Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 19

Sport und Verein

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Probetraining

Hallo Tobias, du hast mir letzte Woche geschrieben, dass du dich im Moment mit dem Thema Sport und Verein beschäftigst. Beim Stichwort Mitgliedschaft musste ich sofort an eine Situation denken, die ich vor Kurzem erlebt habe. Zuerst wollte ich die Frage zu Probetraining allein klären und habe mehrere Internetseiten gelesen. Danach verstand ich zwar mehr Wörter zu Mitgliedschaft, aber nicht, welcher Schritt für meinen Fall wirklich wichtig war. Besonders schwierig fand ich, dass bei Sport und Verein in jeder Information andere Begriffe standen und kleine Fristen leicht übersehen werden können. Dann bekam ich diese Information: Der Sportverein lädt zu einem Probetraining ein. Interessierte sollen Sportschuhe und etwas zu trinken mitbringen. Erst war ich unsicher, ob sich der Weg zum Bürgerhaus lohnt. Ich bin trotzdem hingegangen, weil ich bei Mitgliedschaft endlich nicht mehr nur raten wollte. Vorher habe ich mir drei Fragen notiert und die wichtigsten Papiere zu Probetraining in eine Mappe gelegt. Das war gut, denn im Gespräch ging es dann nicht nur um allgemeine Tipps zu Sport und Verein. Die Mitarbeiterin fragte zuerst, was ich zu Mitgliedschaft schon verstanden hatte, und markierte dann nur die Punkte, die für meine Entscheidung wichtig waren. Interessant war, dass mehrere andere Besucher ebenfalls praktische Fragen zu Sport und Verein hatten. Eine ältere Frau verstand einen Brief zu Probetraining nicht, ein junger Vater fragte nach einer Frist, und ein Student wollte wissen, ob er eine Zusage schriftlich bestätigen lassen muss. Dadurch merkte ich, dass Angebote zu Mitgliedschaft nicht nur für Menschen gedacht sind, die gar nichts verstehen. Bei Mitgliedschaft reicht oft schon ein kurzer Hinweis, damit man wieder selbst weiterarbeiten kann. Einige Dinge musste ich später noch einmal prüfen, aber ich wusste danach, an wen ich mich wegen Probetraining wenden kann und welche Unterlagen fehlen. Genau das wünsche ich dir auch: nicht alles abgeben, sondern genug Orientierung zu Mitgliedschaft bekommen, damit du den nächsten Schritt ruhig planen kannst. Schreib dir auch kleine Zweifel zu Sport und Verein auf; oft sind gerade diese Fragen im Gespräch wichtig. Wenn du möchtest, begleite ich dich am Freitag. Wir könnten vorher zusammen eine Liste mit Fragen zu Probetraining schreiben und danach in Ruhe besprechen, was noch offen ist. Geh bitte nicht ohne Vorbereitung hin; sonst vergisst man bei Mitgliedschaft schnell die Hälfte. Liebe Grüße aus Köln Lena

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Lena bietet an, am Freitag mitzukommen.

richtigfalsch

2. Lena empfiehlt, ohne Vorbereitung zu dem Termin zu gehen.

richtigfalsch

3. Die Nachricht war für Lena ein Grund, doch persönlich nachzufragen.

richtigfalsch

4. Lena ordnete die Unterlagen vor dem Termin.

richtigfalsch

5. Alle Fragen wurden sofort und endgültig entschieden.

richtigfalsch

6. Das Angebot war nur für Fachleute bestimmt.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Verkehrsregeln

Seit dem Frühjahr beobachtet die Stadt eine wachsende Nachfrage nach kurzen Hilfen rund um Verkehrsregeln. Bei Verkehrsregeln liegt das nicht nur daran, dass manche Regeln komplizierter geworden sind. Viele Menschen müssen in diesem Bereich von Mobilität und Verkehrssicherheit mehrere Dinge gleichzeitig organisieren: Arbeit, Familie, Termine bei Ämtern und digitale Formulare. Wenn dann ein Brief, ein Vertrag oder eine Einladung zu Fahrradkurs kommt, bleibt oft wenig Zeit, alles in Ruhe zu lesen. Aus diesem Grund hat das Bürgerhaus ein neues Modell für Mobilität und Verkehrssicherheit gestartet. Bürgerinnen und Bürger können kurze Fragen zu Verkehrsregeln stellen, Unterlagen sortieren und sich erklären lassen, welche Fristen wichtig sind. Nach mehreren Unfällen an Kreuzungen plant die Stadt neue Markierungen und zusätzliche Trainings für Radfahrende. Neu ist, dass bei Fahrradkurs nicht nur eine einzelne Stelle zuständig ist. Mitarbeitende aus Beratung, Verwaltung und Sprachkursen arbeiten zusammen. Wer einen Termin zu Verkehrsregeln bekommt, soll vorher die wichtigsten Unterlagen kopieren und auf einem Blatt notieren, was genau unklar ist. Die ersten Erfahrungen mit Mobilität und Verkehrssicherheit sind positiv. Nach Angaben der Stadt kommen besonders viele Menschen, die grundsätzlich gut zurechtkommen, aber bei einzelnen Formulierungen zu Verkehrsregeln unsicher sind. Die Beratung zu Fahrradkurs ersetzt keine anwaltliche Hilfe und entscheidet auch nichts für die Besucher. Sie soll vor allem verhindern, dass Menschen aus Angst bei Fahrradkurs gar nicht reagieren oder wichtige Termine verpassen. Für den nächsten Monat plant die Stadt eine Auswertung zum Bereich Verkehrsregeln. Dabei soll nicht nur gezählt werden, wie viele Personen gekommen sind. Wichtiger ist, ob die Besucher danach wussten, an welche Stelle sie sich wegen Fahrradkurs wenden müssen und welche Unterlagen noch fehlen. Auch die Verständlichkeit der schriftlichen Hinweise zu Mobilität und Verkehrssicherheit soll geprüft werden, weil viele Rückfragen durch einfachere Sprache vermieden werden könnten.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. Warum wurde das neue Modell gestartet?

