telc Deutsch B1

Modellprüfung 7

Freizeit und Ehrenamt

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des telc-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Leseverstehen20 Aufgaben
Sprachbausteine20 Aufgaben
Hörverstehen20 Aufgaben
Schreiben/SprechenBrief + mündliche Prüfung

Leseverstehen

Teil 1 - Globalverstehen

Lesen Sie die Überschriften a-j und die Texte 1-5. Finden Sie für jeden Text die passende Überschrift. Sie können jede Überschrift nur einmal benutzen.

1

Der Verein sucht freiwillige Helferinnen und Helfer für einen Spieleabend. Wer mitmachen möchte, soll sich bis Freitag melden und sagen, welche Aufgabe er übernehmen kann. Am Eingang hängt zusätzlich ein Aushang zu Verein mit Raum, Telefonnummer und letzter Einlasszeit. Wer beim Thema Ehrenamt verhindert ist, soll bis 12 Uhr absagen, damit eine Person von der Warteliste nachrücken kann. Nach dem Treffen wird ein kurzes Protokoll zu Freizeit und Ehrenamt an alle angemeldeten Haushalte geschickt. Darin stehen die beschlossenen Punkte, die nächste Rückmeldefrist und die Adresse für schriftliche Fragen zu Verein.

2

In der Stadt beginnt ein neues Projekt für Ehrenamtliche. Interessierte können verschiedene Aufgaben kennenlernen: Besuchsdienst, Sprachcafé und Hilfe bei Veranstaltungen. Die Termine zu Ehrenamt laufen zunächst bis Ende Juni. Für den ersten Besuch reichen Name, Telefonnummer und eine kurze Beschreibung des Problems zu Verein. Wer einen festen Termin zu Ehrenamt möchte, kann zwischen Nachmittag und frühem Abend wählen. Die Stadt sammelt außerdem Rückmeldungen, ob der Ort für Freizeit und Ehrenamt mit Bus und Bahn gut erreichbar ist.

3

Ihre Freundin möchte sich ehrenamtlich engagieren und fragt Sie nach Ideen. Das Team verteilt kleine Aufgaben für Raum, Spiele und Getränke. Neue Helfer bekommen eine erfahrene Person als Ansprechpartnerin. Die Gruppe trifft sich wegen Ehrenamt am Vorabend um 18 Uhr. Eine Person schreibt die Aufgabenliste zu Verein und schickt sie danach per Nachricht an alle. Falls jemand bei Freizeit und Ehrenamt ausfällt, übernimmt eine Ersatzperson nur die wichtigste Aufgabe. Material, Schlüssel und Telefonnummern werden für Freizeit und Ehrenamt getrennt notiert, damit am Tag selbst niemand suchen muss.

4

Im Informationsblatt zum Ehrenamt steht: Neue Helferinnen und Helfer erhalten eine Einführung. Man kann regelmäßig oder nur bei einzelnen Aktionen mitmachen. Eine Versicherung besteht über den Verein. Die Sprechzeit zu Ehrenamt beginnt um 15 Uhr. Am Empfang werden höchstens drei Fragen pro Person zu Verein notiert, damit die Beratung pünktlich bleibt. Wer mehr Zeit braucht, bekommt eine Karte für einen längeren Termin. Die Karte muss innerhalb einer Woche telefonisch bestätigt werden, sonst wird der Platz im Bereich Freizeit und Ehrenamt weitergegeben.

5

Viele Menschen möchten andere unterstützen, wissen aber nicht, welche Aufgabe passt. Ein Beratungstag im Verein hilft, passende Tätigkeiten und Zeiten zu finden. Im letzten Monat gab es zu Ehrenamt einen vollen Abendtermin und eine zusätzliche Sprechstunde am Freitag. Die Stadt prüft jetzt, ob dieser Termin dauerhaft bleiben kann. Besonders häufig kamen Fragen zu Kosten, Fristen und fehlenden Unterlagen bei Verein. Deshalb sollen die nächsten Aushänge zu Freizeit und Ehrenamt mehr Beispiele und weniger allgemeine Hinweise enthalten.

