Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 24

Mobilität und Verkehrssicherheit

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Fahrradkurs

Hallo Nadja, du hast erzählt, dass du dich im Straßenverkehr aufs Rad kaum traust – das ging mir lange genauso, vor allem an den großen Kreuzungen war mir richtig mulmig. Geändert hat das ein Fahrradtraining für Erwachsene. Vorher habe ich mir notiert, welche Situationen mir am meisten Angst machen, und meine alten Notizen zu den Verkehrsregeln durchgesehen. Gut zu wissen war, dass das Training auf einem ruhigen Übungsplatz stattfindet, dass ein Helm empfohlen wird und dass der Termin bei starkem Regen verschoben wird. Meine wichtigste Frage war: Wie biege ich sicher links ab, ohne ins Schleudern zu geraten? Eine Garantie für Mut gab es nicht, aber danach sah ich klar, worauf ich beim Abbiegen und beim Schulterblick achten muss. Ein paar Übungen habe ich danach allein wiederholt. Auf dem Platz waren ganz unterschiedliche Leute – eine ältere Dame ließ ihr Licht prüfen, ein Vater fragte nach einem Kinderparcours. Mein Tipp: Überleg dir vorher die eine Situation, die dir am meisten Angst macht, und nimm dir genau die vor. Wenn du magst, begleite ich dich am Freitag zum Übungsplatz; fahren und üben musst du aber selbst, denn die Sicherheit kommt erst, wenn du es ein paarmal gemacht hast. Liebe Grüße aus Wien Elena

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Elena schreibt, dass niemand im Gespräch helfen konnte.

richtigfalsch

2. Elena schreibt, dass andere Besucher ebenfalls praktische Fragen hatten.

richtigfalsch

3. Das Gespräch bestand nur aus einem langen Vortrag ohne persönliche Fragen.

richtigfalsch

4. Nach dem Gespräch musste Elena noch einzelne Punkte prüfen.

richtigfalsch

5. Das Gespräch half Elena vor allem dabei, den nächsten Schritt zu erkennen.

richtigfalsch

6. Nach dem Termin wusste Elena weniger als vorher.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Sportkurs

In einer regionalen Zeitung wird beschrieben, warum die Gesundheitsangebote im Stadtteil neu organisiert werden. Viele Menschen möchten gesünder leben, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen, und verlieren zwischen Arztbriefen, Terminen und Empfehlungen schnell den Überblick. Neu ist, dass Krankenkasse, Gesundheitszentrum und Stadtteilzentrum jetzt zusammenarbeiten. Eine Fachkraft erklärt einen Arztbrief, eine zweite hilft, den nächsten Termin vorzubereiten, und für den Einstieg in Bewegung gibt es einen kostenlosen Sportkurs für Anfängerinnen und Anfänger. So müssen die Leute nicht mehr mehrere Stellen einzeln aufsuchen. Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, die lange keinen Sport gemacht haben. Es bietet kurze Beratungen, einfache Übungen und feste Termine, die den Einstieg erleichtern. Eine ärztliche Behandlung ersetzt das Team nicht; es hilft beim Verstehen, Sortieren und Planen. Wer eine Vorerkrankung hat, bespricht den Start vorher kurz mit der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt, damit die Übungen sicher zur persönlichen Situation passen. Die Stadt verzeichnet seither mehr Menschen, die regelmäßig teilnehmen, weil die ersten Schritte klein und gut erklärt sind. Wer früh fragt, traut sich eher, überhaupt anzufangen. Vor einem Termin sollen Besucherinnen und Besucher ihre Kopien ordnen und genau die Frage aufschreiben, die ihnen wichtig ist; die Originale bleiben zu Hause. In der Auswertung will die Stadt vor allem wissen, welche Hinweise nach dem Gespräch noch einmal erklärt werden mussten. Begleitet wird das Angebot von ausgebildeten Übungsleiterinnen, die das Tempo bewusst niedrig halten, damit niemand überfordert wird. Wer mag, kann zuerst nur zuschauen und später einsteigen. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass alle Hinweise allgemeine Tipps für den Alltag sind und kein ärztliches Gespräch ersetzen. Über die Erfahrungen der ersten Kurse soll im Herbst in einer kurzen Broschüre berichtet werden.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. An wen richtet sich das neue Gesundheitsangebot besonders?

  1. a) An Menschen, die lange keinen Sport gemacht haben.
  2. b) Nur an Kinder im Grundschulalter.
  3. c) An Leistungssportlerinnen und Leistungssportler.

8. Was sollen Menschen mit einer Vorerkrankung tun?

  1. a) Den Start vorher kurz mit der eigenen Ärztin oder dem eigenen Arzt besprechen.
  2. b) Sofort mit dem intensivsten Training beginnen.
  3. c) Auf Bewegung ganz verzichten.