  1. a) Die Stadt will persönliche Beratung durch automatische Briefe ersetzen.
  2. b) Viele Menschen sind bei Unterlagen, Fristen oder Formulierungen unsicher.
  3. c) Alle zuständigen Stellen sollen nur noch telefonisch arbeiten.

8. Was ist an der Beratung neu?

  1. a) Mehrere Stellen arbeiten zusammen.
  2. b) Die Beratung findet ausschließlich anonym im Internet statt.
  3. c) Alle Besucher erhalten sofort eine verbindliche Entscheidung.

9. Was sollen Besucherinnen und Besucher vor einem Termin tun?

  1. a) Kopien ordnen und die unklare Frage notieren.
  2. b) Ihre Unterlagen endgültig im Büro abgeben.
  3. c) Zuerst eine schriftliche Prüfung bestehen.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Bericht: Angebote müssen zum Alltag passen

Die Verantwortlichen für Mobilität und Reisen verglichen nach vier Wochen die Rückmeldungen aus mehreren Gruppen. Einige Kurse zu Fahrradstadt waren am Anfang sehr gut besucht, andere blieben fast leer. Die Organisatoren fanden schnell heraus, dass bei Mobilität und Reisen nicht nur der Inhalt zählt. Die Uhrzeit, der Ort und die Sprache der Einladung entscheiden mit. Ein Flyer zu Bahnhof mit vielen Fachwörtern schreckt eher ab, auch wenn das Angebot kostenlos ist. Deshalb wurden die Informationen zu Fahrradstadt verändert. Viele Wege in der Stadt werden mit Fahrrad, Bus und Bahn zurückgelegt. Gute Informationen über Baustellen, Fahrkarten und sichere Wege erleichtern den Alltag. Außerdem gibt es jetzt kurze Beispiele aus dem Alltag: eine E-Mail, ein Telefongespräch oder ein Formular, das viele Teilnehmende bei Bahnhof wiedererkennen. In den Gruppen wird nicht nur erklärt, sondern auch geübt. Wer möchte, kann eine eigene Frage zu Mobilität und Reisen mitbringen, muss sie aber nicht vor allen vorlesen. Kritik gibt es trotzdem. Manche Teilnehmende wünschen sich bei Fahrradstadt mehr Einzeltermine, andere finden die Anmeldung umständlich. Die Stadt will deshalb prüfen, ob es für Bahnhof zusätzlich offene Sprechstunden am Abend geben kann. Für die Verantwortlichen ist klar: Ein gutes Angebot zu Bahnhof muss nicht nur fachlich richtig sein, sondern auch zum Alltag der Menschen passen. Eine Projektleiterin erklärt, dass besonders einfache Beispiele zu Mobilität und Reisen gut funktionieren. Wenn die Teilnehmenden bei Fahrradstadt eine Situation aus ihrem eigenen Leben erkennen, fragen sie schneller nach und behalten die Information länger. Deshalb sollen künftig echte Musterbriefe, kurze Dialoge und typische Fehler aus vergangenen Beratungen zu Fahrradstadt stärker genutzt werden.

10. Warum wurden einige Angebote am Anfang wenig genutzt?

  1. a) Einladungen waren schwer verständlich oder die Termine passten schlecht.
  2. b) Die Teilnehmenden mussten vorher teure Bücher kaufen.
  3. c) Alle Angebote fanden nur für Fachpersonal statt.

11. Was wurde an den Informationen verändert?

  1. a) Sie werden nur noch mündlich im Amt erklärt.
  2. b) Sie nennen keine Termine mehr.
  3. c) Sie enthalten mehr Alltagssprache und wiedererkennbare Beispiele.

12. Warum sollen mehr Musterbriefe und Dialoge genutzt werden?

  1. a) Damit Einzeltermine grundsätzlich abgeschafft werden können.
  2. b) Damit die Gruppen keine Fragen mehr stellen müssen.
  3. c) Teilnehmende erkennen dadurch eigene Situationen schneller wieder.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Reparaturen und Handwerk.

Beispiel. In Ihrer Wohnung gibt es einen Schaden und Sie wollen ihn schriftlich melden. Anzeige: G

13. Sie möchten kleinere Holzstellen an Möbeln reparieren.

14. Sie wollen wissen, wann ein Elektriker nötig ist.

15. Sie möchten den sicheren Umgang mit Bohrmaschine und Messgerät lernen.

16. Ihr Toaster ist kaputt und Sie möchten ihn mit Helfern prüfen lassen.

17. Sie suchen einen Babysitterkurs.

18. Sie möchten lernen, einen Fahrradreifen zu flicken.

19. Sie verstehen einen Kostenvoranschlag vom Handwerker nicht.

A

Repair-Café Anmeldung: ein Kleingerät pro Person, Kabel und Zubehör mitbringen. Material wird gestellt; eigene Unterlagen können als Kopie mitgebracht werden. Wer nur eine kurze Frage hat, kann diese am Empfang auf eine Karte schreiben und später telefonisch klären. Zwischen zwei Gesprächen wird der Raum kurz gelüftet. Das Büro bittet darum, nur ein Anliegen pro Termin vorzubereiten.

B

Fahrradwerkstatt offen: Reifen flicken, Bremsen prüfen und Licht einstellen. Ersatzteile selbst kaufen. Der erste Termin ist kostenlos. Danach kostet ein Folgetermin 4 Euro. Es werden Musterbriefe, Formulare und kurze Dialoge benutzt, die direkt zum genannten Angebot passen. Kurzfristige Änderungen werden auf der Internetseite bekannt gegeben. Der nächste Zusatztermin wird am Freitag auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.

