Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 25

Deutsch im Beruf

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Arbeitsplatz

Hallo Emir, du hast mir letzte Woche geschrieben, dass du dich im Moment mit dem Thema Deutsch im Beruf beschäftigst. Beim Stichwort Berufssprache musste ich sofort an eine Situation denken, die ich vor Kurzem erlebt habe. Zuerst wollte ich die Frage zu Arbeitsplatz allein klären und habe mehrere Internetseiten gelesen. Danach verstand ich zwar mehr Wörter zu Berufssprache, aber nicht, welcher Schritt für meinen Fall wirklich wichtig war. Besonders schwierig fand ich, dass bei Deutsch im Beruf in jeder Information andere Begriffe standen und kleine Fristen leicht übersehen werden können. Dann bekam ich diese Information: Die Firma bietet einen Lernabend zu Deutsch am Arbeitsplatz an. Mitarbeitende können typische Gespräche mit Kundinnen und Kunden üben. Erst war ich unsicher, ob sich der Weg zum Stadtteilbüro lohnt. Ich bin trotzdem hingegangen, weil ich bei Berufssprache endlich nicht mehr nur raten wollte. Vorher habe ich mir drei Fragen notiert und die wichtigsten Papiere zu Arbeitsplatz in eine Mappe gelegt. Das war gut, denn im Gespräch ging es dann nicht nur um allgemeine Tipps zu Deutsch im Beruf. Die Mitarbeiterin fragte zuerst, was ich zu Berufssprache schon verstanden hatte, und markierte dann nur die Punkte, die für meine Entscheidung wichtig waren. Interessant war, dass mehrere andere Besucher ebenfalls praktische Fragen zu Deutsch im Beruf hatten. Eine ältere Frau verstand einen Brief zu Arbeitsplatz nicht, ein junger Vater fragte nach einer Frist, und ein Student wollte wissen, ob er eine Zusage schriftlich bestätigen lassen muss. Dadurch merkte ich, dass Angebote zu Berufssprache nicht nur für Menschen gedacht sind, die gar nichts verstehen. Bei Berufssprache reicht oft schon ein kurzer Hinweis, damit man wieder selbst weiterarbeiten kann. Einige Dinge musste ich später noch einmal prüfen, aber ich wusste danach, an wen ich mich wegen Arbeitsplatz wenden kann und welche Unterlagen fehlen. Genau das wünsche ich dir auch: nicht alles abgeben, sondern genug Orientierung zu Berufssprache bekommen, damit du den nächsten Schritt ruhig planen kannst. Schreib dir auch kleine Zweifel zu Deutsch im Beruf auf; oft sind gerade diese Fragen im Gespräch wichtig. Wenn du möchtest, begleite ich dich am Montag. Wir könnten vorher zusammen eine Liste mit Fragen zu Arbeitsplatz schreiben und danach in Ruhe besprechen, was noch offen ist. Geh bitte nicht ohne Vorbereitung hin; sonst vergisst man bei Berufssprache schnell die Hälfte. Liebe Grüße aus Hamburg Samira

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Nach dem Gespräch musste Samira noch einzelne Punkte prüfen.

richtigfalsch

2. Das Gespräch bestand nur aus einem langen Vortrag ohne persönliche Fragen.

richtigfalsch

3. Nach dem Termin wusste Samira weniger als vorher.

richtigfalsch

4. Das Gespräch half Samira vor allem dabei, den nächsten Schritt zu erkennen.

richtigfalsch

5. Samira empfiehlt, ohne Vorbereitung zu dem Termin zu gehen.

richtigfalsch

6. Samira bietet an, am Montag mitzukommen.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Fahrradstadt

In einer Tageszeitung wird beschrieben, warum Beratungsangebote zum Thema Fahrradstadt inzwischen anders organisiert werden als früher. Bei Fahrradstadt liegt das nicht nur daran, dass manche Regeln komplizierter geworden sind. Viele Menschen müssen in diesem Bereich von Mobilität und Reisen mehrere Dinge gleichzeitig organisieren: Arbeit, Familie, Termine bei Ämtern und digitale Formulare. Wenn dann ein Brief, ein Vertrag oder eine Einladung zu Bahnhof kommt, bleibt oft wenig Zeit, alles in Ruhe zu lesen. Aus diesem Grund hat das Stadtteilbüro ein neues Modell für Mobilität und Reisen gestartet. Bürgerinnen und Bürger können kurze Fragen zu Fahrradstadt stellen, Unterlagen sortieren und sich erklären lassen, welche Fristen wichtig sind. Die Stadt richtet eine neue Fahrradstraße ein. Autos dürfen dort nur langsam fahren. Für ältere Menschen gibt es zusätzlich eine Beratung zu sicheren Wegen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Neu ist, dass bei Bahnhof nicht nur eine einzelne Stelle zuständig ist. Mitarbeitende aus Beratung, Verwaltung und Sprachkursen arbeiten zusammen. Wer einen Termin zu Fahrradstadt bekommt, soll vorher die wichtigsten Unterlagen kopieren und auf einem Blatt notieren, was genau unklar ist. Die ersten Erfahrungen mit Mobilität und Reisen sind positiv. Nach Angaben der Stadt kommen besonders viele Menschen, die grundsätzlich gut zurechtkommen, aber bei einzelnen Formulierungen zu Fahrradstadt unsicher sind. Die Beratung zu Bahnhof ersetzt keine anwaltliche Hilfe und entscheidet auch nichts für die Besucher. Sie soll vor allem verhindern, dass Menschen aus Angst bei Bahnhof gar nicht reagieren oder wichtige Termine verpassen. Für den nächsten Monat plant die Stadt eine Auswertung zum Bereich Fahrradstadt. Dabei soll nicht nur gezählt werden, wie viele Personen gekommen sind. Wichtiger ist, ob die Besucher danach wussten, an welche Stelle sie sich wegen Bahnhof wenden müssen und welche Unterlagen noch fehlen. Auch die Verständlichkeit der schriftlichen Hinweise zu Mobilität und Reisen soll geprüft werden, weil viele Rückfragen durch einfachere Sprache vermieden werden könnten.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. Warum wurde das neue Modell gestartet?

