Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 25

Deutsch im Beruf

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Arbeitsplatz

Hallo Emir, du hast mir geschrieben, dass dir die Sprache am Arbeitsplatz zu schaffen macht – das Fachdeutsch, die schnellen Absprachen, das Berichtsheft. Das kenne ich gut; am Anfang habe ich im Teammeeting oft nur die Hälfte verstanden und mich nicht getraut nachzufragen. Den Durchbruch brachte ein Lernabend im Betrieb. Vorher habe ich mir aufgeschrieben, welche Situationen mir am schwersten fallen, und ein paar echte Aushänge und E-Mails von der Arbeit mitgenommen. Gut war, dass der Kurs nach der Arbeit stattfindet, dass der Arbeitgeber die Teilnahme bezahlt und dass man Beispiele aus dem eigenen Arbeitsalltag mitbringen soll. Meine wichtigste Frage war: Wie sage ich höflich, dass ich etwas nicht verstanden habe? Eine fertige Lösung gab es nicht, aber danach wusste ich genau, mit welchen Sätzen ich im Meeting nachfrage und eine Aufgabe bestätige. Ein paar Formulierungen habe ich danach im Betrieb gleich ausprobiert. In der kleinen Gruppe ging es bunt zu – einer übte Sätze für die Krankmeldung, eine Kollegin den Kundenkontakt. Mein Tipp: Bring ruhig echte Briefe oder Aushänge von der Arbeit mit, an denen ihr üben könnt, und überleg dir die eine Situation, die dich am meisten stresst. Wenn du magst, schaue ich am Montag beim Schnupperabend mit herein; sprechen und nachfragen solltest du aber selbst, dann hilft es im Job wirklich. Liebe Grüße aus Hamburg Samira

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Nach dem Gespräch musste Samira noch einzelne Punkte prüfen.

richtigfalsch

2. Das Gespräch bestand nur aus einem langen Vortrag ohne persönliche Fragen.

richtigfalsch

3. Nach dem Termin wusste Samira weniger als vorher.

richtigfalsch

4. Das Gespräch half Samira vor allem dabei, den nächsten Schritt zu erkennen.

richtigfalsch

5. Samira empfiehlt, ohne Vorbereitung zu dem Termin zu gehen.

richtigfalsch

6. Samira bietet an, am Montag mitzukommen.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Fahrradstadt

Eine regionale Zeitung erklärt, warum die Beratung rund um Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel neu organisiert wird. Viele Menschen scheitern nicht an der Fahrt selbst, sondern an unübersichtlichen Tarifen, kurzfristigen Baustellen und der Frage, welcher Weg wirklich sicher ist. Neu ist, dass Verkehrsamt, Bahnhofsservice und ein Beratungsteam jetzt zusammenarbeiten. Eine Fachkraft erklärt Verbindungen und Tickets, eine zweite zeigt sichere Rad- und Fußwege, und für Menschen mit Rollstuhl oder schwerem Gepäck gibt es eine eigene Einstiegshilfe. So muss niemand mehr mehrere Schalter nacheinander aufsuchen. Das Angebot richtet sich besonders an ältere Menschen und an alle, die neu in der Stadt sind. Es gibt kurze Beratungen, einfache Streckenpläne und feste Termine, an denen man das Suchen von Verbindungen üben kann. Eine verbindliche Auskunft über die Preise des Verkehrsverbundes ersetzt das Team nicht; es hilft beim Verstehen, Vergleichen und Planen. Nach Angaben der Stadt geben seitdem weniger Menschen am Automaten auf und fragen stattdessen gezielt nach. Wer früh fragt, vermeidet falsche Tickets, verpasste Anschlüsse und unnötige Wege. Wer einen Termin plant, schreibt sich vorab die Verbindung oder die Frage auf, bei der er unsicher ist, und nimmt nur Kopien mit; die Originale bleiben daheim. Besonders interessiert die Stadt, welche Hinweise später noch einmal nachgefragt wurden, um die Aushänge an den Haltestellen klarer zu gestalten. Begleitet wird das Angebot von ehrenamtlichen Lotsen, die am Bahnhof beim Finden des richtigen Gleises helfen. An mehreren Haltestellen hängen jetzt vereinfachte Pläne mit den wichtigsten Linien. Wer mag, kann sich am Ende einen einfachen Wochenplan mit den eigenen Strecken ausdrucken lassen. Die Beratenden erklären bewusst nur die Linien, die für den jeweiligen Alltag wirklich wichtig sind, statt das ganze Netz auf einmal vorzustellen.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. Woran scheitern viele Menschen bei der Mobilität laut Text?

  1. a) An fehlenden Bussen in der ganzen Stadt.
  2. b) An unübersichtlichen Tarifen, Baustellen und der Frage nach dem sicheren Weg.
  3. c) Am Fahren selbst.

8. Wer bekommt eine eigene Einstiegshilfe?

  1. a) Nur Kinder unter sechs Jahren.
  2. b) Alle Fahrgäste der ersten Klasse.
  3. c) Menschen mit Rollstuhl oder schwerem Gepäck.

