Lesen - 65 Minuten
Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.
Teil 1 - Korrespondenz lesen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?
E-Mail: Werkstatttermin
Hallo Daniel,
du hast erzählt, dass dein Wasserkocher kaputt ist und du schon überlegst, einen neuen zu kaufen – warte damit ruhig noch! Mir ging es neulich mit meiner Lampe genauso, und am Ende war die Reparatur ganz einfach.
Ich war im Repair-Café im Stadtteil. Vorher habe ich mich kurz angemeldet, denn pro Person darf man ein Kleingerät mitbringen, und ich habe Kabel und Zubehör eingepackt. Gut zu wissen war, dass eine Anmeldung nötig ist, dass man die Ersatzteile selbst bezahlt und dass Kaffee und Beratung kostenlos sind. Meine wichtigste Frage war: Lohnt sich die Reparatur überhaupt, oder ist das Gerät hin?
Repariert wird nicht für einen, sondern mit einem zusammen – das fand ich gut. Danach wusste ich genau, welches kleine Teil fehlt und wo ich es bekomme. Ein paar Handgriffe musste ich zu Hause noch selbst machen. An den Tischen saßen ganz unterschiedliche Leute – einer flickte sein Fahrrad, eine Frau ließ sich beim Nähen einer Hose helfen.
Mein Tipp: Bring das Gerät samt Zubehör mit und überleg dir vorher, was genau nicht funktioniert. Wenn du magst, bin ich am Mittwoch dabei; mitschrauben und nachfragen solltest du aber selbst, dann kannst du es beim nächsten Mal vielleicht allein.
Liebe Grüße aus Mainz
Fatima
Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.
richtigfalsch
1. Fatima möchte den Termin am Mittwoch absagen.
richtigfalsch
2. Vor dem Termin hatte Fatima mehrere Fragen vorbereitet.
richtigfalsch
3. Im Text wird eine konkrete Information genannt.
richtigfalsch
4. Im Text steht, dass man alle Originalunterlagen abgeben muss.
richtigfalsch
5. Fatima schreibt, dass andere Besucher ebenfalls praktische Fragen hatten.
richtigfalsch
6. Fatima schreibt, dass niemand im Gespräch helfen konnte.
richtigfalsch
Teil 2 - Pressetexte verstehen
Arbeitszeit: 20 Minuten
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Aus der Presse: Hilfe bei Weiterbildung
In einer regionalen Wochenzeitung wird beschrieben, warum die Unterstützung bei Bewerbung und Weiterbildung neu aufgestellt wird. Viele Ratsuchende scheitern nicht an der Arbeit selbst, sondern an Unterlagen, Fristen und der Frage, welches Gespräch sie wie vorbereiten sollen.
Neu ist, dass Firmen, Volkshochschule und ein Beratungsteam jetzt gemeinsame Termine anbieten. Eine Fachkraft sieht sich die Bewerbungsmappe an, eine zweite plant die nächsten Schritte, und für ausländische Zeugnisse gibt es eine eigene Anerkennungsberatung. So müssen die Leute nicht mehr von einer Stelle zur nächsten laufen.
Das Angebot richtet sich besonders an Menschen, die nach einer längeren Pause wieder arbeiten möchten. Es gibt Einzelberatung, kurze Computerkurse und Übungsgespräche für Vorstellungstermine. Eine feste Zusage über eine Stelle kann das Team nicht geben; es hilft beim Sortieren, Erklären und Üben.
Die Veranstalter stellen fest, dass inzwischen weniger Bewerbungen unvollständig abgegeben werden. Wer früh nachfragt, vermeidet Absagen wegen fehlender Nachweise und spart sich unnötige Wege zum Amt.
Wer kommt, ordnet am besten vorab seine Kopien und hält genau die Stelle fest, die ihm Sorgen macht; die Originalzeugnisse bleiben zu Hause. Das Team möchte vor allem herausfinden, welche Fragen nach dem Gespräch offen blieben, und passt die Übungen danach an.
Begleitet wird das Angebot von Mentorinnen und Mentoren, die selbst einmal neu angefangen haben und aus eigener Erfahrung erzählen. Eine Liste mit Betrieben, die offene Stellen gemeldet haben, hängt im Eingangsbereich aus und wird wöchentlich aktualisiert. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass niemand eine fertige Bewerbung mitbringen muss: Auch wer ganz am Anfang steht, ist willkommen und bekommt einen ersten überschaubaren Schritt genannt.
Beispiel. In diesem Text geht es um ...
- a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
- b) einen privaten Reisebericht.
- c) eine Prüfung im Sprachkurs.
7. Woran scheitern viele Ratsuchende laut dem Bericht?
- a) An zu hohen Kursgebühren der Volkshochschule.
- b) An der täglichen Arbeit im Betrieb.
- c) An Unterlagen, Fristen und der Vorbereitung von Gesprächen.