C

Handwerker-Sprechstunde: Kostenvoranschlag verstehen, Termin vereinbaren und Gewährleistung prüfen. Bei Absage bitte bis 12 Uhr anrufen, damit der Platz weitergegeben werden kann. Personen mit geringem Einkommen können Material kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Die Kontaktperson prüft vorab nur Termin und Raum, keine privaten Unterlagen. Bei großem Andrang werden kurze Anliegen vor längeren Fällen bearbeitet.

D

Werkzeug-Grundkurs: sicher bohren, messen und kleine Reparaturen in der Wohnung erledigen. Kontakt: Frau Schneider, Telefon 030 48 21 74, erreichbar vormittags. Im Aushang steht, ob das Angebot für Einzelpersonen, Familien oder kleine Gruppen gedacht ist. Nach dem Termin werden keine Originalunterlagen im Büro aufbewahrt. Für Nachfragen liegt eine Karte mit Telefonnummer und Sprechzeiten aus.

E

Nähhilfe: Knopf annähen, Saum kürzen und Reißverschluss prüfen. Der Raum ist mit dem Aufzug erreichbar. Kinderwagen können neben der Garderobe stehen. Für Gruppen werden Stühle und Arbeitsblätter vorbereitet; deshalb muss die genaue Personenzahl genannt werden. Wer zu spät kommt, meldet sich zuerst am Empfang. An der Tür steht eine Liste mit den nächsten freien Zeiten.

F

Ersatzteilbörse: Schrauben, Kabel und kleine Bauteile tauschen, keine Garantie. Teilnehmende erhalten am Ende ein Blatt mit Adressen, Öffnungszeiten und Telefonnummern. Vor Beginn werden Namen und Anliegen auf einer Liste notiert; die Liste wird nach dem Termin vernichtet. Rückmeldungen können auf einer Karte in den Briefkasten geworfen werden. Eine zweite Person kann zuhören, wenn sie vorher am Empfang genannt wird.

G

Mängelmeldung Wohnung: Schaden beschreiben, Foto anhängen und Frist setzen. Für Gruppen ab fünf Personen gibt es einen Zusatztermin am Donnerstagabend. Bitte bringen Sie Ausweis, aktuelle Schreiben und eine Telefonnummer mit. Originale werden nur angesehen und nicht im Büro behalten. Kosten, Raum und Uhrzeit stehen zusätzlich auf einem Aushang. Die Teilnahmebestätigung kann direkt nach dem Treffen mitgenommen werden.

H

Elektrogeräte entsorgen: Sammelstelle, Öffnungszeiten und Annahmeregeln. E-Mails werden innerhalb von zwei Werktagen beantwortet; persönliche Daten bitte erst zum Termin mitbringen. Wenn eine andere Stelle zuständig ist, gibt das Büro Adresse, Öffnungszeit und eine Telefonnummer weiter. Bei Sprachproblemen kann eine zweisprachige Wortliste vorbereitet werden. Wer einen Platz bekommt, erhält eine Nummer für den Wartebereich.

I

Möbel reparieren: lockere Schrauben, Schubladen und kleine Holzstellen ausbessern. Termin: Montag, 17.30 Uhr, Raum 204. Anmeldung bis Freitag über das Kursbüro. Eine Begleitperson darf mitkommen, wenn sie beim Übersetzen oder Sortieren der Unterlagen hilft. Die genaue Wegbeschreibung steht in der Terminbestätigung. Für den Rückruf muss eine gut lesbare Telefonnummer hinterlassen werden.

J

Sicher mit Strom: Was Laien selbst tun dürfen und wann Fachleute kommen müssen. Treffpunkt ist am Seiteneingang neben der Cafeteria. Bitte zehn Minuten vorher kommen. Längere Einzelfälle bekommen einen separaten Termin; die offene Stunde bleibt für kurze Anliegen reserviert. Vor Ort hängt ein Plan mit Raum und Ausgang. Eigene Notizen sind erlaubt; Tonaufnahmen sind im Beratungsraum nicht möglich.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Weiterbildung?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Weiterbildung.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Ich finde Beratungsangebote zu Weiterbildung hilfreich, wenn sie praktisch bleiben. Wer einen Brief oder ein Formular zu Arbeitswelt nicht versteht, sollte die Frage in Ruhe zeigen können.

20. Selim: Für Weiterbildung brauche ich keine Beratung im Büro. Eine Hotline und ein gut aufgebautes Formular mit Beispielen zu Arbeitswelt würden für meine Fragen völlig reichen. Außerdem sind feste Termine zu Weiterbildung für Berufstätige und Alleinerziehende oft unpraktisch. Für schwierige Fälle zu Arbeitswelt soll es Hilfe geben, aber der normale Alltag braucht vor allem verlässliche schriftliche Regeln.

21. Paula: Ich unterstütze solche Angebote zu Beruf und Bewerbung, weil viele Menschen aus Unsicherheit gar nicht handeln. Ein kurzes Gespräch kann bei Arbeitswelt verhindern, dass eine Frist verstreicht oder ein falsches Formular abgegeben wird. Ich finde auch Gruppenübungen zu Weiterbildung gut, wenn danach noch kurze Einzelgespräche möglich sind. Für mich ist entscheidend, dass die Beratung zu Arbeitswelt konkrete Unterlagen ansieht und nicht nur allgemeine Regeln wiederholt.

22. Rosa: Gerade bei Weiterbildung reicht ein Informationsblatt oft nicht. Ich möchte bei Arbeitswelt zeigen können, was ich nicht verstehe, und direkt eine Antwort auf meine konkrete Frage bekommen. Ein Beispiel mit echten Unterlagen zu Arbeitswelt ist für mich viel verständlicher als eine lange Liste mit Regeln. Wenn die Stadt dafür feste Zeiten anbietet, werden bei Beruf und Bewerbung auch Nachbarn erreicht, die sich sonst nicht trauen zu fragen.

