Lesen - 65 Minuten
Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.
Teil 1 - Korrespondenz lesen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?
E-Mail: Mülltrennung
Hallo Tobias,
schön, von dir zu hören – und spannend, dass du dich gerade mit Umwelt und Nachbarschaft beschäftigst. Bei mir fing es im Winter mit einer viel zu hohen Stromrechnung an. Ich wusste einfach nicht, woran es lag, und habe mich erst geärgert, statt etwas zu ändern.
Dann habe ich vom kostenlosen Energiespar-Check gehört, bei dem jemand direkt in die Wohnung kommt. Vor dem Termin habe ich meine letzte Stromrechnung herausgesucht und mir notiert, welche Geräte ich am meisten nutze. Verlangt wurde nichts weiter; gezeigt habe ich nur die Abrechnung, behalten durfte ich sie natürlich. Meine eine große Frage war: Wo verliere ich ohne es zu merken am meisten Strom?
Die halbe Stunde hat mir keine Entscheidung abgenommen, aber danach stand für mich fest, womit ich anfange – mit dem alten Kühlschrank und mit dem Licht im Flur. Ein paar Kleinigkeiten musste ich später selbst ausprobieren. Übrigens war ich nicht allein: Eine Nachbarin wollte beim selben Termin etwas über Mülltrennung wissen, ein älterer Herr fragte nach dem Sperrmüll.
Mein Tipp: Halt deine letzte Rechnung bereit und überleg dir vorher die eine Sache, die dich am meisten stört. Wenn du magst, komme ich am Freitag mit und schaue mir das mit an; die Fragen stellst du aber besser selbst, dann passt die Antwort auch zu deiner Wohnung.
Liebe Grüße aus Hamburg
Lena
Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.
richtigfalsch
1. Nach dem Gespräch musste Lena noch einzelne Punkte prüfen.
richtigfalsch
2. Das Gespräch bestand nur aus einem langen Vortrag ohne persönliche Fragen.
richtigfalsch
3. Das Gespräch half Lena vor allem dabei, den nächsten Schritt zu erkennen.
richtigfalsch
4. Lena bietet an, am Freitag mitzukommen.
richtigfalsch
5. Nach dem Termin wusste Lena weniger als vorher.
richtigfalsch
6. Lena empfiehlt, ohne Vorbereitung zu dem Termin zu gehen.
richtigfalsch
Teil 2 - Pressetexte verstehen
Arbeitszeit: 20 Minuten
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Aus der Presse: Hilfe bei Pflegegrad
Unter der Überschrift „Hilfe für die, die helfen“ beschreibt eine regionale Zeitung, wie pflegende Angehörige künftig besser begleitet werden. Der Grund: Viele kümmern sich aufopferungsvoll, kennen aber die ihnen zustehenden Leistungen nicht und melden sich oft erst, wenn sie selbst erschöpft sind.
Im Zentrum steht ein ausgebauter Pflegestützpunkt, der mehrere Stellen bündelt. Während eine Fachkraft beim Antrag auf einen Pflegegrad hilft, erklärt eine zweite die Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt, und ehrenamtliche Besuchsdienste entlasten dort, wo einfach jemand zum Reden fehlt. Wer nicht kommen kann, bekommt einen Termin zu Hause.
Besonders gefragt ist die Unterstützung bei Anträgen, beim Entlastungsbetrag und beim altersgerechten Umbau der Wohnung. Das Gutachten für den Pflegegrad ersetzt die Beratung ausdrücklich nicht; sie bereitet aber darauf vor, sodass beim Begutachtungstermin nichts Wichtiges vergessen wird.
Die Stadt berichtet, dass seit dem Ausbau mehr Familien frühzeitig Hilfe annehmen, statt bis zur Überlastung zu warten. Wer rechtzeitig fragt, kommt seltener in eine Notlage.
Vor einem Termin sollen Angehörige die Versichertenkarte und die wichtigsten Schreiben bereitlegen und die drängendste Frage notieren; Originale bleiben zu Hause. Ausgewertet wird, welche Leistungen am häufigsten unbekannt sind, um gezielt darüber zu informieren.
Ergänzt wird das Angebot durch eine Angehörigengruppe, in der man Erfahrungen teilt und kurz durchatmen kann.
Beispiel. In diesem Text geht es um ...
- a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
- b) einen privaten Reisebericht.
- c) eine Prüfung im Sprachkurs.
7. Warum melden sich viele pflegende Angehörige erst spät?
- a) Sie kennen die ihnen zustehenden Leistungen nicht und kommen erst, wenn sie erschöpft sind.
- b) Sie finden die Pflege grundsätzlich einfach.
- c) Sie erhalten die Leistungen automatisch per Post.
8. Was bekommt, wer nicht in den Stützpunkt kommen kann?
- a) Nur eine Telefonnummer der Zentrale.
- b) Eine schriftliche Absage.