8. An wen richtet sich das Angebot besonders?
- a) An Betriebe, die Stellen abbauen wollen.
- b) Nur an Führungskräfte großer Firmen.
- c) An Menschen, die nach einer längeren Pause wieder arbeiten möchten.
9. Was gilt für den ersten Besuch?
- a) Man braucht die Originalzeugnisse.
- b) Niemand muss eine fertige Bewerbung mitbringen.
- c) Ohne feste Stellenzusage wird man abgewiesen.
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Aus der Praxis: Kurze Hinweise wirken besser
Eine Hochschule begleitete das Projekt im ersten Vierteljahr und legte anschließend einen kurzen Bericht vor. Demnach blieb der Andrang anfangs hinter den Erwartungen zurück. Manche Aushänge waren freundlich formuliert, verschwiegen aber, welche Papiere man mitbringen sollte; andere Sprechzeiten lagen am Vormittag und passten schlecht zu Schichtarbeit.
Die Beteiligten reagierten mit mehreren Änderungen. Die Hinweise sind heute in deutlich einfacherer Sprache geschrieben und starten mit einem typischen Fall aus dem Amtsalltag. An die Stelle langer Paragrafen tritt ein kurzer Musterantrag, an dem die Besucher das Ausfüllen üben können.
Als wirksam erwiesen sich vor allem nachgespielte Gespräche am Schalter: Daran erkennen die Teilnehmenden ihre eigene Lage wieder und trauen sich, nachzuhaken. Wer ungern vor anderen spricht, gibt seine Frage vorab schriftlich ab.
Ein zusätzlicher Befund betrifft die Sprache der Vordrucke selbst: Viele Probleme entstehen an einzelnen Fachwörtern. Deshalb prüft eine Arbeitsgruppe gerade, welche Begriffe sich ohne Verlust einfacher sagen lassen. Wie viele dieser Sprechstunden dauerhaft finanziert werden, ist allerdings noch offen.
10. Wer begleitete das Projekt im ersten Vierteljahr?
- a) Eine internationale Anwaltskanzlei.
- b) Eine Hochschule, die anschließend einen kurzen Bericht vorlegte.
- c) Ein Fernsehteam aus der Hauptstadt.
11. Was erwies sich als besonders wirksam?
- a) Ein Verbot von Rückfragen.
- b) Nachgespielte Gespräche am Schalter.
- c) Lange Paragrafen zum Selbstlesen.
12. Woran entstehen viele Probleme bei den Vordrucken?
- a) An einzelnen Fachwörtern.
- b) Am fehlenden Papier im Amt.
- c) An zu großen Schriftarten.
Teil 3 - Anzeigen zuordnen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.
Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Deutsch im Beruf.
Beispiel. Sie möchten Namen, Zahlen und Uhrzeiten deutlicher sprechen. Anzeige: G
13. Sie möchten in Teammeetings sicherer nachfragen und Aufgaben bestätigen.
14. Sie müssen Schichttausch und Krankmeldung besser formulieren.
15. Sie üben für eine Prüfung mit Aushängen und kurzen E-Mails aus der Arbeit.
16. Sie möchten Kunden höflich begrüßen und Probleme aufnehmen.
17. Sie müssen Warnschilder und Schutzkleidung im Betrieb verstehen.
18. Sie möchten am Schichtende kurze Informationen weitergeben.
19. Sie suchen einen Kurs über E-Books in der Bibliothek.
A
Deutsch im Teammeeting: Die eigene Meinung äußern, nachfragen, eine Aufgabe klar bestätigen - genau das üben wir. So reden Sie nicht mehr nur mit, sondern bringen sich ein. Bringen Sie Beispiele aus Ihren Besprechungen mit. Wir sammeln einfache Sätze, die höflich und eindeutig sind, und spielen typische Situationen durch.
B
Arbeitsanweisung verstehen: Werkzeuge, Sicherheit und die richtige Reihenfolge der Schritte – wir üben, Anweisungen sicher zu verstehen und im Zweifel nachzufragen. So vermeiden Sie Fehler und Unfälle. Bringen Sie eine echte Anweisung von Ihrer Arbeit mit. An ihr zeigen wir, worauf es ankommt und welche Wörter besonders wichtig sind.
C
Prüfungstraining Beruf: Aushänge lesen, kurze E-Mails schreiben und Rollenspiele am Arbeitsplatz – wir bereiten Sie gezielt auf typische Aufgaben vor. So gehen Sie sicherer in Prüfungssituationen. Notieren Sie sich vorab Ihre Fragen. Wir üben an realistischen Beispielen, damit Ihnen das Gelernte auch im echten Berufsleben weiterhilft.
D
Schichtplan-Sprechstunde: Tauschwünsche, Urlaubstage und die Krankmeldung richtig formulieren – wir helfen Ihnen, solche Anliegen klar und höflich zu sagen oder zu schreiben. So gibt es weniger Missverständnisse mit der Schichtleitung. Den Schichtplan legen Sie am besten dazu. Wir formulieren gemeinsam ein paar Sätze, die Sie immer wieder gebrauchen können.
