Goethe-Zertifikat B1

Modellprüfung 7

Freizeit und Ehrenamt

Eigenständig erstelltes Übungsmaterial im Stil des Goethe-B1-Prüfungsformats.

Testformat

Lesen65 Minuten, 30 Aufgaben
Hörenca. 40 Minuten, 30 Aufgaben
Schreiben60 Minuten, 3 Teile
Sprechenca. 15 Minuten, 3 Teile

Lesen - 65 Minuten

Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.

Teil 1 - Korrespondenz lesen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

E-Mail: Verein

Hallo Rami, du hast mir geschrieben, dass du dich gern ehrenamtlich engagieren würdest, aber nicht weißt, welche Aufgabe zu dir passt. Genau so ging es mir vor einigen Monaten. Unser Verein hatte Helferinnen und Helfer für einen Spieleabend gesucht, und ich war unsicher, ob ich überhaupt genug Zeit habe und was da auf mich zukommt. Bevor ich mich meldete, habe ich mir aufgeschrieben, wie viel Zeit ich wirklich übrig habe und was ich gern mache. Dann bin ich zur Ehrenamtsberatung im Vereinshaus gegangen. Im Kursbüro habe ich nur meine Notizen gezeigt; verlangt wurde nichts weiter. Meine wichtigste Frage war: Gibt es auch Aufgaben, die man nur einmal im Monat übernimmt? Im Warteraum traf ich Menschen mit den verschiedensten Ideen. Einer wollte ältere Menschen besuchen, eine Studentin suchte etwas mit Kindern. Eine fertige Entscheidung gab mir das Gespräch nicht, aber hinterher wusste ich, welche Aufgabe zu meinem Alltag passt. Ein paar Termine musste ich zu Hause trotzdem noch mit meinem Kalender abgleichen. Mein Tipp: Überlege vorher ehrlich, wie viel Zeit du hast, und nimm ruhig auch kleine Aufgaben in den Blick. Wenn du möchtest, komme ich am Mittwoch gern mit bis zum Vereinshaus; deine Fragen stellst du aber besser selbst, dann findest du auch die passende Aufgabe. Eine Sache noch: Lass dich nicht von der Sorge bremsen, du müsstest dich gleich für Jahre verpflichten. Neue Helferinnen und Helfer bekommen erst eine kurze Einführung, und versichert ist man über den Verein. Genau das hat mir die Entscheidung leicht gemacht. Inzwischen helfe ich regelmäßig beim Spieleabend mit und habe dort Leute aus der ganzen Nachbarschaft kennengelernt. Liebe Grüße aus Bremen Iris

Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.

richtigfalsch

1. Im Text wird eine konkrete Information genannt.

richtigfalsch

2. Iris schreibt, dass andere Besucher ebenfalls praktische Fragen hatten.

richtigfalsch

3. Im Text steht, dass man alle Originalunterlagen abgeben muss.

richtigfalsch

4. Iris schreibt, dass niemand im Gespräch helfen konnte.

richtigfalsch

5. Nach dem Gespräch musste Iris noch einzelne Punkte prüfen.

richtigfalsch

6. Das Gespräch bestand nur aus einem langen Vortrag ohne persönliche Fragen.

richtigfalsch

Teil 2 - Pressetexte verstehen

Arbeitszeit: 20 Minuten

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Aus der Presse: Hilfe bei Nebenkosten

Eine regionale Zeitung beschreibt, warum die Beratung rund um Umzug und Mietalltag neu geordnet wird. Gerade beim Wechsel der Wohnung kommen viele Fristen, Formulare und Kosten zusammen, und nicht jeder weiß, was zuerst zu erledigen ist und welche Stelle hilft. Neu ist ein Zusammenspiel von Mieterverein, Bürgerbüro und ehrenamtlichen Helfern. Während eine Fachkraft die Nebenkostenabrechnung prüft, erklärt eine zweite den Ablauf der Wohnungsübergabe, und für das Ummelden gibt es einen festen Schalter mit kurzen Wartezeiten. So muss niemand denselben Weg mehrmals gehen. Besonders gefragt ist die Hilfe bei Abrechnungen, Kaution und Übergabeprotokollen. Eine rechtsverbindliche Entscheidung trifft das Team nicht; es zeigt aber, welche Position man hinterfragen darf und welche Unterlage noch fehlt. Die Stadt meldet, dass seither weniger Menschen Fristen verstreichen lassen, etwa beim Widerspruch gegen eine Abrechnung. Wer früh nachfragt, spart sich Ärger und unnötige Nachzahlungen. Vor einem Termin sollen die Mieter ihre Abrechnung und den Vertrag bereithalten und die strittige Stelle markieren; Originale bleiben zu Hause. Ausgewertet wird, welche Posten am häufigsten Fragen auslösen, um die Hinweise verständlicher zu machen. Begleitet wird das Angebot von einer kleinen Möbelbörse, die den Start in der neuen Wohnung erleichtert. Ein Punkt zieht sich durch den ganzen Bericht: Der richtige Zeitpunkt entscheidet über fast alles. Wer schon bei der Wohnungssuche an Fristen für Kündigung, Ummeldung und Nachsendeauftrag denkt, gerät später kaum in Zeitnot. Deshalb verteilt das Team nun einen einfachen Zeitplan, der vom ersten Besichtigungstermin bis zur Wohnungsübergabe alle wichtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge auflistet.

Beispiel. In diesem Text geht es um ...