9. Wie gehen die Beratenden beim Erklären vor?

  1. a) Sie erklären nur die Linien, die für den Alltag wichtig sind.
  2. b) Sie stellen immer das ganze Netz auf einmal vor.
  3. c) Sie verweisen grundsätzlich auf das Internet.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Auswertung: Verständliche Sprache entscheidet

Eine Verbraucherberatung wertete die ersten Sicherheitsabende aus und veröffentlichte ihre Beobachtungen. Zu Beginn kamen vor allem jüngere Menschen, während gerade die Älteren, die das Angebot am dringendsten brauchten, fernblieben. Einige Einladungen klangen zu technisch und schreckten ab. Also wurde nachgebessert. Die Hinweise sind jetzt in Alltagssprache geschrieben und beginnen mit einem echten Beispiel: einem falschen Anruf, wie ihn viele schon erlebt haben. Statt langer Fachvorträge gibt es kurze Übungen, bei denen man das Auflegen regelrecht trainiert. Am meisten half das gemeinsame Ausprobieren am eigenen Handy: Wer die App einmal selbst eingerichtet hat, traut sich danach auch im Alltag. Wer sich nicht vor der Gruppe äußern möchte, kann seine Frage vorab abgeben. Auffällig war zudem, dass viele lieber in vertrauter Umgebung lernten. Deshalb finden einige Abende jetzt im Nachbarschaftstreff statt, nicht in der Bankfiliale. Ob sich das Angebot dauerhaft mit genügend Fachleuten besetzen lässt, ist noch nicht entschieden.

10. Wer blieb den ersten Abenden vor allem fern?

  1. a) Die Mitarbeiter der Bank.
  2. b) Gerade die Älteren, die das Angebot am dringendsten brauchten.
  3. c) Die jüngeren Teilnehmenden.

11. Was half den Teilnehmenden am meisten?

  1. a) Das Lesen der Geschäftsbedingungen.
  2. b) Das gemeinsame Ausprobieren am eigenen Handy.
  3. c) Lange Fachvorträge.

12. Warum finden einige Abende jetzt im Nachbarschaftstreff statt?

  1. a) Die Bankfiliale wurde verkauft.
  2. b) Im Treff gibt es besseres Internet.
  3. c) Viele lernen lieber in vertrauter Umgebung.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Familie und Schule.

Beispiel. Sie suchen Informationen zur Kita-Anmeldung und zu Gebühren. Anzeige: D

13. Sie möchten Schulbriefe besser verstehen und kurze Antworten schreiben.

14. Sie möchten in den Ferien ein Programm für ein Kind von zehn Jahren buchen.

15. Sie können Kindern wöchentlich beim Lesen helfen.

16. Sie suchen eine Beratung zu Online-Banking.

17. Ihr Kind möchte mehrere Instrumente ausprobieren.

18. Sie haben den Elternabend sprachlich nicht ganz verstanden und möchten eine einfache Erklärung.

19. Ihr Kind braucht nachmittags einen ruhigen Ort für Hausaufgaben.

A

Elternabend kompakt: Die Lehrkräfte erklären an einem einzigen Abend in ruhiger, einfacher Sprache, wie Ganztag, Ausflüge und Hausaufgaben organisiert sind. Auf Wunsch gibt es im Anschluss eine knappe Zusammenfassung in leichter Sprache. Es gibt Zeit für Fragen. Bitte melden Sie sich im Sekretariat an, damit genug Plätze bereitstehen.

B

Hausaufgabenclub: Von Montag bis Donnerstag gibt es einen ruhigen Raum mit festen Lernzeiten, in dem Ihr Kind in Ruhe seine Aufgaben erledigen kann. Eine Betreuerin hilft bei Fragen, macht aber nicht die Arbeit. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung läuft über das Sekretariat der Schule; die Plätze sind begrenzt.

C

Ferienpass Familienhaus: Kinder von 8 bis 12 Jahren erwartet in den Ferien ein Programm aus Sport, Basteln und kleinen Ausflügen. Das Programm wechselt täglich, eine Anmeldung pro Tag genügt. Für Familien mit geringem Einkommen ist eine Ermäßigung möglich; fragen Sie einfach am Empfang danach. Bitte geben Sie beim Anmelden an, ob Ihr Kind besondere Unterstützung braucht oder etwas nicht verträgt.

D

Kita-Sprechstunde: Wir beantworten Fragen zur Vormerkung, zur Warteliste, zu den Gebühren und zum Essensgeld. Bringen Sie bitte die Geburtsurkunde Ihres Kindes mit, damit wir die Anmeldung vollständig aufnehmen können. Die Sprechstunde ist kostenlos und findet ohne festen Termin statt; bei großem Andrang erhalten Sie eine Wartenummer und können kurz im Café nebenan warten.