E
Kundenkontakt üben: Freundlich begrüßen, ein Problem aufnehmen und eine Lösung anbieten – im Rollenspiel trainieren wir den sicheren Umgang mit Kundinnen und Kunden. So bleiben Sie auch in schwierigen Momenten ruhig. Vorkenntnisse brauchen Sie keine. Wir üben genau die Situationen, die in Ihrem Beruf wirklich vorkommen.
F
Berichtsheft schreiben: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Tätigkeiten kurz und klar beschreiben und nützliche Fachwörter sammeln. So fällt Ihnen das Berichtsheft leichter und kostet weniger Zeit. Bringen Sie ein Beispiel mit, wenn Sie eines haben. Schon ein paar feste Satzmuster machen das Schreiben deutlich einfacher und schneller.
G
Aussprache im Beruf: Namen, Zahlen und Uhrzeiten deutlich auszusprechen ist wichtig, damit man Sie am Telefon und an der Maschine gut versteht. Genau das üben wir in kleiner Runde. Bringen Sie Wörter mit, die Ihnen schwerfallen. Wir hören genau hin und geben freundliche Tipps, bis es sicher klingt.
H
Lernabend im Betrieb: Gearbeitet wird in kleiner Runde mit echten Briefen und Aufgaben aus Ihrem Berufsalltag. So üben Sie genau das, was Ihr Alltag verlangt. Der Abend findet nach der Arbeit statt. Bringen Sie Beispiele mit, an denen wir üben können; gemeinsam wird vieles klarer als beim stillen Grübeln allein.
I
Sicherheitsunterweisung verstehen: Warnschilder, Schutzkleidung und Fragen an Vorgesetzte – wir üben, Sicherheitsregeln richtig zu verstehen und im Zweifel nachzufragen. So schützen Sie sich und andere. Bringen Sie Unterlagen von Ihrer Arbeit mit. Gerade bei der Sicherheit ist es besser, einmal zu viel zu fragen als einmal zu wenig.
J
Übergabe am Schichtende: Wie gebe ich am Ende der Schicht die wichtigsten Informationen knapp weiter und notiere offene Aufgaben? Das üben wir an Beispielen. So läuft die Übergabe reibungslos, und nichts geht verloren. Bringen Sie typische Situationen mit. Ein paar feste Formulierungen helfen, sich kurz zu fassen und trotzdem alles Wichtige zu sagen.
Teil 4 - Meinungen verstehen
Arbeitszeit: 15 Minuten
Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Fahrradstadt?
In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Fahrradstadt.
LESERBRIEFE
Beispiel. Niko: Solche Angebote unterstütze ich ausdrücklich. Ein ruhiges Gespräch nimmt die Scheu, überhaupt nachzufragen, und verhindert, dass aus einer kleinen Unsicherheit ein großes Problem wird.
20. Emilia: Ich bin klar für persönliche Beratung zu Wegen und Verkehr. Die Tarife und Pläne sind oft schwer zu durchschauen, und im Gespräch erkennt eine Fachperson sofort, welche Verbindung für meinen Alltag passt. Mir wurde so eine teure Fehlbuchung erspart. Dabei muss klar sein, dass die Termine auch außerhalb der Bürozeiten gibt und man direkt am Bahnhof üben kann.
21. Ruben: Für Fahrpläne brauche ich keine Sprechstunde. Alles, was ich wissen muss, steht in der App, und dort kann ich in Ruhe vergleichen. Ein fester Termin bedeutet für mich nur Wartezeit. Hilfreicher wäre, wenn die Aushänge an den Haltestellen einfacher gestaltet wären, dann fände sich jeder auch allein zurecht und müsste niemanden fragen.
22. Vera: Ich bin skeptisch bei immer neuen Beratungsstellen. Wenn jede Stelle eine eigene Auskunft gibt, weiß man am Ende kaum, welche Information stimmt. Bei einfachen Fragen reicht mir ein klarer Streckenplan zum Mitnehmen. Das Geld wäre in pünktlichere Busse und gut lesbare Schilder besser angelegt als in zusätzliche Gespräche im Amt.
23. Zoran: Ich finde persönliche Beratung weiterhin die beste Lösung, gerade für ältere Menschen. Man kann seine konkrete Strecke zeigen und bekommt erklärt, wo das Umsteigen sicher ist. Das nimmt die Angst, etwas falsch zu machen. Solange klar gesagt wird, dass die Auskunft keine feste Preisgarantie ist, sehe ich darin nur Vorteile.
24. Wiktor: Ich finde solche Termine oft zu allgemein. Man sitzt mit vielen anderen zusammen und hört am Ende Hinweise, die man auch im Internet findet. Wer arbeitet, kann feste Sprechzeiten ohnehin selten nutzen. Mir wären verlässliche digitale Fahrpläne und eine telefonische Auskunft am Abend deutlich lieber als ein zusätzlicher Weg ins Verkehrsamt.