- c) Einen Termin zu Hause.
9. Was ersetzt die Beratung ausdrücklich nicht?
- a) Das Gespräch mit den Angehörigen.
- b) Die Vorbereitung auf den Begutachtungstermin.
- c) Das Gutachten für den Pflegegrad.
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Analyse: Vom ersten Test zur besseren Hilfe
Ein Team der Bibliothek wertete das erste halbe Jahr der neuen Angebote aus und hielt seine Beobachtungen fest. Zu Beginn nutzten vor allem jüngere Leute die digitalen Hilfen, während ältere zögerten. Manche Hinweise klangen zu technisch und schreckten eher ab.
Daraufhin formulierte das Team die Hinweise neu. Die Aushänge sprechen jetzt von ganz konkreten Wünschen – „ein Buch aufs Tablet laden“ – statt von Funktionen. Statt langer Erklärungen gibt es eine einzige Aufgabe, die man am eigenen Gerät sofort ausprobiert.
Am wirksamsten war dieses Selbermachen: Wer einmal allein ein E-Book ausgeliehen hat, traut sich danach auch an mehr. Wer sich vor anderen unsicher fühlt, bekommt einen ruhigen Einzelplatz.
Auffällig war außerdem, wie sehr der soziale Teil zog: Viele kamen wegen der Technik und blieben wegen des Leseclubs und der netten Gespräche. Deshalb pflegt die Bibliothek dieses Miteinander bewusst. Lernräume und Leseclub sollen stärker verbunden werden, weil viele Besucher beides nutzen möchten. Die digitalen Sprechstunden sollen künftig regelmäßig stattfinden statt nur gelegentlich, damit sich die Menschen darauf verlassen und beim nächsten Problem gezielt wiederkommen können. Ob sich alle Angebote dauerhaft mit dem vorhandenen Personal halten lassen, ist allerdings offen.
10. Wovon sprechen die Aushänge jetzt?
- a) Von technischen Funktionen und Fachwörtern.
- b) Nur noch von Öffnungszeiten.
- c) Von konkreten Wünschen wie ein Buch aufs Tablet laden.
11. Was war am wirksamsten?
- a) Das Zuschauen bei den Mitarbeitern.
- b) Das Lesen langer Anleitungen.
- c) Das Selbermachen am eigenen Gerät.
12. Warum blieben viele Besucher der Bibliothek treu?
- a) Sie mussten eine Jahresgebühr abarbeiten.
- b) Sie warteten auf ein neues Gebäude.
- c) Sie kamen wegen der Technik und blieben wegen des Leseclubs und der Gespräche.
Teil 3 - Anzeigen zuordnen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.
Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Umzug und Mietalltag.
Beispiel. Vor einer Besichtigung möchten Sie Ihre Unterlagen vorbereiten. Anzeige: A
13. Sie möchten wissen, ob Sie beim Auszug streichen müssen.
14. Sie wollen Post an Ihre neue Adresse weiterleiten lassen.
15. Sie suchen einen Kurs zum Online-Banking.
16. Sie brauchen Informationen zur Ummeldung im Bürgerbüro.
17. Sie haben Fragen zur Rückzahlung der Kaution.
18. Sie haben eine hohe Heizkostenabrechnung und möchten sie prüfen lassen.
19. Sie brauchen am Samstag Hilfe beim Tragen von Kartons.
A
Besichtigungsmappe: Wir helfen Ihnen, eine Selbstauskunft, den Gehaltsnachweis und passende Fragen für den Vermieter vorzubereiten. Damit treten Sie bei der Wohnungsbesichtigung ruhig und überzeugend auf. Bringen Sie Ihre vorhandenen Unterlagen mit. Wir sagen Ihnen auch, welche Angaben Sie machen müssen und welche Sie ruhig für sich behalten dürfen.
B
Umzugshelfer gesucht: Am Samstag brauchen wir kräftige Unterstützung beim Tragen von Möbeln und Kartons. Bezahlt wird pro Stunde, Treffpunkt ist vor dem Haus. Erfahrung ist nicht nötig, festes Schuhwerk schon. Melden Sie sich kurz, damit wir wissen, mit wie vielen wir rechnen können; Getränke stellen wir bereit.
C
Nebenkosten prüfen: Wir sehen uns mit Ihnen Heizkosten, Vorauszahlung und Belege an und erklären, was die Posten bedeuten. Bringen Sie bitte Ihre Abrechnung mit. So erkennen Sie, ob alles stimmt oder ob sich eine Nachfrage lohnt. Wir entscheiden nichts, helfen Ihnen aber, eine sachliche Rückfrage an den Vermieter zu formulieren.
D
Halteverbot beantragen: Damit am Umzugstag der Platz vor der Tür frei ist, erklären wir Fristen, Gebühren und die nötigen Schilder. So vermeiden Sie Stress und Strafzettel. Sagen Sie uns das Datum und die Adresse. Den Antrag stellt man rechtzeitig vorher; wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie es geht.