E

Babysitterkurs: Jugendliche ab 15 Jahren lernen an mehreren Nachmittagen Erste Hilfe, einfaches Spielen sowie Verantwortung und klare Grenzen. Zum Abschluss erhalten alle eine Bescheinigung, die später bei der Suche nach einer Aufgabe nützlich ist. Die Teilnahme kostet wenig, das Material wird gestellt. Eine Anmeldung ist bis eine Woche vorher möglich.

F

Schulwegtraining: Wir üben zusammen das sichere Überqueren der Straße, den Blickkontakt mit Fahrenden und den richtigen Sitz der Warnweste. Treffpunkt ist vor der Grundschule. Das Training ist kostenlos und besonders für Kinder im ersten Schuljahr gedacht. Eltern dürfen mitlaufen, halten sich aber im Hintergrund. Im Anschluss bleibt Zeit für eigene Fragen zum sicheren Schulweg im Viertel.

G

Musikschule Schnupperwoche: Eine Woche lang können Kinder Trommel, Geige und Keyboard ausprobieren, ganz ohne Vorkenntnisse. Eltern erhalten eine kurze Beratung, welches Instrument zum Kind passt. Die Schnupperstunden sind kostenlos; erst danach entscheiden Sie, ob Sie weitermachen möchten. Bitte melden Sie sich für einen Termin an. Im Anschluss erhalten Sie eine Übersicht über Kurse, Zeiten und Leihinstrumente.

H

Elterncafé Sprache: Briefe aus der Schule lesen wir in gemütlicher Runde gemeinsam und formulieren kurze Antworten an die Lehrkräfte. Niemand muss perfekt Deutsch sprechen; wir helfen einander. Das Café ist gratis und ohne Voranmeldung. Bringen Sie gern einen Brief mit, den Sie nicht ganz verstanden haben.

I

Kinderkleider-Tausch: Jacken, Schuhe und Sportbeutel in gutem Zustand dürfen Sie abgeben und gratis mitnehmen. Damit niemand lange suchen muss, kennzeichnen Sie bitte die Größen gut lesbar. Der Tausch findet einmal im Monat im Familienhaus statt; eine Anmeldung ist nicht nötig. Was übrig bleibt, geht an eine soziale Einrichtung im Stadtteil weiter.

J

Lernpatinnen und Lernpaten gesucht: Einmal wöchentlich unterstützen Erwachsene ein Kind beim Lesen. Sie bekommen eine kurze Einführung, passendes Material und eine feste Ansprechperson. Vorkenntnisse sind nicht nötig, nur etwas Geduld und Zeit. Melden Sie sich im Familienzentrum; ein erstes Treffen klären wir gemeinsam. Ein kurzes, unverbindliches Kennenlernen mit dem Kind ist vorab jederzeit möglich.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Versicherung?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Versicherung.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Ich halte solche Angebote für unverzichtbar. Man kann die eigenen Unterlagen zeigen und bekommt eine Antwort auf die konkrete Situation, statt sich durch unübersichtliche Internetseiten zu kämpfen.

20. Zoran: Eine persönliche Beratung bei Amtsbriefen halte ich für dringend nötig. Wer ein Formular zur Versicherung vor sich hat, erkennt im Gespräch viel schneller, wo der Haken liegt, als beim einsamen Grübeln am Küchentisch. Mir wurde so eine wichtige Frist gerettet. Entscheidend ist nur, dass solche Termine auch am Abend angeboten werden.

21. Hakan: Ich komme bei Formularen lieber allein zurecht. Die meisten Erklärungen finde ich auf den Internetseiten der Ämter, und dort kann ich in Ruhe nachlesen. Ein zusätzlicher Termin frisst nur Zeit, die ich nicht habe. Viel mehr brächte es, wenn die Behörden ihre Briefe endlich in verständlicher Sprache schreiben würden.

22. Dario: Solche Angebote sind goldwert, vor allem für Menschen, die noch nicht lange hier leben. Aus reiner Unsicherheit bleiben viele Anträge liegen, bis es teuer wird. Ein ruhiges Gespräch mit einem echten Beispiel nimmt diese Angst. Besonders gut finde ich, wenn eine Dolmetscherin die schwierigen Begriffe gleich in der eigenen Sprache erklärt.

23. Uwe: Für mich ist der Gang zur Beratung der vernünftigste Weg. Man legt seine eigenen Schreiben auf den Tisch und bekommt erklärt, was wirklich gemeint ist, statt zu raten. Solange klar gesagt wird, dass es keine Rechtsberatung ersetzt, sehe ich darin einen echten Nutzen. Ein kurzer Hinweiszettel mit dem nächsten Schritt wäre allerdings hilfreich.

24. Ruben: Ich bin skeptisch, wenn immer neue Beratungsstellen aufmachen. Am Ende weiß man weniger, wer zuständig ist, nicht mehr. Wer berufstätig ist, kann feste Sprechzeiten ohnehin kaum wahrnehmen. Das Geld wäre in mehrsprachige Vordrucke und eine gut erreichbare Telefonhotline klüger investiert als in zusätzliche Termine vor Ort.

