Lesen - 65 Minuten
Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.
Teil 1 - Korrespondenz lesen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?
E-Mail: Wohnungsbesichtigung
Hallo Daniel,
du hast mir letzte Woche geschrieben, dass du dich im Moment mit dem Thema Umzug und Mietalltag beschäftigst. Beim Stichwort Nebenkosten musste ich sofort an eine Situation denken, die ich vor Kurzem erlebt habe. Zuerst wollte ich die Frage zu Wohnungsbesichtigung allein klären und habe mehrere Internetseiten gelesen. Danach verstand ich zwar mehr Wörter zu Nebenkosten, aber nicht, welcher Schritt für meinen Fall wirklich wichtig war. Besonders schwierig fand ich, dass bei Umzug und Mietalltag in jeder Information andere Begriffe standen und kleine Fristen leicht übersehen werden können.
Dann bekam ich diese Information: Der Mieterverein erinnert an eine Sprechstunde zu Nebenkosten. Besucherinnen und Besucher sollen Mietvertrag, Abrechnung und letzte Zahlungen mitbringen. Erst war ich unsicher, ob sich der Weg zum Kursbüro lohnt. Ich bin trotzdem hingegangen, weil ich bei Nebenkosten endlich nicht mehr nur raten wollte. Vorher habe ich mir drei Fragen notiert und die wichtigsten Papiere zu Wohnungsbesichtigung in eine Mappe gelegt. Das war gut, denn im Gespräch ging es dann nicht nur um allgemeine Tipps zu Umzug und Mietalltag. Die Mitarbeiterin fragte zuerst, was ich zu Nebenkosten schon verstanden hatte, und markierte dann nur die Punkte, die für meine Entscheidung wichtig waren.
Interessant war, dass mehrere andere Besucher ebenfalls praktische Fragen zu Umzug und Mietalltag hatten. Eine ältere Frau verstand einen Brief zu Wohnungsbesichtigung nicht, ein junger Vater fragte nach einer Frist, und ein Student wollte wissen, ob er eine Zusage schriftlich bestätigen lassen muss. Dadurch merkte ich, dass Angebote zu Nebenkosten nicht nur für Menschen gedacht sind, die gar nichts verstehen. Bei Nebenkosten reicht oft schon ein kurzer Hinweis, damit man wieder selbst weiterarbeiten kann.
Einige Dinge musste ich später noch einmal prüfen, aber ich wusste danach, an wen ich mich wegen Wohnungsbesichtigung wenden kann und welche Unterlagen fehlen. Genau das wünsche ich dir auch: nicht alles abgeben, sondern genug Orientierung zu Nebenkosten bekommen, damit du den nächsten Schritt ruhig planen kannst. Schreib dir auch kleine Zweifel zu Umzug und Mietalltag auf; oft sind gerade diese Fragen im Gespräch wichtig.
Wenn du möchtest, begleite ich dich am Mittwoch. Wir könnten vorher zusammen eine Liste mit Fragen zu Wohnungsbesichtigung schreiben und danach in Ruhe besprechen, was noch offen ist. Geh bitte nicht ohne Vorbereitung hin; sonst vergisst man bei Nebenkosten schnell die Hälfte.
Liebe Grüße aus Freiburg
Fatima
Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.
richtigfalsch
1. Alle Fragen wurden sofort und endgültig entschieden.
richtigfalsch
2. Die Nachricht war für Fatima ein Grund, doch persönlich nachzufragen.
richtigfalsch
3. Fatima ordnete die Unterlagen vor dem Termin.
richtigfalsch
4. Das Angebot war nur für Fachleute bestimmt.
richtigfalsch
5. Vor dem Termin hatte Fatima mehrere Fragen vorbereitet.
richtigfalsch
6. Fatima möchte den Termin am Mittwoch absagen.
richtigfalsch
Teil 2 - Pressetexte verstehen
Arbeitszeit: 20 Minuten
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Aus der Presse: Hilfe bei Gesund kochen
Viele Menschen kennen das Problem: Beim Thema Gesund kochen versteht man einzelne Wörter, aber der nächste praktische Schritt bleibt unklar. Bei Gesund kochen liegt das nicht nur daran, dass manche Regeln komplizierter geworden sind. Viele Menschen müssen in diesem Bereich von Ernährung und Alltag mehrere Dinge gleichzeitig organisieren: Arbeit, Familie, Termine bei Ämtern und digitale Formulare. Wenn dann ein Brief, ein Vertrag oder eine Einladung zu Einkaufsplanung kommt, bleibt oft wenig Zeit, alles in Ruhe zu lesen.
Aus diesem Grund hat das Kursbüro ein neues Modell für Ernährung und Alltag gestartet. Bürgerinnen und Bürger können kurze Fragen zu Gesund kochen stellen, Unterlagen sortieren und sich erklären lassen, welche Fristen wichtig sind. Viele Menschen achten wegen steigender Preise stärker auf Planung beim Einkaufen. Beratungsstellen zeigen einfache Rezepte und erklären Lebensmitteletiketten. Neu ist, dass bei Einkaufsplanung nicht nur eine einzelne Stelle zuständig ist. Mitarbeitende aus Beratung, Verwaltung und Sprachkursen arbeiten zusammen. Wer einen Termin zu Gesund kochen bekommt, soll vorher die wichtigsten Unterlagen kopieren und auf einem Blatt notieren, was genau unklar ist.
Die ersten Erfahrungen mit Ernährung und Alltag sind positiv. Nach Angaben der Stadt kommen besonders viele Menschen, die grundsätzlich gut zurechtkommen, aber bei einzelnen Formulierungen zu Gesund kochen unsicher sind. Die Beratung zu Einkaufsplanung ersetzt keine anwaltliche Hilfe und entscheidet auch nichts für die Besucher. Sie soll vor allem verhindern, dass Menschen aus Angst bei Einkaufsplanung gar nicht reagieren oder wichtige Termine verpassen.