E
Nachsendeauftrag einrichten: Wir prüfen mit Ihnen die Schreibweise der Namen, wählen ein passendes Startdatum und vergleichen die Laufzeiten. So kommt Ihre Post zuverlässig an der neuen Adresse an. Bringen Sie alte und neue Anschrift mit. Das ist besonders wichtig in den ersten Wochen, in denen leicht etwas verloren geht.
F
Möbelbörse: Regale, Tische und Lampen aus zweiter Hand geben Sie hier günstig ab oder nehmen sie mit. So richten Sie Ihre neue Wohnung preiswert ein und werfen weniger weg. Bitte bringen Sie nur saubere, vollständige Stücke. Größere Möbel holen wir nach Absprache ab; eine kleine Liste am Eingang zeigt, was gerade vorhanden ist.
G
Wohnungsübergabe: Wir bereiten mit Ihnen das Protokoll vor, klären die Übergabe der Schlüssel und erklären, wie Sie Schäden mit Fotos festhalten. So gibt es später keinen Streit um die Kaution. Denken Sie an Ihren Mietvertrag. Gehen Sie am besten gemeinsam mit dem Vermieter durch die Wohnung und notieren Sie alles sofort.
H
Kaution und Konto: Wie viel darf der Vermieter einbehalten - und wann gibt es das Geld zurück? Die wichtigsten Regeln erklärt der Mieterverein in einer kurzen Beratung. Bringen Sie Vertrag und Übergabeprotokoll mit. Wir geben keine rechtsverbindliche Auskunft, zeigen Ihnen aber, welche Nachfrage berechtigt ist und wie Sie sie formulieren.
I
Renovieren bei Auszug: Streichen, Bohrlöcher schließen, Absprachen einhalten – wir erklären, was im Vertrag steht und was Sie wirklich tun müssen. So sparen Sie sich unnötige Arbeit und Kosten. Den Mietvertrag sollten Sie ebenfalls dabeihaben. Oft ist weniger Pflicht, als man denkt; gemeinsam lesen wir die entscheidenden Sätze in Ruhe durch.
J
Ummelden leicht gemacht: Termin im Bürgerbüro, Wohnungsgeberbestätigung, Gebühren - wir erklären alles der Reihe nach. So ist die Ummeldung schnell erledigt. Bringen Sie Ausweis und Bestätigung mit. Denken Sie daran, dass für das Ummelden nach dem Umzug eine Frist gilt; wir nennen Ihnen den genauen Zeitraum.
Teil 4 - Meinungen verstehen
Arbeitszeit: 15 Minuten
Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Gesund kochen?
In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Gesund kochen.
LESERBRIEFE
Beispiel. Niko: Solche Angebote sind für mich ein Gewinn. Wer früh fragt, vermeidet teure Fehler; das Gespräch ist also keine verlorene Zeit, sondern eine echte Vorsorge.
20. Wiktor: Eine persönliche Ernährungsberatung halte ich für sehr sinnvoll. Allgemeine Tipps gibt es überall, aber sie passen selten zum eigenen Alltag und Geldbeutel. Im Gespräch oder beim gemeinsamen Kochen versteht man, wie einfache Änderungen wirklich gehen. Mir hat das geholfen, endlich anzufangen. Wichtig ist nur, dass die Angebote günstig bleiben.
21. Nela: Solche Angebote sind großartig, weil sie Wissen mit Tun verbinden. Viele wissen theoretisch, was gesund ist, scheitern aber an der Umsetzung nach einem langen Tag. Wenn man einmal gemeinsam ein schnelles Gericht gekocht hat, traut man sich das zu Hause auch. Besonders gut finde ich, dass dabei niemand belehrt wird.
22. Oksana: Ich brauche dafür keinen Kurs. Was gesund ist, weiß ich, und Rezepte finde ich massenhaft im Internet. Ein fester Kochabend kostet mich nur Zeit, die ich lieber zu Hause nutze. Sinnvoller fände ich gut sichtbare Preis- und Nährwertangaben im Supermarkt, dann könnte jeder beim Einkaufen selbst die bessere Wahl treffen.
23. Omar: Für mich ist das gemeinsame Kochen der beste Weg. Man probiert sofort aus, schmeckt das Ergebnis und merkt, dass gesund nicht kompliziert sein muss. Solange klar ist, dass es keine ärztliche Behandlung ersetzt, sehe ich nur Vorteile. Gerade bei Themen wie Diabetes hilft es, die richtigen Fragen für den Arzt zu sammeln.
24. Selim: Ich bin skeptisch gegenüber immer neuen Kursen. Wer wirklich will, ändert seine Ernährung auch allein, Schritt für Schritt. Feste Termine passen schlecht zu Schicht und Familie. Das Geld wäre besser darin angelegt, gesunde Lebensmittel günstiger zu machen, denn am Preis scheitert es bei vielen viel eher als am Wissen.
