Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 14

Pflege und Angehörige

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Pflegestützpunkt

Hallo Nadja, es tut mir leid, dass dich die Pflege deiner Mutter gerade so fordert – und ich finde es stark, dass du dir trotzdem überlegst, wie ihr Unterstützung bekommt. Bei mir mit meinem Vater war es vor einem halben Jahr ähnlich, und ich wusste lange überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. Geholfen hat mir am Ende der Pflegestützpunkt. Vor dem Termin habe ich alle Schreiben geordnet, vor allem die Versichertenkarte herausgesucht, und mir die wichtigste Frage notiert: Wie stelle ich einen Antrag auf einen Pflegegrad? Gezeigt habe ich nur Kopien; die Originale durfte ich behalten. Praktisch fand ich, dass eine Beraterin für so ein Gespräch sogar nach Hause kommt, wenn man selbst schlecht wegkann. Eine Entscheidung hat mir niemand abgenommen, doch hinterher war mir klar, welche Unterlagen ich für den Begutachtungstermin brauche. Ein paar Dinge musste ich danach noch zusammensuchen. Im Beratungsraum saßen Menschen mit ganz ähnlichen Sorgen – eine Frau fragte nach Kurzzeitpflege, ein Mann nach einem Zuschuss für den Umbau seines Bads. Mein Rat: Schreib dir vorher die eine Frage auf, die euch am meisten drückt, und nimm nur die Papiere mit, die dazugehören. Wenn du möchtest, bin ich am Freitag an deiner Seite; schildern und nachfragen solltest du aber selbst, weil es um eure ganz persönliche Lage geht. Liebe Grüße aus Mainz Elena

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Elena möchte den Termin am Freitag absagen.

richtigfalsch

2. Vor dem Termin hatte Elena mehrere Fragen vorbereitet.

richtigfalsch

3. Im Text steht, dass man alle Originalunterlagen abgeben muss.

richtigfalsch

4. Im Text wird eine konkrete Information genannt.

richtigfalsch

5. Elena schreibt, dass andere Besucher ebenfalls praktische Fragen hatten.

richtigfalsch

6. Elena schreibt, dass niemand im Gespräch helfen konnte.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Mitgliedschaft

Eine regionale Zeitung beschreibt, wie Sportvereine den Einstieg für neue Mitglieder erleichtern wollen. Hintergrund ist die Erfahrung, dass viele Menschen gern aktiv würden, aber vor festen Beiträgen, unklaren Kündigungsfristen und der Scheu vor der ersten Stunde zurückschrecken. Das neue Angebot verbindet Probetraining und Beratung. Während eine Übungsleiterin die Gruppen vorstellt, klärt eine zweite die Mitgliedschaft – Ermäßigung, Kündigungsfrist und Familienkarte –, und für Menschen mit ärztlicher Verordnung gibt es eine eigene Reha-Sport-Beratung. So weiß jeder vorher, worauf er sich einlässt. Besonders gefragt ist die Hilfe bei den Beiträgen, bei der Wahl der passenden Gruppe und bei den ersten Schritten für Anfänger. Niemand muss sich sofort binden; das Probetraining ist zweimal kostenlos, bevor man sich entscheidet. Die Vereine sehen, dass inzwischen mehr Menschen tatsächlich dabeibleiben, weil sie eine Gruppe gefunden haben, die zu ihnen passt. Wer gut startet, hält eher durch. Vor einem Probetraining sollen Interessierte bequeme Kleidung und, falls vorhanden, eine ärztliche Bescheinigung mitbringen. Ausgewertet wird, welche Gruppen am stärksten nachgefragt sind, um das Angebot gezielt auszubauen. Begleitet wird das Ganze von einem Lauftreff für Anfänger, bei dem niemand mithalten muss.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. Wovor schrecken viele Interessierte zurück?

  1. a) Vor den kostenlosen Angeboten.
  2. b) Vor zu vielen freien Plätzen.
  3. c) Vor festen Beiträgen, unklaren Kündigungsfristen und der ersten Stunde.

8. Was gilt für das Probetraining?

  1. a) Es ist nur für Leistungssportler.
  2. b) Es kostet ab der ersten Minute.
  3. c) Es ist zweimal kostenlos, bevor man sich entscheidet.