  1. a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
  2. b) einen privaten Reisebericht.
  3. c) eine Prüfung im Sprachkurs.

7. Wobei ist die Hilfe rund um den Umzug besonders gefragt?

  1. a) Bei Abrechnungen, Kaution und Übergabeprotokollen.
  2. b) Beim Tragen der Möbel.
  3. c) Bei der Auswahl neuer Tapeten.

8. Was darf das Team nicht tun?

  1. a) Den Ablauf der Wohnungsübergabe erklären.
  2. b) Auf fehlende Unterlagen hinweisen.
  3. c) Eine rechtsverbindliche Entscheidung treffen.

9. Was verteilt das Team jetzt an die Besucher?

  1. a) Gutscheine für ein Möbelhaus.
  2. b) Fertige Kündigungsschreiben für jede Wohnung.
  3. c) Einen einfachen Zeitplan mit allen Schritten in der richtigen Reihenfolge.

Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Bericht: So kommen Angebote besser an

Die Stadtverwaltung ließ die ersten Smartphone-Sprechstunden beobachten und zog daraus ihre Schlüsse. Zunächst kamen vor allem Menschen, die ohnehin schon etwas Übung hatten, während die wirklich Unsicheren zögerten. Manche Einladungen klangen zu technisch und machten eher Angst. Daraufhin wurde der Ton geändert. Die Hinweise sprechen jetzt von ganz konkreten Aufgaben – „einen Termin buchen“, „ein Foto verschicken“ – statt von abstrakten Funktionen. Statt langer Erklärungen gibt es eine einzige Aufgabe, die man am eigenen Handy sofort ausprobiert. Am wirksamsten war genau dieses Selbermachen: Wer ein Dokument einmal eigenhändig hochgeladen hat, verliert die Scheu. Wer lieber für sich bleibt, bekommt einen ruhigen Einzelplatz. Auffällig war außerdem, dass viele lieber an einem vertrauten Ort lernten. Deshalb finden einige Sprechstunden jetzt im Stadtteilcafé statt, nicht im Rathaus. Feste Helferinnen und Helfer sollen dauerhaft dieselben Besucher begleiten, weil Vertrauen beim Lernen am Bildschirm besonders wichtig ist. Eine einfache, bebilderte Anleitung zum Mitnehmen soll dazukommen, damit die einzelnen Schritte auch zu Hause noch einmal in Ruhe nachvollzogen werden können. Ob sich das Angebot dauerhaft mit genügend Helfern halten lässt, ist noch nicht entschieden.

10. Wer kam zu den ersten Sprechstunden vor allem?

  1. a) Menschen, die ohnehin schon etwas Übung hatten.
  2. b) Die wirklich Unsicheren.
  3. c) Nur Schülerinnen und Schüler.

11. Wovon sprechen die Hinweise jetzt?

  1. a) Von abstrakten technischen Funktionen.
  2. b) Von ganz konkreten Aufgaben wie einen Termin buchen oder ein Foto verschicken.
  3. c) Von den Vorteilen des Faxgeräts.

12. Warum sollen feste Helfer dieselben Besucher begleiten?

  1. a) Weil Vertrauen beim Lernen am Bildschirm besonders wichtig ist.
  2. b) Weil das Rathaus es so vorschreibt.
  3. c) Weil die Helfer sonst den Weg nicht finden.

Teil 3 - Anzeigen zuordnen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.

Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Deutsch lernen und Integration.

Beispiel. Sie möchten mit anderen für die B1-Prüfung lesen und sprechen üben. Anzeige: A

13. Nach dem Integrationskurs wissen Sie nicht, welcher Schritt folgt.

14. Sie wollen Termine absagen und kurze berufliche Nachrichten schreiben.

15. Sie möchten Zahlen und Uhrzeiten deutlicher aussprechen.

16. Sie suchen eine Fahrradwerkstatt mit Ersatzteilen.

17. Sie möchten am Samstag Grammatikfehler üben.

18. Sie möchten mit Freiwilligen frei Deutsch sprechen.

19. Sie brauchen Kinderbetreuung für einen Abendsprachkurs.

A

B1-Lerngruppe: Wir üben gemeinsam Lesen und Sprechen und besprechen die Aufgaben, die Ihnen schwerfallen. Bringen Sie Ihre eigenen Fragen und gern eine alte Übung mit. Wir treffen uns dienstags im Kursraum 12. Die Gruppe ist klein, sodass jeder zu Wort kommt; ein fester Plan zwingt niemanden, alles auf einmal zu können.

B

Prüfungsschreibwerkstatt: Eine E-Mail planen, gute Satzanfänge finden, typische Fehler vermeiden - das trainieren Sie hier Schritt für Schritt. Wir besprechen Ihre Texte freundlich und konkret. Bringen Sie Papier und einen früheren Schreibversuch mit. Am Ende haben Sie eine kleine Sammlung von Formulierungen, auf die Sie in der Prüfung zurückgreifen können.

C

Tandem-Café: Sprechen Sie Deutsch mit freiwilligen Partnerinnen und Partnern, ganz entspannt bei einem Getränk. Themenkarten geben Anstöße, und Sie bekommen eine kurze, freundliche Rückmeldung. Anmeldung ist nicht nötig, einfach vorbeikommen. Auch wer noch unsicher ist, findet hier eine geduldige Gesprächspartnerin und merkt schnell, dass Reden leichter wird.