25. Tanja: Ich unterstütze solche Angebote, weil viele Menschen aus Unsicherheit zu Hause bleiben. Ein kurzes Gespräch über sichere Radwege kann dazu führen, dass jemand sich endlich wieder auf das Fahrrad traut. Besonders gut finde ich, wenn man direkt vor Ort übt und nicht nur zuhört. Die Stadt sollte das ausbauen und an den Haltestellen ankündigen.
26. Leon: Ich halte persönliche Beratung für sinnvoll und alltagsnah. Man sammelt nicht nur Informationen, sondern übt gleich, wie man am Automaten ein Ticket kauft oder eine Verbindung sucht. Gerade vor einer Reise nimmt das viel Druck. Mir hat es geholfen, dass mir jemand in Ruhe gezeigt hat, worauf ich bei den Anschlüssen achten muss. So eine kurze, geduldige Erklärung ist für ältere Menschen oft mehr wert als jede App.
Teil 5 - Informationsblatt verstehen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Online-Banking.
27. Was kostet die Beratung?
- a) Nichts.
- b) Eine Kartengebühr.
- c) Eine Monatsgebühr.
28. Was soll man mitbringen?
- a) Bankkarte und Smartphone.
- b) Eine alte Kontoübersicht ohne Karte.
- c) Nur die Terminbestätigung.
29. Was wird nicht abgefragt?
- a) Passwörter.
- b) Der Terminwunsch.
- c) Die Telefonnummer.
30. Wie kann man Termine buchen?
- a) Nur persönlich.
- b) Online oder telefonisch.
- c) Nur per Post.
INFORMATIONSBLATT ONLINE-BANKING
Dieses Blatt richtet sich an alle, die ihre Bankgeschäfte sicherer am Handy oder Computer erledigen möchten. Es fasst die wichtigsten Punkte des Sicherheitsabends zusammen.
Kosten: Die Beratung am Sicherheitsabend ist kostenlos. Es entstehen keine Gebühren, und Sie müssen nichts abschließen.
Mitbringen: Bringen Sie Ihre Bankkarte und Ihr Smartphone mit. Daran richten wir die App gemeinsam ein und üben die wichtigsten Schritte.
Was nicht abgefragt wird: Ihre Passwörter und geheimen Zugangsdaten werden niemals verlangt – weder von uns noch am Telefon. Wer danach fragt, will betrügen. Geübt wird ausschließlich mit Beispielen.
Termine und Hinweise: Termine für ein persönliches Gespräch können Sie online oder telefonisch buchen. Bei einem verdächtigen Anruf legen Sie im Zweifel auf und rufen über die Nummer auf Ihrer Karte zurück. Eine Anlageberatung ersetzt dieses Angebot nicht; bei Fragen zu Schulden gibt es eine eigene, vertrauliche Beratung.
Drei einfache Regeln: Erstens geben Sie niemandem Ihre PIN oder Ihre geheime TAN, auch nicht der Bank. Zweitens prüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, damit Ihnen falsche Abbuchungen früh auffallen. Drittens speichern Sie die Notfallnummer zum Sperren der Karte in Ihrem Handy. Mit diesen Gewohnheiten sind Sie im Alltag schon gut geschützt.
Hören - ca. 40 Minuten
Audio-Datei: goethe-b1-model-22.mp3
Teil 1 - Kurze Texte
Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Text 1
1. Ohne Helm darf das Kind nicht mitfahren.
richtigfalsch
2. Was soll man tun, wenn das Kind kein eigenes Rad hat?
- a) Sich im Sekretariat melden.
- b) Zu Hause bleiben.
- c) Ein Rad kaufen.
Text 2
3. Helle Kleidung sorgt dafür, dass man früher gesehen wird.
richtigfalsch
4. Was kontrolliert die Polizei in den nächsten Wochen verstärkt?
- a) Die Klingeln.
- b) Die Helme.
- c) Die Fahrradbeleuchtung.
Text 3
5. Der Kurs ist für Menschen gedacht, die lange nicht gefahren sind.
richtigfalsch
6. Wie beginnt der Kurs?
- a) Mit einem Rennen.
- b) Ganz ruhig ohne Verkehr.
- c) Sofort auf der Hauptstraße.
Text 4
7. An der Baustelle soll man das Rad ein kurzes Stück schieben.
richtigfalsch
8. Was entsteht auf der Hauptstraße?
- a) Ein neuer, sicherer Radweg.
- b) Ein Parkhaus.
- c) Eine Bushaltestelle.
Text 5
9. Am autofreien Tag gehören die Straßen den Autos.
richtigfalsch
10. Was kann man zum Licht-Check mitbringen?
- a) Ein Auto.
- b) Einen Hund.