25. Paula: So ein Beratungstermin klingt freundlich, läuft aber an vielen vorbei, die ihn bräuchten. Ich möchte vor fremden Leuten nicht erklären müssen, was ich an meinem eigenen Brief nicht verstehe. Sinnvoller fände ich, wenn jedem Bescheid gleich ein kurzes Beispiel beiläge, das genau zeigt, was zu tun ist.

26. Yusuf: Ich unterstütze die Idee ausdrücklich. Ein Antrag setzt sich aus vielen kleinen Schritten zusammen. Da hilft jemand, der nicht urteilt, sondern ordnet. Mir hat es Mut gemacht, meine Frage einmal laut auszusprechen. Gerade vor einer knappen Frist nimmt das enorm viel Druck. Die Stadt sollte solche Anlaufstellen unbedingt ausbauen.

Beispiel. Niko

janein

20. Zoran

janein

21. Hakan

janein

22. Dario

janein

23. Uwe

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24. Ruben

janein

25. Paula

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26. Yusuf

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Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Pflegegrad.

27. Was braucht man für den Antrag?

  1. a) Einen Mietvertrag.
  2. b) Die Versichertennummer.
  3. c) Eine Schulbescheinigung.

28. Wo kann ein Beratungsgespräch stattfinden?

  1. a) Zu Hause oder im Büro.
  2. b) Nur online.
  3. c) Nur im Krankenhaus.

29. Was ersetzt die Beratung nicht?

  1. a) Das Gutachten.
  2. b) Die Telefonnummer.
  3. c) Den Besuchsdienst.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Onlinekäufe.
  2. b) Um Pflegegrad.
  3. c) Um Sport im Park.

INFORMATIONSBLATT PFLEGEGRAD Dieses Blatt richtet sich an pflegende Angehörige, die einen Pflegegrad beantragen möchten und sich auf den Termin vorbereiten wollen. Es gibt eine erste Orientierung und ersetzt kein amtliches Gutachten. Was Sie brauchen: Für den Antrag benötigen Sie die Versichertennummer der pflegebedürftigen Person. Halten Sie außerdem vorhandene Arztberichte bereit, das erleichtert die Vorbereitung. Wo die Beratung stattfindet: Ein Beratungsgespräch ist sowohl bei uns im Büro als auch bei Ihnen zu Hause möglich. Gerade wenn Sie Ihre Angehörigen nicht allein lassen können, kommen wir zu Ihnen. Grenzen: Die Beratung hilft beim Antrag und bei der Vorbereitung, ersetzt aber nicht das Gutachten. Über den Pflegegrad entscheidet erst die Begutachtung durch den medizinischen Dienst. Ablauf und Hinweise: Zuerst schildern Sie Ihre Situation, dann gehen wir das Formular gemeinsam durch und überlegen, was beim Begutachtungstermin wichtig ist. Kopien genügen; die Originale bleiben bei Ihnen. Wer mag, kann zusätzlich die Angehörigengruppe und den Besuchsdienst nutzen.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-25.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Die Firma hat die Bewerbung noch nicht gelesen.

richtigfalsch

2. Was soll die Person zum Gespräch mitbringen?

  1. a) Ein Passfoto.
  2. b) Die Zeugnisse im Original.
  3. c) Eine zweite Bewerbung.

Text 2

3. Am Freitag kann man in der Firma trotzdem etwas Warmes essen.

richtigfalsch

4. Warum bleibt die Kantine am Freitag geschlossen?

  1. a) Sie wird gründlich gereinigt.
  2. b) Es fehlt Personal.
  3. c) Es ist ein Feiertag.

Text 3

5. Daniel möchte, dass der Kollege die Besprechung allein beginnt.

richtigfalsch

6. Wo findet der Kollege die Folien?

  1. a) In Daniels Büro.
  2. b) In einer E-Mail.
  3. c) Auf dem gemeinsamen Laufwerk.

Text 4

7. Die Bewerbungstrainings finden nur am Vormittag statt.

richtigfalsch

8. Was lernt man in den Trainings?

  1. a) Den Umgang mit Maschinen.
  2. b) Bewerbungen schreiben und sich vorstellen.
  3. c) Eine Fremdsprache.

Text 5

9. Im Anfängerkurs sind noch Plätze frei.

richtigfalsch

10. Was kann man tun, wenn der Fortgeschrittenenkurs voll ist?

  1. a) Sich auf die Warteliste setzen lassen.
  2. b) Sofort beginnen.
  3. c) Den Kurs online machen.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Woran scheitert Weiterbildung laut Herrn Vogel meistens?

  1. a) An schlechter Planung.
  2. b) An fehlendem Willen.
  3. c) An zu schweren Büchern.

12. Was empfiehlt er als erstes Ziel?

  1. a) Möglichst große Ziele.
  2. b) Gar keine Ziele.
  3. c) Kleine, erreichbare Ziele.

13. Was sagt er über feste Lernzeiten?

  1. a) Zeiten sind unwichtig.
  2. b) Regelmäßige kurze Einheiten bringen mehr.
  3. c) Man soll nur am Wochenende lernen.