Für den nächsten Monat plant die Stadt eine Auswertung zum Bereich Gesund kochen. Dabei soll nicht nur gezählt werden, wie viele Personen gekommen sind. Wichtiger ist, ob die Besucher danach wussten, an welche Stelle sie sich wegen Einkaufsplanung wenden müssen und welche Unterlagen noch fehlen. Auch die Verständlichkeit der schriftlichen Hinweise zu Ernährung und Alltag soll geprüft werden, weil viele Rückfragen durch einfachere Sprache vermieden werden könnten.
Beispiel. In diesem Text geht es um ...
- a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
- b) einen privaten Reisebericht.
- c) eine Prüfung im Sprachkurs.
7. Warum wurde das neue Modell gestartet?
- a) Alle zuständigen Stellen sollen nur noch telefonisch arbeiten.
- b) Viele Menschen sind bei Unterlagen, Fristen oder Formulierungen unsicher.
- c) Die Stadt will persönliche Beratung durch automatische Briefe ersetzen.
8. Was ist an der Beratung neu?
- a) Alle Besucher erhalten sofort eine verbindliche Entscheidung.
- b) Die Beratung findet ausschließlich anonym im Internet statt.
- c) Mehrere Stellen arbeiten zusammen.
9. Was sollen Besucherinnen und Besucher vor einem Termin tun?
- a) Ihre Unterlagen endgültig im Büro abgeben.
- b) Zuerst eine schriftliche Prüfung bestehen.
- c) Kopien ordnen und die unklare Frage notieren.
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Bericht: Angebote müssen zum Alltag passen
Das Projekt zu Fristen und Behördenpost startete zunächst mit drei sehr unterschiedlichen Terminen. Einige Kurse zu Widerspruch waren am Anfang sehr gut besucht, andere blieben fast leer. Die Organisatoren fanden schnell heraus, dass bei Fristen und Behördenpost nicht nur der Inhalt zählt. Die Uhrzeit, der Ort und die Sprache der Einladung entscheiden mit. Ein Flyer zu Brief vom Amt mit vielen Fachwörtern schreckt eher ab, auch wenn das Angebot kostenlos ist.
Deshalb wurden die Informationen zu Widerspruch verändert. Bei Behördenpost ist Genauigkeit wichtig. Wer Datum, Aktenzeichen und fehlende Unterlagen notiert, behält besser den Überblick. Außerdem gibt es jetzt kurze Beispiele aus dem Alltag: eine E-Mail, ein Telefongespräch oder ein Formular, das viele Teilnehmende bei Brief vom Amt wiedererkennen. In den Gruppen wird nicht nur erklärt, sondern auch geübt. Wer möchte, kann eine eigene Frage zu Fristen und Behördenpost mitbringen, muss sie aber nicht vor allen vorlesen.
Kritik gibt es trotzdem. Manche Teilnehmende wünschen sich bei Widerspruch mehr Einzeltermine, andere finden die Anmeldung umständlich. Die Stadt will deshalb prüfen, ob es für Brief vom Amt zusätzlich offene Sprechstunden am Abend geben kann. Für die Verantwortlichen ist klar: Ein gutes Angebot zu Brief vom Amt muss nicht nur fachlich richtig sein, sondern auch zum Alltag der Menschen passen.
Eine Projektleiterin erklärt, dass besonders einfache Beispiele zu Fristen und Behördenpost gut funktionieren. Wenn die Teilnehmenden bei Widerspruch eine Situation aus ihrem eigenen Leben erkennen, fragen sie schneller nach und behalten die Information länger. Deshalb sollen künftig echte Musterbriefe, kurze Dialoge und typische Fehler aus vergangenen Beratungen zu Widerspruch stärker genutzt werden.
10. Warum wurden einige Angebote am Anfang wenig genutzt?
- a) Einladungen waren schwer verständlich oder die Termine passten schlecht.
- b) Alle Angebote fanden nur für Fachpersonal statt.
- c) Die Teilnehmenden mussten vorher teure Bücher kaufen.
11. Was wurde an den Informationen verändert?
- a) Sie nennen keine Termine mehr.
- b) Sie enthalten mehr Alltagssprache und wiedererkennbare Beispiele.
- c) Sie werden nur noch mündlich im Amt erklärt.
12. Warum sollen mehr Musterbriefe und Dialoge genutzt werden?
- a) Teilnehmende erkennen dadurch eigene Situationen schneller wieder.
- b) Damit Einzeltermine grundsätzlich abgeschafft werden können.
- c) Damit die Gruppen keine Fragen mehr stellen müssen.
Teil 3 - Anzeigen zuordnen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.
Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Ausbildung und Berufsstart.
Beispiel. Sie haben Fragen zu Rechten und Pflichten in der Probezeit. Anzeige: I
13. Sie möchten einfache Wörter für Kundenkontakt im Verkauf üben.
14. Sie möchten Ihren Lebenslauf für ein Praktikum verbessern.
15. Sie wollen mehrere Betriebe in kurzen Gesprächen kennenlernen.
16. Vor Praktikumsbeginn möchten Sie Arbeitszeit und Versicherung prüfen.
17. Sie suchen eine Beratung zu Pflegegrad und Rollator.
18. Sie brauchen Deutsch für Berichtsheft und Arbeitsanweisungen.
19. Sie interessieren sich für technische Berufe und möchten Werkstätten sehen.
A
Lebenslauf-Werkstatt: Praktikumserfahrung, Schulabschluss und Stärken übersichtlich darstellen. Kontakt: Frau Schneider, Telefon 030 48 21 74, erreichbar vormittags. Es werden Musterbriefe, Formulare und kurze Dialoge benutzt, die direkt zum genannten Angebot passen. Nach dem Termin werden keine Originalunterlagen im Büro aufbewahrt. Eigene Notizen sind erlaubt; Tonaufnahmen sind im Beratungsraum nicht möglich.