D

Hörtraining online: Wir stellen langsamere Audios, passende Transkripte und Übungen für zu Hause bereit. So können Sie das Hörverstehen in Ihrem eigenen Tempo trainieren. Sie brauchen nur ein Handy oder einen Computer und Kopfhörer. Die Aufgaben werden nach und nach schwieriger, damit Sie sich an das Prüfungstempo gewöhnen.

E

Kinderbetreuung während Sprachkursen: Während Sie am Abendkurs teilnehmen, wird Ihr Kind nebenan liebevoll betreut. Das Angebot ist für Eltern im Kurs gedacht und entlastet besonders Alleinerziehende. Melden Sie sich bitte im Kursbüro an und geben Sie das Alter des Kindes an. Die Plätze sind begrenzt, deshalb lohnt sich eine frühe Anmeldung.

F

Beratung nach dem Integrationskurs: Wir helfen Ihnen, den nächsten Schritt zu planen – den Prüfungstermin, eine sinnvolle Wiederholung oder einen weiterführenden Kurs. Nennen Sie uns, falls Sie schon einen Prüfungstermin haben. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Gemeinsam finden wir heraus, was zu Ihrem Ziel und Ihrer Zeit passt.

G

Grammatikkurs am Samstag: Wir nehmen uns Nebensätze, Präpositionen und die häufigsten Prüfungsfehler vor, ganz ohne Hektik. An einfachen Beispielen wird klar, worauf es ankommt. Vorkenntnisse aus dem Kurs reichen aus. Sie dürfen jederzeit nachfragen, und wir wiederholen schwierige Stellen so oft, bis sie wirklich sitzen.

H

Bewerbungsdeutsch: In diesem Kurs üben wir, am Telefon höflich zu sprechen, Termine abzusagen und kurze Nachrichten für den Beruf zu schreiben. Diese Sätze brauchen Sie im Arbeitsalltag immer wieder. Wir spielen typische Situationen durch und sammeln nützliche Formulierungen. Ein Einstieg ist auch nach Kursbeginn möglich.

I

Lesepaten für Erwachsene: Kurze Zeitungstexte lesen wir zu zweit und tragen neue Wörter in ein kleines Heft ein. So wächst Ihr Wortschatz an echten Themen, die Sie interessieren. Vorkenntnisse sind nicht nötig, nur Neugier. Die Treffen sind kostenlos, und Sie bestimmen mit, welche Texte wir uns als Nächstes vornehmen.

J

Aussprachetreff: Zahlen, Uhrzeiten und Namen deutlich sprechen - so versteht man Sie am Telefon und am Schalter besser. Die Gruppe ist mit höchstens acht Personen klein, sodass jeder oft an die Reihe kommt. Wir hören genau hin und geben freundliche Tipps. Bringen Sie Wörter mit, die Ihnen schwerfallen.

Teil 4 - Meinungen verstehen

Arbeitszeit: 15 Minuten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Ausbildungsvertrag?

In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Ausbildungsvertrag.

LESERBRIEFE

Beispiel. Niko: Ich halte das für eine kluge Sache. Gerade weil sich vieles digital abspielt, brauchen manche Menschen einen Menschen, der ihnen in Ruhe den ersten Schritt zeigt.

20. Nela: Eine persönliche Beratung zum Ausbildungsvertrag halte ich für sehr wichtig. So ein Vertrag steckt voller Begriffe, die ein Jugendlicher zum ersten Mal liest, und im Gespräch wird vieles sofort klar. Mir wurde so erspart, etwas Falsches zu unterschreiben. Entscheidend ist, dass solche Termine leicht erreichbar sind, am besten direkt an der Schule.

21. Pavel: Ich bin gut allein zurechtgekommen. Was im Ausbildungsvertrag steht, kann man nachlesen, und im Zweifel fragt man eben den Ausbilder. Ein eigener Beratungstermin wirkt auf mich übertrieben. Sinnvoller fände ich, wenn die Betriebe ihren neuen Azubis die wichtigsten Punkte am ersten Tag selbst klar und in Ruhe erklären würden.

22. Iva: Solche Angebote sind goldwert, gerade für Jugendliche ohne Vorbild in der Familie. Viele wissen nicht einmal, dass die Eltern bei Minderjährigen mit unterschreiben müssen. Ein kurzes Gespräch nimmt die Unsicherheit und beugt Streit vor. Besonders hilfreich finde ich, wenn ehemalige Azubis aus eigener Erfahrung erzählen; das wirkt glaubwürdiger als jedes Merkblatt.

23. Farid: Für mich ist die persönliche Hilfe der beste Weg in den Beruf. Man kann den eigenen Vertrag zeigen und bekommt erklärt, was Probezeit und Arbeitszeit konkret bedeuten. Solange klar ist, dass es keine Rechtsberatung ersetzt, sehe ich nur Vorteile. Gerade vor dem ersten Tag nimmt so ein Gespräch enorm viel Nervosität.

24. Mina: Ich bin skeptisch gegenüber immer mehr Extra-Terminen. Wer eine Ausbildung beginnt, ist alt genug, sich selbst zu kümmern, und lernt am meisten direkt im Betrieb. Feste Sprechzeiten kollidieren leicht mit der Berufsschule. Das Geld wäre besser in eine gute Betreuung durch die Ausbilder selbst gesteckt als in zusätzliche Beratungsstellen.