9. Was ist beim Einstieg in den Kurs erlaubt?

  1. a) Nur mit ärztlichem Attest zuschauen.
  2. b) Zuerst nur zuschauen und später einsteigen.
  3. c) Teilnehmen erst nach einer Prüfung.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Reportage: Beratung nah an den Menschen

Ein Integrationszentrum ließ die ersten Wochen seiner Lerngruppen auswerten und zog daraus einige Schlüsse. Anfangs erschienen weniger Lernende als erwartet. Manche Einladungen wirkten freundlich, sagten aber nicht klar, dass man keine Vorkenntnisse im Prüfen braucht; andere Termine lagen ungünstig für Berufstätige. Daraufhin änderte das Zentrum sein Vorgehen. Die Hinweise sind heute einfacher formuliert und beginnen mit einer typischen Prüfungsaufgabe statt mit langen Erklärungen. An die Stelle trockener Grammatikregeln tritt ein kurzer Beispieltest, an dem alle gemeinsam üben. Besonders wirksam waren die Tandemgespräche: Im lockeren Austausch trauen sich die Lernenden eher zu sprechen und merken, dass kleine Fehler nicht schlimm sind. Wem das vor anderen zu viel ist, schreibt die Frage auf eine Karte. Auffällig war außerdem, dass viele zunächst nur reinschnuppern wollten, bevor sie sich fest anmeldeten. Deshalb gibt es jetzt offene Schnuppertermine ohne Verpflichtung. Die Leiterin hält diesen leichten Einstieg für wichtiger als volle Kurslisten. Wie viele Gruppen dauerhaft bestehen, hängt nun von genügend Freiwilligen ab.

10. Was sagten manche Einladungen anfangs nicht klar?

  1. a) Wo das Zentrum liegt.
  2. b) Dass man keine Vorkenntnisse im Prüfen braucht.
  3. c) Dass die Treffen kostenlos Kaffee anbieten.

11. Was erwies sich als besonders wirksam?

  1. a) Die Tandemgespräche im lockeren Austausch.
  2. b) Trockene Grammatikregeln.
  3. c) Lange Vorträge über Prüfungsordnungen.

12. Was gibt es jetzt für Unentschlossene?

  1. a) Eine Anmeldegebühr ab dem ersten Besuch.
  2. b) Offene Schnuppertermine ohne Verpflichtung.
  3. c) Nur noch feste Jahresverträge.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Beruf und Bewerbung.

Beispiel. Sie suchen eine bezahlte Arbeit am Abend und können im Lager helfen. Anzeige: B

13. Sie suchen eine Tanzgruppe für Kindergeburtstage.

14. Während des Bewerbungskurses brauchen Sie Betreuung für Ihr Kind.

15. Sie möchten mit Betrieben über einen Praktikumsplatz sprechen.

16. Sie müssen Nachweise für Arbeitslosengeld online hochladen.

17. Sie sind in der Ausbildung und haben Fragen zur Probezeit.

18. Sie möchten Telefongespräche für Bewerbungen trainieren.

19. Sie möchten Bewerbungsunterlagen am Computer vorbereiten und als PDF senden.

A

Bewerbungswerkstatt: An mehreren Computern schreiben Sie Ihren Lebenslauf, ordnen die Anlagen und verschicken am Ende eine E-Mail mit Ihrer Bewerbung als PDF. Ein eigener USB-Stick ist praktisch, aber nicht nötig. Eine Mitarbeiterin schaut auf Wunsch über das Ergebnis und gibt Hinweise zur Reihenfolge der Unterlagen. Drucken und Speichern sind kostenlos. Offene Werkstatt montags und mittwochs, ohne Anmeldung.

B

Lager sucht Aushilfe: Wir suchen Unterstützung dienstags und donnerstags zwischen 17 und 21 Uhr. Einfaches Deutsch reicht aus, die Einweisung erfolgt vor Ort. Die Arbeit ist körperlich, die Bezahlung pünktlich und nach Stunden. Bewerben können Sie sich kurz am Empfang; ein Lebenslauf ist nicht erforderlich.

C

Telefontraining Bewerbung: Zu zweit oder in der Minigruppe üben wir Telefonate - die eigene Vorstellung, Antworten auf Rückfragen und die sichere Terminbestätigung. Sie bekommen Rückmeldung und einfache Sätze für schwierige Momente. Der Kurs ist kostenlos; bitte bringen Sie die Stellenanzeige mit, die Sie interessiert. Termine vereinbaren wir nach Absprache, bei Bedarf bieten wir einen zweiten Übungsabend an.

D

Anerkennungsberatung: Wir prüfen ausländische Zeugnisse, ordnen vorhandene Übersetzungen und planen mit Ihnen die nächsten Schritte bei der zuständigen Stelle. Für das Gespräch ist ein Termin nötig, den Sie telefonisch oder am Empfang vereinbaren. Bringen Sie bitte Kopien Ihrer Abschlüsse mit; die Originale sehen wir nur kurz an und geben sie sofort zurück. Eine erste Einschätzung ist kostenlos.

E

Berufskleidung günstig: Jacken, Sicherheitsschuhe und Arbeitshosen aus zweiter Hand für Ausbildung und Praktikum verkaufen wir sehr günstig. Der Verkauf ist samstags von 10 bis 14 Uhr. Wer wenig Geld hat, kann nach Rücksprache auch einzelne Stücke kostenlos bekommen. Eine Anprobe ist vor Ort möglich. Gut erhaltene Kleidung nehmen wir während der Öffnungszeiten gern als Spende entgegen.