  1. a) Alle zuständigen Stellen sollen nur noch telefonisch arbeiten.
  2. b) Viele Menschen sind bei Unterlagen, Fristen oder Formulierungen unsicher.
  3. c) Die Stadt will persönliche Beratung durch automatische Briefe ersetzen.

8. Was ist an der Beratung neu?

  1. a) Die Beratung findet ausschließlich anonym im Internet statt.
  2. b) Alle Besucher erhalten sofort eine verbindliche Entscheidung.
  3. c) Mehrere Stellen arbeiten zusammen.

9. Was sollen Besucherinnen und Besucher vor einem Termin tun?

  1. a) Kopien ordnen und die unklare Frage notieren.
  2. b) Ihre Unterlagen endgültig im Büro abgeben.
  3. c) Zuerst eine schriftliche Prüfung bestehen.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Bericht: Angebote müssen zum Alltag passen

In zwei Stadtteilen wurde getestet, welche Form von Unterstützung zu Bankgeschäfte und Sicherheit wirklich im Alltag ankommt. Einige Kurse zu Online-Banking waren am Anfang sehr gut besucht, andere blieben fast leer. Die Organisatoren fanden schnell heraus, dass bei Bankgeschäfte und Sicherheit nicht nur der Inhalt zählt. Die Uhrzeit, der Ort und die Sprache der Einladung entscheiden mit. Ein Flyer zu Konto mit vielen Fachwörtern schreckt eher ab, auch wenn das Angebot kostenlos ist. Deshalb wurden die Informationen zu Online-Banking verändert. Viele Menschen erledigen Bankgeschäfte digital, sind aber bei Sicherheit unsicher. Beratende erklären deshalb Schritt für Schritt, wie man Nachrichten prüft und Kontobewegungen kontrolliert. Außerdem gibt es jetzt kurze Beispiele aus dem Alltag: eine E-Mail, ein Telefongespräch oder ein Formular, das viele Teilnehmende bei Konto wiedererkennen. In den Gruppen wird nicht nur erklärt, sondern auch geübt. Wer möchte, kann eine eigene Frage zu Bankgeschäfte und Sicherheit mitbringen, muss sie aber nicht vor allen vorlesen. Kritik gibt es trotzdem. Manche Teilnehmende wünschen sich bei Online-Banking mehr Einzeltermine, andere finden die Anmeldung umständlich. Die Stadt will deshalb prüfen, ob es für Konto zusätzlich offene Sprechstunden am Abend geben kann. Für die Verantwortlichen ist klar: Ein gutes Angebot zu Konto muss nicht nur fachlich richtig sein, sondern auch zum Alltag der Menschen passen. Eine Projektleiterin erklärt, dass besonders einfache Beispiele zu Bankgeschäfte und Sicherheit gut funktionieren. Wenn die Teilnehmenden bei Online-Banking eine Situation aus ihrem eigenen Leben erkennen, fragen sie schneller nach und behalten die Information länger. Deshalb sollen künftig echte Musterbriefe, kurze Dialoge und typische Fehler aus vergangenen Beratungen zu Online-Banking stärker genutzt werden.

10. Warum wurden einige Angebote am Anfang wenig genutzt?

  1. a) Alle Angebote fanden nur für Fachpersonal statt.
  2. b) Einladungen waren schwer verständlich oder die Termine passten schlecht.
  3. c) Die Teilnehmenden mussten vorher teure Bücher kaufen.

11. Was wurde an den Informationen verändert?

  1. a) Sie werden nur noch mündlich im Amt erklärt.
  2. b) Sie enthalten mehr Alltagssprache und wiedererkennbare Beispiele.
  3. c) Sie nennen keine Termine mehr.

12. Warum sollen mehr Musterbriefe und Dialoge genutzt werden?

  1. a) Damit die Gruppen keine Fragen mehr stellen müssen.
  2. b) Damit Einzeltermine grundsätzlich abgeschafft werden können.
  3. c) Teilnehmende erkennen dadurch eigene Situationen schneller wieder.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Familie und Schule.

Beispiel. Sie suchen Informationen zur Kita-Anmeldung und zu Gebühren. Anzeige: D

13. Sie möchten Schulbriefe besser verstehen und kurze Antworten schreiben.

14. Sie möchten in den Ferien ein Programm für ein Kind von zehn Jahren buchen.

15. Sie können Kindern wöchentlich beim Lesen helfen.

16. Sie suchen eine Beratung zu Online-Banking.

17. Ihr Kind möchte mehrere Instrumente ausprobieren.

18. Sie haben den Elternabend sprachlich nicht ganz verstanden und möchten eine einfache Erklärung.

19. Ihr Kind braucht nachmittags einen ruhigen Ort für Hausaufgaben.

A

Elternabend kompakt: Lehrkräfte erklären Hausaufgaben, Ausflüge und Ganztag. Übersetzung in einfacher Sprache nach dem Termin. Der erste Termin ist kostenlos. Danach kostet ein Folgetermin 4 Euro. Wenn eine andere Stelle zuständig ist, gibt das Büro Adresse, Öffnungszeit und eine Telefonnummer weiter. Kurzfristige Änderungen werden auf der Internetseite bekannt gegeben. Für Nachfragen liegt eine Karte mit Telefonnummer und Sprechzeiten aus.

B

Hausaufgabenclub: Montag bis Donnerstag, ruhiger Raum, feste Lernzeiten. Anmeldung im Sekretariat der Schule. Bei Absage bitte bis 12 Uhr anrufen, damit der Platz weitergegeben werden kann. Eine Begleitperson darf mitkommen, wenn sie beim Übersetzen oder Sortieren der Unterlagen hilft. Die Kontaktperson prüft vorab nur Termin und Raum, keine privaten Unterlagen. An der Tür steht eine Liste mit den nächsten freien Zeiten.