23. Valeria: Ich finde Termine zu Weiterbildung oft zu allgemein. Man sitzt mit vielen anderen dort und bekommt keine verbindliche Entscheidung zu Arbeitswelt, sondern nur Hinweise, die man auch lesen könnte. Eine persönliche Beratung zu Weiterbildung ohne verbindliche Auskunft löst für mich das Problem nicht. Statt neuer Sprechstunden zu Weiterbildung sollten die Stellen ihre Briefe klarer schreiben und Beispiele direkt daneben stellen.

24. Chiara: Persönliche Beratung zu Weiterbildung sollte es unbedingt geben. Besonders Menschen, die wenig Deutsch sprechen oder zum ersten Mal mit Beruf und Bewerbung zu tun haben, brauchen eine ruhige Erklärung. Deshalb sollten Städte Angebote zu Beruf und Bewerbung ausbauen und gut sichtbar ankündigen. Ohne dieses Gespräch zu Weiterbildung würden viele Leute aus Scham warten, bis aus einer kleinen Frage ein teures Problem wird.

25. Leon: Ich bin gegen zusätzliche persönliche Beratungen zu Weiterbildung. Gute schriftliche Informationen mit Beispielen zu Arbeitswelt würden mir mehr helfen als ein weiterer Termin im vollen Alltag. Das Geld sollte bei Weiterbildung lieber in verständliche Briefe und aktuelle Internetseiten investiert werden. Außerdem bleiben Angebote zu Beruf und Bewerbung leicht bei denen hängen, die ohnehin schon viele Beratungsstellen kennen.

26. Xenia: Ich halte persönliche Angebote zu Beruf und Bewerbung für sehr sinnvoll. Man bekommt nicht nur Informationen, sondern kann bei Arbeitswelt auch üben, wie man am Telefon, im Büro oder in einer E-Mail richtig reagiert. Nach dem Gespräch über Arbeitswelt sollte man eine kurze Notiz bekommen, damit man zu Hause nichts verwechselt. Besonders gut finde ich, wenn man am Ende weiß, welche Telefonnummer oder welches Formular für Arbeitswelt wirklich wichtig ist.

Beispiel. Niko

janein

20. Selim

janein

21. Paula

janein

22. Rosa

janein

23. Valeria

janein

24. Chiara

janein

25. Leon

janein

26. Xenia

janein

Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Versicherung.

27. Was braucht man für die Beratung?

  1. a) Nur Sportschuhe.
  2. b) Ein altes Fahrrad.
  3. c) Ausweis und aktuelle Briefe.

28. Wo können Kopien gemacht werden?

  1. a) Nur in der Schule.
  2. b) Vor Ort.
  3. c) Gar nicht.

29. Was ersetzt die Beratung nicht?

  1. a) Einen Termin beim Friseur.
  2. b) Eine Rechtsberatung.
  3. c) Einen Sprachkurs.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Versicherung.
  2. b) Um ein Stadtfest.
  3. c) Um einen Kochabend.

INFORMATIONSBLATT VERSICHERUNG Allgemein: Dieses Informationsblatt gilt für alle Besucherinnen und Besucher, die Fragen zum Thema Versicherung oder zu einer damit verbundenen Alltagssituation haben. Die erste Beratung zu Bürgerbüro ist kostenlos und dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Sie ersetzt bei Versicherung keine anwaltliche Vertretung und keine Entscheidung einer Behörde. Die Mitarbeitenden erklären Formulierungen zu Ämter und Formulare, sortieren Unterlagen und weisen auf mögliche nächste Schritte hin. Besondere Regelung: Im Informationsblatt zur Versicherung steht: Für die Beratung brauchen Sie Ausweis und aktuelle Briefe. Kopien können vor Ort gemacht werden. Die Beratung ersetzt keine Rechtsberatung. Bitte lesen Sie diesen Abschnitt zu Versicherung besonders genau, weil dort steht, welche Bedingungen für das konkrete Angebot gelten. Wenn eine Regel nur für bestimmte Personen gilt, wird sie im Beratungsgespräch zu Bürgerbüro noch einmal erklärt. Sprechzeiten: Die offene Sprechstunde zu Versicherung findet jeden Donnerstag von 15.00 bis 18.00 Uhr in Saal B statt. Einzelpersonen mit kurzen Fragen zu Bürgerbüro können ohne Anmeldung kommen. Gruppen ab fünf Personen sowie Personen, die bei Ämter und Formulare Übersetzung oder Kinderbetreuung benötigen, müssen sich spätestens zwei Werktage vorher telefonisch anmelden. Wer mehr als 15 Minuten zu spät kommt, kann seinen Termin verlieren, wenn andere Personen wegen Ämter und Formulare warten. Unterlagen: Bitte bringen Sie Briefe, Verträge, Rechnungen oder andere Dokumente zu Bürgerbüro als Kopie mit. Originale bleiben bei Fragen zu Versicherung immer bei den Besucherinnen und Besuchern. Wenn Sie zu Bürgerbüro keine Kopien haben, können vor Ort bis zu fünf Seiten kostenlos kopiert werden; für weitere Kopien fällt eine kleine Gebühr an. Notieren Sie vorher höchstens drei Fragen zu Ämter und Formulare, damit die Beratung in der vorgesehenen Zeit möglich bleibt. Hinweise: Für eine Materialmappe mit Beispielen und Checklisten zu Versicherung werden 3 Euro berechnet. Personen mit geringem Einkommen können die Mappe zu Bürgerbüro kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Bei Krankheit oder Verhinderung genügt eine kurze Nachricht per E-Mail mit dem Stichwort Bürgerbüro. Datenschutz und Rückmeldung: Persönliche Daten werden bei Versicherung nur für Terminvergabe, Rückfragen und interne Statistik genutzt. Nach Abschluss der Beratung können Besucherinnen und Besucher freiwillig einen kurzen Rückmeldebogen zu Bürgerbüro ausfüllen. Dort wird gefragt, ob die Erklärung verständlich war und ob zu Ämter und Formulare noch weitere Hilfe benötigt wird.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-19.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Die Uhrzeit des Termins wird geändert.

richtigfalsch

2. Was soll die Person tun?

  1. a) Zum alten Termin ohne Rückmeldung kommen.
  2. b) Die Originalunterlagen vorher schicken.
  3. c) Noch heute zurückrufen.