F

Deutsch im Betrieb: Am Abendkurs üben wir Sätze, die im Job wirklich vorkommen – eine Krankmeldung, ein Schichttausch und kurze Notizen an Kolleginnen und Kollegen. Wir spielen typische Situationen durch und sammeln nützliche Formulierungen. Der Kurs läuft über sechs Wochen; ein Einstieg ist auch später möglich.

G

Praktikumsbörse Handwerk: Freie Plätze stellen Betriebe aus Elektro, Metall und Holz persönlich vor. In kurzen Gesprächen lernen Sie die Arbeit kennen, ganz ohne vorherige Bewerbung. Bringen Sie einfach Neugier und etwas Zeit mit. Wer mag, kann direkt einen Termin für einen Schnuppertag vereinbaren. Eine Liste der beteiligten Betriebe und der freien Plätze hängt am Eingang aus.

H

Kinderbetreuung beim Abendkurs: Während Sie am Bewerbungstraining teilnehmen, betreuen wir Ihr Kind im Raum nebenan. Das Angebot ist für Eltern im Kurs kostenlos, die Plätze sind jedoch begrenzt. Bitte melden Sie sich spätestens drei Tage vor Kursbeginn an und nennen Sie das Alter des Kindes.

I

Arbeitslosengeld online: Nachweise hochladen, Fristen verstehen, den Termin im Jobcenter vorbereiten - wir begleiten Sie dabei. Mitzubringen sind nur Ihre Zugangsdaten und ein Bürgerkonto. Wir geben keine rechtliche Auskunft, sondern erklären die einzelnen Schritte am Bildschirm. Bringen Sie Ihre aktuellen Briefe vom Amt mit. Bei technischen Schwierigkeiten hilft eine Mitarbeiterin Schritt für Schritt direkt am Gerät.

J

Azubi-Mentoren: Ehemalige Auszubildende beantworten Fragen zu Probezeit, Berufsschule und Berichtsheft. In ruhiger Runde erzählen sie, was am Anfang schwierig war und was wirklich geholfen hat. Das Treffen findet einmal im Monat statt, ist kostenlos; anmelden muss man sich nicht. Bringen Sie gern konkrete Fragen mit; auch kleine Unsicherheiten sind willkommen, niemand wird ausgelacht.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Ehrenamt?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Ehrenamt.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Persönliche Beratung sollte es unbedingt geben. Besonders Menschen, die wenig Deutsch sprechen, brauchen jemanden, der geduldig erklärt und bei schwierigen Wörtern weiterhilft, statt sie allein zu lassen.

20. Ursula: Ich bin klar für eine persönliche Ehrenamtsberatung. Online findet man zwar viele Angebote, aber welche Aufgabe wirklich zu meiner Zeit passt, erkennt man erst im Gespräch. Mir wurde so eine Tätigkeit empfohlen, an die ich selbst nie gedacht hätte. Wichtig ist nur, dass auch kleine Aufgaben vorgestellt werden, sonst schreckt der Aufwand viele schon am Anfang ab.

21. Selim: Solche Angebote halte ich für sehr sinnvoll, gerade für Menschen, die neu in der Stadt sind. Viele möchten helfen, trauen sich aber nicht, einfach in einen Verein zu gehen. Ein kurzes Gespräch nimmt diese Hürde und erklärt gleich, wie es mit Zeit und Versicherung aussieht. So wird aus einem guten Vorsatz endlich eine konkrete Aufgabe.

22. Juri: Ich brauche dafür kein eigenes Beratungsgespräch. Wer helfen will, kann einfach bei einem Verein vorbeigehen und fragen. Ein zusätzlicher Termin macht die Sache nur komplizierter, als sie ist. Sinnvoller wäre eine klare Übersicht im Internet, in der steht, welcher Verein gerade welche Helfer sucht und wie viel Zeit das ungefähr kostet.

23. Gül: Ich bin skeptisch, ob so eine Beratung wirklich nötig ist. Engagement entsteht meist aus einem konkreten Anlass, nicht aus einem Termin im Amt. Wer abends arbeitet, kann feste Sprechzeiten ohnehin kaum nutzen. Das Geld wäre besser in die Vereine selbst gesteckt, damit sie neue Helfer in Ruhe einarbeiten und besser betreuen können.

24. Tanja: Aus meiner Sicht ist ein Gespräch vor Ort die beste Lösung. Man kann ehrlich sagen, wie viel Zeit man hat, und bekommt eine Aufgabe, die wirklich passt, statt sich zu übernehmen. Gerade der Hinweis, dass man auch nur einmal im Monat helfen darf, hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Solche Angebote sollte die Stadt ausbauen.

25. Tarik: Ich unterstütze die Idee sehr. Viele Menschen haben das Gefühl, sie hätten zu wenig Zeit oder die falschen Fähigkeiten. Im Gespräch zeigt sich oft, dass schon ein kleiner Beitrag wertvoll ist. Mir hat es Mut gemacht, dass man mit einer kurzen Einführung beginnt und über den Verein versichert ist, statt gleich allein verantwortlich zu sein.