C

Ferienpass Familienhaus: Sport, Basteln und Ausflüge für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Ermäßigung möglich. Kontakt: Frau Schneider, Telefon 030 48 21 74, erreichbar vormittags. Längere Einzelfälle bekommen einen separaten Termin; die offene Stunde bleibt für kurze Anliegen reserviert. Nach dem Termin werden keine Originalunterlagen im Büro aufbewahrt. Eine zweite Person kann zuhören, wenn sie vorher am Empfang genannt wird.

D

Kita-Sprechstunde: Vormerkung, Warteliste, Gebühren und Essensgeld. Geburtsurkunde bitte mitbringen. Der Raum ist mit dem Aufzug erreichbar. Kinderwagen können neben der Garderobe stehen. Wer nur eine kurze Frage hat, kann diese am Empfang auf eine Karte schreiben und später telefonisch klären. Wer zu spät kommt, meldet sich zuerst am Empfang. Die Teilnahmebestätigung kann direkt nach dem Treffen mitgenommen werden.

E

Babysitterkurs: Erste Hilfe, Spielen, Verantwortung und Grenzen. Für Jugendliche ab 15 Jahren mit Bescheinigung. Teilnehmende erhalten am Ende ein Blatt mit Adressen, Öffnungszeiten und Telefonnummern. Es werden Musterbriefe, Formulare und kurze Dialoge benutzt, die direkt zum genannten Angebot passen. Rückmeldungen können auf einer Karte in den Briefkasten geworfen werden. Wer einen Platz bekommt, erhält eine Nummer für den Wartebereich.

F

Schulwegtraining: Sicher über die Straße, Blickkontakt, Warnweste. Treffpunkt vor der Grundschule. Für Gruppen ab fünf Personen gibt es einen Zusatztermin am Donnerstagabend. Personen mit geringem Einkommen können Material kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Kosten, Raum und Uhrzeit stehen zusätzlich auf einem Aushang. Für den Rückruf muss eine gut lesbare Telefonnummer hinterlassen werden.

G

Musikschule Schnupperwoche: Trommel, Geige und Keyboard ausprobieren. Elternberatung ohne Vorkenntnisse. E-Mails werden innerhalb von zwei Werktagen beantwortet; persönliche Daten bitte erst zum Termin mitbringen. Im Aushang steht, ob das Angebot für Einzelpersonen, Familien oder kleine Gruppen gedacht ist. Bei Sprachproblemen kann eine zweisprachige Wortliste vorbereitet werden. Eigene Notizen sind erlaubt; Tonaufnahmen sind im Beratungsraum nicht möglich.

H

Elterncafé Sprache: Briefe aus der Schule lesen und kurze Nachrichten an Lehrkräfte schreiben. Kostenlos. Termin: Montag, 17.30 Uhr, Raum 204. Anmeldung bis Freitag über das Kursbüro. Für Gruppen werden Stühle und Arbeitsblätter vorbereitet; deshalb muss die genaue Personenzahl genannt werden. Die genaue Wegbeschreibung steht in der Terminbestätigung. Das Büro bittet darum, nur ein Anliegen pro Termin vorzubereiten.

I

Kinderkleider-Tausch: Gut erhaltene Jacken, Schuhe und Sportbeutel. Bitte Größen deutlich markieren. Treffpunkt ist am Seiteneingang neben der Cafeteria. Bitte zehn Minuten vorher kommen. Vor Beginn werden Namen und Anliegen auf einer Liste notiert; die Liste wird nach dem Termin vernichtet. Vor Ort hängt ein Plan mit Raum und Ausgang. Der nächste Zusatztermin wird am Freitag auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

J

Lernpatinnen gesucht: Erwachsene helfen einmal pro Woche beim Lesen. Einführung und Material werden gestellt. Material wird gestellt; eigene Unterlagen können als Kopie mitgebracht werden. Bitte bringen Sie Ausweis, aktuelle Schreiben und eine Telefonnummer mit. Originale werden nur angesehen und nicht im Büro behalten. Zwischen zwei Gesprächen wird der Raum kurz gelüftet. Bei großem Andrang werden kurze Anliegen vor längeren Fällen bearbeitet.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Versicherung?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Versicherung.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Ich finde Beratungsangebote zu Versicherung hilfreich, wenn sie praktisch bleiben. Wer einen Brief oder ein Formular zu Bürgerbüro nicht versteht, sollte die Frage in Ruhe zeigen können.

20. Zoran: Für mich ist ein Termin vor Ort die beste Lösung. Eine Fachperson kann bei Versicherung nachfragen, Missverständnisse sofort korrigieren und zeigen, welche Unterlage wirklich wichtig ist. Nach dem Gespräch über Bürgerbüro sollte man eine kurze Notiz bekommen, damit man zu Hause nichts verwechselt. Ich sehe Beratung zu Ämter und Formulare nicht als Luxus, sondern als praktische Hilfe für Menschen, die sonst zu spät reagieren.

21. Hakan: Ich bin skeptisch bei neuen Gesprächen zu Ämter und Formulare. Wenn jede Stelle wieder ein neues Gespräch zu Versicherung anbietet, weiß man am Ende noch weniger, wer wirklich zuständig ist. Außerdem sind feste Termine zu Versicherung für Berufstätige und Alleinerziehende oft unpraktisch. Ich möchte bei Versicherung nicht erklären müssen, warum ich unsicher bin, wenn eine gute Anleitung dieselbe Frage beantworten kann.

22. Dario: Ich unterstütze solche Angebote zu Ämter und Formulare, weil viele Menschen aus Unsicherheit gar nicht handeln. Ein kurzes Gespräch kann bei Bürgerbüro verhindern, dass eine Frist verstreicht oder ein falsches Formular abgegeben wird. Ich finde auch Gruppenübungen zu Versicherung gut, wenn danach noch kurze Einzelgespräche möglich sind. So ein Angebot macht die Menschen bei Versicherung selbstständiger, weil sie beim nächsten ähnlichen Brief schneller reagieren können.