14. Warum empfiehlt er das Lernen in der Gruppe?

  1. a) Man bleibt eher dabei und erklärt sich gegenseitig.
  2. b) Es geht schneller.
  3. c) Es ist billiger.

15. Was sagt er zum Thema Kosten?

  1. a) Weiterbildung ist immer teuer.
  2. b) Man muss alles selbst zahlen.
  3. c) Vieles ist gefördert oder kostenlos.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. Herr Sahin hatte vor dem Training mit grauer Theorie gerechnet.

richtigfalsch

17. Frau Kleins Lebenslauf war laut Trainerin zu lang.

richtigfalsch

18. Herr Sahin hatte für jede Stelle ein anderes Anschreiben geschrieben.

richtigfalsch

19. Die Übung zum Vorstellungsgespräch hat Frau Klein sicherer gemacht.

richtigfalsch

20. Herr Sahin hat sein Vorstellungsgespräch bei der Firma Lindner schon am Montag.

richtigfalsch

21. Frau Klein bewirbt sich auf eine Teilzeitstelle.

richtigfalsch

22. Die beiden wollen ihre Anschreiben gegenseitig lesen.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. Lernen muss Teil der Arbeitszeit sein, sonst passiert es nicht.

abc

24. Für Menschen, die den Beruf wechseln wollen, ist die persönliche Beratung der erste Schritt.

abc

25. In unserem Betrieb zeigen freitags erfahrene Kollegen den jüngeren etwas.

abc

26. Viele Menschen sehen ihre eigenen Stärken gar nicht.

abc

27. Bei Bewerbungen achten wir längst nicht mehr nur auf Zeugnisse.

abc

28. Ein Beispiel aus dem Alltag überzeugt im Gespräch oft mehr als eine lange Kursliste.

abc

29. Wir bieten einen Deutschkurs für den Beruf in der Mittagspause an.

abc

30. Heute sprechen wir über die Arbeitswelt und die berufliche Weiterentwicklung.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Ein Freund hat online ein defektes Gerät gekauft und fragt Sie, was er tun kann. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema Onlinekauf geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie reklamieren eine Bestellung, die beschädigt angekommen ist. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Umzugstag vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Sollte man die Nebenkostenabrechnung immer prüfen?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von einer Erfahrung mit Nebenkosten oder einer Abrechnung.

Folie 3

Berichten Sie, welche Kosten beim Wohnen in Ihrem Heimatland anfallen.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Wie oft sollte man umziehen?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von einem Umzug, den Sie erlebt haben.

Folie 3

Berichten Sie, wie oft und warum die Menschen in Ihrem Heimatland umziehen.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Umzug und Mietalltag weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1richtig
Lesen 2falsch
Lesen 3falsch
Lesen 4richtig
Lesen 5falsch
Lesen 6richtig
Lesen 7b
Lesen 8c
Lesen 9a
Lesen 10b
Lesen 11b
Lesen 12c
Lesen 13H
Lesen 14C
Lesen 15J
Lesen 160
Lesen 17G
Lesen 18A
Lesen 19B
Lesen 20ja
Lesen 21nein
Lesen 22ja
Lesen 23ja
Lesen 24nein
Lesen 25nein
Lesen 26ja
Lesen 27b
Lesen 28a
Lesen 29a
Lesen 30b
Hören 1falsch
Hören 2b
Hören 3richtig
Hören 4a
Hören 5richtig
Hören 6c
Hören 7falsch
Hören 8b
Hören 9richtig
Hören 10a
Hören 11a
Hören 12c
Hören 13b
Hören 14a
Hören 15c
Hören 16richtig
Hören 17richtig
Hören 18falsch
Hören 19richtig
Hören 20falsch
Hören 21richtig
Hören 22richtig
Hören 23b
Hören 24c
Hören 25b
Hören 26c
Hören 27b
Hören 28c
Hören 29b
Hören 30a

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Hallo Sofia, hier ist Emre. Ich wollte dir schnell Bescheid geben: Unser gemeinsames Bewerbungstraining am Mittwoch fällt nicht aus, aber es beginnt eine Stunde später, also erst um achtzehn Uhr. Der Raum bleibt derselbe, Zimmer zwölf im ersten Stock. Bring bitte deinen Lebenslauf in zwei Ausdrucken mit, dann können wir ihn zusammen in Ruhe durchgehen. Wenn du magst, treffen wir uns vorher noch kurz im Café gegenüber und trinken einen Tee. Ruf einfach an, falls die neue Zeit nicht passt. Bis Mittwoch, ich freue mich!