B
Azubi-Speed-Dating: Kurze Gespräche mit Betrieben aus Pflege, Handwerk und Verkauf. Der Raum ist mit dem Aufzug erreichbar. Kinderwagen können neben der Garderobe stehen. Personen mit geringem Einkommen können Material kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Wer zu spät kommt, meldet sich zuerst am Empfang. Das Büro bittet darum, nur ein Anliegen pro Termin vorzubereiten.
C
Werkstattbesuch Metall: Sicherheitsschuhe tragen, Maschinen ansehen und Fragen an Ausbilder stellen. Teilnehmende erhalten am Ende ein Blatt mit Adressen, Öffnungszeiten und Telefonnummern. Im Aushang steht, ob das Angebot für Einzelpersonen, Familien oder kleine Gruppen gedacht ist. Rückmeldungen können auf einer Karte in den Briefkasten geworfen werden. Der nächste Zusatztermin wird am Freitag auf dem schwarzen Brett veröffentlicht.
D
Praktikumsvertrag prüfen: Arbeitszeit, Versicherung und Ansprechpartner vor Beginn klären. Für Gruppen ab fünf Personen gibt es einen Zusatztermin am Donnerstagabend. Für Gruppen werden Stühle und Arbeitsblätter vorbereitet; deshalb muss die genaue Personenzahl genannt werden. Kosten, Raum und Uhrzeit stehen zusätzlich auf einem Aushang. Bei großem Andrang werden kurze Anliegen vor längeren Fällen bearbeitet.
E
Deutsch für die Ausbildung: Berichtsheft schreiben, nachfragen und Arbeitsanweisungen verstehen. E-Mails werden innerhalb von zwei Werktagen beantwortet; persönliche Daten bitte erst zum Termin mitbringen. Vor Beginn werden Namen und Anliegen auf einer Liste notiert; die Liste wird nach dem Termin vernichtet. Bei Sprachproblemen kann eine zweisprachige Wortliste vorbereitet werden. Für Nachfragen liegt eine Karte mit Telefonnummer und Sprechzeiten aus.
F
Bewerbungsfoto im Jugendzentrum: günstige Fotos, nur mit vorherigem Termin. Termin: Montag, 17.30 Uhr, Raum 204. Anmeldung bis Freitag über das Kursbüro. Bitte bringen Sie Ausweis, aktuelle Schreiben und eine Telefonnummer mit. Originale werden nur angesehen und nicht im Büro behalten. Die genaue Wegbeschreibung steht in der Terminbestätigung. An der Tür steht eine Liste mit den nächsten freien Zeiten.
G
Mathe-Auffrischung: Prozentrechnung, Maße und einfache Tabellen für technische Berufe. Treffpunkt ist am Seiteneingang neben der Cafeteria. Bitte zehn Minuten vorher kommen. Wenn eine andere Stelle zuständig ist, gibt das Büro Adresse, Öffnungszeit und eine Telefonnummer weiter. Vor Ort hängt ein Plan mit Raum und Ausgang. Eine zweite Person kann zuhören, wenn sie vorher am Empfang genannt wird.
H
Elternabend Ausbildung: Wege nach der Schule, Unterstützung und Fristen für Bewerbungen. Material wird gestellt; eigene Unterlagen können als Kopie mitgebracht werden. Eine Begleitperson darf mitkommen, wenn sie beim Übersetzen oder Sortieren der Unterlagen hilft. Zwischen zwei Gesprächen wird der Raum kurz gelüftet. Die Teilnahmebestätigung kann direkt nach dem Treffen mitgenommen werden.
I
Probezeit im Betrieb: Rechte, Pflichten und Gespräch mit Ausbildern verstehen. Der erste Termin ist kostenlos. Danach kostet ein Folgetermin 4 Euro. Längere Einzelfälle bekommen einen separaten Termin; die offene Stunde bleibt für kurze Anliegen reserviert. Kurzfristige Änderungen werden auf der Internetseite bekannt gegeben. Wer einen Platz bekommt, erhält eine Nummer für den Wartebereich.
J
Praktikum im Verkauf: Kunden begrüßen, Ware sortieren und einfache Kassenwörter üben. Bei Absage bitte bis 12 Uhr anrufen, damit der Platz weitergegeben werden kann. Wer nur eine kurze Frage hat, kann diese am Empfang auf eine Karte schreiben und später telefonisch klären. Die Kontaktperson prüft vorab nur Termin und Raum, keine privaten Unterlagen. Für den Rückruf muss eine gut lesbare Telefonnummer hinterlassen werden.
Teil 4 - Meinungen verstehen
Arbeitszeit: 15 Minuten
Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu E-Books?
In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu E-Books.
LESERBRIEFE
Beispiel. Niko: Ich finde Beratungsangebote zu E-Books hilfreich, wenn sie praktisch bleiben. Wer einen Brief oder ein Formular zu Lernraum nicht versteht, sollte die Frage in Ruhe zeigen können.
20. Celine: Ich würde solche Angebote zu Bibliothek und Kultur nicht nutzen. Bei einfachen Fragen zu E-Books suche ich lieber online nach festen Angaben zu Kosten, Fristen und Öffnungszeiten. Deshalb sollte man bei Bibliothek und Kultur zuerst die schriftlichen Informationen verbessern und erst danach neue Termine anbieten. Wenn bei Bibliothek und Kultur am Ende doch keine Entscheidung getroffen wird, ist die Erwartung an ein persönliches Gespräch zu hoch.