- c) Das eigene Fahrrad.
Teil 2 - Eine Information verstehen
Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
11. Was gehört laut Herrn Wendt zu einem verkehrssicheren Rad?
- a) Ein Radio.
- b) Ein zweiter Sattel.
- c) Funktionierende Bremsen, Klingel und Licht.
12. Was soll man vor dem Abbiegen tun?
- a) Klingeln und weiterfahren.
- b) Ein Handzeichen geben.
- c) Schneller treten.
13. Was ist bei abbiegenden Lastwagen besonders gefährlich?
- a) Der tote Winkel.
- b) Die Farbe.
- c) Die Geschwindigkeit der Räder.
14. Was hilft im Dunkeln, gesehen zu werden?
- a) Dunkle Kleidung.
- b) Ein lautes Radio.
- c) Helle oder reflektierende Kleidung.
15. Was sagt Herr Wendt über Sicherheit im Verkehr?
- a) Sicherheit ist unwichtig.
- b) Alle müssen aufeinander achten.
- c) Nur Radfahrer sind verantwortlich.
Teil 3 - Ein Gespräch verstehen
Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
16. Herr Klar ist seit Jahren nicht mehr Rad gefahren.
richtigfalsch
17. Im Kurs übt man von Anfang an im dichten Verkehr.
richtigfalsch
18. Herrn Klars größtes Problem ist das Abbiegen.
richtigfalsch
19. Frau Cinar fährt auch bei Glätte mit dem Rad.
richtigfalsch
20. Am autofreien Tag gibt es eine kostenlose Werkstatt und einen Licht-Check.
richtigfalsch
21. Herrn Klars Fahrradlicht funktioniert einwandfrei.
richtigfalsch
22. Die beiden wollen sich zusammen für den Kurs anmelden.
richtigfalsch
Teil 4 - Diskussion
Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?
- a) Moderator
- b) Frau Brandt
- c) Herr Lehmann
23. Die größten Gefahren liegen an Kreuzungen und beim Abbiegen.
abc
24. Viele Kinder kommen nicht mehr sicher zur Schule, weil zu viele Autos vor dem Tor halten.
abc
25. Kinder, die früh sicher fahren lernen, bleiben ihr Leben lang vorsichtiger.
abc
26. Mit einem Elternhaltestellenplan halten die Eltern ein Stück entfernt.
abc
27. Sicherheit entsteht nicht nur durch Regeln, sondern auch durch das Verhalten jedes Einzelnen.
abc
28. Vor der Schule ist es ruhiger geworden, und die Kinder bewegen sich mehr.
abc
29. Tempo dreißig statt fünfzig kann über Leben und Tod entscheiden.
abc
30. Heute sprechen wir über Verkehrssicherheit und sicherere Straßen für alle.
abc
Hörtexte für Audio-Generierung
Hören Teil 1, Beispiel
Hallo Fiona, hier ist Alex von der Verkehrswacht. Ich wollte dich an deinen Fahrradkurs am Samstag erinnern. Kleine Änderung: Wir treffen uns schon um halb zehn statt um zehn, weil wir mit den Übungen auf dem Platz beginnen, bevor es voll wird. Bring bitte dein eigenes Rad und einen Helm mit, das ist Pflicht. Wetterfeste Kleidung wäre auch gut, wir sind ja draußen. Treffpunkt ist der Übungsplatz hinter der Schule. Ruf an, falls du es nicht schaffst. Bis Samstag!
Hören Teil 1, Text 1
Sie hören eine Durchsage in einer Schule. Liebe Eltern, am Dienstag üben die Kinder das sichere Fahren im Straßenverkehr. Bitte schicken Sie Ihr Kind mit einem verkehrssicheren Rad und einem Helm zur Schule. Ohne Helm darf es aus Sicherheitsgründen nicht mitfahren. Prüfen Sie vorher kurz die Bremsen und das Licht. Wenn Ihr Kind kein eigenes Rad hat, melden Sie sich bitte im Sekretariat, wir haben einige Leihräder für diesen Tag.
Hören Teil 1, Text 2
Und nun ein Beitrag aus dem Radioprogramm. Mit dem Einbruch der Dunkelheit braucht das Fahrrad gutes Licht, vorne weiß und hinten rot. Tragen Sie außerdem helle oder reflektierende Kleidung, dann werden Sie von Autofahrern viel früher gesehen. Die Polizei kontrolliert in den nächsten Wochen verstärkt die Beleuchtung und gibt Tipps zur Reparatur. So kommen alle sicher durch die dunkle Jahreszeit. Prüfen Sie Ihr Licht am besten noch heute.