Teil 2 - Detailverstehen

In mehreren Stadtteilen finden Informationsabende zu Sicherheit im Alltag statt. Themen sind Telefonbetrug, Haustürgeschäfte und Schutz im Internet. Betrug funktioniert oft mit Druck und Angst. Wer typische Tricks kennt, kann ruhiger reagieren und Hilfe holen. Die Polizei erklärt, dass Betrüger oft Druck machen und schnelle Entscheidungen verlangen. Beim Infoabend werden typische Sätze vorgespielt. Danach üben die Teilnehmenden, ein Gespräch ruhig zu beenden und über eine bekannte Nummer zurückzurufen. Die Polizei fragt nie nach der PIN. Wer unsicher ist, soll keine Kontodaten nennen und verdächtige Nummern melden. Beim Sicherheitsabend der Polizei werden echte Gesprächsmuster nachgespielt. Eine Person übernimmt den Betrüger, eine andere übt, ruhig aufzulegen und über eine bekannte Nummer zurückzurufen. Die Polizei erklärt, warum schnelle Entscheidungen gefährlich sind und warum keine PIN genannt werden darf. Verdächtige Nummern werden nicht in der Gruppe vorgelesen, sondern auf einem Formular notiert. So bleibt die Übung praktisch, ohne private Daten öffentlich zu machen. Der Sicherheitsabend beschreibt einen Anruf, bei dem eine angebliche Polizistin Geld zur sicheren Aufbewahrung verlangt. Die Teilnehmenden spielen die Situation nach und üben, das Gespräch freundlich, aber sofort zu beenden. Danach rufen sie nicht die Nummer auf dem Display zurück, sondern suchen eine bekannte Telefonnummer. Die Polizei erklärt, dass echte Beamtinnen niemals Schmuck oder Bargeld an der Haustür abholen. Angehörige sollen ältere Familienmitglieder regelmäßig daran erinnern, ohne ihnen Angst zu machen. Für die Organisation ist wichtig, dass die Fachkräfte bei Telefonbetrug keine langen Einzelfälle in der offenen Stunde übernehmen. Kurze Fragen werden sofort geklärt, längere Fälle erhalten einen eigenen Termin. Das wird im Text an einem Beispiel zu Polizeiberatung erklärt: Eine Person bekommt zunächst eine Orientierung und bringt beim Folgetermin genauere Unterlagen mit. Dadurch warten andere Besucher nicht zu lange, und das Angebot zu Sicherheit in der Stadt bleibt planbar.

6. Wie arbeiten Betrüger laut Text oft?

  1. a) Mit schriftlichen Terminvorschlägen der Bank.
  2. b) Mit langen sachlichen Informationsbriefen.
  3. c) Mit Druck und schnellen Entscheidungen.

7. Was wird beim Infoabend vorgespielt?

  1. a) Typische Sätze von Betrügern.
  2. b) Echte Bankgespräche mit Kundendaten.
  3. c) Allgemeine Hinweise aus einem Flyer.

8. Was üben die Teilnehmenden?

  1. a) Ein Gespräch ruhig zu beenden.
  2. b) Eine PIN deutlich zu sagen.
  3. c) Eine Überweisung sofort zu machen.

9. Wonach fragt die Polizei nie?

  1. a) Nach dem Namen.
  2. b) Nach der PIN.
  3. c) Nach dem Wohnort.

10. Was soll man mit verdächtigen Nummern tun?

  1. a) Sie speichern und zurückrufen.
  2. b) Sie an Freunde verkaufen.
  3. c) Sie melden.

Teil 3 - Selektives Verstehen

Lesen Sie die Situationen 11-20 und die Anzeigen A-L. Finden Sie für jede Situation die passende Anzeige. Wenn Sie zu einer Situation keine passende Anzeige finden, markieren Sie X.