21. Yusuf: Persönliche Beratung zu E-Books klingt gut, erreicht aber viele Menschen nicht. Wer arbeitet, Kinder betreut oder weit fahren muss, braucht bei Lernraum zuverlässige digitale Informationen statt fester Sprechzeiten. Das Geld sollte bei E-Books lieber in verständliche Briefe und aktuelle Internetseiten investiert werden. Das Geld wäre aus meiner Sicht besser in mehrsprachige Formulare, längere Hotlines und aktuelle Öffnungszeiten zu E-Books investiert.
22. Selim: Bei wichtigen Fragen zu E-Books vertraue ich eher einem Gespräch als einer Webseite. Wenn jemand meine Situation bei Lernraum kennt, kann er besser erklären, welche Möglichkeit für mich passt. Nach dem Gespräch über Lernraum sollte man eine kurze Notiz bekommen, damit man zu Hause nichts verwechselt. Gerade wenn bei Lernraum eine Frist läuft, zählt für mich, dass jemand die entscheidende Stelle im Schreiben sofort findet.
23. Livia: Ich bin klar für persönliche Beratungen zu E-Books. Wenn jemand einen Brief oder ein Formular zu Lernraum vor sich liegen hat, erkennt man im Gespräch viel schneller, wo das eigentliche Problem liegt. Solche Angebote zu Bibliothek und Kultur müssen kostenlos oder sehr günstig sein, sonst kommen genau die Menschen nicht, die Hilfe brauchen. Ohne dieses Gespräch zu E-Books würden viele Leute aus Scham warten, bis aus einer kleinen Frage ein teures Problem wird.
24. Ivan: Ich bin skeptisch bei neuen Gesprächen zu Bibliothek und Kultur. Wenn jede Stelle wieder ein neues Gespräch zu E-Books anbietet, weiß man am Ende noch weniger, wer wirklich zuständig ist. Ich möchte bei Bibliothek und Kultur lieber eine Checkliste, die ich speichern und später noch einmal lesen kann. Außerdem bleiben Angebote zu Bibliothek und Kultur leicht bei denen hängen, die ohnehin schon viele Beratungsstellen kennen.
25. Nela: Für mich ist ein Termin vor Ort die beste Lösung. Eine Fachperson kann bei E-Books nachfragen, Missverständnisse sofort korrigieren und zeigen, welche Unterlage wirklich wichtig ist. Ein Beispiel mit echten Unterlagen zu Lernraum ist für mich viel verständlicher als eine lange Liste mit Regeln. Besonders gut finde ich, wenn man am Ende weiß, welche Telefonnummer oder welches Formular für Lernraum wirklich wichtig ist.
26. Rosa: Ich unterstütze solche Angebote zu Bibliothek und Kultur, weil viele Menschen aus Unsicherheit gar nicht handeln. Ein kurzes Gespräch kann bei Lernraum verhindern, dass eine Frist verstreicht oder ein falsches Formular abgegeben wird. Wenn die Beratung zu E-Books klare Grenzen nennt, entstehen auch keine falschen Erwartungen. So ein Angebot macht die Menschen bei E-Books selbstständiger, weil sie beim nächsten ähnlichen Brief schneller reagieren können.
Teil 5 - Informationsblatt verstehen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Mietvertrag.
27. Was kostet die Beratung?
- a) Nichts.
- b) Nur für Familien nichts.
- c) 10 Euro.
28. Wer soll vorher telefonisch Bescheid sagen?
- a) Nur Lehrkräfte.
- b) Gruppen ab fünf Personen.
- c) Alle Einzelpersonen.
29. Was soll man mit Unterlagen machen?
- a) Keine Unterlagen zeigen.
- b) Originale abgeben.
- c) Kopien mitbringen.
30. Was passiert mit Originalen?
- a) Sie müssen per Post geschickt werden.
- b) Sie werden im Büro behalten.
- c) Sie bleiben bei den Besucherinnen und Besuchern.
INFORMATIONSBLATT MIETVERTRAG
Allgemein: Dieses Informationsblatt gilt für alle Besucherinnen und Besucher, die Fragen zum Thema Mietvertrag oder zu einer damit verbundenen Alltagssituation haben. Die erste Beratung zu Nachbarschaft ist kostenlos und dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Sie ersetzt bei Mietvertrag keine anwaltliche Vertretung und keine Entscheidung einer Behörde. Die Mitarbeitenden erklären Formulierungen zu Wohnen in der Stadt, sortieren Unterlagen und weisen auf mögliche nächste Schritte hin.
Besondere Regelung: Im Informationsblatt zum Mietvertrag steht: Die Beratung ist kostenlos. Einzelpersonen können ohne Anmeldung kommen. Gruppen ab fünf Personen melden sich vorher telefonisch. Wer Unterlagen prüfen lassen möchte, bringt Kopien mit; Originale bleiben bei den Besucherinnen und Besuchern. Bitte lesen Sie diesen Abschnitt zu Mietvertrag besonders genau, weil dort steht, welche Bedingungen für das konkrete Angebot gelten. Wenn eine Regel nur für bestimmte Personen gilt, wird sie im Beratungsgespräch zu Nachbarschaft noch einmal erklärt.
Sprechzeiten: Die offene Sprechstunde zu Mietvertrag findet jeden Dienstag von 15.00 bis 18.00 Uhr in Raum 18 statt. Einzelpersonen mit kurzen Fragen zu Nachbarschaft können ohne Anmeldung kommen. Gruppen ab fünf Personen sowie Personen, die bei Wohnen in der Stadt Übersetzung oder Kinderbetreuung benötigen, müssen sich spätestens zwei Werktage vorher telefonisch anmelden. Wer mehr als 15 Minuten zu spät kommt, kann seinen Termin verlieren, wenn andere Personen wegen Wohnen in der Stadt warten.