9. Für wen gibt es eine eigene Beratung?

  1. a) Für Menschen mit ärztlicher Verordnung zum Reha-Sport.
  2. b) Für Sponsoren.
  3. c) Für Trainerinnen anderer Vereine.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Auswertung: Der kurze Weg zählt

Eine Volkshochschule wertete die ersten Lernabende in mehreren Betrieben aus und berichtet über die Ergebnisse. Zu Beginn kamen weniger Beschäftigte als erwartet, weil manche fürchteten, ihre Lücken vor Kolleginnen und Kollegen zu zeigen. Einige Einladungen klangen zu sehr nach Schule. Daraufhin wurde nachgesteuert. Die Hinweise betonen jetzt, dass niemand bloßgestellt wird und dass man mit echten Aufgaben aus dem eigenen Betrieb arbeitet. Statt Grammatikübungen stehen Sätze im Mittelpunkt, die man am nächsten Tag sofort gebrauchen kann. Am wirksamsten waren Rollenspiele aus dem Arbeitsalltag: Wer das Nachfragen einmal geübt hat, traut sich das auch im echten Meeting. Wer sich in der Gruppe unwohl fühlt, kann seine Frage vorher aufschreiben. Auffällig war außerdem, dass die Nähe zum Betrieb half: Ein Kurs direkt am Arbeitsplatz wurde besser besucht als einer in der Volkshochschule. Deshalb gehen die Kursleitungen bewusst in die Firmen. Die Betriebe wollen die Lernabende stärker in den Arbeitsalltag einbinden, etwa indem echte Aushänge und Formulare als Übungsmaterial dienen. Neue Mitarbeitende sollen von Anfang an eingeladen werden, weil sich Unsicherheit beim Sprechen am leichtesten abbauen lässt, bevor sie sich überhaupt festsetzt. Ob sich das dauerhaft finanzieren lässt, hängt von der Beteiligung der Betriebe ab.

10. Warum kamen anfangs weniger Beschäftigte?

  1. a) Manche fürchteten, ihre Lücken vor Kollegen zu zeigen.
  2. b) Der Betrieb verbot die Teilnahme.
  3. c) Die Abende waren zu teuer.

11. Was war am wirksamsten?

  1. a) Diktate mit Zeitdruck.
  2. b) Rollenspiele aus dem Arbeitsalltag.
  3. c) Klassische Grammatikübungen.

12. Warum gehen die Kursleitungen bewusst in die Firmen?

  1. a) Ein Kurs direkt am Arbeitsplatz wurde besser besucht.
  2. b) Die Firmen zahlen doppelte Honorare.
  3. c) Die Volkshochschule hat keine Räume mehr.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Ernährung und Alltag.

Beispiel. Sie möchten beim Einkauf Geld sparen und trotzdem gesund kochen. Anzeige: A

13. Sie müssen wegen Diabetes Zuckerangaben verstehen.

14. Sie suchen Ideen für das Pausenbrot Ihres Kindes.

15. Sie haben eine Allergie und möchten Zutatenlisten besser lesen.

16. Sie möchten eine Bankkarte sperren lassen.

17. Sie möchten ohne Sportgeräte nach der Arbeit aktiv werden.

18. Sie möchten Kräuter im Hof gemeinsam pflegen.

19. Sie möchten Salz und Zusatzstoffe auf Verpackungen verstehen.

A

Einkauf mit Plan: Wochenliste schreiben, Preise vergleichen, Lebensmittel richtig lagern - so verdirbt weniger. So sparen Sie Geld und Wege. Bringen Sie Ihren letzten Einkaufszettel mit. Gemeinsam finden wir heraus, wo sich kleine Änderungen lohnen, ganz ohne kompliziertes Rechnen.

B

Diabetes verstehen: Wir üben, Zucker auf Verpackungen zu erkennen, und sammeln gute Fragen für Ihren nächsten Arzttermin. So fühlen Sie sich im Umgang mit dem Thema sicherer. Bringen Sie ein paar Verpackungen mit, die Sie oft kaufen. Wir ersetzen keine ärztliche Behandlung, helfen aber, sie gut vorzubereiten.

C

Pausenbrot-Werkstatt: Gemeinsam sammeln wir einfache Ideen für die Brotdose – wenig Zucker, schnell vorbereitet und trotzdem lecker. So wird das Pausenbrot zum Selbstläufer. Bringen Sie gern mit, was Ihr Kind besonders mag. Wir probieren ein paar Varianten direkt aus, damit Sie zu Hause gleich loslegen können. Auch eine kleine Liste mit Einkaufstipps für die ganze Woche nehmen Sie mit.

D

Allergie-Beratung: Wir üben, Zutatenlisten richtig zu lesen, und besprechen, wie Sie im Restaurant sicher nachfragen. So essen Sie auswärts entspannter. Notieren Sie vorab, worauf Sie achten müssen. Gemeinsam überlegen wir kurze, klare Sätze für das Personal, damit es im Lokal kein Missverständnis gibt.

E

Kochgruppe günstig und gesund: Zusammen einkaufen, zusammen kochen und die Reste sinnvoll weiterverwenden. So lernt man ganz nebenbei, dass gesund nicht teuer sein muss. Eine kleine Materialgebühr deckt die Zutaten. Vorkenntnisse brauchen Sie nicht, nur Lust am Ausprobieren und am gemeinsamen Essen danach.

F

Bewegung nach Feierabend: Kurze Übungen für zu Hause bringen Schwung in den Alltag - Sportgeräte braucht es nicht. So fällt der Einstieg leicht, auch wenn der Tag lang war. Bequeme Kleidung genügt. Wir zeigen Ihnen einfache Übungen, die Sie sich gut merken und überall wiederholen können. Schon zehn Minuten am Tag machen mit der Zeit einen spürbaren Unterschied.