26. Amal: Persönliche Beratung klingt gut, erreicht aber oft nicht die Menschen, die sich engagieren würden. Ich möchte nicht erst einen Termin ausmachen, um zu erfahren, wo Hilfe gebraucht wird. Besser wäre, wenn die Vereine ihre offenen Aufgaben gut sichtbar im Stadtteil aushängen würden, dann könnte jeder spontan und ohne Umweg den ersten Schritt machen.

Beispiel. Niko

janein

20. Ursula

janein

21. Selim

janein

22. Juri

janein

23. Gül

janein

24. Tanja

janein

25. Tarik

janein

26. Amal

janein

Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Betreuungszeiten.

27. Wie ist eine Vormerkung möglich?

  1. a) Nur im Kindergartenflur.
  2. b) Gar nicht.
  3. c) Online.

28. Was braucht man für Randzeiten?

  1. a) Eine Fahrkarte.
  2. b) Ein Sprachzertifikat.
  3. c) Einen Arbeitsnachweis.

29. Was wird separat abgerechnet?

  1. a) Das Beratungsgespräch.
  2. b) Die Anmeldung.
  3. c) Das Mittagessen.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Fahrradkurse.
  2. b) Um Betreuungszeiten.
  3. c) Um Bankkarten.

INFORMATIONSBLATT BETREUUNGSZEITEN Dieses Blatt richtet sich an Familien, die einen Betreuungsplatz suchen und die wichtigsten Punkte vorab verstehen möchten. Es gibt einen kurzen Überblick und ersetzt kein persönliches Gespräch. Vormerkung: Eine Vormerkung für einen Platz ist online möglich. Sie können Ihr Kind also bequem von zu Hause aus auf die Warteliste setzen lassen; bei Fragen hilft das Familienzentrum. Randzeiten: Für eine Betreuung zu Randzeiten, etwa im Frühdienst, ist ein Arbeitsnachweis nötig. Damit zeigen Sie, dass Sie diese frühen oder späten Zeiten wirklich benötigen. Kosten: Die Betreuung selbst ist im Rahmen des Angebots vorgesehen; das Mittagessen wird separat abgerechnet. Für Familien mit geringem Einkommen ist eine Ermäßigung möglich. Ablauf und Hinweise: Zuerst nennen Sie Ihr Anliegen, dann klären wir gemeinsam Zeiten, Unterlagen und Fristen. Bringen Sie Kopien mit; die Originale bleiben bei Ihnen. Wer unsicher ist, kann zunächst die offene Spielgruppe besuchen und sich dort in Ruhe informieren. Gut zu wissen: Eine frühe Vormerkung erhöht die Chancen, weil die Plätze begrenzt sind. Geben Sie bei der Anmeldung an, welche Zeiten Sie wirklich brauchen, damit eine passende Lösung gesucht werden kann. Für die Eingewöhnung in den ersten Wochen sollten Sie etwas Zeit einplanen. Bei Fragen zu Kosten und Ermäßigung hilft das Familienzentrum gern weiter.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-24.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Während der Wartung gibt es kein warmes Wasser.

richtigfalsch

2. Was müssen die Mieter am Donnerstag tun?

  1. a) Sie müssen zu Hause bleiben.
  2. b) Sie müssen die Heizung selbst abstellen.
  3. c) Sie müssen nichts Besonderes tun.

Text 2

3. Beim Stadtteilfest gibt es ein Angebot für Kinder.

richtigfalsch

4. Wie kann man beim Fest mithelfen?

  1. a) Indem man eine Band organisiert.
  2. b) Indem man einen Kuchen backt.
  3. c) Indem man Eintritt bezahlt.

Text 3

5. Die Biotonne wurde wegen falscher Nutzung entfernt.

richtigfalsch

6. Was bietet die Nachbarin an?

  1. a) Die Mülltrennung zu erklären.
  2. b) Den Müll mitzunehmen.
  3. c) Eine neue Tonne zu kaufen.

Text 4

7. Für die Sprechstunde muss man sich vorher anmelden.

richtigfalsch

8. Was soll man zur Beratung mitbringen?

  1. a) Nur einen Ausweis.
  2. b) Eine schriftliche Anmeldung.
  3. c) Den Mietvertrag und die letzte Abrechnung.

Text 5

9. Wer die Möbel schnell braucht, sollte sie selbst abholen.

richtigfalsch

10. Wie lange dauert die Lieferung zurzeit?

  1. a) Mehrere Monate.
  2. b) Etwa zwei Wochen.
  3. c) Nur zwei Tage.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Wo soll man einen zusätzlichen Schlüssel machen lassen?

  1. a) Bei einem Nachbarn.
  2. b) Über das Büro der Genossenschaft.
  3. c) Beim nächsten Schlüsseldienst.

12. Was ist während der Ruhezeiten nicht erlaubt?

  1. a) Laute Musik und Bohrarbeiten.
  2. b) Jedes Gespräch.
  3. c) Das Kochen.

13. Was rät die Sprecherin vor einer größeren Feier?

  1. a) Die Feier abzusagen.
  2. b) Die Polizei anzurufen.
  3. c) Die Nachbarn vorher zu informieren.