Unterlagen: Bitte bringen Sie Briefe, Verträge, Rechnungen oder andere Dokumente zu Nachbarschaft als Kopie mit. Originale bleiben bei Fragen zu Mietvertrag immer bei den Besucherinnen und Besuchern. Wenn Sie zu Nachbarschaft keine Kopien haben, können vor Ort bis zu fünf Seiten kostenlos kopiert werden; für weitere Kopien fällt eine kleine Gebühr an. Notieren Sie vorher höchstens drei Fragen zu Wohnen in der Stadt, damit die Beratung in der vorgesehenen Zeit möglich bleibt.
Hinweise: Für eine Materialmappe mit Beispielen und Checklisten zu Mietvertrag werden 3 Euro berechnet. Personen mit geringem Einkommen können die Mappe zu Nachbarschaft kostenlos erhalten, wenn sie einen aktuellen Nachweis zeigen. Bei Krankheit oder Verhinderung genügt eine kurze Nachricht per E-Mail mit dem Stichwort Nachbarschaft.
Datenschutz und Rückmeldung: Persönliche Daten werden bei Mietvertrag nur für Terminvergabe, Rückfragen und interne Statistik genutzt. Nach Abschluss der Beratung können Besucherinnen und Besucher freiwillig einen kurzen Rückmeldebogen zu Nachbarschaft ausfüllen. Dort wird gefragt, ob die Erklärung verständlich war und ob zu Wohnen in der Stadt noch weitere Hilfe benötigt wird.
Hören - ca. 40 Minuten
Audio-Datei: goethe-b1-model-12.mp3
Teil 1 - Kurze Texte
Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Text 1
1. Die Uhrzeit des Termins wird geändert.
richtigfalsch
2. Was soll die Person tun?
- a) Noch heute zurückrufen.
- b) Zum alten Termin ohne Rückmeldung kommen.
- c) Die Originalunterlagen vorher schicken.
Text 2
3. Das Treffen wird wegen Regen abgesagt.
richtigfalsch
4. Was soll die andere Person mitbringen?
- a) Einen Ausdruck mit Fahrzeiten.
- b) Getränke für die ganze Gruppe.
- c) Eine Namensliste und einen Stift.
Text 3
5. Die Veranstaltung beginnt später als geplant.
richtigfalsch
6. Welchen Eingang sollen die Besucher benutzen?
- a) Den Eingang beim Parkplatz am Schwimmbad.
- b) Den Nebeneingang in der Gartenstraße.
- c) Den Haupteingang trotz Baustelle.
Text 4
7. Der Anschlussbus wartet auf alle verspäteten Reisenden.
richtigfalsch
8. Wann fährt die nächste Verbindung, wenn man den Anschluss verpasst?
- a) Um 16.35 Uhr.
- b) Zur planmäßigen Zeit vom alten Gleis.
- c) Direkt nach Ankunft des verspäteten Zuges.
Text 5
9. Am Nachmittag kann es regnen.
richtigfalsch
10. Was wird Personen empfohlen, die nachmittags draußen sind?
- a) Erst am Abend draußen zu bleiben.
- b) Nur auf den Wetterbericht von morgen zu achten.
- c) Eine Regenjacke mitzunehmen.
Teil 2 - Eine Information verstehen
Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
11. Was machen die Teilnehmenden am Anfang der Veranstaltung?
- a) Sie tragen sich direkt für Einzeltermine ein.
- b) Sie besprechen sofort ihre privaten Fälle.
- c) Die Teilnehmenden zeichnen zuerst einen einfachen Zeitplan für ihren Umzug.
12. Woran arbeitet die Gruppe im zweiten Teil?
- a) Sie hört nur einen Vortrag ohne Übungen.
- b) Die Gruppe bespricht Übergabeprotokoll, Kaution und Nebenkosten.
- c) Sie schreibt einen echten Antrag für eine Person.
13. Was gilt bei dieser Veranstaltung für die Unterlagen?
- a) Fotos der Wohnung können gezeigt werden, Originalverträge bleiben zu Hause.
- b) Originale werden in der Gruppe herumgereicht.
- c) Unterlagen müssen vor Beginn abgegeben werden.
14. Welches Zusatzangebot wird genannt?
- a) Ein zusätzlicher Einzeltermin für alle Teilnehmenden.
- b) Eine allgemeine Führung ohne Bezug zum Thema.
- c) Später gibt es eine kurze Liste mit Telefonnummern für Sperrmüll und Ummeldung.
15. Was bekommen die Teilnehmenden am Ende?
- a) Eine Liste mit den privaten Fragen der Gruppe.
- b) Alle bekommen eine Umzugscheckliste für die letzten vier Wochen.
- c) Nur eine Teilnahmebestätigung ohne weitere Hinweise.
Teil 3 - Ein Gespräch verstehen
Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
16. Clara fand den Termin praktischer als erwartet.
richtigfalsch
17. Clara hatte nur Tipps zum Kistenpacken erwartet.
richtigfalsch
18. Clara hat Originalunterlagen in der Gruppe herumgereicht.
richtigfalsch
19. Die Kaution war noch nicht zurückgezahlt.
richtigfalsch
20. Clara soll einen höflichen Brief mit Frist an den Vermieter schreiben.
richtigfalsch
21. Clara möchte das Zusatzangebot auf keinen Fall besuchen.
richtigfalsch
22. Yusuf will nach freien Plätzen fragen.
richtigfalsch
Teil 4 - Diskussion
Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?
- a) Moderatorin
- b) Frau Peters
- c) Herr Blum
23. In der Sendung geht es um Umzug und Mietalltag.
abc
24. Persönliche Beratung kann konkrete Unsicherheiten klären.
abc
25. Digitale Informationen sind eine sinnvolle Ergänzung.
abc
26. Praktische Beispiele machen das Thema verständlicher.
abc
27. Gemeinsames Üben in der Gruppe kann Hemmungen abbauen.
abc
28. Auch Kosten, Zeiten und klare organisatorische Hinweise sind wichtig.
abc
29. Das Angebot hat Grenzen und darf keine falschen Erwartungen wecken.
abc
30. Ein gutes Angebot braucht verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen.
abc
Hörtexte für Audio-Generierung
Hören Teil 1, Beispiel
Hallo Lena, hier ist Markus. Ich wollte dir nur schnell sagen, dass unser Treffen am Samstag leider erst um sechs Uhr abends klappt und nicht schon um vier. Ich muss vorher noch meine Schwester vom Bahnhof abholen. Der Rest bleibt wie besprochen: Wir treffen uns am Eingang, ich bringe die Karten mit, und danach gehen wir zusammen etwas essen. Ruf mich kurz an, wenn das für dich ein Problem ist. Bis dann!