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Guten Tag, hier ist die Personalabteilung der Firma Lindner. Wir haben Ihre Bewerbung erhalten und mit Interesse gelesen und würden Sie nun gern zu einem Gespräch einladen. Würde es Ihnen am nächsten Dienstag um zehn Uhr passen? Bitte rufen Sie uns kurz zurück und bestätigen Sie den Termin, damit wir alles vorbereiten können. Bringen Sie Ihre Zeugnisse bitte im Original mit, eine Kopie reicht diesmal nicht. Wir freuen uns sehr darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

Hören Teil 1, Text 2

Sie hören eine Durchsage in einer Firma. Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Kantine bleibt am Freitag wegen einer gründlichen Reinigung den ganzen Tag geschlossen. Als Ersatz steht im Foyer ein Imbisswagen, der warme Gerichte, Salate und Getränke anbietet. Wer lieber etwas Eigenes mitbringen möchte, kann den Aufenthaltsraum im zweiten Stock nutzen; dort gibt es eine Mikrowelle und einen Wasserkocher. Am Montag ist die Kantine dann wieder wie gewohnt für Sie geöffnet. Wir danken für Ihr Verständnis.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine kurze Sprachnachricht. Hallo, hier ist Daniel. Du, ich schaffe es morgen früh leider nicht rechtzeitig ins Büro, mein Zug fällt aus und der nächste kommt erst eine Stunde später. Könntest du bitte die Besprechung um neun allein beginnen und mein Thema kurz vorstellen? Die Folien dazu liegen auf dem gemeinsamen Laufwerk im Ordner Projekt Nord. Ich bin spätestens um elf da und übernehme dann sofort wieder. Vielen Dank, ich revanchiere mich bestimmt bei dir.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Information im Radio. Ein Hinweis für alle, die sich beruflich verändern möchten: Die Agentur für Arbeit bietet ab Mai wieder kostenlose Bewerbungstrainings an. In kleinen Gruppen lernen Sie, wie man einen überzeugenden Lebenslauf schreibt und sich im Vorstellungsgespräch ruhig und sicher präsentiert. Die Kurse finden bewusst auch am Abend statt, damit Berufstätige nach der Arbeit teilnehmen können. Eine Anmeldung ist online oder telefonisch möglich; die Plätze sind allerdings begrenzt, melden Sie sich also früh.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören eine Ansage in einem Weiterbildungszentrum. Sehr geehrte Teilnehmende, der Computerkurs für Fortgeschrittene ist leider bereits ausgebucht. Wer trotzdem Interesse hat, kann sich auf die Warteliste setzen lassen; bei genügend Nachfrage öffnen wir im Herbst einen zweiten Kurs. Der Anfängerkurs dagegen hat noch einige freie Plätze, eine Anmeldung ist bis Ende der Woche möglich. Wenden Sie sich dafür bitte an das Sekretariat im Erdgeschoss, dort hilft man Ihnen gern und beantwortet auch Fragen zur Förderung.

Hören Teil 2

Sie hören einen Vortrag bei einer Veranstaltung zum Thema Weiterbildung. Es spricht Herr Vogel von der Volkshochschule. Guten Abend und schön, dass so viele von Ihnen gekommen sind. Ich möchte Ihnen heute zeigen, wie Sie neben dem Beruf erfolgreich lernen können, ohne sich dabei zu überfordern. Viele von Ihnen kennen das sicher: Man nimmt sich viel vor, kauft teure Bücher, meldet sich für einen Kurs an, und nach drei Wochen bleibt alles liegen. Das liegt fast nie an mangelndem Willen, sondern an einer schlechten Planung. Mein erster Rat lautet deshalb: Setzen Sie sich kleine, klare Ziele. Nehmen Sie sich nicht vor, in einem Monat fließend zu sprechen, sondern lernen Sie zum Beispiel zehn neue Wörter pro Woche. Ein kleines Ziel, das Sie wirklich erreichen, motiviert mehr als ein großes, an dem Sie scheitern. Zweitens: Feste Zeiten helfen enorm. Suchen Sie sich einen festen Termin in der Woche, am besten immer denselben Tag, und behandeln Sie ihn wie einen wichtigen Termin, den man nicht einfach absagt. Schon dreißig Minuten regelmäßig bringen mehr als drei Stunden einmal im Monat. Drittens, und das ist mir besonders wichtig: Lernen Sie möglichst nicht allein. In einer Gruppe bleibt man eher dabei, weil die anderen einen mitziehen, wenn die Lust einmal nachlässt. Außerdem kann man sich gegenseitig Dinge erklären, und gerade beim Erklären merkt man selbst, ob man etwas wirklich verstanden hat. Bei uns an der Volkshochschule gibt es viele kostenlose Lerngruppen; fragen Sie ruhig danach am Empfang. Ein letzter Punkt betrifft das Geld, denn viele glauben, Weiterbildung sei grundsätzlich teuer. Das stimmt so nicht. Es gibt verschiedene Förderungen, manche Kurse zahlt sogar der Arbeitgeber, und sehr vieles ist kostenlos. Lassen Sie sich auf jeden Fall beraten, bevor Sie etwas Teures buchen. Lassen Sie mich das an einem Beispiel zeigen: Eine Teilnehmerin von uns wollte unbedingt Englisch lernen, hatte aber nach der Arbeit kaum noch Energie. Wir haben gemeinsam einen Plan gemacht: jeden Morgen zehn Minuten in der Bahn, dazu eine feste Lerngruppe am Donnerstag. Nach einem halben Jahr konnte sie sich im Urlaub problemlos verständigen. Entscheidend war nicht ihr Talent, sondern dass sie kleine, regelmäßige Schritte gemacht hat. Genau das wünsche ich auch Ihnen allen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Freude am Lernen. Denn wer mit Freude lernt, der hört auch nicht so schnell wieder auf.