25. Leon: Ich unterstütze die Idee sehr. Gesunde Ernährung besteht aus vielen kleinen Gewohnheiten, und die lernt man leichter in netter Gesellschaft als allein. Mir hat besonders gefallen, dass Reste bewusst verwertet wurden; das spart Geld und schont die Umwelt. Die Stadt sollte solche Kochgruppen ausbauen und überall gut sichtbar ankündigen.
26. Jana: So ein Angebot klingt schön, erreicht aber oft nicht die, die es bräuchten. Wer mehrere Jobs hat, schafft es nicht zu festen Kochabenden. Ich möchte meine Essgewohnheiten auch nicht vor anderen vorführen. Eine einfache, bebilderte Rezeptsammlung zum Mitnehmen wäre für viele ehrlicher und im Alltag deutlich praktischer.
Teil 5 - Informationsblatt verstehen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Widerspruch.
27. Wann beginnt die Frist?
- a) Erst beim Beratungstermin.
- b) Nach einem Monat automatisch.
- c) Mit dem Datum auf dem Bescheid.
28. Was kann nachgereicht werden?
- a) Der Ausweis.
- b) Eine Begründung.
- c) Die Miete.
29. Was sollte beigelegt werden?
- a) Eine Terminbestätigung.
- b) Kopien der Nachweise.
- c) Ein neues Formular ohne Belege.
30. Worum geht es im Informationsblatt?
- a) Um allgemeine Öffnungszeiten.
- b) Um eine Beratung ohne Fristen.
- c) Um Widerspruch.
INFORMATIONSBLATT WIDERSPRUCH
Dieses Blatt richtet sich an alle, die einen Bescheid vom Amt erhalten haben und überlegen, ob sie Widerspruch einlegen sollen. Es dient der ersten Orientierung und ersetzt keine anwaltliche Beratung.
Frist: Die Frist für einen Widerspruch beginnt mit dem Datum auf dem Bescheid. Reagieren Sie deshalb nicht zu spät; prüfen Sie zuerst genau dieses Datum.
Begründung: Den Widerspruch selbst müssen Sie fristgerecht einlegen. Eine ausführliche Begründung können Sie auch später nachreichen, wenn Sie zunächst nur Zeit gewinnen möchten.
Nachweise: Legen Sie Ihrem Widerspruch Kopien der wichtigen Nachweise bei. Die Originale behalten Sie; das Amt benötigt in der Regel nur Kopien.
Ablauf und Hinweise: In der Formularsprechstunde lesen wir den Bescheid gemeinsam, prüfen die Frist und überlegen, ob sich ein Widerspruch lohnt. Suchen Sie vorher das Aktenzeichen heraus und ordnen Sie Ihre Post nach Datum. Bei rechtlich schwierigen Fällen nennen wir Ihnen eine zuständige Beratungsstelle.
Hören - ca. 40 Minuten
Audio-Datei: goethe-b1-model-09.mp3
Teil 1 - Kurze Texte
Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Text 1
1. Der Geldautomat im Vorraum funktioniert im Moment nicht.
richtigfalsch
2. Wo ist der nächste Geldautomat?
- a) Im Supermarkt.
- b) In der Filiale am Marktplatz.
- c) Im Bahnhof.
Text 2
3. Die Bank fragt manchmal per E-Mail nach der Geheimzahl.
richtigfalsch
4. Was soll man bei einer verdächtigen Nachricht tun?
- a) Die Filiale unter der bekannten Nummer anrufen.
- b) Schnell auf den Link klicken.
- c) Die Geheimzahl eingeben.
Text 3
5. Man braucht zum Termin in der Bank einen Ausweis.
richtigfalsch
6. Worauf soll man laut Ben besonders achten?
- a) Auf die Farbe der Karte.
- b) Auf die Öffnungszeiten.
- c) Auf die Gebühren.
Text 4
7. Man soll die Tastatur bei der Eingabe der Geheimzahl abdecken.
richtigfalsch
8. Was soll man tun, wenn am Automaten etwas verdächtig wirkt?
- a) Laut um Hilfe rufen.
- b) Den Vorgang abbrechen.
- c) Schneller tippen.
Text 5
9. Am Freitag kann man die Filiale wie gewohnt persönlich besuchen.
richtigfalsch
10. Was steht am Freitag trotzdem zur Verfügung?
- a) Automaten und Online-Banking.
- b) Die persönliche Beratung.
- c) Der Schalter.
Teil 2 - Eine Information verstehen
Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
11. Was soll man mit Passwort und Geheimzahl tun?
- a) Sie niemals weitergeben.
- b) Sie der Bank am Telefon nennen.
- c) Sie auf die Karte schreiben.
12. Was ist typisch für betrügerische E-Mails?
- a) Sie sind immer höflich und ruhig.