23. Uwe: Gerade bei Versicherung reicht ein Informationsblatt oft nicht. Ich möchte bei Bürgerbüro zeigen können, was ich nicht verstehe, und direkt eine Antwort auf meine konkrete Frage bekommen. Ein Beispiel mit echten Unterlagen zu Bürgerbüro ist für mich viel verständlicher als eine lange Liste mit Regeln. Für mich ist entscheidend, dass die Beratung zu Bürgerbüro konkrete Unterlagen ansieht und nicht nur allgemeine Regeln wiederholt.

24. Ruben: Für Versicherung brauche ich keine Beratung im Büro. Eine Hotline und ein gut aufgebautes Formular mit Beispielen zu Bürgerbüro würden für meine Fragen völlig reichen. Eine persönliche Beratung zu Versicherung ohne verbindliche Auskunft löst für mich das Problem nicht. Das Geld wäre aus meiner Sicht besser in mehrsprachige Formulare, längere Hotlines und aktuelle Öffnungszeiten zu Versicherung investiert.

25. Paula: Ich finde Termine zu Versicherung oft zu allgemein. Man sitzt mit vielen anderen dort und bekommt keine verbindliche Entscheidung zu Bürgerbüro, sondern nur Hinweise, die man auch lesen könnte. Deshalb sollte man bei Ämter und Formulare zuerst die schriftlichen Informationen verbessern und erst danach neue Termine anbieten. Statt neuer Sprechstunden zu Versicherung sollten die Stellen ihre Briefe klarer schreiben und Beispiele direkt daneben stellen.

26. Yusuf: Persönliche Beratung zu Versicherung sollte es unbedingt geben. Besonders Menschen, die wenig Deutsch sprechen oder zum ersten Mal mit Ämter und Formulare zu tun haben, brauchen eine ruhige Erklärung. Wichtig ist nur, dass Termine zu Versicherung auch abends angeboten werden und dass persönliche Fragen nicht vor der ganzen Gruppe besprochen werden. Ohne dieses Gespräch zu Versicherung würden viele Leute aus Scham warten, bis aus einer kleinen Frage ein teures Problem wird.

Beispiel. Niko

janein

20. Zoran

janein

21. Hakan

janein

22. Dario

janein

23. Uwe

janein

24. Ruben

janein

25. Paula

janein

26. Yusuf

janein

Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Pflegegrad.

27. Was braucht man für den Antrag?

  1. a) Einen Mietvertrag.
  2. b) Die Versichertennummer.
  3. c) Eine Schulbescheinigung.

28. Wo kann ein Beratungsgespräch stattfinden?

  1. a) Zu Hause oder im Büro.
  2. b) Nur online.
  3. c) Nur im Krankenhaus.

29. Was ersetzt die Beratung nicht?

  1. a) Das Gutachten.
  2. b) Die Telefonnummer.
  3. c) Den Besuchsdienst.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Onlinekäufe.
  2. b) Um Pflegegrad.
  3. c) Um Sport im Park.

INFORMATIONSBLATT PFLEGEGRAD Allgemein: Dieses Informationsblatt gilt für alle Besucherinnen und Besucher, die Fragen zum Thema Pflegegrad oder zu einer damit verbundenen Alltagssituation haben. Die erste Beratung zu Pflegestützpunkt ist kostenlos und dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Sie ersetzt bei Pflegegrad keine anwaltliche Vertretung und keine Entscheidung einer Behörde. Die Mitarbeitenden erklären Formulierungen zu Pflege und Angehörige, sortieren Unterlagen und weisen auf mögliche nächste Schritte hin. Besondere Regelung: Im Informationsblatt zum Pflegegrad steht: Für den Antrag braucht man die Versichertennummer. Ein Beratungsgespräch kann zu Hause oder im Büro stattfinden. Die Beratung ersetzt nicht das Gutachten. Bitte lesen Sie diesen Abschnitt zu Pflegegrad besonders genau, weil dort steht, welche Bedingungen für das konkrete Angebot gelten. Wenn eine Regel nur für bestimmte Personen gilt, wird sie im Beratungsgespräch zu Pflegestützpunkt noch einmal erklärt. Sprechzeiten: Die offene Sprechstunde zu Pflegegrad findet jeden Freitag von 15.00 bis 18.00 Uhr in Zimmer 3.12 statt. Einzelpersonen mit kurzen Fragen zu Pflegestützpunkt können ohne Anmeldung kommen. Gruppen ab fünf Personen sowie Personen, die bei Pflege und Angehörige Übersetzung oder Kinderbetreuung benötigen, müssen sich spätestens zwei Werktage vorher telefonisch anmelden. Wer mehr als 15 Minuten zu spät kommt, kann seinen Termin verlieren, wenn andere Personen wegen Pflege und Angehörige warten. Unterlagen: Bitte bringen Sie Briefe, Verträge, Rechnungen oder andere Dokumente zu Pflegestützpunkt als Kopie mit. Originale bleiben bei Fragen zu Pflegegrad immer bei den Besucherinnen und Besuchern. Wenn Sie zu Pflegestützpunkt keine Kopien haben, können vor Ort bis zu fünf Seiten kostenlos kopiert werden; für weitere Kopien fällt eine kleine Gebühr an. Notieren Sie vorher höchstens drei Fragen zu Pflege und Angehörige, damit die Beratung in der vorgesehenen Zeit möglich bleibt. Hinweise: Für eine Materialmappe mit Beispielen und Checklisten zu Pflegegrad werden 3 Euro berechnet. Personen mit geringem Einkommen können die Mappe zu Pflegestützpunkt kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Bei Krankheit oder Verhinderung genügt eine kurze Nachricht per E-Mail mit dem Stichwort Pflegestützpunkt. Datenschutz und Rückmeldung: Persönliche Daten werden bei Pflegegrad nur für Terminvergabe, Rückfragen und interne Statistik genutzt. Nach Abschluss der Beratung können Besucherinnen und Besucher freiwillig einen kurzen Rückmeldebogen zu Pflegestützpunkt ausfüllen. Dort wird gefragt, ob die Erklärung verständlich war und ob zu Pflege und Angehörige noch weitere Hilfe benötigt wird.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-25.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Die Person soll ihre Originalunterlagen abgeben.

richtigfalsch

2. Was soll die Person tun?

  1. a) Zum alten Termin ohne Rückmeldung kommen.
  2. b) Die Originalunterlagen vorher schicken.
  3. c) Noch heute zurückrufen.