G

Ernährung im Alter: Kleine Portionen, genug trinken und Hilfe beim Einkaufen – wir besprechen, worauf es im Alter besonders ankommt. So bleibt das Essen Freude statt Pflicht. Schreiben Sie sich vorher auf, was Sie wissen möchten. Auf Wunsch organisieren wir auch eine Begleitung zum Einkauf, falls Ihnen das schwerfällt.

H

Kräutergarten im Hof: Teilen Sie Pflanzen, sammeln Sie Rezepte und gießen Sie gemeinsam. So entsteht ganz nebenbei frisches Grün für die Küche und ein netter Kontakt zur Nachbarschaft. Bringen Sie kleine Töpfe oder Ableger mit, wenn Sie haben. Auch ohne grünen Daumen sind Sie herzlich willkommen.

I

Etiketten lesen: Fett, Salz und Zusatzstoffe auf Packungen – wir erklären, was die Angaben bedeuten und worauf Sie achten sollten. So entscheiden Sie im Supermarkt bewusster. Verpackungen, die Sie häufig kaufen, dürfen Sie gern zum Termin mitbringen. An echten Beispielen wird schnell klar, wo sich der zweite Blick wirklich lohnt.

J

Kochen mit wenig Zeit: Drei schnelle Gerichte für Arbeitstage, eingekauft wird kurz am Vorabend. So steht in zwanzig Minuten etwas Gesundes auf dem Tisch. Sie brauchen nur Grundzutaten. Die Rezepte sind so einfach, dass sie auch nach einem langen Tag noch gelingen.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Repair-Café?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Repair-Café.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Ich halte das für sehr hilfreich. Eine kurze Erklärung an einem echten Beispiel bleibt besser im Kopf als jede lange Liste mit Regeln.

20. Anke: Das Repair-Café finde ich eine großartige Idee. Man rettet ein Gerät, spart Geld und lernt nebenbei etwas, statt nur Müll zu produzieren. Mir wurde geholfen, meine Lampe wieder zum Leuchten zu bringen. Wichtig ist, dass man selbst mit anpackt; genau dadurch traut man sich beim nächsten kleinen Defekt mehr zu.

21. Klara: Für mich lohnt sich das nicht. Die meisten Geräte sind heute so gebaut, dass eine Reparatur länger dauert, als sich ein neues zu kaufen. Einen festen Termin dafür einzuplanen, ist mir zu umständlich. Sinnvoller wären Geräte, die von vornherein leichter zu reparieren sind, statt immer neuer ehrenamtlicher Bastelrunden.

22. Tarik: Solche Angebote sind wichtig, gerade für Menschen mit wenig Geld. Wer sich keinen neuen Toaster leisten kann, bekommt hier kostenlose Beratung und zahlt nur das Ersatzteil. Das entlastet den Geldbeutel und die Umwelt zugleich. Besonders schön finde ich, dass Wissen weitergegeben wird, statt dass man immer von Fachleuten abhängig bleibt.

23. Mina: Für mich ist das gemeinsame Reparieren der beste Teil. Man sitzt zusammen, probiert aus und freut sich, wenn etwas wieder läuft. Solange klar ist, dass es keine Garantie gibt, finde ich das sehr hilfreich. Positiv ist für mich auch, dass dabei ein netter Kontakt zur Nachbarschaft entsteht; das Café ist mehr als nur eine Werkstatt.

24. Oksana: Ich bin skeptisch, ob das mehr als ein nettes Hobby ist. Wirklich kaputte Geräte kann auch ein Repair-Café nicht zaubern, und am Ende kauft man doch neu. Wer Zeit hat, mag das genießen, aber als Lösung für die Wegwerfgesellschaft taugt es kaum. Da bräuchte es strengere Vorgaben für die Hersteller.

25. Sara: So ein Angebot klingt gut, erreicht aber oft nur die, die ohnehin gern basteln. Wer wenig Zeit hat oder zwei linke Hände, kommt nicht. Ich möchte mich beim Schrauben auch nicht vor anderen blamieren. Ein günstiger, verlässlicher Reparaturdienst wäre für viele praktischer als ein geselliger Nachmittag zum Selbermachen.

26. Yara: Ich unterstütze die Idee voll und ganz. Reparieren statt wegwerfen besteht aus vielen kleinen Handgriffen, und die lernt man am besten gemeinsam. Mir hat es Mut gemacht, mein Gerät einfach mitzubringen, statt es resigniert zu entsorgen. Die Stadt sollte solche Treffs ausbauen und überall im Viertel gut sichtbar ankündigen.

Beispiel. Niko

janein

20. Anke

janein

21. Klara

janein

22. Tarik

janein

23. Mina

janein

24. Oksana

janein

25. Sara

janein

26. Yara

janein

Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Ganztagsschule.