- b) Sie kommen nur per Post.
- c) Sie machen Druck und drängen zur Eile.
13. Woran erkennt man eine sichere Verbindung?
- a) Am Preis.
- b) Am Schloss in der Adresszeile.
- c) An der Farbe der Seite.
14. Was soll man bei Verlust der Karte tun?
- a) Sofort den Sperr-Notruf anrufen.
- b) Eine Woche warten.
- c) Eine neue Karte kaufen.
15. Was rät Frau Renner zum Online-Banking insgesamt?
- a) Es ganz zu vermeiden.
- b) Alles im Café zu erledigen.
- c) Keine Angst, aber wachsam bleiben.
Teil 3 - Ein Gespräch verstehen
Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
16. Frau Stern wäre fast auf eine gefälschte E-Mail hereingefallen.
richtigfalsch
17. Bei Herrn Lederer wurde einmal unbekanntes Geld abgebucht.
richtigfalsch
18. Herr Lederer schaut jede Woche kurz auf seine Umsätze.
richtigfalsch
19. Frau Stern macht ihr Banking schon sicher am Computer.
richtigfalsch
20. Die Bank bietet einen kostenlosen Kurs zum Online-Banking an.
richtigfalsch
21. Im Kurs übt man von Anfang an mit echtem Geld.
richtigfalsch
22. Frau Stern will sich am nächsten Tag nach den Kursterminen erkundigen.
richtigfalsch
Teil 4 - Diskussion
Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?
- a) Moderatorin
- b) Frau Engel
- c) Herr Brandt
23. Wer die typischen Betrugstricks kennt, fällt seltener darauf herein.
abc
24. Wir als Bank fragen niemals am Telefon nach Ihrer Geheimzahl.
abc
25. Mein Rat ist: auflegen und selbst die Bank anrufen.
abc
26. Wir bieten kostenlose Kurse an, in denen wir das Online-Banking in Ruhe erklären.
abc
27. Niemand darf gezwungen werden, alles digital zu machen.
abc
28. Man sollte einmal im Jahr prüfen, ob das Konto noch passt.
abc
29. Manchmal braucht es nur jemanden, der zuhört und gemeinsam überlegt.
abc
30. Heute geht es ums Geld und wie sicher Bankgeschäfte heute sind.
abc
Hörtexte für Audio-Generierung
Hören Teil 1, Beispiel
Guten Tag, Frau Köhler, hier ist Ihre Sparkasse Mitte. Wir möchten Sie herzlich zu unserem kostenlosen Sicherheitsabend am Donnerstag um achtzehn Uhr einladen. Dort zeigen wir Ihnen, wie Sie sich vor Betrug beim Online-Banking schützen und woran Sie gefälschte E-Mails erkennen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, kommen Sie einfach in unsere Filiale in der Bahnhofstraße. Bringen Sie gern Ihre eigenen Fragen mit. Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen bis dahin einen schönen Tag.
Hören Teil 1, Text 1
Sie hören eine Durchsage in einer Bankfiliale. Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, unser Geldautomat im Vorraum wird gerade gewartet und steht Ihnen erst ab dem Nachmittag wieder zur Verfügung. Den nächsten Automaten finden Sie in unserer Filiale am Marktplatz, nur wenige Minuten von hier entfernt. Für Einzahlungen und Überweisungen ist unser Schalter wie gewohnt geöffnet, und auch Kontoauszüge erhalten Sie dort jederzeit. Wir bitten Sie um etwas Geduld und danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis.
Hören Teil 1, Text 2
Und nun ein Beitrag aus dem Radioprogramm. Geben Sie Ihre Geheimzahl niemals weiter, weder am Telefon noch per E-Mail. Ihre Bank wird Sie niemals danach fragen, das tun ausschließlich Betrüger. Wenn Sie eine verdächtige Nachricht bekommen, klicken Sie auf keinen Fall auf einen Link, sondern rufen Sie Ihre Filiale unter der bekannten Nummer an. So sind Sie auf der sicheren Seite und schützen Ihr Geld zuverlässig vor fremdem Zugriff.
Hören Teil 1, Text 3
Sie hören die Nachricht einer bekannten Person. Hallo, hier ist Ben. Du wolltest doch ein neues Konto eröffnen. Pass auf: Vergleich vorher die Gebühren, denn manche Banken verlangen für die Kontoführung Geld und andere nicht. Frag auch, ob das Abheben an fremden Automaten etwas kostet. Und nimm zum Termin unbedingt deinen Ausweis mit, ohne den geht gar nichts. Wenn du willst, komme ich mit, ich habe das letztes Jahr auch gemacht. Sag mir, ob es klappt.