Hören Teil 1, Text 1
Sie hören eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter. Guten Tag, hier ist die Sprachschule Lingua. Sie hatten für Mittwoch einen Termin bei uns. Der Termin kann stattfinden, aber die Uhrzeit ändert sich auf 14.15 Uhr. Bitte rufen Sie heute noch kurz zurück, damit wir wissen, ob Sie kommen können. Bringen Sie bitte keine Originale mit; Kopien genügen für das Gespräch. Wenn Sie die Unterlagen vergessen, bekommen Sie nur eine allgemeine Auskunft. Unser Empfang ist heute bis 17 Uhr besetzt; danach können Sie Ihre Rückmeldung auch auf den Anrufbeantworter sprechen.
Hören Teil 1, Text 2
Sie hören eine private Nachricht. Hallo, hier ist Yusuf. Kurz wegen morgen: Wir treffen uns nicht am üblichen Ort, sondern vor dem Café Mira. Ich bringe Getränke mit. Kannst du bitte die Liste mit den Namen ausdrucken und einen Stift mitbringen? Falls es regnet, gehen wir sofort hinein. Melde dich kurz, ob du es bis 19.15 Uhr schaffst. Ich bin wahrscheinlich zehn Minuten früher da und warte direkt am Eingang, damit niemand die Gruppe suchen muss.
Hören Teil 1, Text 3
Sie hören eine Meldung im Lokalradio. In Ulm findet heute eine Veranstaltung mit dem Titel "Stadtradeln" statt. Wegen Bauarbeiten ist die Straße vor dem Eingang gesperrt. Besucherinnen und Besucher sollen den Nebeneingang in der Gartenstraße benutzen. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 11.00 Uhr. Wer mit dem Auto kommt, nutzt bitte den Parkplatz am Schwimmbad; direkt vor dem Gebäude gibt es keine Parkplätze. Freiwillige zeigen den Weg vom Parkplatz zum Eingang und beantworten kurze organisatorische Fragen.
Hören Teil 1, Text 4
Sie hören eine Durchsage am Bahnhof. Der Regionalzug nach Würzburg, planmäßige Abfahrt 16.05 Uhr, fährt heute von Gleis 11 statt von Gleis 7. Reisende mit Fahrrädern steigen bitte im hinteren Zugteil ein. Der Anschlussbus wartet nicht auf verspätete Züge. Die nächste Verbindung fährt um 16.35 Uhr. Fahrgäste mit wenig Umsteigezeit wenden sich bitte an die Information. Dort erhalten Sie auch eine Bestätigung, falls Sie wegen der Änderung einen Termin verpassen.
Hören Teil 1, Text 5
Sie hören den Wetterbericht. Am Vormittag bleibt es im Süden meist trocken. Gegen Nachmittag ziehen von Westen Schauer auf. Wer draußen unterwegs ist, sollte eine Regenjacke mitnehmen. Am Abend wird es kühler, die Temperaturen sinken auf 11 bis 6 Grad, aber der Wind lässt nach. Für morgen meldet der Wetterdienst wieder freundlicheres Wetter. Besonders Radfahrerinnen und Radfahrer sollten am Nachmittag mehr Zeit einplanen, weil die Straßen kurz rutschig werden können.
Hören Teil 2
Sie besuchen eine Informationsveranstaltung zum Thema Nebenkosten. Ort ist: Mieterzentrum Süd. Zu Beginn spricht Herr Seifert.
Guten Tag und herzlich willkommen. Schön, dass Sie pünktlich da sind. Wir beginnen nicht mit einem langen Vortrag. Stattdessen zeichnen die Teilnehmenden zuerst einen einfachen Zeitplan für ihren Umzug. Bitte schreiben Sie nur eine Sache auf, damit wir die Fragen später gut sortieren können. Wer noch unsicher ist, kann sich ein Beispiel auf dem Tisch ansehen.
Der heutige Ablauf ist so geplant, dass Sie nach jedem Schritt kurz prüfen können, ob Sie alles verstanden haben. Niemand muss sofort vor der ganzen Gruppe sprechen. Wenn Ihnen ein Wort fehlt, zeigen Sie einfach auf die Karte mit den Beispielsätzen; dann formuliere ich die Frage noch einmal langsamer.
Im zweiten Teil arbeiten wir mit kurzen Alltagssituationen. Dabei bespricht die Gruppe Übergabeprotokoll, Kaution und Nebenkosten. Sie müssen keine privaten Probleme vor der ganzen Gruppe erklären. Es geht darum, wichtige Informationen zu erkennen, passende Rückfragen zu formulieren und nicht vorschnell eine falsche Entscheidung zu treffen.
Nach der Pause treffen wir uns um 13.45 Uhr im Medienraum. Bitte kommen Sie pünktlich zurück, denn dann beginnt der praktische Teil. Fotos der Wohnung können gezeigt werden, Originalverträge bleiben zu Hause. Für persönliche Fragen gibt es hinten im Raum eine Liste für kurze Einzeltermine. Diese Liste wird nach der Pause geschlossen, damit für jedes Gespräch genug Zeit bleibt.