27. Wie lange gilt die Anmeldung?

  1. a) Nur für einen Tag.
  2. b) Für ein Schulhalbjahr.
  3. c) Für drei Jahre.

28. Was kostet extra?

  1. a) Die Hausaufgabenhilfe.
  2. b) Die Anmeldung.
  3. c) Das Mittagessen.

29. Wer kann Unterstützung beim Antrag bekommen?

  1. a) Nur Lehrkräfte.
  2. b) Familien mit geringem Einkommen.
  3. c) Nur Familien ohne Kinder.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Onlinekäufe.
  2. b) Um einen Sportverein.
  3. c) Um Ganztagsschule.

INFORMATIONSBLATT GANZTAGSSCHULE Dieses Blatt richtet sich an Eltern, die ihr Kind für den Ganztag anmelden möchten und vorher die wichtigsten Punkte verstehen wollen. Es ersetzt kein persönliches Gespräch, gibt aber einen klaren Überblick über Ablauf, Kosten und Unterstützung. Anmeldung: Die Anmeldung gilt jeweils für ein Schulhalbjahr. Danach entscheiden Sie neu, ob Ihr Kind weiter am Ganztag teilnimmt. Eine spätere Anmeldung ist möglich, solange es freie Plätze gibt. Kosten: Die Betreuung selbst ist im Rahmen des Angebots vorgesehen; das Mittagessen kostet jedoch extra und wird monatlich abgerechnet. Die genauen Beträge erfahren Sie im Sekretariat. Unterstützung: Familien mit geringem Einkommen können Unterstützung beim Antrag bekommen. Bringen Sie dafür einen aktuellen Nachweis mit; das Sekretariat hilft beim Ausfüllen der Formulare. Ablauf: Zuerst schildern Sie Ihr Anliegen, danach gehen wir gemeinsam die Unterlagen durch und markieren Fristen. Wer eine Übersetzung braucht, meldet dies bitte vorher, damit eine Hilfe bereitsteht. Weitere Hinweise: Für Rückfragen liegt am Empfang eine Karte mit Telefonnummer und Sprechzeiten bereit. Eine Begleitperson darf zum Übersetzen oder Sortieren mitkommen. Bitte bringen Sie zu jedem Termin nur die Briefe mit, die zu Ihrer Frage gehören; das spart Zeit und macht das Gespräch übersichtlicher. Wer einen Termin nicht wahrnehmen kann, sagt bitte kurz ab, damit der Platz weitergegeben werden kann.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-14.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Man soll unangemeldete Handwerker um einen Ausweis bitten.

richtigfalsch

2. Was soll man im Zweifel tun?

  1. a) Sofort die Tür öffnen.
  2. b) Geld geben.
  3. c) Die Firma oder die Hausverwaltung anrufen.

Text 2

3. Bei einem verdächtigen Anruf soll man unter Druck schnell Geld schicken.

richtigfalsch

4. Was soll man bei einem solchen Anruf tun?

  1. a) Die Kontonummer nennen.
  2. b) Auflegen und die Person selbst zurückrufen.
  3. c) Sofort überweisen.

Text 3

5. Klara hat den Mann ohne Ausweis hereingelassen.

richtigfalsch

6. Was soll man im Zweifel laut Klara tun?

  1. a) Die Hausverwaltung anrufen.
  2. b) Dem Mann Geld geben.
  3. c) Die Tür offen lassen.

Text 4

7. Man soll das Portemonnaie in die hintere Hosentasche stecken.

richtigfalsch

8. Wie trägt man die Tasche am besten?

  1. a) Offen über der Schulter.
  2. b) In der Hand schwingend.
  3. c) Geschlossen vor dem Körper.

Text 5

9. Die Sicherheitsberatung zu Hause ist kostenlos.

richtigfalsch

10. Wie vereinbart man einen Termin?

  1. a) Nur per Brief.
  2. b) Telefonisch oder beim Infoabend.
  3. c) Gar nicht, der Berater kommt einfach.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Was ist der wichtigste Rat beim Enkeltrick?

  1. a) Lange mit dem Anrufer reden.
  2. b) Auflegen und den Verwandten selbst anrufen.
  3. c) Sofort Geld bringen.

12. Was soll man bei unangemeldeten Personen an der Tür tun?

  1. a) Einen Ausweis verlangen und im Zweifel anrufen.
  2. b) Sofort öffnen.
  3. c) Geld geben.

13. Was rät Herr Köhler zu Passwörtern?

  1. a) Ein kurzes Wort.
  2. b) Sie aufzuschreiben und sichtbar abzulegen.
  3. c) Lange Passwörter, nicht überall dasselbe.

14. Was soll man nach einem Betrug tun?

  1. a) Selbst zahlen.
  2. b) Sich nicht schämen und sofort die Polizei informieren.
  3. c) Es für sich behalten.