Hören Teil 1, Text 4
Sie hören eine Ansage am Geldautomaten. Bitte achten Sie bei der Eingabe Ihrer Geheimzahl darauf, dass niemand zusieht, und decken Sie die Tastatur mit der freien Hand ab. Falls Ihnen am Gerät etwas verdächtig vorkommt, brechen Sie den Vorgang ab und wenden Sie sich an einen Mitarbeiter. Lassen Sie nach dem Abheben weder Ihre Karte noch den Beleg im Automaten stecken. So bleibt Ihr Geld sicher und Sie schützen sich vor unangenehmen Überraschungen.
Hören Teil 1, Text 5
Sie hören eine telefonische Ansage Ihrer Bank. Guten Tag, Sie haben das Servicetelefon erreicht. Wir möchten Sie informieren, dass unsere Filiale am Freitag wegen einer Mitarbeiterschulung ganztägig geschlossen bleibt. Geldautomaten und das Online-Banking stehen Ihnen aber wie gewohnt zur Verfügung. Dringende Anliegen erledigen Sie bitte am Donnerstag oder ab Montag. Bei Verlust Ihrer Karte wählen Sie bitte jederzeit den Sperr-Notruf, dessen Nummer Sie auch auf unserer Internetseite finden. Speichern Sie diese Nummer am besten schon heute in Ihrem Handy.
Hören Teil 2
Sie hören einen Vortrag bei einem Sicherheitsabend in der Bank. Es spricht Frau Renner von der Verbraucherberatung. Guten Abend und schön, dass Sie so zahlreich gekommen sind. Geld und Sicherheit, das ist ein Thema, das uns alle betrifft, und gerade beim Online-Banking gibt es einige Dinge, die man wissen sollte. Ich möchte Ihnen heute zeigen, wie Sie sich einfach und wirksam schützen können. Beginnen wir mit dem Wichtigsten, dem Passwort und der Geheimzahl. Geben Sie diese niemals weiter, an niemanden, auch nicht, wenn jemand am Telefon sehr freundlich oder sehr dringend klingt. Ihre Bank fragt so etwas grundsätzlich nicht ab. Wer es doch tut, ist ein Betrüger. Zweitens, die berühmten E-Mails. Betrüger verschicken heute täuschend echte Nachrichten, die aussehen wie von Ihrer Bank. Oft wird Druck gemacht: Ihr Konto sei gesperrt, Sie müssten sofort etwas bestätigen. Klicken Sie in solchen Fällen nie auf den Link in der Nachricht. Öffnen Sie stattdessen selbst die Seite Ihrer Bank oder rufen Sie an. Eine echte Bank setzt Sie nie unter Zeitdruck. Drittens das Bezahlen im Internet. Achten Sie auf das kleine Schloss vorne in der Adresszeile, das zeigt eine sichere Verbindung an. Nutzen Sie für Bankgeschäfte am besten nur Ihr eigenes Gerät und nicht das freie Netz im Café, denn dort können Fremde leichter mitlesen. Ein vierter Punkt liegt mir am Herzen, gerade für die Geldkarte selbst. Bewahren Sie die Karte und die Geheimzahl niemals zusammen auf. Geht die Karte verloren, rufen Sie sofort den Sperr-Notruf an. Speichern Sie sich diese Nummer schon heute im Handy, dann sind Sie im Ernstfall schnell. Lassen Sie mich das mit den E-Mails an einem Beispiel verdeutlichen. Eine Kundin bekam neulich eine Nachricht, in der stand, ihr Konto werde in vierundzwanzig Stunden gesperrt, wenn sie nicht sofort einen Link anklicke. Sie war sehr verunsichert und hätte fast ihre Daten eingegeben. Zum Glück hat sie vorher bei uns angerufen. Wir konnten ihr sagen: Das war ein Betrugsversuch, löschen Sie die Nachricht einfach. Genau dieser kurze Anruf hat sie vor großem Schaden bewahrt. Merken Sie sich also: Echte Banken drohen nicht und drängen nicht zur Eile. Ein zweiter praktischer Tipp ist, dass Sie Ihre Kontoumsätze regelmäßig kontrollieren, am besten einmal pro Woche. So fällt Ihnen eine fremde Abbuchung sofort auf, und je schneller Sie reagieren, desto leichter lässt sich das Geld zurückholen. Und zum Schluss noch ein beruhigender Hinweis: Wer ein paar einfache Regeln beachtet, für den ist Online-Banking sehr bequem und sicher. Haben Sie keine Angst vor der Technik, aber bleiben Sie wachsam. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns. Wir nehmen uns gern Zeit und erklären alles in Ruhe. Ich danke Ihnen und freue mich jetzt auf Ihre Fragen.
