinbart. Online gibt es nur allgemeine Informationen.
J.: Was planen Sie für die nächste Zeit?
Herr Stein: Wir planen kurze Workshops zu ruhiger Kommunikation in Hausgemeinschaften.
J.: Vielen Dank für das Gespräch.
Herr Stein: Sehr gern. Ich freue mich, wenn die Informationen weitergegeben werden und mehr Menschen rechtzeitig nachfragen und vorbereitet zum Termin kommen.
Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 16
Nummer 16. Die Mediation am Donnerstag findet im Gruppenraum 2 statt. Bitte warten Sie nicht im Innenhof. Bitte planen Sie deshalb einige Minuten mehr ein und achten Sie auf die Schilder am Eingang. Wer unsicher ist, fragt am Empfang nach; dort liegt auch eine kurze schriftliche Information. Die Mitarbeitenden helfen besonders Personen, die zum ersten Mal kommen.
Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 17
Nummer 17. Beide Seiten müssen nicht einverstanden sein. Eine Mediation beginnt auch, wenn nur eine Person kommt. Bitte rufen Sie nicht noch einmal im Sekretariat an, wenn Sie bereits angemeldet sind. Das Team meldet sich bei Ihnen und nennt den neuen Termin, sobald die Liste geprüft wurde. Kontrollieren Sie bitte, ob Ihre Telefonnummer noch stimmt.
Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 18
Nummer 18. Für das erste Gespräch planen Sie bitte etwa 45 Minuten ein. Die Unterlagen sind vor allem für Personen gedacht, die sich zu Hause vorbereiten möchten. Bitte lassen Sie die übrigen Exemplare liegen, damit auch spätere Besucherinnen und Besucher noch Material bekommen. Zusätzliche Kopien können ab nächster Woche bestellt werden.
Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 19
Nummer 19. Die Abendtermine im Juni sind bereits voll. Neue Termine gibt es ab Juli. Die Änderung gilt nur für heute. Rechnen Sie mit einem kurzen Fußweg und informieren Sie Personen aus Ihrer Gruppe, falls diese die Durchsage nicht gehört haben. Wer schlecht zu Fuß ist, kann am Empfang Unterstützung bekommen.
Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 20
Nummer 20. Zum Workshop Ruhig streiten können sich Hausgemeinschaften ab sofort anmelden. Die Anmeldung ist erst gültig, wenn Ihr Name auf der Liste steht. Bitte nennen Sie am Telefon auch eine Rückrufnummer, damit das Sekretariat Sie bei Änderungen erreichen kann. Kommen Sie am Termin bitte zehn Minuten früher.