15. Was schützt laut Herrn Köhler zusätzlich?

  1. a) Mit Verwandten und Nachbarn über die Maschen sprechen.
  2. b) Mehr Bargeld zu Hause zu haben.
  3. c) Niemandem zu vertrauen.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. Bei Herrn Adams Mutter hat jemand mit dem Enkeltrick angerufen.

richtigfalsch

17. Herrn Adams Mutter ist auf den Trick hereingefallen.

richtigfalsch

18. Herr Adam will mit seiner Mutter noch einmal darüber sprechen.

richtigfalsch

19. Frau Hofer hat bereits einen Türspion an ihrer Tür.

richtigfalsch

20. Die Polizei kommt kostenlos nach Hause und berät zur Sicherung von Türen und Fenstern.

richtigfalsch

21. Frau Hofer und Herr Adam wollen den Beratungstermin zusammen vereinbaren.

richtigfalsch

22. Herr Adam findet, Nachbarn sollten nicht aufeinander achten.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. Einen Betrugsversuch erkennt man fast immer an Druck und Eile.

abc

24. Aufklärung funktioniert am besten gemeinsam in der Nachbarschaft.

abc

25. Keine echte Behörde verlangt eine sofortige Überweisung ohne Bedenkzeit.

abc

26. Wer beinahe hereingefallen ist, soll davon erzählen, um andere zu warnen.

abc

27. Die Scham ist der größte Verbündete der Betrüger.

abc

28. Ältere Menschen schützt man, indem man mit ihnen im Kontakt bleibt.

abc

29. Bei Unsicherheit sollte man auflegen und bei der echten Stelle zurückrufen.

abc

30. Heute sprechen wir über Sicherheit im Alltag und über Betrug.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Eine Freundin sucht einen ruhigen Ort zum Lernen. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema E-Books geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie reservieren einen Gruppenraum in der Bibliothek. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Stadtteilfest vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Sollte man den Mietvertrag vor der Unterschrift prüfen lassen?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von Ihren Erfahrungen bei der Wohnungssuche oder mit einem Mietvertrag.

Folie 3

Berichten Sie, wie man in Ihrem Heimatland eine Wohnung findet und mietet.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Ist Wohnen in der Stadt besser als auf dem Land?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie, wo Sie schon gewohnt haben und wie es Ihnen dort gefallen hat.

Folie 3

Berichten Sie, wo die Menschen in Ihrem Heimatland am liebsten wohnen.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Wohnen in der Stadt weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1falsch
Lesen 2richtig
Lesen 3falsch
Lesen 4richtig
Lesen 5richtig
Lesen 6falsch
Lesen 7c
Lesen 8c
Lesen 9a
Lesen 10a
Lesen 11b
Lesen 12a
Lesen 13B
Lesen 14C
Lesen 15D
Lesen 160
Lesen 17F
Lesen 18H
Lesen 19I
Lesen 20ja
Lesen 21nein
Lesen 22ja
Lesen 23ja
Lesen 24nein
Lesen 25nein
Lesen 26ja
Lesen 27b
Lesen 28c
Lesen 29b
Lesen 30c
Hören 1richtig
Hören 2c
Hören 3falsch
Hören 4b
Hören 5falsch
Hören 6a
Hören 7falsch
Hören 8c
Hören 9richtig
Hören 10b
Hören 11b
Hören 12a
Hören 13c
Hören 14b
Hören 15a
Hören 16richtig
Hören 17falsch
Hören 18richtig
Hören 19falsch
Hören 20richtig
Hören 21richtig
Hören 22falsch
Hören 23b
Hören 24c
Hören 25b
Hören 26c
Hören 27b
Hören 28c
Hören 29b
Hören 30a

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Guten Tag, Frau Brandt, hier spricht die Polizei-Prävention. Wir möchten Sie an unseren Infoabend zum Thema Sicherheit am Donnerstag um achtzehn Uhr erinnern. Es geht vor allem darum, wie Sie sich vor Betrug am Telefon und an der Haustür schützen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Bringen Sie gern Ihre Fragen und auch Ihre Nachbarn mit, denn dieses Thema betrifft uns alle. Wir treffen uns im großen Saal des Bürgerhauses. Bis Donnerstag und einen schönen Tag.

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Durchsage im Bürgerhaus. Liebe Besucherinnen und Besucher, in den letzten Tagen waren in unserem Stadtteil falsche Handwerker unterwegs. Lassen Sie bitte niemanden in die Wohnung, der unangemeldet vor der Tür steht. Verlangen Sie immer einen Ausweis und rufen Sie im Zweifel die Firma oder die Hausverwaltung an. Echte Handwerker kommen nach Absprache und haben Verständnis dafür, dass Sie vorsichtig sind. Im Notfall wählen Sie die Polizei. Notieren Sie sich auch das Aussehen der Person, falls Sie später etwas melden müssen.