Außerdem gibt es heute ein Zusatzangebot: Später gibt es eine kurze Liste mit Telefonnummern für Sperrmüll und Ummeldung. Dieses Angebot ist freiwillig, aber besonders hilfreich, wenn Sie das Thema noch nie praktisch geübt haben. Wer daran teilnehmen möchte, bleibt nach dem Hauptteil einfach im Raum.
Bitte beachten Sie auch die kleine Übersicht an der Wand. Dort stehen die wichtigsten Zeiten, die Ansprechpartner und die Telefonnummer für Rückfragen. Wenn Sie heute früher gehen müssen, tragen Sie sich trotzdem in die Anwesenheitsliste ein, damit wir Ihnen die Unterlagen später zuschicken können.
Noch ein Hinweis zu den Kosten: Die Gruppenberatung ist kostenlos, eine ausführliche Vertragsprüfung kostet extra. Bitte bezahlen Sie nichts im Kursraum, sondern wenden Sie sich bei Fragen an den Empfang. Dort bekommen Sie auch eine Quittung, falls Sie eine brauchen.
Am Ende gilt: Alle bekommen eine Umzugscheckliste für die letzten vier Wochen. Wenn Sie später noch eine Frage haben, schreiben Sie in der ersten E-Mail bitte keine sensiblen Daten. Nennen Sie nur Ihr Thema und eine Telefonnummer für den Rückruf.
Hören Teil 3
Sie sitzen nach einem Termin im Wartebereich und hören, wie sich Clara und Yusuf unterhalten.
Yusuf: Hallo Clara, du hast doch gerade einen Kurs zum Umzug besucht. Wie war es?
Clara: Besser als gedacht. Ich hatte vorher etwas anderes erwartet: nur Tipps zum Kistenpacken. Aber es war viel praktischer.
Yusuf: Was war für dich am wichtigsten?
Clara: Ich habe gelernt, dass das Übergabeprotokoll vor der Schlüsselabgabe wichtig ist. Das hätte ich allein wahrscheinlich übersehen.
Yusuf: Hattest du Unterlagen dabei?
Clara: Ja, Fotos von zwei Schäden in der alten Wohnung. Die Mitarbeiterin hat aber gleich gesagt, dass Originale nicht in der Gruppe herumgegeben werden.
Yusuf: Das ist vernünftig. Gab es ein konkretes Problem?
Clara: Ja, die Kaution war noch nicht zurückgezahlt. Ich wusste nicht, was zuerst erledigt werden muss.
Yusuf: Und was machst du jetzt?
Clara: Ich soll einen höflichen Brief mit Frist an den Vermieter schreiben. Außerdem soll ich nicht alles am Handy schnell schreiben, sondern zu Hause in Ruhe einen Entwurf machen.
Yusuf: Hat man dir auch erklärt, wie du kontrollieren kannst, ob der nächste Schritt wirklich passt?
Clara: Ja. Ich soll zuerst die wichtigsten Daten markieren und dann prüfen, ob eine Frist genannt wird. Wenn ich unsicher bin, soll ich lieber einmal nachfragen, statt eine falsche Nachricht zu schicken.
Yusuf: Das klingt nach viel Arbeit. Hast du das im Termin allein machen müssen?
Clara: Nein, wir haben ein Beispiel gemeinsam angesehen. Danach sollte jede Person kurz sagen, welche Information im eigenen Fall zuerst wichtig ist. So konnte man merken, ob man den Ablauf verstanden hat.
Yusuf: Klingt hilfreich. Wurde auch etwas für später empfohlen?
Clara: Ja, nächste Woche gibt es noch ein Zusatzangebot, nämlich ein Abendtermin zu Nebenkosten. Ich möchte hingehen, aber nur, wenn der Termin abends ist.
Yusuf: Dann frage ich gleich, ob noch Plätze frei sind.
Clara: Frag bitte auch, ob man eigene Beispiele mitbringen darf. Dann kann ich genau an meinem Fall üben.
Yusuf: Ich frage auch, wie lange der Termin dauert. Wenn er nicht zu spät endet, komme ich vielleicht mit.
Clara: Das wäre gut. Zu zweit achtet man auf mehr Details, und ich vergesse dann nicht so schnell, welche Frage ich stellen wollte.
Yusuf: Schreib dir am besten heute Abend noch drei Punkte auf. Dann kannst du beim nächsten Termin direkt sagen, was du brauchst.
Clara: Das mache ich. Die Beraterin hat auch gesagt, dass kurze Stichwörter besser sind als ein langer Text, weil man dann schneller zum eigentlichen Problem kommt.
Yusuf: Gute Idee. Ich finde es angenehm, dass die Beratung nicht einfach alles für einen erledigt, sondern erklärt, wie man selbst weiterkommt.
Clara: Genau. Früher hätte ich vielleicht zu lange gewartet, weil ich Angst vor einem Fehler hatte. Jetzt weiß ich wenigstens, was der nächste Schritt ist.
Yusuf: Dann sag mir später Bescheid, ob du für den Workshop angemeldet bist.
Clara: Mache ich. Und wenn es keinen Abendtermin gibt, suche ich nach einer anderen Möglichkeit. Ich will das Thema diesmal wirklich abschließen und nicht wieder mehrere Wochen liegen lassen.
Hören Teil 4
Moderatorin: Willkommen zu unserer Sendung. Heute sprechen wir über Umzug und Mietalltag. Beim Umzug treffen organisatorische und rechtliche Fragen oft gleichzeitig aufeinander. Viele Hörerinnen und Hörer fragen sich, welche Hilfe im Alltag wirklich nützt: persönliche Gespräche, digitale Informationen oder kurze Gruppenangebote. Wichtig ist dabei nicht nur, ob es ein Angebot gibt, sondern auch, ob Menschen es verstehen, ob sie den Weg dorthin finden und ob sie nach einem ersten Kontakt wissen, was sie als Nächstes tun können. Deshalb haben wir heute zwei Gäste eingeladen, die das Thema aus unterschiedlicher Perspektive betrachten.