14. Was soll man mit der Nebenkostenabrechnung tun?

  1. a) Sie ungeöffnet zurückschicken.
  2. b) Sie in Ruhe prüfen.
  3. c) Sie sofort wegwerfen.

15. Warum dürfen keine Fahrräder ins Treppenhaus?

  1. a) Es ist ein Fluchtweg.
  2. b) Es ist zu schmal.
  3. c) Es ist zu dunkel.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. Frau Adler hat eine hohe Nachzahlung bekommen.

richtigfalsch

17. Herr Köhler hält eine Mietberatung zuerst für teuer und wenig nützlich.

richtigfalsch

18. Die Beratung beim Mieterverein kostet für Mitglieder nichts.

richtigfalsch

19. In Frau Adlers Abrechnung waren die Hausmeisterkosten doppelt aufgeführt.

richtigfalsch

20. Frau Adler hat ihre Nachzahlung bereits vollständig bezahlt.

richtigfalsch

21. Frau Adler hat den Widerspruch ganz allein, ohne Hilfe, geschrieben.

richtigfalsch

22. Die beiden wollen gemeinsam zur Beratungsstelle gehen.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. In meiner Arbeit geht es sehr oft um die Nebenkostenabrechnung.

abc

24. Wenn sich die Nachbarn kennen, lösen sich kleine Konflikte fast von selbst.

abc

25. Eine persönliche Beratung hilft, weil man Missverständnisse im Gespräch schnell klärt.

abc

26. In unserem Haus gibt es einmal im Monat einen festen Hofnachmittag.

abc

27. Treffen unter Nachbarn ersetzen keine fachliche Hilfe bei rechtlichen Fragen.

abc

28. Angebote sollte man dann machen, wenn die Leute auch Zeit haben.

abc

29. Auch Beratungsstellen sollten Termine am Abend anbieten.

abc

30. Wir sprechen heute über das Wohnen in der Stadt und ein gutes Miteinander.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Ihre Freundin plant einen Wochenendausflug mit dem Zug und bittet Sie um Hilfe. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema Fahrradstadt geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie schreiben an den Fundservice, weil Sie im Zug etwas verloren haben. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Sicherheitsabend vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Ist Online-Banking sicher genug?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie, wie Sie Ihre Bankgeschäfte erledigen.

Folie 3

Berichten Sie, wie die Menschen in Ihrem Heimatland bezahlen und sparen.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Brauchen wir Bargeld noch?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie, wann Sie zuletzt bar und wann mit Karte bezahlt haben.

Folie 3

Berichten Sie, welche Rolle Bargeld in Ihrem Heimatland spielt.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Bankgeschäfte und Sicherheit weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1falsch
Lesen 2richtig
Lesen 3falsch
Lesen 4richtig
Lesen 5richtig
Lesen 6falsch
Lesen 7a
Lesen 8a
Lesen 9b
Lesen 10b
Lesen 11a
Lesen 12b
Lesen 130
Lesen 14H
Lesen 15G
Lesen 16I
Lesen 17J
Lesen 18C
Lesen 19A
Lesen 20ja
Lesen 21ja
Lesen 22nein
Lesen 23nein
Lesen 24ja
Lesen 25ja
Lesen 26nein
Lesen 27c
Lesen 28c
Lesen 29c
Lesen 30b
Hören 1falsch
Hören 2c
Hören 3richtig
Hören 4b
Hören 5richtig
Hören 6a
Hören 7falsch
Hören 8c
Hören 9richtig
Hören 10b
Hören 11b
Hören 12a
Hören 13c
Hören 14b
Hören 15a
Hören 16richtig
Hören 17richtig
Hören 18richtig
Hören 19richtig
Hören 20falsch
Hören 21falsch
Hören 22richtig
Hören 23b
Hören 24c
Hören 25b
Hören 26c
Hören 27b
Hören 28c
Hören 29b
Hören 30a

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Hallo Lena, hier ist Markus. Du, unser Treffen wegen der Wohnungsbesichtigung am Samstag klappt leider erst um fünf statt um drei. Der Makler hat vorher noch einen anderen Termin und kann es nicht früher einrichten. Wir sehen uns direkt vor dem Haus in der Lindenstraße; ich bringe die Unterlagen und einen Stift mit. Danach können wir noch kurz einen Kaffee trinken und in Ruhe alles besprechen. Ruf mich bitte nur an, wenn die neue Uhrzeit für dich gar nicht passt. Sonst sehen wir uns einfach am Samstag. Bis dann!

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Guten Tag, hier ist die Hausverwaltung Fischer. Wir möchten Sie daran erinnern, dass am Donnerstag die Heizungsanlage im ganzen Haus gewartet wird. Zwischen acht und zwölf Uhr bleiben die Wohnungen deshalb ohne Heizung. Warmes Wasser steht Ihnen aber durchgehend zur Verfügung, da müssen Sie sich keine Sorgen machen. Für die Handwerker müssen Sie nicht zu Hause sein, sie kommen nicht in die Wohnungen. Vielen Dank für Ihr Verständnis und einen schönen Tag.