Text 2

3. Der Treffpunkt ist vor dem Kino Astra.

richtigfalsch

4. Was soll die andere Person mitbringen?

  1. a) Getränke für die ganze Gruppe.
  2. b) Eine Namensliste und einen Stift.
  3. c) Einen Ausdruck mit Fahrzeiten.

Text 3

5. Die Veranstaltung beginnt später als geplant.

richtigfalsch

6. Welchen Eingang sollen die Besucher benutzen?

  1. a) Den Nebeneingang in der Gartenstraße.
  2. b) Den Haupteingang trotz Baustelle.
  3. c) Den Eingang beim Parkplatz am Schwimmbad.

Text 4

7. Der Anschlussbus wartet auf alle verspäteten Reisenden.

richtigfalsch

8. Wann fährt die nächste Verbindung, wenn man den Anschluss verpasst?

  1. a) Zur planmäßigen Zeit vom alten Gleis.
  2. b) Direkt nach Ankunft des verspäteten Zuges.
  3. c) Um 8.10 Uhr.

Text 5

9. Am Nachmittag kann es regnen.

richtigfalsch

10. Was wird Personen empfohlen, die nachmittags draußen sind?

  1. a) Nur auf den Wetterbericht von morgen zu achten.
  2. b) Eine Regenjacke mitzunehmen.
  3. c) Erst am Abend draußen zu bleiben.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Was machen die Teilnehmenden am Anfang der Veranstaltung?

  1. a) Sie besprechen sofort ihre privaten Fälle.
  2. b) Die Beschäftigten sammeln zuerst Situationen, in denen sie bei der Arbeit nachfragen müssen.
  3. c) Sie tragen sich direkt für Einzeltermine ein.

12. Woran arbeitet die Gruppe im zweiten Teil?

  1. a) Die Gruppe übt Übergabe, Sicherheitsanweisung und kurze E-Mail.
  2. b) Sie schreibt einen echten Antrag für eine Person.
  3. c) Sie hört nur einen Vortrag ohne Übungen.

13. Was gilt bei dieser Veranstaltung für die Unterlagen?

  1. a) Originale werden in der Gruppe herumgereicht.
  2. b) Unterlagen müssen vor Beginn abgegeben werden.
  3. c) Private Arbeitsverträge werden nicht besprochen, Beispiele aus dem Alltag sind erlaubt.

14. Welches Zusatzangebot wird genannt?

  1. a) Eine allgemeine Führung ohne Bezug zum Thema.
  2. b) Nach der Pause wird ein Rollenspiel zur Schichtübergabe gemacht.
  3. c) Ein zusätzlicher Einzeltermin für alle Teilnehmenden.

15. Was bekommen die Teilnehmenden am Ende?

  1. a) Alle bekommen Wortlisten für ihre Abteilung und einen Übungsplan.
  2. b) Nur eine Teilnahmebestätigung ohne weitere Hinweise.
  3. c) Eine Liste mit den privaten Fragen der Gruppe.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. Beata fand den Termin praktischer als erwartet.

richtigfalsch

17. Beata hatte nur Grammatikübungen ohne Bezug zur Arbeit erwartet.

richtigfalsch

18. Beata hat Originalunterlagen in der Gruppe herumgereicht.

richtigfalsch

19. Eine Sicherheitsanweisung war zu schnell erklärt worden.

richtigfalsch

20. Beata soll im Teammeeting höflich um Wiederholung bitten.

richtigfalsch

21. Beata möchte das Zusatzangebot auf keinen Fall besuchen.

richtigfalsch

22. Sven will nach freien Plätzen fragen.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. In der Sendung geht es um Deutsch am Arbeitsplatz.

abc

24. Persönliche Beratung kann konkrete Unsicherheiten klären.

abc

25. Digitale Informationen sind eine sinnvolle Ergänzung.

abc

26. Praktische Beispiele machen das Thema verständlicher.

abc

27. Gemeinsames Üben in der Gruppe kann Hemmungen abbauen.

abc

28. Auch Kosten, Zeiten und klare organisatorische Hinweise sind wichtig.

abc

29. Das Angebot hat Grenzen und darf keine falschen Erwartungen wecken.

abc

30. Ein gutes Angebot braucht verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Ein Freund möchte bei der Arbeit besser Deutsch sprechen. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema Berufssprache geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie fragen Ihre Firma nach einem Platz im Berufssprachkurs. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Lernabend im Betrieb vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Sollte man sich zum Thema Berufssprache persönlich beraten lassen?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von Ihrer Situation oder von einem Erlebnis im Zusammenhang mit dem Thema.

Folie 3

Berichten Sie von der Situation in Ihrem Heimatland oder in einem anderen Land und geben Sie Beispiele.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Sind digitale Informationen zum Thema Deutsch im Beruf besser als persönliche Termine?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von einer persönlichen Erfahrung mit digitalen Informationen oder persönlichen Terminen.