25. Leon: So ein Beratungsangebot hört sich ordentlich an, bleibt aber oft fern von denen, die es bräuchten. Wer ohnehin schüchtern ist, traut sich nicht hin. Ich möchte meine Unsicherheit auch nicht vor anderen zeigen. Besser wäre eine klar geschriebene Übersicht zum Ausbildungsvertrag, die jeder bekommt, ohne sich extra anmelden oder erklären zu müssen.

26. Esther: Ich stehe voll hinter der Idee. Der Start in die Ausbildung besteht aus vielen kleinen Schritten, und jemand, der ruhig geduldig erklärt, statt von oben herab zu reden. Mir hat es Mut gemacht, meine Frage einfach loszuwerden. Solche Angebote sollten an jeder Schule selbstverständlich sein und früh, schon vor dem ersten Tag, bekannt gemacht werden.

Beispiel. Niko

janein

20. Nela

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21. Pavel

janein

22. Iva

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23. Farid

janein

24. Mina

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25. Leon

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26. Esther

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Teil 5 - Informationsblatt verstehen

Arbeitszeit: 10 Minuten

Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema Mediation.

27. Wie lange dauert das erste Gespräch?

  1. a) Fünf Minuten.
  2. b) Drei Tage.
  3. c) 45 Minuten.

28. Wie ist die Teilnahme?

  1. a) Pflicht für alle.
  2. b) Nur schriftlich möglich.
  3. c) Freiwillig.

29. Wie werden persönliche Daten behandelt?

  1. a) Nur mündlich ohne Notizen besprochen.
  2. b) Vertraulich.
  3. c) An alle Teilnehmenden weitergegeben.

30. Worum geht es im Informationsblatt?

  1. a) Um Online-Banking.
  2. b) Um E-Books.
  3. c) Um Mediation.

INFORMATIONSBLATT MEDIATION Dieses Blatt richtet sich an Menschen, die einen Konflikt in der Nachbarschaft friedlich lösen möchten. Es erklärt, wie eine Mediation abläuft. Dauer: Das erste Gespräch dauert in der Regel 45 Minuten. In dieser Zeit schildern beide Seiten ihre Sicht, und gemeinsam wird nach ersten Lösungen gesucht. Teilnahme: Die Teilnahme ist freiwillig. Niemand wird zu einem Gespräch gezwungen, und jede Seite kann es jederzeit beenden. Gerade diese Freiwilligkeit macht eine Einigung erst möglich. Vertraulichkeit: Ihre persönlichen Daten und alles, was im Gespräch gesagt wird, werden vertraulich behandelt. Es wird nichts ohne Ihr Einverständnis weitergegeben. Ablauf und Hinweise: Eine neutrale, ausgebildete Person leitet das Gespräch und ergreift für niemanden Partei. Notieren Sie sich vorher, was Sie konkret stört, und bleiben Sie sachlich. Die Mediation ersetzt keine rechtliche Entscheidung; bei rechtlichen Fragen nennen wir Ihnen eine zuständige Stelle. Das Gespräch findet an einem neutralen Ort statt.

Hören - ca. 40 Minuten

Audio-Datei: goethe-b1-model-07.mp3

Teil 1 - Kurze Texte

Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Text 1

1. Die Biotonne wird diese Woche einen Tag später geleert.

richtigfalsch

2. Bis wann soll man die Tonnen herausstellen?

  1. a) Bis sieben Uhr morgens.
  2. b) Bis Mittag.
  3. c) Erst am Abend.

Text 2

3. Der Bereitschaftsmodus verbraucht über das Jahr viel Strom.

richtigfalsch

4. Worauf soll man laut dem Beitrag zuerst achten?

  1. a) Auf die Beleuchtung im Keller.
  2. b) Auf das Wetter.
  3. c) Auf Geräte, die ständig laufen.

Text 3

5. Es wurde bereits eine zweite gelbe Tonne bestellt.

richtigfalsch

6. Was sollen die Nachbarn vorerst tun?

  1. a) Nichts mehr wegwerfen.
  2. b) Die Verpackungen flach drücken.
  3. c) Den Müll verbrennen.

Text 4

7. Schadstoffe kann man in jeden beliebigen Container werfen.

richtigfalsch

8. Was soll man vor der Anfahrt tun?

  1. a) Den Abfall schon sortieren.
  2. b) Einen Termin buchen.
  3. c) Bargeld mitbringen.

Text 5

9. Beim Aufräumen wird ein Tausch- und Verschenkregal aufgestellt.

richtigfalsch

10. Was sollen die Bewohner mitbringen?

  1. a) Nur Geld.
  2. b) Eigene Container.
  3. c) Noch funktionierende alte Dinge.

Teil 2 - Eine Information verstehen

Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

11. Was ist bei Verpackungen für die gelbe Tonne wichtig?

  1. a) Sie müssen gründlich gespült werden.
  2. b) Sie kommen in den Restmüll.
  3. c) Sie sollen leer, müssen aber nicht gespült sein.

12. Wie spart man laut Frau Wendt Energie?

  1. a) Den Kühlschrank abtauen.
  2. b) Geräte ganz ausschalten statt auf Bereitschaft lassen.
  3. c) Mehr Lampen einschalten.

13. Wie soll man richtig lüften?

  1. a) Kurz und kräftig mit offenem Fenster.
  2. b) Stundenlang gekippt.
  3. c) Gar nicht.

14. Wann gießt man den Garten am besten?

  1. a) In der Mittagshitze.
  2. b) Nur bei Regen.
  3. c) Früh am Morgen oder spät am Abend.