Hören Teil 1, Text 2

Sie hören eine Durchsage im Treppenhaus. Liebe Hausgemeinschaft, am kommenden Wochenende feiern wir wieder unser Stadtteilfest auf dem Innenhof. Wir bauen am Samstagmorgen ab neun Uhr die Stände auf und brauchen dafür noch ein paar helfende Hände. Wer einen Kuchen backen möchte, trägt sich bitte in die Liste am schwarzen Brett ein, damit wir planen können. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg und eine Bastelecke, und am Abend spielt eine kleine Band aus dem Viertel. Kommen Sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Sie.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine Nachricht von jemandem, den Sie kennen. Hallo, hier ist Frau Yilmaz aus dem dritten Stock. Du hattest mich gefragt, wie das mit der Mülltrennung im Haus läuft. Also, die gelbe Tonne für Verpackungen steht jetzt links neben der Einfahrt, das Altpapier kommt in den blauen Container rechts daneben. Die Biotonne haben sie leider weggenommen, weil zu oft falscher Müll darin war und es dann gerochen hat. Wenn du magst, zeige ich dir morgen früh kurz, wohin was gehört. Melde dich einfach, ich bin den ganzen Vormittag da.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Information im Radio. Und nun ein Hinweis für Mieterinnen und Mieter in unserer Stadt: In der Beratungsstelle des Mietervereins gibt es ab diesem Monat eine offene Sprechstunde zum Thema Nebenkosten. Sie findet jeden Mittwochnachmittag von vierzehn bis siebzehn Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht nötig. Bringen Sie am besten Ihren Mietvertrag und die letzte Abrechnung mit, dann kann man Ihnen konkret helfen. Die Beratung ist für Mitglieder kostenlos; alle anderen zahlen einen kleinen Beitrag von fünf Euro.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören eine Ansage in einem Möbelhaus. Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, wir möchten Sie darauf hinweisen, dass unser Lieferservice in dieser Woche besonders gefragt ist. Wenn Sie heute bestellen, kann die Lieferung leider erst in etwa zwei Wochen erfolgen. Möchten Sie Ihre Möbel früher haben, nutzen Sie gern die Selbstabholung in unserem Lager direkt hinter dem Parkplatz. Dort sind die meisten Artikel sofort verfügbar, und unser Personal hilft Ihnen kostenlos beim Verladen. Fragen Sie einfach an der Information nach dem Weg.

Hören Teil 2

Sie nehmen an einem Informationsabend für neue Mieterinnen und Mieter teil. Es spricht Frau Hofmann von der Wohnungsgenossenschaft. Guten Abend und herzlich willkommen in Ihrem neuen Zuhause. Ich möchte Ihnen heute die wichtigsten Dinge rund um das Wohnen bei uns erklären, damit der Anfang gut gelingt und später keine Missverständnisse entstehen. Beginnen wir mit den Schlüsseln. Jede Wohnung hat drei Schlüssel; einen vierten können Sie gegen eine kleine Gebühr nachmachen lassen, aber bitte nur über unser Büro und nicht beim Schlüsseldienst um die Ecke. So behalten wir den Überblick darüber, wer Zugang zum Haus hat, und das ist eine Frage der Sicherheit für alle. Ein zweites wichtiges Thema ist die Hausordnung. Sie hängt im Eingangsbereich aus und liegt Ihrem Vertrag bei. Besonders wichtig sind die Ruhezeiten: zwischen dreizehn und fünfzehn Uhr am Mittag und nach zweiundzwanzig Uhr am Abend sollte es im Haus leise sein. Das heißt nicht, dass Sie flüstern müssen, aber Bohrmaschine und laute Musik sind dann nicht erlaubt. Wenn Sie eine größere Feier planen, informieren Sie Ihre Nachbarn am besten vorher mit einem kurzen Zettel im Treppenhaus. Erfahrungsgemäß sind die meisten dann sehr entspannt und freuen sich sogar, wenn man Bescheid gibt. Nun zu den Nebenkosten, einem Thema, das immer wieder für Fragen sorgt. Sie zahlen monatlich einen festen Abschlag, und einmal im Jahr bekommen Sie eine genaue Abrechnung. Bitte werfen Sie diese auf keinen Fall weg, sondern prüfen Sie sie in Ruhe. Wenn Sie etwas nicht verstehen, kommen Sie zu uns; wir erklären Ihnen jeden einzelnen Posten. Falls Sie im Laufe des Jahres zu viel gezahlt haben, bekommen Sie selbstverständlich Geld zurück. Ein Beispiel aus dem letzten Jahr zeigt, warum sich das lohnt: Mehrere Mieter wunderten sich über die hohen Kosten für die Gartenpflege. Wir haben das gemeinsam geprüft, und tatsächlich enthielt die Rechnung der Gärtnerei einen Fehler. Solche Dinge fallen nur auf, wenn jemand genau hinschaut und nachfragt. Haben Sie also bitte keine Scheu, uns auch bei kleinen Unklarheiten anzusprechen; lieber stellen Sie eine Frage zu viel als eine zu wenig. Wir nehmen uns für jeden von Ihnen gern die nötige Zeit. Zum Schluss noch ein Hinweis zum Müll und zum Fahrradkeller. Die Tonnen stehen im Hof hinter der grünen Tür, der Fahrradkeller ist über den Seiteneingang erreichbar. Stellen Sie Ihre Räder bitte niemals ins Treppenhaus, denn das ist ein Fluchtweg und muss im Notfall frei bleiben. Bei allen Fragen erreichen Sie uns montags bis freitags am Vormittag. Ich wünsche Ihnen einen guten Start und vor allem ein gutes Miteinander hier im Haus.