Folie 3

Berichten Sie, wie solche Informationen in Ihrem Heimatland oder in einem anderen Land organisiert sind.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Deutsch im Beruf weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1richtig
Lesen 2falsch
Lesen 3falsch
Lesen 4richtig
Lesen 5falsch
Lesen 6richtig
Lesen 7b
Lesen 8c
Lesen 9a
Lesen 10b
Lesen 11b
Lesen 12c
Lesen 13H
Lesen 14C
Lesen 15J
Lesen 160
Lesen 17G
Lesen 18A
Lesen 19B
Lesen 20ja
Lesen 21nein
Lesen 22ja
Lesen 23ja
Lesen 24nein
Lesen 25nein
Lesen 26ja
Lesen 27b
Lesen 28a
Lesen 29a
Lesen 30b
Hören 1falsch
Hören 2c
Hören 3richtig
Hören 4b
Hören 5falsch
Hören 6a
Hören 7falsch
Hören 8c
Hören 9richtig
Hören 10b
Hören 11b
Hören 12a
Hören 13c
Hören 14b
Hören 15a
Hören 16richtig
Hören 17richtig
Hören 18falsch
Hören 19richtig
Hören 20richtig
Hören 21falsch
Hören 22richtig
Hören 23c
Hören 24b
Hören 25a
Hören 26c
Hören 27b
Hören 28a
Hören 29b
Hören 30c

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Hallo Lena, hier ist Markus. Ich wollte dir nur schnell sagen, dass unser Treffen am Samstag leider erst um sechs Uhr abends klappt und nicht schon um vier. Ich muss vorher noch meine Schwester vom Bahnhof abholen. Der Rest bleibt wie besprochen: Wir treffen uns am Eingang, ich bringe die Karten mit, und danach gehen wir zusammen etwas essen. Ruf mich kurz an, wenn das für dich ein Problem ist. Bis dann!

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Guten Tag, hier ist die Gemeinschaftspraxis Dr. Adam. Sie hatten für Montag einen Termin bei uns. Der Termin kann stattfinden, aber die Uhrzeit ändert sich auf 9.00 Uhr. Bitte rufen Sie heute noch kurz zurück, damit wir wissen, ob Sie kommen können. Bringen Sie bitte keine Originale mit; Kopien genügen für das Gespräch. Wenn Sie die Unterlagen vergessen, bekommen Sie nur eine allgemeine Auskunft. Unser Empfang ist heute bis 17 Uhr besetzt; danach können Sie Ihre Rückmeldung auch auf den Anrufbeantworter sprechen.

Hören Teil 1, Text 2

Sie hören eine private Nachricht. Hallo, hier ist Sven. Kurz wegen morgen: Wir treffen uns nicht am üblichen Ort, sondern vor dem Kino Astra. Ich bringe Getränke mit. Kannst du bitte die Liste mit den Namen ausdrucken und einen Stift mitbringen? Falls es regnet, gehen wir sofort hinein. Melde dich kurz, ob du es bis 18.30 Uhr schaffst. Ich bin wahrscheinlich zehn Minuten früher da und warte direkt am Eingang, damit niemand die Gruppe suchen muss.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine Meldung im Lokalradio. In Kassel findet heute eine Veranstaltung mit dem Titel "Tag der offenen Gärten" statt. Wegen Bauarbeiten ist die Straße vor dem Eingang gesperrt. Besucherinnen und Besucher sollen den Nebeneingang in der Gartenstraße benutzen. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 10.00 Uhr. Wer mit dem Auto kommt, nutzt bitte den Parkplatz am Schwimmbad; direkt vor dem Gebäude gibt es keine Parkplätze. Freiwillige zeigen den Weg vom Parkplatz zum Eingang und beantworten kurze organisatorische Fragen.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Durchsage am Bahnhof. Der Regionalzug nach Hannover, planmäßige Abfahrt 7.40 Uhr, fährt heute von Gleis 11 statt von Gleis 7. Reisende mit Fahrrädern steigen bitte im hinteren Zugteil ein. Der Anschlussbus wartet nicht auf verspätete Züge. Die nächste Verbindung fährt um 8.10 Uhr. Fahrgäste mit wenig Umsteigezeit wenden sich bitte an die Information. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung, falls Sie wegen der Änderung einen Termin verpassen.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören den Wetterbericht. Am Vormittag bleibt es in der Region meist trocken. Gegen Nachmittag ziehen von Westen Schauer auf. Wer draußen unterwegs ist, sollte eine Regenjacke mitnehmen. Am Abend wird es kühler, die Temperaturen sinken auf 14 bis 9 Grad, aber der Wind lässt nach. Für morgen meldet der Wetterdienst wieder freundlicheres Wetter. Besonders Radfahrerinnen und Radfahrer sollten am Nachmittag mehr Zeit einplanen, weil die Straßen kurz rutschig werden können.