15. Was bietet das Repair-Café an?

  1. a) Eine Müllabfuhr.
  2. b) Kostenlose Hilfe beim Reparieren.
  3. c) Neue Geräte zum Kauf.

Teil 3 - Ein Gespräch verstehen

Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

16. An der Aufräumaktion haben mehr Leute teilgenommen als erwartet.

richtigfalsch

17. Frau Ilic kannte viele Nachbarn vorher schon gut.

richtigfalsch

18. Frau Sommers alter Wasserkocher wurde von jemandem mitgenommen.

richtigfalsch

19. Im Repair-Café wurde Frau Sommers Toaster kostenlos repariert.

richtigfalsch

20. Das Repair-Café ist jeden Tag geöffnet.

richtigfalsch

21. Frau Ilic will ihre alte Nähmaschine zum Repair-Café bringen.

richtigfalsch

22. Beide finden, man sollte die Aufräumaktion öfter machen.

richtigfalsch

Teil 4 - Diskussion

Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?

23. Am besten beginnt man im Kleinen, im eigenen Haushalt.

abc

24. Der entscheidende Punkt ist die Gemeinschaft, allein verliert man schnell die Lust.

abc

25. Wer weniger heizt und Geräte abschaltet, schont Umwelt und Geldbeutel zugleich.

abc

26. Durch das Tausch- und Verschenkregal landet viel weniger im Müll.

abc

27. Umweltschutz muss Freude machen und nicht nur ein schlechtes Gewissen erzeugen.

abc

28. Man sollte bei sich anfangen und andere mit der eigenen Begeisterung anstecken.

abc

29. Kinder, die das Trennen und Sparen zu Hause sehen, machen es später automatisch.

abc

30. Heute sprechen wir über Umwelt und Nachbarschaft im Alltag.

abc

Schreiben - 60 Minuten

Teil 1 - Persönliche E-Mail

Eine Freundin sucht einen Kitaplatz und fragt Sie nach Ihren Erfahrungen. Schreiben Sie eine persönliche E-Mail. Beschreiben Sie kurz, warum Sie schreiben, reagieren Sie auf die Bitte, berichten Sie von einer eigenen Erfahrung und machen Sie einen konkreten Vorschlag. Achten Sie darauf, dass die E-Mail freundlich und natürlich klingt. Sie dürfen auch kurz erklären, was Ihnen selbst damals geholfen hat. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Warum melden Sie sich?
  • Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema gemacht?
  • Was schlagen Sie als nächsten Schritt vor?
  • Wann hätten Sie Zeit oder wie bleiben Sie in Kontakt?

Teil 2 - Meinung schreiben

In einem Internetforum lesen Sie die Frage: "Sollte es in jeder Stadt mehr kostenlose Angebote zum Thema Betreuungszeiten geben?" Schreiben Sie Ihre Meinung. Begründen Sie Ihre Ansicht, nennen Sie ein Beispiel aus dem Alltag und gehen Sie kurz auf einen möglichen Nachteil ein. Verwenden Sie passende Verbindungen wie "außerdem", "trotzdem" oder "deshalb". Ihr Text soll wie ein kurzer Forumsbeitrag wirken, nicht wie eine Liste. Schreiben Sie ungefähr 80 Wörter.

  • Ihre Meinung zum Thema
  • Ein Vorteil oder ein persönliches Beispiel
  • Ein Nachteil oder eine Grenze solcher Angebote
  • Ein kurzer Schluss mit Ihrer Empfehlung

Teil 3 - Formelle E-Mail

Sie schreiben an das Familienbüro, weil Sie einen Betreuungstermin brauchen. Schreiben Sie eine formelle E-Mail an die zuständige Stelle. Entschuldigen Sie sich, erklären Sie die Situation, bitten Sie um einen neuen Termin oder um eine konkrete Auskunft und schließen Sie höflich. Nennen Sie, wann Sie erreichbar sind. Schreiben Sie ungefähr 40 Wörter.

  • Entschuldigung und Grund
  • Konkreter Wunsch
  • Erreichbarkeit oder Alternativtermin
  • Höflicher Abschluss

Sprechen - ca. 15 Minuten

Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen. Sprechen Sie frei, reagieren Sie auf Ihre Partnerin oder Ihren Partner und benutzen Sie die Stichpunkte nur als Hilfe.

Teil 1 - Gemeinsam etwas planen

Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner möchten gemeinsam eine Aktion zum Thema Vereinsturnier vorbereiten. Planen Sie das Gespräch zusammen. Entscheiden Sie, was zuerst geklärt werden muss, wer welche Aufgabe übernimmt und wie Sie andere Personen informieren. Beginnen Sie mit einem Vorschlag, reagieren Sie auf die Ideen der anderen Person und einigen Sie sich am Ende auf einen konkreten Plan.

Teil 2 - Ein Thema präsentieren

Wählen Sie ein Thema aus. Ihre Präsentation soll aus fünf Teilen bestehen.

Thema 1: Lohnt sich eine feste Mitgliedschaft im Sportverein?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie von Ihren Erfahrungen mit Vereinen oder Sportgruppen.

Folie 3

Berichten Sie, wie Sport in Ihrem Heimatland organisiert ist, und geben Sie Beispiele.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Thema 2: Ist Sport im Verein besser als Training allein?

Folie 1

Stellen Sie Ihr Thema vor. Erklären Sie kurz den Inhalt und die Struktur Ihrer Präsentation.