11. Ihre Bankkarte ist weg und Sie müssen sie sofort sperren lassen.

12. Sie möchten die Banking-App sicher einrichten.

13. Sie haben Mahnungen bekommen und brauchen einen vertraulichen Ersttermin.

14. Sie möchten lernen, Ihre monatlichen Ausgaben aufzuschreiben.

15. Sie beginnen eine Ausbildung und möchten ein Konto eröffnen.

16. Sie wollen sich vor falschen Bankanrufen schützen.

17. Sie suchen eine Beratung zu Kitaplätzen.

18. Sie möchten wissen, wie ein Dauerauftrag beim Sparen helfen kann.

19. Sie möchten eine Überweisung am Automaten üben.

20. Sie haben Fragen zu einer Kontovollmacht.

A

Bankkarten-Notdienst: Karte sperren, Ersatzkarte bestellen und verdächtige Abbuchungen melden. Bei Absage bitte bis 12 Uhr anrufen, damit der Platz weitergegeben wird. Vor Beginn werden Namen auf einer Liste notiert. Die Adresse steht auch im Schaukasten vor dem Haus und auf der Rückseite des Flyers.

B

Online-Banking Einführung: App einrichten, TAN prüfen und sichere Passwörter nutzen. Keine echten Passwörter im Kurs. Die Beratung dauert pro Person etwa 20 Minuten. Lange Fälle bekommen einen Folgetermin. Eine Begleitperson darf mitkommen, wenn Unterstützung beim Verstehen nötig ist. Der Kursraum hat nur 16 Plätze und wird zehn Minuten vorher geöffnet.

C

Haushaltsbuch-Kurs: Einnahmen, feste Kosten und kleine Sparziele aufschreiben. E-Mails werden innerhalb von zwei Werktagen beantwortet; sensible Daten bitte erst vor Ort zeigen. Der letzte Einlass ist 30 Minuten vor Ende. Die Eingangstür öffnet automatisch bis 19 Uhr; danach klingeln Besucher am Seiteneingang.

D

Schuldnerberatung Ersttermin: Überblick über Mahnungen, Raten und wichtige Briefe. Kostenlos und vertraulich. Wer eine Übersetzung braucht, muss dies spätestens drei Tage vorher sagen. Material wird am Anfang verteilt und am Ende wieder eingesammelt. An der Infotheke liegt ein Lageplan bereit, auf dem der Raum markiert ist.

E

Geldautomat erklärt: Überweisung, Kontoauszug und Bargeldabhebung praktisch üben. Vor Ort werden höchstens fünf Seiten kostenlos kopiert; weitere Kopien kosten 10 Cent. Barzahlung ist nur passend möglich. Die Teilnahmebestätigung wird auf Wunsch ausgedruckt und nach dem Treffen unterschrieben.

F

Vortrag Telefonbetrug: Falsche Bankanrufe erkennen und richtig reagieren. Termin: Dienstag, 18 Uhr, Bürgerhaus Raum 2. Anmeldung bis Montag per E-Mail. Nach dem Termin wird der Raum für die nächste Gruppe vorbereitet. Bei Regen findet der Treffpunkt im Foyer statt; ein Schild hängt an der Tür.

G

Konto für Auszubildende: Unterlagen prüfen, Gebühren vergleichen und Fragen stellen. Kontakt: Frau Keller, Telefon 030 54 27 18, erreichbar von 9 bis 12 Uhr. Kurzfristige Änderungen stehen auf dem Aushang im Erdgeschoss. Eigene Getränke dürfen mitgebracht werden, aber Glasflaschen bleiben aus Sicherheitsgründen draußen.

H

Fahrradversicherung: Leistungen, Selbstbeteiligung und Schadenmeldung verstehen. Bitte bringen Sie eine Telefonnummer und, falls vorhanden, passende Unterlagen oder eigenes Material mit. Für die Warteliste reicht eine Handynummer. Für Kinderwagen gibt es Platz neben der Garderobe; Fluchtwege müssen frei bleiben.

I

Sparen für Familien: Dauerauftrag, Notreserve und kleine monatliche Beträge planen. Kosten: 3 Euro Materialgeld. Mit Sozialpass ist die Teilnahme kostenlos. Rückfragen sind am Freitag nur telefonisch möglich. Die letzte Rückmeldung erfolgt spätestens am Freitagmittag, damit niemand umsonst kommt.