Hören Teil 3

Im Folgenden hören Sie ein Gespräch zwischen zwei Nachbarn, Herrn Köhler und Frau Adler, die sich im Hof treffen. Herr Köhler: Hallo Frau Adler, schön, dass ich Sie treffe. Haben Sie eigentlich auch die neue Nebenkostenabrechnung bekommen? Frau Adler: Ja, gestern lag sie im Briefkasten. Ehrlich gesagt habe ich erst einmal geschluckt, die Nachzahlung ist ziemlich hoch. Herr Köhler: Bei mir auch. Ich überlege ernsthaft, ob das überhaupt stimmen kann. Frau Adler: Wissen Sie was, ich war letzte Woche beim Mieterverein. Die haben mir die ganze Abrechnung erklärt, und tatsächlich war ein Fehler darin: Die Hausmeisterkosten waren doppelt aufgeführt. Herr Köhler: Im Ernst? Dann lohnt sich das ja wirklich. Ich dachte immer, so eine Beratung kostet viel und bringt am Ende wenig. Frau Adler: Nein, überhaupt nicht. Für Mitglieder ist sie kostenlos, und man muss sich nicht einmal anmelden. Einfach mittwochnachmittags hingehen, den Vertrag und die Abrechnung mitnehmen, fertig. Herr Köhler: Das mache ich auf jeden Fall. Ich verstehe diese Tabellen einfach nicht. Mir fehlt das Wissen, welche Kosten überhaupt auf die Mieter umgelegt werden dürfen. Frau Adler: Genau das war auch mein Problem. Die Beraterin hat mir erklärt, dass zum Beispiel die Kosten für die Verwaltung gar nicht umgelegt werden dürfen. Das hatte ich vorher überhaupt nicht gewusst. Herr Köhler: Sehr gut. Sagen Sie, haben Sie wegen des Fehlers dann schon etwas unternommen? Frau Adler: Ja, ich habe einen kurzen Brief geschrieben und Widerspruch eingelegt. Die Beratungsstelle hat mir geholfen, die richtigen Sätze zu formulieren. Allein hätte ich das nie geschafft. Herr Köhler: Und jetzt? Müssen Sie lange auf eine Antwort warten? Frau Adler: Die Hausverwaltung hat einen Monat Zeit zu antworten. Aber ich bin ziemlich zuversichtlich, weil der Fehler ja klar zu sehen ist. Herr Köhler: Das beruhigt mich. Dann werde ich meine Abrechnung auch nicht einfach bezahlen, sondern erst prüfen lassen. Frau Adler: Genau, zahlen Sie bloß nichts vorschnell. Und wenn Sie wollen, zeige ich Ihnen den Weg zur Beratungsstelle, sie ist gar nicht weit von hier, nur zehn Minuten zu Fuß. Herr Köhler: Das wäre wirklich nett. Vielleicht gehen wir nächsten Mittwoch einfach zusammen hin. Frau Adler: Sehr gern, abgemacht. Treffen wir uns um halb drei hier im Hof, dann laufen wir gemeinsam los. Übrigens, falls Sie weitere Briefe vom Vermieter bekommen, heben Sie auch die Umschläge mit dem Datum auf. Herr Köhler: Warum denn das? Frau Adler: Weil manchmal die Frist ab dem Datum des Poststempels läuft. Das hat mir die Beraterin extra gesagt. Herr Köhler: Gut zu wissen, das hätte ich bestimmt sofort weggeworfen. Frau Adler: Diesen Fehler machen viele, aber er kann am Ende richtig teuer werden. Herr Köhler: Perfekt. Und vielen Dank, dass Sie mir das alles so geduldig erklärt haben. Frau Adler: Kein Problem, dafür sind Nachbarn doch da.