Text 2

3. Das Treffen wird wegen Regen abgesagt.

richtigfalsch

4. Was soll die andere Person mitbringen?

  1. a) Getränke für die ganze Gruppe.
  2. b) Eine Namensliste und einen Stift.
  3. c) Einen Ausdruck mit Fahrzeiten.

Text 3

5. Die Veranstaltung beginnt später als geplant.

richtigfalsch

6. Welchen Eingang sollen die Besucher benutzen?

  1. a) Den Nebeneingang in der Gartenstraße.
  2. b) Den Haupteingang trotz Baustelle.
  3. c) Den Eingang beim Parkplatz am Schwimmbad.

Text 4

7. Der Zug nach Jena fährt heute von einem anderen Gleis.

richtigfalsch

8. Wann fährt die nächste Verbindung, wenn man den Anschluss verpasst?

  1. a) Zur planmäßigen Zeit vom alten Gleis.
  2. b) Direkt nach Ankunft des verspäteten Zuges.
  3. c) Um 9.50 Uhr.

Text 5

9. Am Nachmittag wird durchgehend Sonne erwartet.

richtigfalsch

10. Was wird Personen empfohlen, die nachmittags draußen sind?

  1. a) Nur auf den Wetterbericht von morgen zu achten.
  2. b) Eine Regenjacke mitzunehmen.
  3. c) Erst am Abend draußen zu bleiben.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Was machen die Teilnehmenden am Anfang der Veranstaltung?

  1. a) Sie besprechen sofort ihre privaten Fälle.
  2. b) Interessierte tragen zuerst ein, ob sie allein oder mit Familie trainieren möchten.
  3. c) Sie tragen sich direkt für Einzeltermine ein.

12. Woran arbeitet die Gruppe im zweiten Teil?

  1. a) Die Gruppe vergleicht Probetraining, Mitgliedsbeitrag und Versicherung.
  2. b) Sie schreibt einen echten Antrag für eine Person.
  3. c) Sie hört nur einen Vortrag ohne Übungen.

13. Was gilt bei dieser Veranstaltung für die Unterlagen?

  1. a) Originale werden in der Gruppe herumgereicht.
  2. b) Unterlagen müssen vor Beginn abgegeben werden.
  3. c) Ärztliche Atteste sind nur für bestimmte Kurse nötig.

14. Welches Zusatzangebot wird genannt?

  1. a) Eine allgemeine Führung ohne Bezug zum Thema.
  2. b) Nach der Pause können die Hallen und Umkleiden besichtigt werden.
  3. c) Ein zusätzlicher Einzeltermin für alle Teilnehmenden.

15. Was bekommen die Teilnehmenden am Ende?

  1. a) Alle bekommen einen Trainingsplan und die Kontaktdaten der Übungsleiter.
  2. b) Nur eine Teilnahmebestätigung ohne weitere Hinweise.
  3. c) Eine Liste mit den privaten Fragen der Gruppe.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. Kathi fand den Termin praktischer als erwartet.

richtigfalsch

17. Kathi hatte erwartet, dass alle schon sehr sportlich sind.

richtigfalsch

18. Kathi hat Originalunterlagen in der Gruppe herumgereicht.

richtigfalsch

19. Sie war unsicher wegen der Kosten nach dem Probemonat.

richtigfalsch

20. Kathi soll den Mitgliedsbeitrag genau prüfen.

richtigfalsch

21. Kathi möchte das Zusatzangebot auf keinen Fall besuchen.

richtigfalsch

22. Milan will nach freien Plätzen fragen.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. In der Sendung geht es um Sportangebote im Verein.

abc

24. Persönliche Beratung kann konkrete Unsicherheiten klären.

abc

25. Digitale Informationen sind eine sinnvolle Ergänzung.

abc

26. Praktische Beispiele machen das Thema verständlicher.

abc

27. Gemeinsames Üben in der Gruppe kann Hemmungen abbauen.

abc

28. Auch Kosten, Zeiten und klare organisatorische Hinweise sind wichtig.

abc

29. Das Angebot hat Grenzen und darf keine falschen Erwartungen wecken.

abc

30. Ein gutes Angebot braucht verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Ihr Freund möchte wieder Sport machen, traut sich aber nicht allein zum Verein. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema Mitgliedschaft geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie fragen den Sportverein nach einem Probetraining. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Vereinsturnier vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Sollte man sich zum Thema Mitgliedschaft persönlich beraten lassen?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von Ihrer Situation oder von einem Erlebnis im Zusammenhang mit dem Thema.

Folie 3

Berichten Sie von der Situation in Ihrem Heimatland oder in einem anderen Land und geben Sie Beispiele.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Sind digitale Informationen zum Thema Sport und Verein besser als persönliche Termine?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von einer persönlichen Erfahrung mit digitalen Informationen oder persönlichen Terminen.