J

Beratung Vollmacht: Wer darf im Notfall auf das Konto zugreifen? Termin mit Ausweis. Treffpunkt ist zehn Minuten vorher am Empfang neben der Cafeteria. Der Eingang über den Hof ist ab 17 Uhr geschlossen. Wer später kommt, wartet bis zur nächsten kurzen Pause vor dem Gruppenraum.

K

Kunstkurs Aquarell: Farben mischen und Karten gestalten. Für Gruppen ab fünf Personen gibt es am Donnerstag einen Zusatztermin. Die Bestätigung kommt am nächsten Werktag. Die Telefonnummer muss bei der Anmeldung lesbar angegeben werden, sonst gibt es keine Bestätigung.

L

Stadtgeschichte kompakt: Vortrag über alte Brücken und Plätze. Der Raum ist barrierearm erreichbar; Kinderwagen können im Flur stehen. Die Raumangabe hängt am Haupteingang. Für Rückfragen wird keine neue Anmeldung benötigt; die alte Bestätigung reicht aus.

Sprachbausteine

Teil 1 - Grammatik

Sehr geehrte Damen und Herren, ich interessiere mich für eine ehrenamtliche Aufgabe, (21) ich im Stadtteil neue Kontakte finden möchte. Bitte sagen Sie mir, (22) ich auch nur einmal im Monat helfen kann. Ich bin am Wochenende flexibel, (23) ich unter der Woche arbeite. Außerdem frage ich, (24) es eine Einführung gibt. Ich danke Ihnen (25) Voraus. Ich wohne (26) drei Jahren hier. Ich möchte mitmachen, (27) ich andere Menschen unterstützen kann. Bitte senden Sie mir Termine, (28) das nächste Treffen stattfindet. Die Plätze im Einführungskurs sind begrenzt, (29) melde ich mich jetzt. Ich suche keine bezahlte Stelle, (30) ein Ehrenamt.

21.

  1. a) obwohl
  2. b) sondern
  3. c) weil

22.

  1. a) als
  2. b) ob
  3. c) wenn

23.

  1. a) weil
  2. b) trotzdem
  3. c) seit

24.

  1. a) damit
  2. b) bevor
  3. c) ob

25.

  1. a) am
  2. b) im
  3. c) zum

26.

  1. a) seit
  2. b) trotzdem
  3. c) während

27.

  1. a) obwohl
  2. b) sondern
  3. c) damit

28.

  1. a) weil
  2. b) bevor
  3. c) als

29.

  1. a) deshalb
  2. b) wenn
  3. c) ob

30.

  1. a) seit
  2. b) damit
  3. c) sondern

Teil 2 - Lexik

Wählen Sie das passende Wort aus der Liste a-o.