Hören Teil 1, Text 3
Sie hören die Nachricht einer bekannten Person. Hallo, hier ist Leon. Du wolltest doch wieder mit dem Radfahren anfangen, traust dich aber nicht so recht in den Verkehr. Pass auf: Die Verkehrswacht bietet einen kostenlosen Kurs für Erwachsene an, genau für Leute, die lange nicht gefahren sind. Man übt erst ganz ruhig ohne Verkehr und dann auf einer leisen Straße. Ich gehe auch hin. Komm doch mit, zu zweit ist es viel weniger aufregend. Sag mir, ob es klappt.
Hören Teil 1, Text 4
Sie hören eine Ansage der Stadt. Liebe Radfahrerinnen und Radfahrer, auf der Hauptstraße entsteht ein neuer, sicherer Radweg. Während der Bauarbeiten fahren Sie bitte über die ausgeschilderte Umleitung durch die Gartenstraße. Bitte steigen Sie an der Baustelle ab und schieben Sie das Rad ein kurzes Stück, dort ist es eng. Die Arbeiten dauern etwa drei Wochen. Danach gibt es eine durchgehende, vom Autoverkehr getrennte Strecke. Wir danken für Ihre Geduld.
Hören Teil 1, Text 5
Sie hören eine Mitteilung der Verkehrswacht. Liebe Bürgerinnen und Bürger, am kommenden Sonntag findet ein autofreier Tag im Stadtzentrum statt. Von zehn bis sechzehn Uhr gehören die Straßen den Radfahrern und Fußgängern. Es gibt einen Übungsparcours für Kinder, eine kostenlose Fahrrad-Werkstatt und Beratung zur Verkehrssicherheit. Bringen Sie gern Ihr Rad zum Licht-Check mit. Der Eintritt ist frei. Kommen Sie mit der ganzen Familie und entdecken Sie die Stadt einmal ganz ohne Autos.
Hören Teil 2
Sie hören einen Vortrag bei einem Infoabend der Verkehrswacht zum Thema sicher Rad fahren. Es spricht Herr Wendt. Guten Tag, herzlich willkommen in unserer Runde. Radfahren ist gesund, günstig und gut für die Umwelt, aber nur, wenn man es sicher tut. Genau darum soll es heute gehen. Mein erster Punkt ist die Ausrüstung. Ein verkehrssicheres Rad braucht funktionierende Bremsen, eine Klingel und gutes Licht, vorne weiß und hinten rot. Prüfen Sie das regelmäßig, besonders vor der dunklen Jahreszeit. Und tragen Sie einen Helm. Er schützt bei einem Sturz den Kopf und kann schwere Verletzungen verhindern, bei Kindern wie bei Erwachsenen. Zweitens das Verhalten im Verkehr. Geben Sie immer Handzeichen, bevor Sie abbiegen, damit die anderen wissen, wohin Sie wollen. Fahren Sie vorausschauend und rechnen Sie mit Fehlern der anderen. Besonders gefährlich ist der tote Winkel bei Lastwagen: Bleiben Sie hinter einem abbiegenden Lkw und versuchen Sie nie, sich rechts daran vorbeizudrängeln. Drittens das Sehen und Gesehenwerden. Im Dunkeln und bei schlechtem Wetter hilft helle oder reflektierende Kleidung enorm. Lieber etwas auffälliger als unsichtbar, das ist im Zweifel lebensrettend. Ein vierter Punkt richtet sich an alle, die unsicher sind oder lange nicht gefahren sind. Trauen Sie sich, neu anzufangen. Wir bieten kostenlose Kurse an, in denen Sie in Ruhe üben, erst ohne Verkehr und dann auf einer ruhigen Straße. Es ist nie zu spät, das sichere Radfahren zu lernen oder wieder aufzufrischen. Dazu ein Beispiel aus der Praxis. Letztes Jahr kam eine Frau in unseren Kurs, die nach einem Sturz jahrelang nicht mehr aufs Rad gestiegen war. Sie hatte richtig Angst. Wir haben ganz langsam angefangen, erst das Gleichgewicht geübt, dann das Bremsen, dann das Lenken. Nach vier Wochen ist sie wieder durch die Stadt gefahren, mit einem Strahlen im Gesicht. Solche Geschichten zeigen: Mit Geduld und Übung schafft das fast jeder. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Technik. Prüfen Sie vor jeder Fahrt kurz die Bremsen und den Luftdruck der Reifen. Ein gut gewartetes Rad fährt nicht nur sicherer, sondern macht auch mehr Spaß. Und lassen Sie Ihr Rad regelmäßig in einer Werkstatt durchsehen, das verhindert böse Überraschungen. Und schließlich: Sicherheit ist keine Sache des Einzelnen allein, sondern aller. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger müssen aufeinander achten und Rücksicht nehmen. Tempo dreißig vor Schulen, getrennte Radwege und ruhige Wohnstraßen schützen uns alle. Fahren Sie also vorsichtig, aber fahren Sie mit Freude. Ich danke Ihnen und freue mich jetzt auf Ihre Fragen.