Folie 2

Berichten Sie, wie Sie selbst Sport machen: allein oder in einer Gruppe.

Folie 3

Berichten Sie, welchen Sport die Menschen in Ihrem Heimatland treiben.

Folie 4

Nennen Sie Vor- und Nachteile und sagen Sie dazu Ihre Meinung. Geben Sie auch Beispiele.

Folie 5

Beenden Sie Ihre Präsentation und bedanken Sie sich bei den Zuhörerinnen und Zuhörern.

Teil 3 - Über das Thema sprechen

Nach der Präsentation stellt Ihre Partnerin oder Ihr Partner eine Frage. Reagieren Sie darauf, geben Sie ein kurzes Feedback zur Präsentation Ihres Partners und führen Sie das Gespräch zum Thema Sport und Verein weiter. Verwenden Sie höfliche Rückfragen und konkrete Beispiele. Sie können zustimmen, widersprechen oder eine eigene Erfahrung ergänzen. Wichtig ist, dass Sie nicht nur mit "ja" oder "nein" antworten, sondern Ihre Reaktion kurz erklären. Die Prüfenden können nach Details fragen, zum Beispiel warum Sie eine Lösung praktisch finden, welche Schwierigkeit entstehen kann oder welche Erfahrung Sie in Ihrer Familie, Schule, Arbeit oder Nachbarschaft gemacht haben.

Lösungsschlüssel

Lesen 1richtig
Lesen 2richtig
Lesen 3falsch
Lesen 4falsch
Lesen 5richtig
Lesen 6falsch
Lesen 7a
Lesen 8c
Lesen 9c
Lesen 10a
Lesen 11b
Lesen 12a
Lesen 13F
Lesen 14H
Lesen 15J
Lesen 160
Lesen 17G
Lesen 18C
Lesen 19E
Lesen 20ja
Lesen 21nein
Lesen 22ja
Lesen 23ja
Lesen 24nein
Lesen 25nein
Lesen 26ja
Lesen 27c
Lesen 28c
Lesen 29b
Lesen 30c
Hören 1richtig
Hören 2a
Hören 3richtig
Hören 4c
Hören 5richtig
Hören 6b
Hören 7falsch
Hören 8a
Hören 9richtig
Hören 10c
Hören 11c
Hören 12b
Hören 13a
Hören 14c
Hören 15b
Hören 16richtig
Hören 17falsch
Hören 18richtig
Hören 19richtig
Hören 20falsch
Hören 21richtig
Hören 22richtig
Hören 23b
Hören 24c
Hören 25b
Hören 26c
Hören 27b
Hören 28c
Hören 29b
Hören 30a

Hörtexte für Audio-Generierung

Hören Teil 1, Beispiel

Hallo Hanna, hier ist Noah von der Nachbarschaftsinitiative. Ich wollte dir kurz sagen, dass unsere Aufräumaktion im Stadtpark am Samstag wegen des Wetters eine Stunde später beginnt, also erst um zehn statt um neun. Treffpunkt bleibt der Brunnen am Haupteingang. Handschuhe und Müllsäcke bringen wir mit, du brauchst nur festes Schuhwerk und gute Laune. Nach getaner Arbeit gibt es für alle Helfer Kaffee und Kuchen. Sag bitte kurz Bescheid, ob du kommst, damit wir genug einkaufen. Bis Samstag!

Hören Teil 1, Text 1

Sie hören eine Durchsage der Stadtreinigung. Liebe Bürgerinnen und Bürger, wegen eines Feiertags verschiebt sich die Abfuhr in dieser Woche um einen Tag. Die Biotonne wird also nicht am Montag, sondern erst am Dienstag geleert. Stellen Sie die Tonnen bitte am Morgen des Abfuhrtages bis sieben Uhr an den Straßenrand. Den genauen Abfuhrkalender für das ganze Jahr finden Sie auf unserer Internetseite und in der App. Bei Fragen erreichen Sie unsere Abfallberatung montags bis freitags am Vormittag.

Hören Teil 1, Text 2

Und hier noch ein Ratschlag aus dem Radio. Wer Strom sparen möchte, sollte zuerst auf die Geräte achten, die ständig laufen, etwa den Kühlschrank. Schon ein paar Grad weniger kalt machen einen Unterschied, ohne dass die Lebensmittel schlecht werden. Und schalten Sie Geräte wie Fernseher oder Computer ganz aus, statt sie im Bereitschaftsmodus zu lassen. Dieser sogenannte Standby verbraucht über das Jahr überraschend viel Strom und Geld. Mit einer schaltbaren Steckdosenleiste lässt sich das ganz leicht vermeiden.

Hören Teil 1, Text 3

Sie hören eine Nachricht, die jemand hinterlassen hat. Hallo, hier ist Robert aus dem Erdgeschoss. Du, unsere gelbe Tonne ist schon wieder völlig überfüllt. Ich habe bei der Hausverwaltung eine zweite bestellt, aber das dauert noch ein paar Tage. Bis dahin sollten wir die Verpackungen wenigstens flach drücken, dann passt viel mehr hinein. Und bitte wirf keinen Restmüll in die gelbe Tonne, sonst holen sie die nicht ab. Sag das gern auch den anderen weiter.