31. Bitte bringen Sie Ihre ___ zum Thema Ehrenamt vollständig mit.

32. Nach der Online-___ für "Freizeit und Ehrenamt" bekommen Sie eine E-Mail.

33. Die ___ für das Angebot "Spieleabend" ist für Personen mit wenig Einkommen niedriger.

34. Für die ___ am Kurs zum Thema Verein brauchen Sie keine Vorkenntnisse.

35. Der ___ für die Beratung "Ehrenamt" wurde von Raum 12 in Raum 18 verlegt.

36. Sie erhalten eine schriftliche ___ zu Ihrem Anliegen per E-Mail.

37. Bei Fragen zum Thema Freizeit und Ehrenamt können Sie eine persönliche ___ vereinbaren.

38. Der nächste freie ___ für eine Beratung zu Verein ist am Dienstag um 15 Uhr.

39. Eine ___ ist für Kursteilnehmende mit Nachweis zum Thema Ehrenamt möglich.

40. Wir bitten um einen kurzen ___ bis Freitag, damit "Spieleabend" geplant werden kann.

Hörverstehen

Audio-Datei: telc-b1-model-07.mp3

Teil 1 - Globalverstehen

1. Der Sprecher besucht regelmäßig eine ältere Person.

+-

2. Die Sprecherin sucht feste wöchentliche Aufgaben.

+-

3. Der Sprecher übernimmt praktische Aufgaben bei Veranstaltungen.

+-

4. Die Sprecherin bekam eine gute Einführung.

+-

5. Man kann das Ehrenamt zunächst ausprobieren.

+-

Teil 2 - Detailverstehen

6. Frau Krämer sucht passende freiwillige Aufgaben.

+-

7. Der Freiwilligenpunkt vermittelt bezahlte Vollzeitstellen.

+-

8. Besuchsdienste gehören zu den möglichen Aufgaben.

+-

9. Neue Ehrenamtliche werden in den ersten Wochen begleitet.

+-

10. Mittwochs gibt es Beratung ohne Termin.

+-

11. Versicherung und Ansprechpartner werden nicht geprüft.

+-

12. Über Zeitgrenzen wird offen gesprochen.

+-

13. Die Webseite ersetzt jedes persönliche Gespräch.

+-

14. Informationsmaterial wird nur privat bezahlt.

+-

15. Termine an Berufsschulen sind geplant.

+-

Teil 3 - Selektives Verstehen

16. Der Infoabend findet im großen Saal statt.

+-

17. Der Besuchsdienst sucht weiterhin Helfer.

+-

18. Für das Stadtteilfest kann man sich noch melden.

+-

19. Die Einführung beginnt pünktlich zur alten Uhrzeit.

+-

20. Für Arztbegleitungen werden Deutschkenntnisse gesucht.

+-

Schriftlicher Ausdruck

Sie schreiben an einen Verein, weil Sie bei einer Veranstaltung helfen möchten. Schreiben Sie höflich und bearbeiten Sie vier Punkte: Grund Ihres Schreibens, Ihre Situation, zwei konkrete Fragen, Bitte um Antwort.

Mündliche Prüfung

Teil 1 - Einander kennenlernen

Teil 2 - Über ein Thema sprechen

Sprechen Sie über Ehrenamt: Erfahrungen, Vorteile, Nachteile, Beispiel.

Teil 3 - Gemeinsam etwas planen

Planen Sie gemeinsam: Spieleabend. Sprechen Sie über Ort, Zeit, Aufgaben, Kosten und Einladung.

Lösungsschlüssel

1c
2d
3e
4f
5g
6c
7a
8a
9b
10c
11A
12B
13D
14C
15G
16F
17X
18I
19E
20J
21c
22b
23a
24c
25b
26a
27c
28b
29a
30c
31k
32l
33n
34a
35b
36o
37m
38j
39c
40d
Hören 1+
Hören 2-
Hören 3+
Hören 4-
Hören 5+
Hören 6+
Hören 7-
Hören 8+
Hören 9+
Hören 10+
Hören 11-
Hören 12+
Hören 13-
Hören 14-
Hören 15+
Hören 16+
Hören 17-
Hören 18+
Hören 19-
Hören 20+

Hörtexte für Audio-Generierung

Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 1

Menschen aus dem Stadtteil erzählen, warum sie sich ehrenamtlich engagieren oder nicht. Nummer 1. Ich besuche einmal pro Woche eine ältere Dame. Das ist nicht viel Zeit, aber für sie macht es einen großen Unterschied. Für mich ist wichtig, dass man früh nachfragt und nicht wartet, bis aus einer kleinen Unsicherheit ein Streit entsteht. Wenn ich einen Termin, eine Frist oder eine Regel höre, schreibe ich sie sofort auf und lege den passenden Brief dazu. So kann ich später noch einmal prüfen, was wirklich vereinbart wurde.

Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 2

Nummer 2. Ehrenamt klingt gut, aber ich möchte keine festen Termine. Wenn man sich verpflichtet, wird daraus schnell Stress. Natürlich muss nicht jede Kleinigkeit besprochen werden. Ich finde aber gut, wenn Informationen so klar sind, dass man zu Hause in Ruhe entscheiden kann, ob man wirklich Hilfe braucht oder ob ein kurzer Blick in die Unterlagen genügt. Das spart Zeit und vermeidet unnötige Wege.

Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 3

Nummer 3. Bei Veranstaltungen helfe ich gern, weil man sofort sieht, was gebraucht wird: Stühle, Getränke oder Empfang. Gerade bei Zahlen, Formularen und Terminen hilft mir eine zweite Person, weil ich dann nichts übersehe. Danach kann ich die nächsten Schritte besser sortieren und muss nicht mehrfach wegen derselben Frage anrufen. Besonders Fristen markiere ich sofort im Kalender.

Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 4

Nummer 4. Ich habe aufgehört, weil niemand erklärt hat, was ich tun soll. Eine Einführung gab es bei uns nicht. Nach einem guten Gespräch wissen alle Beteiligten genauer, worum es geht. Das spart Zeit, weil man nicht mehr nur Vermutungen austauscht, sondern eine konkrete Regel oder eine einfache Lösung vor sich hat. Danach kann man ruhiger miteinander sprechen.

Hörverstehen Teil 1, Aufgabe 5

Nummer 5. Mir gefällt, dass man erst schnuppern darf. Danach kann man entscheiden, ob die Aufgabe passt. Für einfache Informationen nutze ich gern das Internet. Wenn es aber um wichtige Unterlagen, Geld oder persönliche Daten geht, möchte ich die Sache lieber genau erklären und die Dokumente gemeinsam ansehen. Dann merke ich auch schneller, ob noch etwas fehlt.

Hörverstehen Teil 2

J.: Heute sprechen wir mit Frau Krämer vom Freiwilligenpunkt Mitte. Frau Krämer, guten Tag. Frau Krämer: Guten Tag. J.: Welche Aufgabe haben Sie dort genau? Frau Krämer: Ich führe Beratungsgespräche und suche mit Interessierten eine Aufgabe, die zeitlich und persönlich passt. J.: Wie läuft der erste Kontakt normalerweise ab? Frau Krämer: Zuerst hören wir genau zu und klären, ob es eine Frist oder einen besonders dringenden Punkt gibt. Danach sortieren wir die Informationen gemeinsam. Die Ratsuchenden sollen am Ende nicht nur eine Antwort bekommen, sondern verstehen, warum dieser Schritt sinnvoll ist. J.: Wie ist dieses Angebot entstanden? Frau Krämer: Der Freiwilligenpunkt wurde gegründet, weil Vereine viele Helfer suchten, aber Interessierte keinen Überblick hatten. J.: Was können Besucherinnen und Besucher konkret bekommen? Frau Krämer: Wir vermitteln Besuchsdienste, Hilfe bei Festen, Sprachcafés und Begleitung zu Terminen. J.: Was sollten die Menschen vorbereiten, bevor sie kommen? Frau Krämer: Hilfreich ist eine kleine Notiz mit den wichtigsten Fragen. Wer Briefe, Termine oder andere Unterlagen hat, bringt am besten Kopien mit. Dann können wir schneller erkennen, worum es geht, und niemand muss im Gespräch lange suchen. Wenn jemand nichts dabei hat, beginnen wir trotzdem mit einer kurzen Orientierung und erklären, welche Unterlagen beim nächsten Mal sinnvoll wären. J.: Gibt es auch Grenzen? Frau Krämer: Wir vergeben keine bezahlten Stellen. Es geht ausschließlich um freiwillige Aufgaben. J.: Wer arbeitet bei Ihnen mit? Frau Krämer: Vier Beraterinnen führen Erstgespräche. Erfahrene Ehrenamtliche begleiten neue Personen in den ersten Wochen. J.: Wann findet das Angebot statt? Frau Krämer: Beratung gibt es mittwochs ohne Termin. Für Gruppen bieten wir einmal im Monat einen Infoabend an. J.: Was passiert, wenn sehr viele Menschen gleichzeitig kommen? Frau Krämer: Wenn jemand sofort helfen möchte, prüfen wir trotzdem zuerst Versicherung und Ansprechpartner. J.: Welche Fehler oder Missverständnisse erleben Sie häufig? Frau Krämer: Manche unterschätzen die Zeit. Darum sprechen wir ehrlich über Pausen, Urlaub und Grenzen. J.: Warum sind solche Missverständnisse im Alltag ein Problem? Frau Krämer: Oft reagieren Menschen zu spät, weil sie unsicher sind oder sich schämen, eine Frage zu stellen. Dann wird aus einem einfachen Hinweis schnell ein größeres Problem. Darum erklären wir lieber einmal mehr, was wirklich wichtig ist. J.: Woran merken Sie, dass die Beratung den Menschen wirklich geholfen hat? Frau Krämer: Viele kommen später noch einmal kurz vorbei oder rufen an und sagen, dass sie den nächsten Schritt selbst erledigen konnten. Für uns ist das ein gutes Zeichen. Das Ziel ist nicht, alles für die Menschen zu machen, sondern ihnen Sicherheit für ähnliche Situationen zu geben. Deshalb geben wir am Ende oft eine kurze Liste mit den wichtigsten Punkten mit. J.: Wie wird das Angebot finanziert? Frau Krämer: Die Stadt finanziert das Büro, mehrere Vereine bezahlen gemeinsam die Informationsmaterialien. J.: Welche Rolle spielen digitale Angebote? Frau Krämer: Auf der Webseite stehen freie Aufgaben, aber die endgültige Vermittlung passiert nach einem Gespräch. J.: Was planen Sie für die nächste Zeit? Frau Krämer: Wir möchten mehr junge Erwachsene erreichen und planen dafür Termine an Berufsschulen. J.: Vielen Dank für das Gespräch. Frau Krämer: Sehr gern. Ich freue mich, wenn die Informationen weitergegeben werden und mehr Menschen rechtzeitig nachfragen und vorbereitet zum Termin kommen.

Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 16

Nummer 16. Der Infoabend für neue Ehrenamtliche zieht heute in den großen Saal um. Der Raum im Erdgeschoss ist bereits voll. Bitte planen Sie deshalb einige Minuten mehr ein und achten Sie auf die Schilder am Eingang. Wer unsicher ist, fragt am Empfang nach; dort liegt auch eine kurze schriftliche Information. Die Mitarbeitenden helfen besonders Personen, die zum ersten Mal kommen.

Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 17

Nummer 17. Der Besuchsdienst sucht keine neuen Personen mehr. Bitte melden Sie sich nicht im Freiwilligenpunkt. Bitte rufen Sie nicht noch einmal im Sekretariat an, wenn Sie bereits angemeldet sind. Das Team meldet sich bei Ihnen und nennt den neuen Termin, sobald die Liste geprüft wurde. Kontrollieren Sie bitte, ob Ihre Telefonnummer noch stimmt.

Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 18

Nummer 18. Wer beim Stadtteilfest helfen möchte, kann sich noch bis Freitag in die Aufgabenliste eintragen. Die Unterlagen sind vor allem für Personen gedacht, die sich zu Hause vorbereiten möchten. Bitte lassen Sie die übrigen Exemplare liegen, damit auch spätere Besucherinnen und Besucher noch Material bekommen. Zusätzliche Kopien können ab nächster Woche bestellt werden.

Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 19

Nummer 19. Die Einführung für Sprachcafé-Helfer beginnt 30 Minuten später, weil der vorherige Kurs länger dauert. Die Änderung gilt nur für heute. Rechnen Sie mit einem kurzen Fußweg und informieren Sie Personen aus Ihrer Gruppe, falls diese die Durchsage nicht gehört haben. Wer schlecht zu Fuß ist, kann am Empfang Unterstützung bekommen.

Hörverstehen Teil 3, Aufgabe 20

Nummer 20. Für Begleitungen zum Arzttermin werden besonders Menschen mit guten Deutschkenntnissen gesucht. Die Anmeldung ist erst gültig, wenn Ihr Name auf der Liste steht. Bitte nennen Sie am Telefon auch eine Rückrufnummer, damit das Sekretariat Sie bei Änderungen erreichen kann. Kommen Sie am Termin bitte zehn Minuten früher.