Hören Teil 3
Sie hören ein Gespräch unter zwei Kollegen, Frau Cinar und Herrn Klar, die sich nach dem Infoabend unterhalten. Frau Cinar: Und, Herr Klar, hat Ihnen der Abend etwas gebracht? Herr Klar: Sehr viel sogar. Ich bin nämlich seit Jahren nicht mehr Rad gefahren und ziemlich unsicher. Frau Cinar: Dann ist dieser kostenlose Kurs doch ideal für Sie. Da übt man ja erst ganz ohne Verkehr. Herr Klar: Genau das hat mich beruhigt. Ich hatte Angst, dass ich mich gleich in den dichten Verkehr stürzen muss. Frau Cinar: Nein, überhaupt nicht. Mein Mann hat den Kurs letztes Jahr gemacht und fährt jetzt jeden Tag zur Arbeit. Herr Klar: Das ist ermutigend. Mein größtes Problem ist eigentlich das Abbiegen. Ich traue mich nicht, die Hand auszustrecken. Frau Cinar: Genau das übt man im Kurs. Und es ist wirklich wichtig, sonst wissen die Autofahrer nicht, wohin Sie wollen. Herr Klar: Das leuchtet mir ein. Sagen Sie, fahren Sie eigentlich auch im Winter? Frau Cinar: Bei Glätte nicht, da nehme ich den Bus. Sicherheit geht vor. Aber sonst das ganze Jahr, mit gutem Licht und warmer Kleidung. Herr Klar: Das mit dem Licht hat mich heute auch zum Nachdenken gebracht. Meines funktioniert nämlich nicht richtig. Frau Cinar: Dann bringen Sie Ihr Rad doch am Sonntag zum autofreien Tag mit. Da gibt es eine kostenlose Werkstatt und einen Licht-Check. Herr Klar: Im Ernst? Das ist ja praktisch. Dann lasse ich das gleich machen. Frau Cinar: Genau. Und für den Kurs sollten wir uns beide anmelden. Ich möchte nämlich auch sicherer werden, gerade an großen Kreuzungen. Herr Klar: Dann machen wir das zusammen. Allein hätte ich mich wohl wieder nicht getraut. Eine Sache macht mir noch Sorgen: die großen Kreuzungen. Da weiß ich nie, wer zuerst fahren darf. Frau Cinar: Das übt man im Kurs ganz genau, mit echten Situationen. Danach ist es viel klarer. Herr Klar: Das wäre gut. Ich fahre solchen Stellen bisher lieber aus dem Weg. Frau Cinar: Das machen viele. Aber wenn man die Regeln einmal sicher kann, verliert man die Angst. Herr Klar: Und der Helm? Ich finde ihn ehrlich gesagt unbequem. Frau Cinar: Am Anfang ging es mir auch so. Aber es gibt heute leichte, gut sitzende Modelle. Und glauben Sie mir, bei einem Sturz ist man sehr froh darüber. Herr Klar: Da haben Sie recht, die Sicherheit geht vor. Ich besorge mir einen guten Helm. Frau Cinar: Sehr vernünftig, dann sind Sie für den Kurs bestens gerüstet. So ist es leichter. Ich melde uns morgen gleich online an, dann haben wir es erledigt. Herr Klar: Super, das ist wirklich nett von Ihnen. Frau Cinar: Kein Problem, zusammen macht so ein Kurs sowieso mehr Spaß. Herr Klar: Da freue ich mich jetzt schon richtig darauf, das hätte ich nicht gedacht. Frau Cinar: Sehen Sie, manchmal braucht man eben nur einen kleinen Anstoß und dazu einen netten Kollegen, der einfach mitmacht.