Hören Teil 1, Text 2

Und nun ein Hinweis der Polizei in unserem Radio. Vorsicht bei Anrufen, bei denen jemand dringend Geld verlangt, etwa angeblich ein Verwandter in Not. Legen Sie in solchen Fällen einfach auf und rufen Sie die Person unter der Ihnen bekannten Nummer zurück. Echte Behörden und echte Verwandte setzen Sie nie unter Druck. Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihr Geld oder Ihre Konten. Im Zweifel hilft Ihnen die Polizei jederzeit weiter.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine Nachricht von einer bekannten Person. Hallo, hier ist Klara aus dem zweiten Stock. Du, gestern war ein Mann an der Tür, der angeblich die Wasserleitungen prüfen wollte. Ich habe ihn nicht reingelassen, weil er keinen Ausweis hatte, und das war auch gut so. Sag das bitte auch den älteren Nachbarn weiter, die machen oft zu schnell auf. Im Zweifel sollte man einfach die Hausverwaltung anrufen. Pass auf dich auf und melde dich, wenn dir etwas auffällt.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Ansage am Marktplatz. Liebe Marktbesucherinnen und Marktbesucher, in den letzten Wochen kam es vermehrt zu Taschendiebstählen. Tragen Sie Ihre Tasche bitte geschlossen vor dem Körper und stecken Sie das Portemonnaie nicht in die hintere Hosentasche. Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie wirklich brauchen. Wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten, wenden Sie sich an die Marktaufsicht. Mit ein wenig Vorsicht bleibt der Marktbesuch für alle angenehm.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören eine Mitteilung der Polizei-Prävention. Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir bieten eine kostenlose Sicherheitsberatung bei Ihnen zu Hause an. Ein Berater schaut sich an, wo Türen und Fenster besser gesichert werden können, und gibt Ihnen praktische Tipps. Das Angebot richtet sich an alle, besonders aber an ältere Menschen, die allein leben. Einen Termin vereinbaren Sie telefonisch oder beim Infoabend. Lassen Sie sich nicht von angeblichen Beratern täuschen; unsere Mitarbeiter kommen nur nach Terminvereinbarung.

Hören Teil 2

Sie hören einen Vortrag beim Infoabend zum Thema Sicherheit. Es spricht Herr Köhler von der Polizei-Prävention. Guten Abend und schön, dass Sie gekommen sind. Sicherheit beginnt mit Wissen, und genau deshalb sind solche Abende so wichtig. Ich möchte Ihnen heute zeigen, wie Sie sich mit einfachen Mitteln vor den häufigsten Betrugsmaschen schützen. Beginnen wir mit dem Telefon, denn dort passiert besonders viel. Eine bekannte Masche ist der sogenannte Enkeltrick: Jemand ruft an, gibt sich als Verwandter aus und behauptet, dringend Geld zu brauchen. Oft wird viel Druck gemacht und um Verschwiegenheit gebeten. Mein wichtigster Rat: Legen Sie auf und rufen Sie Ihren Verwandten unter der bekannten Nummer an. Sie werden sehen, es ist alles in Ordnung. Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Geld, Konten oder Wertsachen im Haus. Ein zweites Thema ist die Haustür. Lassen Sie niemanden herein, der unangemeldet kommt, auch wenn er sich als Handwerker, Mitarbeiter der Stadt oder Polizist ausgibt. Verlangen Sie einen Ausweis und rufen Sie im Zweifel bei der genannten Stelle an. Ein Türspion und eine Türkette helfen zusätzlich, denn so können Sie sehen und sprechen, ohne ganz zu öffnen. Drittens der Schutz im Internet. Wählen Sie für wichtige Konten lange Passwörter und nutzen Sie nicht überall dasselbe. Klicken Sie nicht auf Links in fremden E-Mails, und geben Sie Ihr Passwort niemals weiter. Ein vierter Punkt betrifft den Alltag draußen. Tragen Sie Wertsachen dicht am Körper und nehmen Sie nicht zu viel Bargeld mit. Ein Beispiel aus meinem Alltag dazu. Eine ältere Dame bekam einen Anruf, angeblich von der Polizei. Man sagte ihr, in der Nachbarschaft seien Einbrecher unterwegs, und sie solle ihr Bargeld und ihren Schmuck einem Beamten übergeben, der gleich vorbeikomme. Zum Glück wurde sie misstrauisch und rief selbst bei der echten Polizei an. So flog der Betrug auf. Merken Sie sich: Die echte Polizei holt niemals Geld oder Wertsachen bei Ihnen ab. Ein weiterer Tipp ist, wichtige Telefonnummern gut sichtbar neben das Telefon zu legen, die der Familie, der Polizei und der Bank. Im Ernstfall können Sie dann schnell die richtige Stelle anrufen, statt sich von einem fremden Anrufer leiten zu lassen. Ein letzter, sehr wichtiger Punkt: Falls Ihnen doch einmal etwas passiert, schämen Sie sich nicht. Das kann jedem passieren, auch klugen und vorsichtigen Menschen. Melden Sie den Fall sofort der Polizei. Je schneller Sie sich melden, desto eher können wir helfen und andere warnen. Sprechen Sie außerdem mit Ihren Verwandten und Nachbarn über diese Maschen. Wer die Tricks kennt, fällt seltener darauf herein. Soweit von meiner Seite. Jetzt sind Ihre Fragen an der Reihe.