Hören Teil 3
Sie hören ein Gespräch unter zwei Bekannten, Frau Stern und Herrn Lederer, die sich nach dem Sicherheitsabend unterhalten. Frau Stern: Und, was halten Sie von dem Abend? Ich war ehrlich gesagt skeptisch, ob mir so etwas etwas bringt. Herr Lederer: Ich auch. Aber ich habe einiges gelernt. Vor allem das mit den gefälschten E-Mails war mir so nicht klar. Frau Stern: Genau das ging mir auch durch den Kopf. Ich hätte fast mal auf so einen Link geklickt, weil die Nachricht so echt aussah. Herr Lederer: Da hatten Sie Glück. Mir ist tatsächlich einmal Geld abgebucht worden, das ich nicht kannte. Zum Glück hat die Bank es zurückgeholt, aber der Schreck saß tief. Frau Stern: Oje, das ist ja schlimm. Wie haben Sie das denn gemerkt? Herr Lederer: Ich schaue seitdem jede Woche kurz auf meine Umsätze. Das hat die Beraterin ja auch empfohlen. So fällt einem etwas Falsches sofort auf. Frau Stern: Das ist ein guter Tipp. Ich mache mein Banking allerdings noch am Schalter, mit dem Computer bin ich nicht so sicher. Herr Lederer: Das war ich auch lange. Aber wissen Sie was, die Bank bietet einen kostenlosen Kurs an, in kleinen Gruppen. Da lernt man Schritt für Schritt, wie man sicher überweist. Frau Stern: Im Ernst? Davon habe ich gar nichts gewusst. Das wäre vielleicht etwas für mich. Herr Lederer: Auf jeden Fall. Ich war anfangs auch unsicher, aber die nehmen sich richtig Zeit. Man darf jede Frage stellen, egal wie klein. Frau Stern: Das klingt gut. Mein Problem ist, dass ich immer Angst habe, einen Fehler zu machen und dann ist das Geld weg. Herr Lederer: Diese Sorge kenne ich, aber im Kurs übt man erst ganz ohne echtes Geld. Da kann nichts passieren. Erst wenn man sich sicher fühlt, macht man es selbst. Frau Stern: Das beruhigt mich. Dann traue ich mich vielleicht doch. Wann findet der Kurs denn statt? Herr Lederer: Ich glaube, jeden zweiten Dienstagnachmittag. Fragen Sie einfach am Schalter, die geben Ihnen die genauen Termine. Eine Sache hat mir besonders geholfen: Ich habe mir auf dem Handy eine Erinnerung eingestellt, jeden Montag kurz die Umsätze zu prüfen. Frau Stern: Das ist eine kluge Idee. Ich vergesse so etwas sonst immer. Herr Lederer: Genau dafür ist die Erinnerung gut. Es dauert nur zwei Minuten, gibt mir aber ein sicheres Gefühl. Frau Stern: Und wenn Sie wirklich einmal eine fremde Abbuchung sehen, was machen Sie dann? Herr Lederer: Sofort die Bank anrufen und die Karte sperren lassen. Lieber einmal zu viel als zu wenig, hat die Beraterin gesagt. Frau Stern: Das leuchtet mir ein. Wissen Sie, langsam habe ich das Gefühl, dass das alles gar nicht so kompliziert ist, wenn man ein paar Regeln kennt. Herr Lederer: Genau so ist es. Man muss kein Fachmann sein, nur ein bisschen aufmerksam. Frau Stern: Das mache ich gleich morgen. Und wenn ich darf, melde ich mich danach bei Ihnen, falls ich noch Fragen habe. Herr Lederer: Aber gern. Wir sehen uns ja oft hier. Und glauben Sie mir, wenn ich das gelernt habe, schaffen Sie das auch.
Hören Teil 4
Moderatorin: Guten Abend und willkommen. Heute dreht sich alles ums Geld und um die Frage, wie sicher und wie einfach Bankgeschäfte heute sind. Immer mehr läuft online, Filialen schließen, und manche Menschen fühlen sich abgehängt. Bei mir sind Frau Engel von der Verbraucherzentrale und Herr Brandt, der bei einer Bank für Kundenberatung zuständig ist. Frau Engel, fangen wir mit Ihnen an: Wo sehen Sie die größten Probleme? Frau Engel: Vor allem bei der Sicherheit und beim Vertrauen. Viele Menschen haben Angst, im Internet Geld zu verlieren, und diese Angst ist nicht ganz unbegründet. Betrugsversuche werden immer raffinierter. Deshalb ist Aufklärung so wichtig. Wer die typischen Tricks kennt, fällt seltener darauf herein. Moderatorin: Fällt Ihnen dazu ein Beispiel ein? Frau Engel: Ein häufiger Fall: Jemand bekommt einen Anruf, angeblich von der Bank, und soll dringend seine Daten bestätigen, weil das Konto gesperrt sei. In Wahrheit will der Anrufer nur die Geheimzahl. Mein Rat ist immer derselbe: auflegen und selbst die Bank anrufen. Herr Brandt: Da bin ich völlig bei Frau Engel. Wir als Bank werden nicht müde, das zu wiederholen: Wir fragen