Folie 3

Berichten Sie, wie solche Informationen in Ihrem Heimatland oder in einem anderen Land organisiert sind.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Sport und Verein weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1richtig
Lesen 2falsch
Lesen 3richtig
Lesen 4richtig
Lesen 5falsch
Lesen 6falsch
Lesen 7b
Lesen 8a
Lesen 9a
Lesen 10a
Lesen 11c
Lesen 12c
Lesen 13I
Lesen 14J
Lesen 15D
Lesen 16A
Lesen 170
Lesen 18B
Lesen 19C
Lesen 20nein
Lesen 21ja
Lesen 22ja
Lesen 23nein
Lesen 24ja
Lesen 25nein
Lesen 26ja
Lesen 27c
Lesen 28b
Lesen 29b
Lesen 30a
Hören 1richtig
Hören 2c
Hören 3falsch
Hören 4b
Hören 5falsch
Hören 6a
Hören 7richtig
Hören 8c
Hören 9falsch
Hören 10b
Hören 11b
Hören 12a
Hören 13c
Hören 14b
Hören 15a
Hören 16richtig
Hören 17richtig
Hören 18falsch
Hören 19richtig
Hören 20richtig
Hören 21falsch
Hören 22richtig
Hören 23b
Hören 24a
Hören 25c
Hören 26b
Hören 27a
Hören 28c
Hören 29a
Hören 30b

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Hallo Lena, hier ist Markus. Ich wollte dir nur schnell sagen, dass unser Treffen am Samstag leider erst um sechs Uhr abends klappt und nicht schon um vier. Ich muss vorher noch meine Schwester vom Bahnhof abholen. Der Rest bleibt wie besprochen: Wir treffen uns am Eingang, ich bringe die Karten mit, und danach gehen wir zusammen etwas essen. Ruf mich kurz an, wenn das für dich ein Problem ist. Bis dann!

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Guten Tag, hier ist das Kundenzentrum der Stadtwerke. Sie hatten für Freitag einen Termin bei uns. Der Termin kann stattfinden, aber die Uhrzeit ändert sich auf 15.45 Uhr. Bitte rufen Sie heute noch kurz zurück, damit wir wissen, ob Sie kommen können. Bringen Sie bitte keine Originale mit; Kopien genügen für das Gespräch. Wenn Sie die Unterlagen vergessen, bekommen Sie nur eine allgemeine Auskunft. Unser Empfang ist heute bis 17 Uhr besetzt; danach können Sie Ihre Rückmeldung auch auf den Anrufbeantworter sprechen.

Hören Teil 1, Text 2

Sie hören eine private Nachricht. Hallo, hier ist Milan. Kurz wegen morgen: Wir treffen uns nicht am üblichen Ort, sondern vor dem Schwimmbad. Ich bringe Getränke mit. Kannst du bitte die Liste mit den Namen ausdrucken und einen Stift mitbringen? Falls es regnet, gehen wir sofort hinein. Melde dich kurz, ob du es bis 16.30 Uhr schaffst. Ich bin wahrscheinlich zehn Minuten früher da und warte direkt am Eingang, damit niemand die Gruppe suchen muss.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine Meldung im Lokalradio. In Erfurt findet heute eine Veranstaltung mit dem Titel "Flohmarkt am Hafen" statt. Wegen Bauarbeiten ist die Straße vor dem Eingang gesperrt. Besucherinnen und Besucher sollen den Nebeneingang in der Gartenstraße benutzen. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 12.00 Uhr. Wer mit dem Auto kommt, nutzt bitte den Parkplatz am Schwimmbad; direkt vor dem Gebäude gibt es keine Parkplätze. Freiwillige zeigen den Weg vom Parkplatz zum Eingang und beantworten kurze organisatorische Fragen.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Durchsage am Bahnhof. Der Regionalzug nach Jena, planmäßige Abfahrt 9.20 Uhr, fährt heute von Gleis 11 statt von Gleis 7. Reisende mit Fahrrädern steigen bitte im hinteren Zugteil ein. Der Anschlussbus wartet nicht auf verspätete Züge. Die nächste Verbindung fährt um 9.50 Uhr. Fahrgäste mit wenig Umsteigezeit wenden sich bitte an die Information. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung, falls Sie wegen der Änderung einen Termin verpassen.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören den Wetterbericht. Am Vormittag bleibt es im Osten meist trocken. Gegen Nachmittag ziehen von Westen Schauer auf. Wer draußen unterwegs ist, sollte eine Regenjacke mitnehmen. Am Abend wird es kühler, die Temperaturen sinken auf 20 bis 14 Grad, aber der Wind lässt nach. Für morgen meldet der Wetterdienst wieder freundlicheres Wetter. Besonders Radfahrerinnen und Radfahrer sollten am Nachmittag mehr Zeit einplanen, weil die Straßen kurz rutschig werden können.