Hören Teil 4

Moderatorin: Ich begrüße Sie herzlich zu dieser Runde. Heute sprechen wir über das Wohnen in der Stadt und über die Frage, wie ein gutes Miteinander in einem Mietshaus gelingen kann. Steigende Mieten, volle Häuser, wenig Zeit füreinander: Viele Menschen kennen ihre Nachbarn kaum noch. Bei mir im Studio sind Frau Berger, die seit Jahren in der Mieterberatung arbeitet, und Herr Wagner, der eine Hausgemeinschaft im Stadtteil West mit organisiert. Frau Berger, fangen wir mit Ihnen an: Wo hakt es im Alltag am häufigsten? Frau Berger: In meiner Beratung geht es sehr oft um die Nebenkostenabrechnung. Viele Menschen verstehen sie nicht und trauen sich nicht, nachzufragen. Dabei lohnt sich genaues Hinsehen fast immer. Ich erlebe regelmäßig, dass einzelne Posten falsch berechnet sind. Wichtig ist, dass man die Abrechnung nicht einfach bezahlt, sondern prüft und im Zweifel Widerspruch einlegt. Moderatorin: Sie sagen also, das eigentliche Problem ist weniger die Höhe der Miete als das fehlende Wissen? Frau Berger: Beides spielt eine Rolle. Aber ja, sehr viel Ärger entsteht, weil die Leute ihre Rechte gar nicht kennen. Eine persönliche Beratung hilft da enorm. Im Gespräch sieht man schnell, wo das Missverständnis liegt, und kann es sofort klären. Das schafft kein Faltblatt und keine Internetseite. Herr Wagner: Da stimme ich teilweise zu, aber ich glaube, das Wichtigste ist der direkte Kontakt zwischen den Nachbarn. Wenn man sich kennt, regelt man die meisten Dinge ganz ohne Beratungsstelle. In unserem Haus haben wir zum Beispiel einen festen Hofnachmittag im Monat eingeführt. Moderatorin: Können Sie das genauer beschreiben? Herr Wagner: Gern. Einmal im Monat treffen sich alle, die Zeit haben, für eine Stunde im Hof. Mal wird gemeinsam aufgeräumt, mal gibt es nur Kaffee und Kuchen. Seitdem grüßt man sich wieder, und kleine Konflikte, etwa wegen Lärm oder Müll, lösen sich fast von selbst. Man redet eben miteinander, statt übereinander. Frau Berger: Das ist ein schönes Beispiel, und ich finde solche Treffen wirklich wertvoll. Trotzdem ersetzen sie keine fachliche Hilfe, wenn es um Geld oder um rechtliche Fragen geht. Bei einer falschen Abrechnung nützt der netteste Nachbar leider wenig. Herr Wagner: Das ist richtig. Ich sage auch nicht, dass man keine Beratung braucht. Mir geht es darum, dass viele Probleme gar nicht erst entstehen, wenn die Stimmung im Haus stimmt. Wer sich kennt, hilft sich auch eher mal mit einer Bohrmaschine oder beim Tragen aus. Moderatorin: Ein Punkt, der in vielen Zuschriften auftaucht, ist die Zeit. Berufstätige sagen, sie schaffen es kaum zu solchen Treffen oder in eine Sprechstunde. Herr Wagner: Deshalb legen wir unseren Hofnachmittag bewusst auf den späten Samstag. Unter der Woche hätte fast niemand Zeit. Man muss die Angebote eben dann machen, wenn die Leute auch wirklich da sind. Frau Berger: Das sehe ich genauso. Auch Beratungsstellen sollten flexibler werden, zum Beispiel mit Terminen am Abend oder einer telefonischen Auskunft. Wer bis fünf arbeitet, kann eben nicht vormittags ins Büro kommen. Moderatorin: Ein Thema, das in vielen Zuschriften auftaucht, sind die Kosten. Lohnt sich der ganze Aufwand finanziell überhaupt? Frau Berger: Auf jeden Fall. Schon eine einzige falsche Abrechnung kann mehrere Hundert Euro ausmachen. Wer einmal gelernt hat, worauf er achten muss, profitiert davon jedes Jahr aufs Neue. Herr Wagner: Und man darf den anderen Wert nicht vergessen. Wenn die Nachbarn sich gegenseitig helfen, spart das ebenfalls Geld. Bei uns leiht man sich Werkzeug, passt auf die Kinder auf oder gießt im Urlaub die Blumen. Das ist gelebte Nachbarschaft. Moderatorin: Viele unserer Hörerinnen und Hörer lernen noch Deutsch. Was bedeutet das für solche Angebote? Frau Berger: Die Sprache muss besonders klar und einfach sein. In meiner Beratung benutze ich kurze Sätze und prüfe am Ende immer, ob die Person den nächsten Schritt wirklich verstanden hat. Ein gutes Beispiel sagt dabei oft mehr als eine lange Erklärung. Herr Wagner: Und beim Hofnachmittag spielt die Sprache fast keine Rolle. Man kommt über das gemeinsame Tun ins Gespräch, ganz ohne Druck. Gerade für neue Nachbarn aus anderen Ländern ist das ein leichter Einstieg. Moderatorin: Frau Berger, was raten Sie jemandem, der gerade neu in ein Mietshaus zieht? Frau Berger: Heben Sie von Anfang an alle Unterlagen gut auf und fragen Sie lieber einmal zu viel als zu wenig. Niemand muss sich für eine Frage schämen. Moderatorin: Und Sie, Herr Wagner? Herr Wagner: Gehen Sie auf Ihre Nachbarn zu. Ein freundliches Hallo im Treppenhaus ist der erste Schritt zu einem guten Zuhause, und es kostet nichts. Frau Berger: Wichtig ist mir zum Schluss noch ein Satz: Für eine Frage muss man sich nie schämen. Herr Wagner: Dem schließe ich mich gern an. Jeder hat einmal klein angefangen, auch in einem neuen Haus mit lauter fremden Nachbarn. Moderatorin: Zwei bedenkenswerte Wünsche. Herzlichen Dank Ihnen beiden für diese Einblicke.