Hören Teil 3

Sie hören ein Gespräch zwischen zwei Bekannten, Frau Klein und Herrn Sahin, die sich direkt nach einem Bewerbungstraining unterhalten. Frau Klein: Und, wie fandest du das Training heute? Ich war ehrlich gesagt erst ziemlich skeptisch. Herr Sahin: Ich auch. Ich dachte, das wird wieder nur graue Theorie und langweilige Vorträge. Aber es war richtig praktisch, das hat mich überrascht. Frau Klein: Genau, wir haben ja sofort an unseren eigenen Lebensläufen gearbeitet. Die Trainerin hat bei mir gleich gesehen, dass mein Lebenslauf viel zu lang war. Herr Sahin: Bei mir war es das Anschreiben. Ich hatte überall genau dasselbe geschrieben. Sie hat gesagt, man muss für jede Stelle einen persönlichen Satz formulieren, warum genau dieser Beruf passt. Frau Klein: Das stimmt, das war ein wirklich guter Tipp. Ich habe immer gedacht, je mehr ich aufzähle, desto besser. Aber sie meinte, weniger ist oft mehr. Herr Sahin: Was mir am meisten geholfen hat, war die Übung zum Vorstellungsgespräch. Wir haben es zu zweit geübt, einer hat die Firma gespielt, einer den Bewerber. Frau Klein: Oh ja, das war mir am Anfang richtig unangenehm. Aber danach war ich viel sicherer. Man merkt eben erst beim Sprechen, wo man hängt. Herr Sahin: Stimmt genau. Und die Trainerin hat uns dabei gefilmt, das war komisch, aber sehr hilfreich. Ich rede offenbar viel zu schnell, wenn ich nervös bin. Frau Klein: Das kenne ich nur zu gut. Sagst du eigentlich morgen schon bei der Firma Lindner zu? Du hattest doch ein Gespräch erwähnt. Herr Sahin: Ja, am Dienstag ist es so weit. Ich bin jetzt deutlich ruhiger als vorher. Ich werde vorher noch einmal die Übung mit dem persönlichen Satz machen. Frau Klein: Sehr gut, ich drücke dir fest die Daumen. Ich selbst bewerbe mich gerade auf eine Teilzeitstelle, weil ich nebenbei noch eine Weiterbildung machen möchte. Herr Sahin: Das ist clever. Vielleicht können wir unsere Anschreiben noch einmal tauschen und gegenseitig lesen? Vier Augen sehen schließlich mehr als zwei. Frau Klein: Gute Idee. Schick mir deins per Mail, ich schaue es mir am Wochenende in Ruhe an. Und du liest meins, abgemacht? Herr Sahin: Abgemacht. Und danke noch mal, dass du mich überhaupt zu diesem Training überredet hast. Allein wäre ich nie hingegangen. Sag mal, gehst du eigentlich auch zum nächsten Termin des Trainings? Frau Klein: Ja, nächste Woche geht es um Gehaltsverhandlungen. Darauf bin ich gespannt, das ist mir nämlich immer besonders unangenehm. Herr Sahin: Mir auch. Aber wenn wir das vorher in Ruhe üben, ist es im echten Gespräch bestimmt leichter. Frau Klein: Genau so sehe ich das auch. Herr Sahin: Dann melden wir uns gleich beide dafür an. Frau Klein: Mache ich noch heute Abend online. Siehst du, manchmal braucht man einfach einen kleinen Schubs.