Hören Teil 2

Sie besuchen eine Informationsveranstaltung zum Thema Mitgliedschaft. Ort ist: Sportverein Grün-Weiß. Zu Beginn spricht Frau Engel. Guten Tag und herzlich willkommen. Schön, dass Sie pünktlich da sind. Wir beginnen nicht mit einem langen Vortrag. Stattdessen tragen Interessierte zuerst ein, ob sie allein oder mit Familie trainieren möchten. Bitte schreiben Sie nur eine Sache auf, damit wir die Fragen später gut sortieren können. Wer noch unsicher ist, kann sich ein Beispiel auf dem Tisch ansehen. Der heutige Ablauf ist so geplant, dass Sie nach jedem Schritt kurz prüfen können, ob Sie alles verstanden haben. Niemand muss sofort vor der ganzen Gruppe sprechen. Wenn Ihnen ein Wort fehlt, zeigen Sie einfach auf die Karte mit den Beispielsätzen; dann formuliere ich die Frage noch einmal langsamer. Im zweiten Teil arbeiten wir mit kurzen Alltagssituationen. Dabei vergleicht die Gruppe Probetraining, Mitgliedsbeitrag und Versicherung. Sie müssen keine privaten Probleme vor der ganzen Gruppe erklären. Es geht darum, wichtige Informationen zu erkennen, passende Rückfragen zu formulieren und nicht vorschnell eine falsche Entscheidung zu treffen. Nach der Pause treffen wir uns um 18 Uhr im Seminarraum 3. Bitte kommen Sie pünktlich zurück, denn dann beginnt der praktische Teil. Ärztliche Atteste sind nur für bestimmte Kurse nötig. Für persönliche Fragen gibt es hinten im Raum eine Liste für kurze Einzeltermine. Diese Liste wird nach der Pause geschlossen, damit für jedes Gespräch genug Zeit bleibt. Außerdem gibt es heute ein Zusatzangebot: Nach der Pause können die Hallen und Umkleiden besichtigt werden. Dieses Angebot ist freiwillig, aber besonders hilfreich, wenn Sie das Thema noch nie praktisch geübt haben. Wer daran teilnehmen möchte, bleibt nach dem Hauptteil einfach im Raum. Bitte beachten Sie auch die kleine Übersicht an der Wand. Dort stehen die wichtigsten Zeiten, die Ansprechpartner und die Telefonnummer für Rückfragen. Wenn Sie heute früher gehen müssen, tragen Sie sich trotzdem in die Anwesenheitsliste ein, damit wir Ihnen die Unterlagen später zuschicken können. Noch ein Hinweis zu den Kosten: Das Probetraining ist kostenlos, danach wird ein Monatsbeitrag fällig. Bitte bezahlen Sie nichts im Kursraum, sondern wenden Sie sich bei Fragen an den Empfang. Dort bekommen Sie auch eine Quittung, falls Sie eine brauchen. Am Ende gilt: Alle bekommen einen Trainingsplan und die Kontaktdaten der Übungsleiter. Wenn Sie später noch eine Frage haben, schreiben Sie in der ersten E-Mail bitte keine sensiblen Daten. Nennen Sie nur Ihr Thema und eine Telefonnummer für den Rückruf.

Hören Teil 3

Sie sitzen nach einem Termin im Wartebereich und hören, wie sich Kathi und Milan unterhalten. Milan: Hallo Kathi, du hast doch gerade ein Probetraining im Sportverein besucht. Wie war es? Kathi: Besser als gedacht. Ich hatte vorher etwas anderes erwartet: dass alle schon sehr sportlich sind. Aber es war viel praktischer. Milan: Was war für dich am wichtigsten? Kathi: Ich habe gelernt, dass es auch einen langsamen Anfängerkurs gibt. Das hätte ich allein wahrscheinlich übersehen. Milan: Hattest du Unterlagen dabei? Kathi: Nein, für das erste Probetraining brauchte ich kein Attest. Die Mitarbeiterin hat auch erklärt, welche Unterlagen später nötig sein können. Milan: Das ist vernünftig. Gab es ein konkretes Problem? Kathi: Ja, sie war unsicher wegen der Kosten nach dem Probemonat. Ich wusste nicht, was zuerst erledigt werden muss. Milan: Und was machst du jetzt? Kathi: Ich soll den Mitgliedsbeitrag genau prüfen. Außerdem soll ich nicht alles am Handy schnell schreiben, sondern zu Hause in Ruhe einen Entwurf machen. Milan: Hat man dir auch erklärt, wie du kontrollieren kannst, ob der nächste Schritt wirklich passt? Kathi: Ja. Ich soll zuerst die wichtigsten Daten markieren und dann prüfen, ob eine Frist genannt wird. Wenn ich unsicher bin, soll ich lieber einmal nachfragen, statt eine falsche Nachricht zu schicken. Milan: Das klingt nach viel Arbeit. Hast du das im Termin allein machen müssen? Kathi: Nein, wir haben ein Beispiel gemeinsam angesehen. Danach sollte jede Person kurz sagen, welche Information im eigenen Fall zuerst wichtig ist. So konnte man merken, ob man den Ablauf verstanden hat. Milan: Klingt hilfreich. Wurde auch etwas für später empfohlen? Kathi: Ja, nächste Woche gibt es noch ein Zusatzangebot, nämlich ein Turnier für neue Mitglieder. Ich möchte hingehen, aber nur, wenn der Termin abends ist. Milan: Dann frage ich gleich, ob noch Plätze frei sind. Kathi: Frag bitte auch, ob man eigene Beispiele mitbringen darf. Dann kann ich genau an meinem Fall üben. Milan: Ich frage auch, wie lange der Termin dauert. Wenn er nicht zu spät endet, komme ich vielleicht mit. Kathi: Das wäre gut. Zu zweit achtet man auf mehr Details, und ich vergesse dann nicht so schnell, welche Frage ich stellen wollte. Milan: Schreib dir am besten heute Abend noch drei Punkte auf. Dann kannst du beim nächsten Termin direkt sagen, was du brauchst. Kathi: Das mache ich. Die Beraterin hat auch gesagt, dass kurze Stichwörter besser sind als ein langer Text, weil man dann schneller zum eigentlichen Problem kommt. Milan: Gute Idee. Ich finde es angenehm, dass die Beratung nicht einfach alles für einen erledigt, sondern erklärt, wie man selbst weiterkommt. Kathi: Genau. Früher hätte ich vielleicht zu lange gewartet, weil ich Angst vor einem Fehler hatte. Jetzt weiß ich wenigstens, was der nächste Schritt ist. Milan: Dann sag mir später Bescheid, ob du für den Workshop angemeldet bist. Kathi: Mache ich. Und wenn es keinen Abendtermin gibt, suche ich nach einer anderen Möglichkeit. Ich will das Thema diesmal wirklich abschließen und nicht wieder mehrere Wochen liegen lassen.