Hören Teil 3

Sie hören jetzt ein Gespräch zwischen zwei Nachbarn, Frau Hofer und Herrn Adam, die sich nach dem Infoabend unterhalten. Frau Hofer: Herr Adam, gut, dass ich Sie treffe. Der Abend war wirklich aufschlussreich, finden Sie nicht? Herr Adam: Auf jeden Fall. Vor allem das mit dem Enkeltrick. Bei meiner Mutter hat letztes Jahr jemand angerufen und sich als ihr Neffe ausgegeben. Frau Hofer: Oh nein. Ist etwas passiert? Herr Adam: Zum Glück nicht. Sie wurde misstrauisch und hat aufgelegt. Aber sie war danach tagelang durcheinander. Frau Hofer: Das kann ich verstehen, das ist ja auch ein Schock. Genau deshalb finde ich gut, dass wir heute so viel gelernt haben. Herr Adam: Ja, ich rufe gleich morgen meine Mutter an und bespreche das alles noch einmal mit ihr. Damit sie weiß, dass sie immer auflegen darf. Frau Hofer: Das ist eine gute Idee. Ich glaube, gerade ältere Menschen trauen sich oft nicht, einfach aufzulegen, das gilt ja als unhöflich. Herr Adam: Genau das ist das Problem. Dabei ist Auflegen in so einem Fall völlig richtig. Der Polizist hat es ja auch betont. Frau Hofer: Stimmt. Mir hat auch der Tipp mit dem Türspion gefallen. Ich habe nämlich keinen und mache oft einfach auf. Herr Adam: Das sollten Sie ändern. So ein Türspion ist nicht teuer, und mit einer Kette können Sie öffnen, ohne ganz aufzumachen. Frau Hofer: Ich frage mal den Hausmeister, ob er mir einen einbaut. Allein traue ich mir das nicht zu. Herr Adam: Bestimmt macht er das. Und wussten Sie, dass die Polizei sogar kostenlos zu einem nach Hause kommt und berät, wie man Türen und Fenster sichert? Frau Hofer: Das habe ich heute zum ersten Mal gehört. Das werde ich auf jeden Fall machen. Herr Adam: Sehr gut. Wir könnten den Termin ja zusammen vereinbaren, dann gehen wir beide auf Nummer sicher. Frau Hofer: Gern, das machen wir. Sagen Sie, haben Sie eigentlich auch diese komischen E-Mails bekommen, angeblich von der Bank? Herr Adam: Oh ja, ständig. Eine sah täuschend echt aus, mit Logo und allem. Frau Hofer: Genau die meine ich. Ich hätte fast daraufgeklickt. Herr Adam: Das ist der Trick. Aber die Beraterin hat ja gesagt: niemals auf einen Link in so einer Mail klicken, lieber die Seite selbst im Browser öffnen. Frau Hofer: Das mache ich jetzt auch so. Und wenn ich unsicher bin, frage ich einfach meinen Sohn. Herr Adam: Das ist klug. Überhaupt ist es das Beste, im Zweifel jemanden zu fragen, allein gerät man schnell in Panik. Frau Hofer: Da haben Sie recht, zu zweit überlegt man viel ruhiger. Herr Adam: Genau. Und wir Nachbarn können uns ja gegenseitig warnen, wenn wieder so eine Masche auftaucht. Frau Hofer: Wissen Sie, ich finde es schön, dass wir Nachbarn so aufeinander achten. Herr Adam: Das ist das Beste am Ganzen. Wer aufeinander aufpasst, ist einfach sicherer. Sagen Sie ruhig Bescheid, wenn Ihnen etwas Verdächtiges auffällt.