Hören Teil 2

Sie besuchen eine Informationsveranstaltung zum Thema Berufssprache. Ort ist: Lernraum im Betrieb. Zu Beginn spricht Frau Kranz. Guten Tag und herzlich willkommen. Schön, dass Sie pünktlich da sind. Wir beginnen nicht mit einem langen Vortrag. Stattdessen sammeln die Beschäftigten zuerst Situationen, in denen sie bei der Arbeit nachfragen müssen. Bitte schreiben Sie nur eine Sache auf, damit wir die Fragen später gut sortieren können. Wer noch unsicher ist, kann sich ein Beispiel auf dem Tisch ansehen. Der heutige Ablauf ist so geplant, dass Sie nach jedem Schritt kurz prüfen können, ob Sie alles verstanden haben. Niemand muss sofort vor der ganzen Gruppe sprechen. Wenn Ihnen ein Wort fehlt, zeigen Sie einfach auf die Karte mit den Beispielsätzen; dann formuliere ich die Frage noch einmal langsamer. Im zweiten Teil arbeiten wir mit kurzen Alltagssituationen. Dabei übt die Gruppe Übergabe, Sicherheitsanweisung und kurze E-Mail. Sie müssen keine privaten Probleme vor der ganzen Gruppe erklären. Es geht darum, wichtige Informationen zu erkennen, passende Rückfragen zu formulieren und nicht vorschnell eine falsche Entscheidung zu treffen. Nach der Pause treffen wir uns um 8.30 Uhr in Raum 104. Bitte kommen Sie pünktlich zurück, denn dann beginnt der praktische Teil. Private Arbeitsverträge werden nicht besprochen, Beispiele aus dem Alltag sind erlaubt. Für persönliche Fragen gibt es hinten im Raum eine Liste für kurze Einzeltermine. Diese Liste wird nach der Pause geschlossen, damit für jedes Gespräch genug Zeit bleibt. Außerdem gibt es heute ein Zusatzangebot: Nach der Pause wird ein Rollenspiel zur Schichtübergabe gemacht. Dieses Angebot ist freiwillig, aber besonders hilfreich, wenn Sie das Thema noch nie praktisch geübt haben. Wer daran teilnehmen möchte, bleibt nach dem Hauptteil einfach im Raum. Bitte beachten Sie auch die kleine Übersicht an der Wand. Dort stehen die wichtigsten Zeiten, die Ansprechpartner und die Telefonnummer für Rückfragen. Wenn Sie heute früher gehen müssen, tragen Sie sich trotzdem in die Anwesenheitsliste ein, damit wir Ihnen die Unterlagen später zuschicken können. Noch ein Hinweis zu den Kosten: Der Betrieb bezahlt den Kurs, Lernmaterial wird gestellt. Bitte bezahlen Sie nichts im Kursraum, sondern wenden Sie sich bei Fragen an den Empfang. Dort bekommen Sie auch eine Quittung, falls Sie eine brauchen. Am Ende gilt: Alle bekommen Wortlisten für ihre Abteilung und einen Übungsplan. Wenn Sie später noch eine Frage haben, schreiben Sie in der ersten E-Mail bitte keine sensiblen Daten. Nennen Sie nur Ihr Thema und eine Telefonnummer für den Rückruf.

Hören Teil 3

Sie sitzen nach einem Termin im Wartebereich und hören, wie sich Beata und Sven unterhalten. Sven: Hallo Beata, du hast doch gerade einen Lernabend im Betrieb besucht. Wie war es? Beata: Besser als gedacht. Ich hatte vorher etwas anderes erwartet: nur Grammatikübungen ohne Bezug zur Arbeit. Aber es war viel praktischer. Sven: Was war für dich am wichtigsten? Beata: Ich habe gelernt, dass kurze Rückfragen Missverständnisse vermeiden. Das hätte ich allein wahrscheinlich übersehen. Sven: Hattest du Unterlagen dabei? Beata: Ja, ein Beispiel aus der eigenen Schicht. Die Mitarbeiterin hat aber gleich gesagt, dass Originale nicht in der Gruppe herumgegeben werden. Sven: Das ist vernünftig. Gab es ein konkretes Problem? Beata: Ja, eine Sicherheitsanweisung war zu schnell erklärt worden. Ich wusste nicht, was zuerst erledigt werden muss. Sven: Und was machst du jetzt? Beata: Ich soll im Teammeeting höflich um Wiederholung bitten. Außerdem soll ich nicht alles am Handy schnell schreiben, sondern zu Hause in Ruhe einen Entwurf machen. Sven: Hat man dir auch erklärt, wie du kontrollieren kannst, ob der nächste Schritt wirklich passt? Beata: Ja. Ich soll zuerst die wichtigsten Daten markieren und dann prüfen, ob eine Frist genannt wird. Wenn ich unsicher bin, soll ich lieber einmal nachfragen, statt eine falsche Nachricht zu schicken. Sven: Das klingt nach viel Arbeit. Hast du das im Termin allein machen müssen? Beata: Nein, wir haben ein Beispiel gemeinsam angesehen. Danach sollte jede Person kurz sagen, welche Information im eigenen Fall zuerst wichtig ist. So konnte man merken, ob man den Ablauf verstanden hat. Sven: Klingt hilfreich. Wurde auch etwas für später empfohlen? Beata: Ja, nächste Woche gibt es noch ein Zusatzangebot, nämlich ein Kurs zur Schichtübergabe. Ich möchte hingehen, aber nur, wenn der Termin abends ist. Sven: Dann frage ich gleich, ob noch Plätze frei sind. Beata: Frag bitte auch, ob man eigene Beispiele mitbringen darf. Dann kann ich genau an meinem Fall üben. Sven: Ich frage auch, wie lange der Termin dauert. Wenn er nicht zu spät endet, komme ich vielleicht mit. Beata: Das wäre gut. Zu zweit achtet man auf mehr Details, und ich vergesse dann nicht so schnell, welche Frage ich stellen wollte. Sven: Schreib dir am besten heute Abend noch drei Punkte auf. Dann kannst du beim nächsten Termin direkt sagen, was du brauchst. Beata: Das mache ich. Die Beraterin hat auch gesagt, dass kurze Stichwörter besser sind als ein langer Text, weil man dann schneller zum eigentlichen Problem kommt. Sven: Gute Idee. Ich finde es angenehm, dass die Beratung nicht einfach alles für einen erledigt, sondern erklärt, wie man selbst weiterkommt. Beata: Genau. Früher hätte ich vielleicht zu lange gewartet, weil ich Angst vor einem Fehler hatte. Jetzt weiß ich wenigstens, was der nächste Schritt ist. Sven: Dann sag mir später Bescheid, ob du für den Workshop angemeldet bist. Beata: Mache ich. Und wenn es keinen Abendtermin gibt, suche ich nach einer anderen Möglichkeit. Ich will das Thema diesmal wirklich abschließen und nicht wieder mehrere Wochen liegen lassen.