Hören Teil 4

Moderator: Willkommen zu unserer Sendung. Heute sprechen wir über Sportangebote im Verein. Viele Erwachsene möchten wieder Sport machen, haben aber Sorge, nicht fit genug zu sein. Viele Hörerinnen und Hörer fragen sich, welche Hilfe im Alltag wirklich nützt: persönliche Gespräche, digitale Informationen oder kurze Gruppenangebote. Wichtig ist dabei nicht nur, ob es ein Angebot gibt, sondern auch, ob Menschen es verstehen, ob sie den Weg dorthin finden und ob sie nach einem ersten Kontakt wissen, was sie als Nächstes tun können. Deshalb haben wir heute zwei Gäste eingeladen, die das Thema aus unterschiedlicher Perspektive betrachten. Frau Lauer: Persönliche Beratung motiviert, weil man gemeinsam einen passenden Kurs finden kann. Wenn jemand mit einer konkreten Unsicherheit kommt, reicht ein kurzer Hinweis oft nicht. Im Gespräch kann man nachfragen, ein Missverständnis sofort klären und gemeinsam prüfen, welcher Schritt zuerst wichtig ist. Viele Menschen haben nicht nur eine Sachfrage, sondern auch Angst, etwas falsch zu machen. Darum ist es hilfreich, wenn eine erfahrene Person zuhört und die Situation ruhig ordnet. Herr Franke: Eine gute Internetseite mit Kurszeiten und Kosten ist genauso wichtig. Man darf aber nicht vergessen, dass viele Personen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten oder Kinder betreuen. Für sie sind verlässliche digitale Informationen eine gute erste Hilfe. Eine klare Internetseite, eine kurze Checkliste oder ein Video kann erklären, welche Unterlagen gebraucht werden und wann man besser einen Termin vereinbart. Das ersetzt nicht jede Beratung, spart aber unnötige Wege. Moderator: An konkreten Beispielen aus dem Training wird verständlich, dass niemand sofort fit sein muss. Ich möchte das an einem Beispiel deutlich machen: Wer nur hört, dass man "alles gut vorbereiten" soll, weiß noch nicht, was das konkret bedeutet. Erst wenn jemand zeigt, welche Zeile in einem Formular wichtig ist, welche Frage man am Telefon stellen kann oder welche Unterlage wirklich gebraucht wird, wird aus einer allgemeinen Regel eine Handlung. Solche praktischen Beispiele helfen besonders denjenigen, die das Thema zum ersten Mal bearbeiten. Frau Lauer: Gruppen für Anfänger machen Mut, weil niemand sofort perfekt sein muss. In einer kleinen Gruppe kann man außerdem ausprobieren, wie eine Frage klingt. Man hört, dass andere ähnliche Unsicherheiten haben, und traut sich dann eher, selbst zu sprechen. Gerade bei Themen, die mit Behörden, Verträgen oder Gesundheit zu tun haben, ist diese Erfahrung wichtig. Sie gibt Sicherheit, bevor man allein in eine echte Situation geht. Herr Franke: Klare Beiträge und Kündigungsfristen verhindern spätere Enttäuschungen. Gute Organisation entscheidet oft darüber, ob ein Angebot genutzt wird. Wenn die Anmeldung kompliziert ist oder die Zeiten nur vormittags liegen, bleiben viele Menschen weg. Deshalb sollten Kosten, Termine, Räume und benötigte Unterlagen einfach erklärt werden. Auch eine Erinnerung per E-Mail oder SMS kann helfen, damit niemand einen wichtigen Termin vergisst. Moderator: Es geht also nicht nur um das Angebot selbst, sondern auch darum, dass Menschen es überhaupt nutzen. Ein weiterer Punkt ist die Sprache. Informationen müssen nicht kindlich sein, aber sie sollten klar gegliedert sein. Wer liest, was zuerst passiert, wie lange es dauert und welche Grenzen es gibt, kann sich besser entscheiden. Dadurch werden auch die Mitarbeitenden entlastet, weil sie nicht jede organisatorische Frage einzeln beantworten müssen. Frau Lauer: Ein Verein kann Bewegung anbieten, aber keine medizinische Behandlung ersetzen. Man muss den Menschen ehrlich sagen, was möglich ist und was nicht. Sonst kommen sie mit falschen Erwartungen und sind nachher enttäuscht. Ein persönlicher Termin ist besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Punkte zusammenhängen oder wenn jemand die Situation selbst schwer einschätzen kann. Dann kann man sortieren, Prioritäten setzen und konkrete nächste Schritte festhalten. Herr Franke: Onlinekalender müssen aktuell sein, sonst stehen Interessierte vor verschlossenen Türen. Digitale Angebote müssen aktuell bleiben, sonst verlieren sie schnell Vertrauen. Wenn auf der Webseite alte Öffnungszeiten stehen oder ein Formular nicht funktioniert, rufen am Ende doch alle an. Wichtig ist deshalb, dass jemand die Informationen regelmäßig prüft und Rückmeldungen ernst nimmt. Dann werden digitale Hinweise zu einer echten Unterstützung und nicht nur zu zusätzlicher Arbeit. Moderator: Was heißt das für Einrichtungen, die nur wenig Personal haben und trotzdem viele Menschen erreichen möchten? Frau Lauer: Sie sollten lieber mit einem klaren kleinen Angebot beginnen, das zuverlässig funktioniert. Ein fester Termin, eine gut vorbereitete Übung und eine kurze Zusammenfassung am Ende können mehr bewirken als ein sehr großes Programm, das niemand regelmäßig betreuen kann. Herr Franke: Und sie sollten einfache Wege für Rückmeldungen schaffen. Wenn Besucher sagen können, welche Information gefehlt hat, verbessert sich das Angebot Schritt für Schritt. Das ist auch für digitale Materialien wichtig. Moderator: Am Ende scheint eine Mischung wichtig zu sein: verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen. Wer eine kurze Frage hat, braucht vielleicht zuerst eine gute Onlineinformation. Wer unsicher ist oder mehrere Punkte klären muss, profitiert eher von einem persönlichen Gespräch. Praktische Beispiele verbinden beides: Sie machen Regeln verständlich und zeigen, wie man im Alltag handeln kann. Entscheidend ist also, dass Angebote nicht nur gut gemeint sind, sondern so aufgebaut werden, dass Menschen sie ohne große Hürden nutzen können.