niemals am Telefon nach Ihrer Geheimzahl. Aber ich möchte auch etwas Mut machen. Online-Banking ist heute sehr sicher, wenn man ein paar Regeln beachtet. Moderatorin: Trotzdem schließen viele Filialen. Lässt das nicht gerade ältere Menschen allein? Herr Brandt: Das ist ein berechtigter Einwand, und wir nehmen ihn ernst. Deshalb bieten wir kostenlose Kurse an, in denen wir das Online-Banking in Ruhe erklären. Und für alle, die das nicht möchten, bleibt der persönliche Service erhalten, am Telefon und am Schalter. Frau Engel: Das ist wichtig. Niemand darf gezwungen werden, alles digital zu machen. Es muss immer einen Weg ohne Computer geben. Eine ältere Dame, die ich beraten habe, war ganz verzweifelt, weil sie dachte, sie könne ihre Rechnungen bald nicht mehr bezahlen. Wir haben gemeinsam eine einfache Lösung gefunden. Moderatorin: Wie sieht so eine Lösung aus? Frau Engel: In ihrem Fall ein Dauerauftrag für die festen Kosten und ansonsten Überweisungen am Schalter. So hat sie wieder das Gefühl, alles im Griff zu haben. Manchmal braucht es nur jemanden, der zuhört und gemeinsam überlegt. Herr Brandt: Genau, und im Gespräch sieht man oft schnell, dass die Sorge größer war als das eigentliche Problem. Ein gutes Beispiel ist das Online-Banking selbst: Viele trauen es sich nicht zu, und nach einer Stunde im Kurs sagen sie, das ist ja viel einfacher als gedacht. Moderatorin: Ein Thema ist auch das Geld selbst, also die Gebühren. Worauf sollte man achten? Frau Engel: Vergleichen lohnt sich. Manche Konten kosten nichts, andere verlangen monatliche Gebühren oder Geld fürs Abheben. Lesen Sie das Kleingedruckte, und fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Herr Brandt: Und prüfen Sie einmal im Jahr, ob Ihr Konto noch zu Ihnen passt. Die Lebenssituation ändert sich, und manchmal gibt es ein passenderes, günstigeres Angebot. Ein kurzes Beratungsgespräch kann sich da richtig lohnen. Moderatorin: Frau Engel, viele Menschen sagen, sie hätten einfach keine Zeit, sich mit all dem zu beschäftigen. Frau Engel: Das verstehe ich gut, aber gerade dann lohnt sich ein bisschen Vorsicht. Ein einziger Betrugsfall kostet oft mehr Zeit und Nerven als die paar Minuten Aufmerksamkeit im Voraus. Herr Brandt: Und vieles lässt sich heute bequem nebenbei erledigen. Eine Überweisung dauert am Handy keine Minute, egal ob morgens in der Bahn oder abends auf dem Sofa. Diese Bequemlichkeit möchte kaum jemand wieder hergeben. Moderatorin: Aber führt diese Bequemlichkeit nicht auch zu Leichtsinn? Herr Brandt: Die Gefahr besteht, ja. Deshalb sage ich immer: Bequem heißt nicht sorglos. Prüfen Sie kurz, an wen Sie überweisen, bevor Sie auf bestätigen tippen. Frau Engel: Ein gutes Beispiel ist der sogenannte Enkeltrick, den es jetzt auch per Nachricht gibt. Da schreibt angeblich das eigene Kind, es habe eine neue Nummer und brauche dringend Geld. Viele überweisen aus Sorge sofort. Mein Rat: Rufen Sie immer zuerst unter der alten, bekannten Nummer an. Moderatorin: Was können die Banken selbst tun, um zu helfen? Herr Brandt: Wir müssen einfache, klare Informationen geben und erreichbar bleiben. Technik allein reicht nicht, die Menschen müssen wissen, dass sie jederzeit einen echten Ansprechpartner haben. Frau Engel: Und die Banken sollten Warnungen verständlich formulieren und nicht im Kleingedruckten verstecken. Viele Hinweise sind so kompliziert, dass sie niemand liest. Moderatorin: Wie erreicht man jüngere und ältere Menschen gleichermaßen? Herr Brandt: Indem man verschiedene Wege anbietet. Die Jüngeren nutzen gern die App, die Älteren oft lieber das persönliche Gespräch. Beides muss seinen Platz haben, niemand darf sich ausgeschlossen fühlen. Frau Engel: Da bin ich ganz bei Ihnen. Sicherheit ist keine Frage des Alters, sondern der guten Information. Moderatorin: Geben Sie unseren Hörern bitte je einen Tipp. Frau Engel: Bleiben Sie misstrauisch bei Anrufen und E-Mails, und geben Sie niemals Ihre Geheimzahl preis. Herr Brandt: Und haben Sie keine Angst vor der Technik, holen Sie sich Hilfe, dann ist Banking einfach und sicher. Moderatorin: Das waren zwei wichtige Ratschläge. Vielen Dank Ihnen beiden für dieses Gespräch.