Hören Teil 4

Moderator: Guten Tag und willkommen. Diesmal sprechen wir über Sicherheit im Alltag und besonders über Betrug, der immer raffinierter wird. Falsche Anrufe, gefälschte Nachrichten, Betrüger an der Haustür: Viele Menschen, gerade ältere, fühlen sich verunsichert. Bei mir sind Frau Reuter von der Polizei-Prävention und Herr Pohl, der eine Nachbarschaftsinitiative leitet. Frau Reuter, woran erkennt man eigentlich einen Betrugsversuch? Frau Reuter: Fast immer an zwei Dingen: an Druck und an Eile. Die Betrüger wollen, dass Sie schnell handeln und nicht nachdenken. Sie sagen, es sei dringend, oder drohen mit Konsequenzen. Mein wichtigster Rat lautet deshalb: Lassen Sie sich nie unter Druck setzen, legen Sie auf und überlegen Sie in Ruhe. Moderator: Sie sagen, die Eile ist das Warnzeichen? Frau Reuter: Genau. Keine echte Behörde, keine Bank und kein echter Verwandter verlangt, dass Sie sofort und ohne Bedenkzeit Geld überweisen oder Daten herausgeben. Ein gutes Beispiel ist der Anruf, bei dem angeblich die Polizei vor Einbrechern warnt und anbietet, das Geld in Sicherheit zu bringen. Das ist immer ein Betrug, die echte Polizei tut so etwas nie. Herr Pohl: Und genau hier setzt unsere Nachbarschaftsinitiative an. Wir glauben, dass Aufklärung am besten gemeinsam funktioniert. Wenn die Menschen die Maschen kennen und darüber reden, fallen viel weniger darauf herein. Moderator: Wie sieht diese Aufklärung konkret aus? Herr Pohl: Wir treffen uns regelmäßig, laden auch mal die Polizei ein und sprechen offen über aktuelle Fälle. Wichtig ist, dass niemand sich schämt. Wer beinahe hereingefallen ist, soll ruhig davon erzählen, denn das warnt die anderen. Frau Reuter: Das ist so wertvoll. Die Scham ist nämlich der größte Verbündete der Betrüger. Viele Opfer melden den Fall nicht, weil es ihnen peinlich ist. Dabei kann das jedem passieren, das hat nichts mit Dummheit zu tun. Moderator: Ein wichtiger Punkt. Wie schützt man besonders ältere Menschen? Herr Pohl: Indem man im Kontakt bleibt. Ein älterer Mensch, der allein lebt und selten Besuch bekommt, freut sich über jeden Anruf, auch über den eines Betrügers. Wer dagegen viele Menschen um sich hat, ist weniger leicht zu täuschen. Frau Reuter: Das stimmt. Und man sollte ganz praktisch helfen: gemeinsam die wichtigen Nummern ans Telefon kleben, einen Türspion einbauen, über die Tricks reden. Ein gutes Beispiel ist eine Tochter, die ihrer Mutter einen festen Satz mitgegeben hat: Bei Geldforderungen am Telefon immer zuerst die Tochter anrufen. Das hat schon einen Betrug verhindert. Moderator: Ein Phänomen ist, dass die Maschen immer neuer werden. Wie bleibt man da auf dem Laufenden? Frau Reuter: Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Kaum ist eine Masche bekannt, denken sich die Betrüger die nächste aus. Deshalb informieren wir regelmäßig über aktuelle Fälle, in den Medien, bei Infoabenden und über die Nachbarschaft. Herr Pohl: Und genau da liegt die Stärke der Gemeinschaft. Was einer hört, geben wir an alle weiter. Neulich gab es eine neue Betrugsmasche per SMS, und innerhalb eines Tages wussten alle in unserer Gruppe Bescheid. Moderator: Spielt das Internet dabei eine größere Rolle als früher? Frau Reuter: Auf jeden Fall. Viele Betrügereien laufen heute über E-Mail und Nachrichten. Aber die Grundregel bleibt dieselbe: nicht unter Druck handeln und keine Daten herausgeben. Ein gutes Beispiel sind gefälschte Nachrichten von Paketdiensten, in denen man auf einen Link klicken soll. Im Zweifel löschen Sie die Nachricht einfach. Herr Pohl: Wichtig finde ich auch, dass man jüngeren und älteren Menschen gleichermaßen hilft. Die Jüngeren kennen sich oft besser mit der Technik aus, die Älteren haben mehr Lebenserfahrung. Wenn beide zusammenarbeiten, ist das ideal. Frau Reuter: Schön gesagt. In Familien funktioniert das oft gut: Die Enkel zeigen den Großeltern die Technik, und die Großeltern erinnern daran, ruhig zu bleiben und nichts zu überstürzen. Moderator: Also auch hier wieder das Miteinander. Herr Pohl: Immer. Sicherheit ist keine Sache, die man allein schafft, sondern eine Sache der Gemeinschaft. Moderator: Was raten Sie jemandem, der unsicher ist, ob ein Anruf echt ist? Frau Reuter: Auflegen, durchatmen und bei der echten Stelle zurückrufen, deren Nummer Sie selbst heraussuchen. Niemand wird Ihnen das übelnehmen. Herr Pohl: Und sprechen Sie mit jemandem darüber, bevor Sie handeln. Ein zweiter Kopf erkennt den Betrug oft sofort. Frau Reuter: Und denken Sie daran: Lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu leichtgläubig. Niemand wird Ihnen ein gesundes Misstrauen übelnehmen. Herr Pohl: Genau, und reden Sie offen darüber, dann nimmt das Thema einen Teil seines Schreckens. Moderator: Und zum Abschied bitte je ein Gedanke von Ihnen. Frau Reuter: Lassen Sie sich nie unter Druck setzen und geben Sie am Telefon keine Auskunft über Ihr Geld. Herr Pohl: Und achten Sie aufeinander, gemeinsam ist man einfach sicherer. Moderator: Kluge Worte zum Abschied. Danke, dass Sie sich beide die Zeit genommen haben.