Hören Teil 4
Moderator: Guten Tag, schön, dass Sie dabei sind. Diesmal sprechen wir über Verkehrssicherheit und darüber, wie unsere Straßen für alle sicherer werden können. Jedes Jahr verunglücken Menschen im Verkehr, viele davon Radfahrer und Fußgänger. Bei mir sind Frau Brandt von der Verkehrswacht und Herr Lehmann, der sich in einer Elterninitiative für sichere Schulwege einsetzt. Frau Brandt, wo liegen die größten Gefahren? Frau Brandt: Vor allem an Kreuzungen und beim Abbiegen, gerade im Zusammenspiel von Lastwagen und Radfahrern. Der tote Winkel ist hier ein großes Problem. Aber auch zu hohe Geschwindigkeit spielt eine Rolle. Je schneller ein Auto fährt, desto schwerer sind die Folgen eines Unfalls. Moderator: Was hilft dagegen? Frau Brandt: Mehrere Dinge zusammen. Getrennte Radwege, damit Räder und Autos sich nicht in die Quere kommen. Niedrige Geschwindigkeiten in Wohngebieten und vor Schulen. Und gute Aufklärung, schon bei den Kindern. Ein gutes Beispiel sind unsere Radkurse an Schulen: Kinder, die früh sicher fahren lernen, bleiben ihr Leben lang vorsichtiger. Herr Lehmann: Genau da setzen wir als Eltern an. Wir haben gemerkt, dass viele Kinder gar nicht mehr sicher zur Schule kommen, weil zu viele Autos vor dem Tor halten. Deshalb haben wir einen Elternhaltestellenplan gemacht: Die Eltern halten ein Stück entfernt, und die Kinder gehen das letzte Stück zu Fuß. Moderator: Und das funktioniert? Herr Lehmann: Sehr gut. Vor der Schule ist es viel ruhiger geworden, und die Kinder bewegen sich mehr. Ein schöner Nebeneffekt: Sie treffen sich unterwegs und gehen gemeinsam, das macht ihnen Spaß. Frau Brandt: Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Menschen vor Ort viel bewegen können. Sicherheit entsteht nicht nur durch Regeln von oben, sondern auch durch das Verhalten jedes Einzelnen. Moderator: Frau Brandt, viele Eltern trauen sich nicht, ihre Kinder allein mit dem Rad fahren zu lassen. Ist diese Sorge berechtigt? Frau Brandt: Teilweise ja, denn der Verkehr ist dichter geworden. Aber die Lösung ist nicht, die Kinder im Auto zu fahren, im Gegenteil. Je mehr Eltern das tun, desto voller und gefährlicher wird es vor den Schulen. Besser ist es, den Kindern früh das sichere Fahren beizubringen. Herr Lehmann: Genau deshalb organisieren wir Radkurse und üben den Schulweg mit den Kindern ab. Ein gutes Beispiel ist eine Gruppe von Viertklässlern, die jetzt zusammen mit dem Rad zur Schule fährt, begleitet von einem Elternteil im Wechsel. Das ist sicher und macht den Kindern großen Spaß. Moderator: Eine Art Fahrrad-Bus sozusagen. Herr Lehmann: Genau so nennen wir das auch. Die Kinder lernen dabei nebenbei die Regeln und werden selbstständig. Frau Brandt: Und sie bewegen sich, das ist gut für die Gesundheit und die Konzentration in der Schule. Studien zeigen, dass Kinder, die sich morgens bewegen, besser lernen. Moderator: Was ist mit älteren Menschen, die unsicher werden? Frau Brandt: Für die haben wir spezielle Kurse, oft mit dem dreirädrigen Rad oder dem E-Bike. Bewegung hält fit und selbstständig, gerade im Alter. Niemand sollte aus Angst zu Hause bleiben. Herr Lehmann: Wichtig ist eben, dass die Wege sicher sind, dann trauen sich Jung und Alt wieder auf die Straße. Moderator: Ein häufiger Streitpunkt ist das Verhältnis von Autofahrern und Radfahrern. Herr Lehmann: Leider ja, und das bringt niemanden weiter. Beide Seiten machen Fehler. Wichtig ist gegenseitige Rücksicht. Ein Autofahrer war auch mal Fußgänger, und ein Radfahrer fährt auch mal Auto. Frau Brandt: Genau. Wir sitzen alle im selben Verkehr. Wer das verinnerlicht, fährt automatisch rücksichtsvoller. Aggression dagegen führt zu gefährlichen Situationen. Moderator: Welche Rolle spielt die Geschwindigkeit? Frau Brandt: Eine entscheidende. Tempo dreißig statt fünfzig kann über Leben und Tod entscheiden, gerade bei Kindern. Deshalb setzen wir uns dafür ein, vor allen Schulen und Kitas das Tempo zu senken. Herr Lehmann: Und die meisten Autofahrer akzeptieren das inzwischen, wenn man es ihnen gut erklärt. Niemand will ein Kind gefährden. Moderator: Welche Rolle spielt eigentlich das E-Bike, das immer beliebter wird? Frau Brandt: Eine große. Es bringt viele Menschen zurück aufs Rad, gerade Ältere. Aber es ist schneller, als viele denken, deshalb empfehlen wir auch dafür ein kurzes Sicherheitstraining. Herr Lehmann: Das stimmt. Mein Vater fährt jetzt mit achtzig wieder Rad, dank des E-Bikes. Er hat extra einen Kurs gemacht und fühlt sich nun sicher. Frau Brandt: Ein schönes Beispiel dafür, dass Mobilität bis ins hohe Alter möglich ist, wenn man auf Sicherheit achtet. Herr Lehmann: Und es hält ihn fit und unter Leuten, das ist fast genauso wichtig wie die Bewegung selbst. Moderator: Geben Sie unseren Hörern bitte je einen Tipp. Frau Brandt: Tragen Sie Helm, sorgen Sie für gutes Licht und nehmen Sie Rücksicht, dann sind Sie und die anderen sicherer. Herr Lehmann: Und engagieren Sie sich vor Ort, schon kleine Ideen machen den Schulweg sicherer. Moderator: Das waren zwei wichtige Ratschläge. Vielen Dank Ihnen beiden für dieses Gespräch.