Hören Teil 4

Moderator: Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer Sendung. Heute geht es um die Arbeitswelt und um die Frage, wie sich Menschen heute beruflich weiterentwickeln. Die Arbeitswelt verändert sich schnell, viele Berufe wandeln sich, und lebenslanges Lernen ist längst kein leeres Schlagwort mehr. Bei mir im Studio sind Frau Sommer, die in einem großen Betrieb für die Ausbildung zuständig ist, und Herr Peters, ein erfahrener Berufsberater. Frau Sommer, fangen wir mit Ihnen an: Was brauchen Mitarbeitende heute am meisten? Frau Sommer: Aus meiner Sicht ist die Bereitschaft, Neues zu lernen, das Allerwichtigste. In unserem Betrieb bieten wir deshalb regelmäßig Weiterbildungen an, und zwar während der Arbeitszeit. Wer sich nach Feierabend auch noch fortbilden soll, ist schnell überfordert. Lernen muss ein Teil der Arbeit sein, sonst passiert es im Alltag einfach nicht. Moderator: Das heißt, Sie sehen den Betrieb in der Pflicht? Frau Sommer: Ja, ganz klar. Ein Betrieb, der seine Leute nicht weiterbildet, verliert sie irgendwann an die Konkurrenz. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, kleine Lerneinheiten direkt in den Arbeitstag einzubauen. Ein praktisches Beispiel: Jeden Freitag gibt es bei uns eine Stunde, in der erfahrene Kollegen den jüngeren etwas zeigen. Das kostet wenig und bringt sehr viel. Herr Peters: Da bin ich ganz bei Ihnen, aber ich möchte etwas ergänzen. Nicht jeder hat einen Arbeitgeber, der so etwas anbietet. Viele Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, sind gerade arbeitssuchend oder wollen den Beruf wechseln. Für die ist die persönliche Beratung oft der entscheidende erste Schritt. Moderator: Was genau leistet so eine Beratung? Herr Peters: Im Gespräch finden wir gemeinsam heraus, wo die Stärken liegen. Viele Menschen sehen ihre eigenen Fähigkeiten gar nicht. Da kommt jemand und sagt, ich kann eigentlich nichts Besonderes, und im Gespräch stellt sich heraus, dass er seit zehn Jahren ein ganzes Team organisiert. Solche Stärken muss man sichtbar machen, gerade in der Bewerbung. Frau Sommer: Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Wir achten bei Bewerbungen längst nicht mehr nur auf Zeugnisse und Noten. Wir wollen wissen, was jemand wirklich kann und ob er bereit ist, dazuzulernen. Herr Peters: Genau deshalb rate ich allen: Verstecken Sie Ihre praktische Erfahrung nicht. Ein gutes Beispiel aus dem Alltag überzeugt im Gespräch oft mehr als eine lange Liste von Kursen. Moderator: Ein Thema, das viele unserer Hörerinnen und Hörer bewegt, ist die Sprache. Was raten Sie Menschen, die noch Deutsch lernen und im Beruf weiterkommen wollen? Herr Peters: Trauen Sie sich zu sprechen, auch mit Fehlern. Im Berufsalltag ist es viel wichtiger, dass man nachfragt, wenn man etwas nicht versteht, als dass man perfekt spricht. Frau Sommer: Das kann ich nur bestätigen. Wir bieten in unserem Betrieb sogar einen Deutschkurs für den Beruf an, direkt in der Mittagspause. Wer mitmacht, wird im Alltag schnell sicherer, und das merkt man auch bei der Arbeit. Moderator: Ein Punkt, der viele beschäftigt, ist das Alter. Lohnt sich Weiterbildung auch noch mit fünfzig oder sechzig Jahren? Frau Sommer: Unbedingt. In unserem Betrieb gehören gerade die älteren Kollegen zu den motiviertesten Teilnehmern. Sie bringen viel Erfahrung mit und geben sie gern an die Jüngeren weiter. Niemand ist zu alt, um etwas Neues zu lernen. Herr Peters: Das kann ich nur bestätigen. Zu mir kam einmal ein Mann von achtundfünfzig, der dachte, für ihn gebe es keine Chance mehr. Nach einer kurzen Weiterbildung hat er eine neue Stelle gefunden, in der seine Erfahrung sogar besonders geschätzt wird. Moderator: Und wie wichtig sind heute digitale Kenntnisse? Herr Peters: Sehr wichtig, in fast jedem Beruf. Aber man muss kein Computerexperte werden. Oft reichen ein paar Grundlagen, und die kann man in kurzen Kursen gut lernen. Frau Sommer: Genau. Wir bieten solche kurzen Einheiten an, zum Beispiel zum Schreiben von E-Mails oder zum Umgang mit unserem internen Programm. Ein praktisches Beispiel, an dem man es sofort ausprobiert, hilft dabei mehr als jede Theorie. Herr Peters: Und wer unsicher ist, sollte sich nicht schämen, um Hilfe zu bitten. Es gibt überall kostenlose Angebote, man muss nur den ersten Schritt machen. Moderator: Zum Schluss bitte je ein kurzer Rat an unsere Hörer. Frau Sommer: Lernen Sie lieber regelmäßig ein bisschen, statt selten sehr viel. Herr Peters: Und holen Sie sich Hilfe, bevor Sie aufgeben. Es gibt mehr Unterstützung, als die meisten Menschen denken. Frau Sommer: Und vergessen Sie nicht, kleine Erfolge bewusst zu feiern. Wer merkt, dass er etwas geschafft hat, bleibt eher motiviert und macht weiter. Herr Peters: Das ist ein sehr guter Punkt. Ich sehe in meiner Beratung oft, dass schon ein einziger bestandener Kurs den Menschen neues Selbstvertrauen gibt. Plötzlich trauen sie sich Dinge zu, die vorher undenkbar schienen. Frau Sommer: Genau, und dieses Selbstvertrauen ist im Berufsleben manchmal sogar wichtiger als jedes Zeugnis. Herr Peters: Am Ende zählt vor allem, dass man dranbleibt und sich traut, den ersten Schritt zu gehen. Moderator: Vielen Dank Ihnen beiden für diese ermutigenden Worte.