Hören Teil 1, Text 4

Sie hören eine Ansage am Wertstoffhof. Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, bitte sortieren Sie Ihren Abfall schon vor der Anfahrt. Holz, Metall und Elektrogeräte kommen in verschiedene Container, die deutlich beschriftet sind. Alte Farben, Batterien und Lampen geben Sie bitte gesondert an der Annahme für Schadstoffe ab. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gern, wenn Sie unsicher sind, wohin etwas gehört. So bleibt der Hof übersichtlich und die Wartezeit kurz. Größere Mengen Bauschutt müssen Sie allerdings vorher telefonisch anmelden.

Hören Teil 1, Text 5

Sie hören eine Mitteilung im Treppenhaus. Liebe Hausgemeinschaft, am kommenden Samstag wollen wir gemeinsam den Innenhof und den Keller aufräumen. Wer kann, kommt bitte um zehn Uhr in den Hof. Werkzeug und Container sind organisiert. Bringen Sie alte Dinge mit, die noch funktionieren; wir stellen für sie ein Tausch- und Verschenkregal auf. Was übrig bleibt und wirklich kaputt ist, entsorgen wir gemeinsam fachgerecht. Bringen Sie nach Möglichkeit eigene Arbeitshandschuhe mit. Im Anschluss grillen wir zusammen.

Hören Teil 2

Sie hören einen Vortrag bei einem Umweltabend im Stadtteilzentrum. Es spricht Frau Wendt von der Umweltberatung. Herzlich willkommen zu unserem heutigen Treffen. Ich möchte Ihnen heute zeigen, dass Umweltschutz im Alltag weder kompliziert noch teuer sein muss. Im Gegenteil, viele Dinge sparen Ihnen sogar Geld. Beginnen wir mit der Mülltrennung, weil dazu die meisten Fragen kommen. Das Wichtigste: Verpackungen sollten leer sein, aber sie müssen nicht ausgespült werden. Pappe und Papier kommen ins Altpapier, Verpackungen aus Plastik und Metall in die gelbe Tonne, und Essensreste in die Biotonne. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie lieber nach, als alles in den Restmüll zu werfen, denn richtig getrennter Abfall kann wiederverwertet werden. Mein zweiter Punkt ist das Energiesparen. Hier liegt oft viel Geld auf der Straße. Schalten Sie Geräte ganz aus, statt sie auf Bereitschaft zu lassen. Tauschen Sie alte Glühbirnen gegen sparsame aus, das rechnet sich schnell. Und lüften Sie richtig: lieber kurz und kräftig mit weit geöffnetem Fenster als stundenlang gekippt. So bleibt die Wärme im Raum und Sie heizen nicht zum Fenster hinaus. Drittens das Thema Wasser. In den heißen Monaten bitten wir alle, sparsam mit Trinkwasser umzugehen. Den Garten gießt man am besten früh am Morgen oder spät am Abend, dann verdunstet weniger. Ein vierter Punkt liegt mir besonders am Herzen: Reparieren statt wegwerfen. Bei unserem Repair-Café helfen Ehrenamtliche kostenlos, kaputte Geräte wieder in Gang zu bringen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Lassen Sie mich das mit dem Sparen an einem Beispiel zeigen. Eine Familie aus meiner Beratung hat nur drei Dinge geändert: alte Lampen getauscht, die Geräte nachts ganz ausgeschaltet und im Winter richtig gelüftet. Am Ende des Jahres hatte sie über hundert Euro gespart, ganz ohne Verzicht. Solche Beträge summieren sich, gerade bei steigenden Preisen. Wichtig ist nur, dass man anfängt und dranbleibt, statt auf die eine große Lösung zu warten. Schon kleine Gewohnheiten machen über das Jahr einen großen Unterschied. Und wer einmal angefangen hat, dem fällt das Weitermachen erfahrungsgemäß ganz leicht, weil es schnell zur Gewohnheit wird und man die Ersparnis sofort im eigenen Geldbeutel bemerkt. Genau diese kleinen Erfolge motivieren am meisten. Und zum Schluss: Vieles gelingt besser gemeinsam. Eine Aufräumaktion in der Nachbarschaft macht nicht nur den Hof schöner, sondern bringt auch die Menschen zusammen. Fragen Sie ruhig in Ihrem Haus, ob andere mitmachen möchten. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf Ihre Fragen.