Frau Peters: Persönliche Beratung hilft, weil man Unterlagen und Fotos gemeinsam sortieren kann. Wenn jemand mit einer konkreten Unsicherheit kommt, reicht ein kurzer Hinweis oft nicht. Im Gespräch kann man nachfragen, ein Missverständnis sofort klären und gemeinsam prüfen, welcher Schritt zuerst wichtig ist. Viele Menschen haben nicht nur eine Sachfrage, sondern auch Angst, etwas falsch zu machen. Darum ist es hilfreich, wenn eine erfahrene Person zuhört und die Situation ruhig ordnet.
Herr Blum: Ich finde Checklisten wichtiger, damit niemand Fristen für Ummeldung oder Strom vergisst. Man darf aber nicht vergessen, dass viele Personen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten oder Kinder betreuen. Für sie sind verlässliche digitale Informationen eine gute erste Hilfe. Eine klare Internetseite, eine kurze Checkliste oder ein Video kann erklären, welche Unterlagen gebraucht werden und wann man besser einen Termin vereinbart. Das ersetzt nicht jede Beratung, spart aber unnötige Wege.
Moderatorin: Konkrete Beispiele machen verständlich, worauf es bei der Wohnungsübergabe ankommt. Ich möchte das an einem Beispiel deutlich machen: Wer nur hört, dass man "alles gut vorbereiten" soll, weiß noch nicht, was das konkret bedeutet. Erst wenn jemand zeigt, welche Zeile in einem Formular wichtig ist, welche Frage man am Telefon stellen kann oder welche Unterlage wirklich gebraucht wird, wird aus einer allgemeinen Regel eine Handlung. Solche praktischen Beispiele helfen besonders denjenigen, die das Thema zum ersten Mal bearbeiten.
Frau Peters: Gruppentermine zeigen typische Fehler wie fehlende Fotos oder unklare Absprachen. In einer kleinen Gruppe kann man außerdem ausprobieren, wie eine Frage klingt. Man hört, dass andere ähnliche Unsicherheiten haben, und traut sich dann eher, selbst zu sprechen. Gerade bei Themen, die mit Behörden, Verträgen oder Gesundheit zu tun haben, ist diese Erfahrung wichtig. Sie gibt Sicherheit, bevor man allein in eine echte Situation geht.
Herr Blum: Kosten und Termine müssen transparent sein, sonst wird die Beratung selbst zum Stress. Gute Organisation entscheidet oft darüber, ob ein Angebot genutzt wird. Wenn die Anmeldung kompliziert ist oder die Zeiten nur vormittags liegen, bleiben viele Menschen weg. Deshalb sollten Kosten, Termine, Räume und benötigte Unterlagen einfach erklärt werden. Auch eine Erinnerung per E-Mail oder SMS kann helfen, damit niemand einen wichtigen Termin vergisst.
Moderatorin: Es geht also nicht nur um das Angebot selbst, sondern auch darum, dass Menschen es überhaupt nutzen. Ein weiterer Punkt ist die Sprache. Informationen müssen nicht kindlich sein, aber sie sollten klar gegliedert sein. Wer liest, was zuerst passiert, wie lange es dauert und welche Grenzen es gibt, kann sich besser entscheiden. Dadurch werden auch die Mitarbeitenden entlastet, weil sie nicht jede organisatorische Frage einzeln beantworten müssen.
Frau Peters: Eine Beratung kann erklären, aber nicht den Umzug organisieren. Man muss den Menschen ehrlich sagen, was möglich ist und was nicht. Sonst kommen sie mit falschen Erwartungen und sind nachher enttäuscht. Ein persönlicher Termin ist besonders dann sinnvoll, wenn mehrere Punkte zusammenhängen oder wenn jemand die Situation selbst schwer einschätzen kann. Dann kann man sortieren, Prioritäten setzen und konkrete nächste Schritte festhalten.
Herr Blum: Digitale Checklisten sollten Erinnerungen für wichtige Termine schicken können. Digitale Angebote müssen aktuell bleiben, sonst verlieren sie schnell Vertrauen. Wenn auf der Webseite alte Öffnungszeiten stehen oder ein Formular nicht funktioniert, rufen am Ende doch alle an. Wichtig ist deshalb, dass jemand die Informationen regelmäßig prüft und Rückmeldungen ernst nimmt. Dann werden digitale Hinweise zu einer echten Unterstützung und nicht nur zu zusätzlicher Arbeit.
Moderatorin: Was heißt das für Einrichtungen, die nur wenig Personal haben und trotzdem viele Menschen erreichen möchten?
Frau Peters: Sie sollten lieber mit einem klaren kleinen Angebot beginnen, das zuverlässig funktioniert. Ein fester Termin, eine gut vorbereitete Übung und eine kurze Zusammenfassung am Ende können mehr bewirken als ein sehr großes Programm, das niemand regelmäßig betreuen kann.
Herr Blum: Und sie sollten einfache Wege für Rückmeldungen schaffen. Wenn Besucher sagen können, welche Information gefehlt hat, verbessert sich das Angebot Schritt für Schritt. Das ist auch für digitale Materialien wichtig.
Moderatorin: Am Ende scheint eine Mischung wichtig zu sein: verständliche Informationen, passende Zeiten und klare Grenzen. Wer eine kurze Frage hat, braucht vielleicht zuerst eine gute Onlineinformation. Wer unsicher ist oder mehrere Punkte klären muss, profitiert eher von einem persönlichen Gespräch. Praktische Beispiele verbinden beides: Sie machen Regeln verständlich und zeigen, wie man im Alltag handeln kann. Entscheidend ist also, dass Angebote nicht nur gut gemeint sind, sondern so aufgebaut werden, dass Menschen sie ohne große Hürden nutzen können.