Hören Teil 4

Moderator: Willkommen zu unserer Sendung. Heute sprechen wir über Deutsch am Arbeitsplatz. Am Arbeitsplatz müssen Informationen oft schnell und trotzdem genau verstanden werden. Viele Hörerinnen und Hörer fragen sich, welche Hilfe im Alltag wirklich nützt: persönliche Gespräche, digitale Informationen oder kurze Gruppenangebote. Wichtig ist dabei nicht nur, ob es ein Angebot gibt, sondern auch, ob Menschen es verstehen, ob sie den Weg dorthin finden und ob sie nach einem ersten Kontakt wissen, was sie als Nächstes tun können. Deshalb haben wir heute zwei Gäste eingeladen, die das Thema aus unterschiedlicher Perspektive betrachten. Frau Weber: Persönliches Training ist wichtig, weil echte Situationen aus dem Betrieb geübt werden können. Wenn jemand mit einer konkreten Unsicherheit kommt, reicht ein kurzer Hinweis oft nicht. Im Gespräch kann man nachfragen, ein Missverständnis sofort klären und gemeinsam prüfen, welcher Schritt zuerst wichtig ist. Viele Menschen haben nicht nur eine Sachfrage, sondern auch Angst, etwas falsch zu machen. Darum ist es hilfreich, wenn eine erfahrene Person zuhört und die Situation ruhig ordnet. Herr Janssen: Digitale Wortlisten und kurze Lernvideos helfen, wenn Schichten wechseln. Man darf aber nicht vergessen, dass viele Personen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten oder Kinder betreuen. Für sie sind verlässliche digitale Informationen eine gute erste Hilfe. Eine klare Internetseite, eine kurze Checkliste oder ein Video kann erklären, welche Unterlagen gebraucht werden und wann man besser einen Termin vereinbart. Das ersetzt nicht jede Beratung, spart aber unnötige Wege. Moderator: An Beispielen aus dem Betrieb wird verständlich, wie man kurze Rückfragen höflich stellt. Ich möchte das an einem Beispiel deutlich machen: Wer nur hört, dass man "alles gut vorbereiten" soll, weiß noch nicht, was das konkret bedeutet. Erst wenn jemand zeigt, welche Zeile in einem Formular wichtig ist, welche Frage man am Telefon stellen kann oder welche Unterlage wirklich gebraucht wird, wird aus einer allgemeinen Regel eine Handlung. Solche praktischen Beispiele helfen besonders denjenigen, die das Thema zum ersten Mal bearbeiten. Frau Weber: Rollenspiele nehmen Angst, weil man höfliche Formulierungen laut übt. In einer kleinen Gruppe kann man außerdem ausprobieren, wie eine Frage klingt. Man hört, dass andere ähnliche Unsicherheiten haben, und traut sich dann eher, selbst zu sprechen. Gerade bei Themen, die mit Behörden, Verträgen oder Gesundheit zu tun haben, ist diese Erfahrung wichtig. Sie gibt Sicherheit, bevor man allein in eine echte Situation geht. Herr Janssen: Für Betriebe zählen flexible Zeiten und Material, das zur Abteilung passt. Gute Organisation entscheidet oft darüber, ob ein Angebot genutzt wird. Wenn die Anmeldung kompliziert ist oder die Zeiten nur vormittags liegen, bleiben viele Menschen weg. Deshalb sollten Kosten, Termine, Räume und benötigte Unterlagen einfach erklärt werden. Auch eine Erinnerung per E-Mail oder SMS kann helfen, damit niemand einen wichtigen Termin vergisst. Moderator: Es geht also nicht nur um das Angebot selbst, sondern auch darum, dass Menschen es überhaupt nutzen. Ein weiterer Punkt ist die Sprache. Informationen müssen nicht kindlich sein, aber sie sollten klar gegliedert sein. Wer liest, was zuerst passiert, wie lange es dauert und welche Grenzen es gibt, kann sich besser entscheiden. Dadurch werden auch die Mitarbeitenden entlastet, weil sie nicht jede organisatorische Frage einzeln beantworten müssen. Frau Weber: Ein Kurs kann Sprache üben, aber Vorgesetzte müssen klare Anweisungen geben. Man muss den Menschen ehrlich sagen, was möglich ist und was nicht. Sonst kommen sie mit falschen Erwartungen und sind nachher enttäuscht. Ein persönlicher Termin ist besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Punkte zusammenhängen oder wenn jemand die Situation selbst schwer einschätzen kann. Dann kann man sortieren, Prioritäten setzen und konkrete nächste Schritte festhalten. Herr Janssen: Onlineübungen sollten auch Fachwörter aus dem eigenen Betrieb enthalten. Digitale Angebote müssen aktuell bleiben, sonst verlieren sie schnell Vertrauen. Wenn auf der Webseite alte Öffnungszeiten stehen oder ein Formular nicht funktioniert, rufen am Ende doch alle an. Wichtig ist deshalb, dass jemand die Informationen regelmäßig prüft und Rückmeldungen ernst nimmt. Dann werden digitale Hinweise zu einer echten Unterstützung und nicht nur zu zusätzlicher Arbeit. Moderator: Was heißt das für Einrichtungen, die nur wenig Personal haben und trotzdem viele Menschen erreichen möchten? Frau Weber: Sie sollten lieber mit einem klaren kleinen Angebot beginnen, das zuverlässig funktioniert. Ein fester Termin, eine gut vorbereitete Übung und eine kurze Zusammenfassung am Ende können mehr bewirken als ein sehr großes Programm, das niemand regelmäßig betreuen kann. Herr Janssen: Und sie sollten einfache Wege für Rückmeldungen schaffen. Wenn Besucher sagen können, welche Information gefehlt hat, verbessert sich das Angebot Schritt für Schritt. Das ist auch für digitale Materialien wichtig. Moderator: Am Ende scheint eine Mischung wichtig zu sein: verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen. Wer eine kurze Frage hat, braucht vielleicht zuerst eine gute Onlineinformation. Wer unsicher ist oder mehrere Punkte klären muss, profitiert eher von einem persönlichen Gespräch. Praktische Beispiele verbinden beides: Sie machen Regeln verständlich und zeigen, wie man im Alltag handeln kann. Entscheidend ist also, dass Angebote nicht nur gut gemeint sind, sondern so aufgebaut werden, dass Menschen sie ohne große Hürden nutzen können.