Hören Teil 3

Sie hören ein weiteres Gespräch zwischen zwei Nachbarinnen, Frau Sommer und Frau Ilic, die sich nach der Aufräumaktion unterhalten. Frau Sommer: Das war heute richtig schön, finden Sie nicht? Ich hätte nicht gedacht, dass so viele mitmachen. Frau Ilic: Ja, ich auch nicht. Und der Hof sieht jetzt wirklich toll aus. Vorher habe ich mich kaum getraut, die Wäsche dort aufzuhängen. Frau Sommer: Stimmt. Und das Schönste war, dass man endlich mal mit den Leuten ins Gespräch kommt. Die Familie aus dem dritten Stock kannte ich vorher gar nicht. Frau Ilic: Das ging mir genauso. Wir wohnen seit Jahren im selben Haus und haben kaum ein Wort gewechselt. Heute haben wir zusammen den Keller ausgeräumt und viel gelacht. Frau Sommer: Und das Tauschregal ist eine super Idee. Ich habe meinen alten Wasserkocher hineingestellt, und jemand anderes hat ihn gleich mitgenommen, weil seiner kaputt war. Frau Ilic: Sehen Sie, so muss das sein. Wegwerfen wäre schade gewesen, und der Nachbar spart sich einen Neukauf. Ich habe eine Lampe und ein paar Bücher mitgenommen. Frau Sommer: Apropos kaputt: Wussten Sie, dass es jetzt dieses Repair-Café im Stadtteilzentrum gibt? Frau Ilic: Davon habe ich gehört, war aber noch nie da. Lohnt sich das? Frau Sommer: Auf jeden Fall. Ich hatte einen Toaster, der nicht mehr ging. Ein ehrenamtlicher Helfer hat ihn in zehn Minuten repariert, völlig kostenlos. Frau Ilic: Das ist ja großartig. Dann bringe ich meine alte Nähmaschine hin, die klemmt seit Monaten. Frau Sommer: Machen Sie das. Und wenn Sie wollen, gehen wir zusammen, dann ist es gleich netter. Es ist jeden ersten Samstag im Monat geöffnet. Frau Ilic: Gern. Wissen Sie, eigentlich sollten wir so eine Aufräumaktion öfter machen, nicht nur einmal im Jahr. Frau Sommer: Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Vielleicht schlagen wir das beim nächsten Mal vor. Zweimal im Jahr wäre doch machbar. Frau Ilic: Auf jeden Fall. Und einen festen Termin für die Hofpflege könnten wir auch einführen. Eine Sache fände ich noch schön: einen kleinen Gemeinschaftsgarten im Hof. Wir haben doch diese ungenutzte Ecke hinten. Frau Sommer: Oh ja, das wäre wunderbar. Ein paar Kräuter, Tomaten, vielleicht eine Bank dazu. Frau Ilic: Genau. Und die Kinder könnten mithelfen, das lernen sie gern. Frau Sommer: Da kommen wir bestimmt mit mehreren zusammen. Allein wäre das zu viel, aber wenn jeder ein bisschen gießt und jätet, ist es leicht. Frau Ilic: So ist es. Ich frage mal die Familie aus dem dritten Stock, die hatten früher einen Schrebergarten. Frau Sommer: Super, die kennen sich bestimmt aus. Frau Ilic: Dann fragen wir am besten gleich beim nächsten Treffen alle zusammen. Frau Sommer: Ja, je mehr mitmachen, desto schöner und leichter wird es für jeden Einzelnen. Gute Idee. Ich spreche mal die anderen darauf an. Heute hat man ja gesehen, wie viel zusammen geht.

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Moderator: Schön, dass Sie eingeschaltet haben. Heute sprechen wir über Umwelt und Nachbarschaft und über die Frage, wie Umweltschutz im Alltag wirklich gelingt. Viele Menschen wollen etwas tun, wissen aber nicht recht, wo sie anfangen sollen. Bei mir sind Frau Hartmann von der Umweltberatung und Herr Demir, der in seinem Wohnviertel eine Nachbarschaftsinitiative gegründet hat. Frau Hartmann, fangen wir mit Ihnen an: Wo kann jeder von uns leicht beginnen? Frau Hartmann: Im Kleinen, im eigenen Haushalt. Müll richtig trennen, Strom sparen, weniger wegwerfen. Das klingt unspektakulär, aber wenn viele mitmachen, ist die Wirkung groß. Und das Schöne ist: Vieles davon spart auch noch Geld. Moderator: Sie sagen also, Umweltschutz und Sparen passen zusammen? Frau Hartmann: Sehr oft, ja. Wer weniger heizt und Geräte abschaltet, schont die Umwelt und den Geldbeutel zugleich. Ein gutes Beispiel ist das richtige Lüften: kurz und kräftig statt das Fenster stundenlang zu kippen. Das kostet nichts und spart viel Heizenergie. Herr Demir: Dem kann ich nur zustimmen, aber ich glaube, der entscheidende Punkt ist die Gemeinschaft. Allein verliert man schnell die Lust. In unserem Viertel haben wir gemerkt: Sobald man Dinge zusammen macht, bleibt man dran. Moderator: Wie sieht das konkret aus? Herr Demir: Wir haben zum Beispiel eine gemeinsame Aufräumaktion eingeführt und ein Tausch- und Verschenkregal aufgestellt. Plötzlich landet viel weniger im Müll, weil die Sachen einen neuen Besitzer finden. Und nebenbei lernen sich die Nachbarn kennen. Frau Hartmann: Das ist ein wunderbares Beispiel, und es zeigt etwas Wichtiges: Umweltschutz muss Freude machen, nicht nur ein schlechtes Gewissen erzeugen. Wer mit anderen etwas bewegt, fühlt sich gut dabei. Moderator: Ein Einwand, den man oft hört: Was bringt mein kleiner Beitrag, wenn anderswo so viel falsch läuft? Herr Demir: Diesen Satz höre ich auch oft, und ich verstehe ihn. Aber wenn jeder so denkt, passiert gar nichts. Ich sage immer: Fang bei dir an, und stecke andere mit deiner Begeisterung an. Veränderung beginnt im Kleinen. Frau Hartmann: Genau. Und der eigene Beitrag wirkt auch als Vorbild. Kinder, die sehen, wie selbstverständlich zu Hause getrennt und gespart wird, machen das später ganz automatisch. Moderator: Apropos Kinder, sollte man die Jüngeren stärker einbeziehen? Frau Hartmann: Unbedingt. Sie sind oft begeistert dabei und erinnern sogar die Eltern ans Trennen. In Schulen gibt es tolle Projekte dazu. Herr Demir: Bei unseren Aktionen sind die Kinder mit Feuereifer dabei. Sie sammeln den Müll im Park ein, als wäre es ein Spiel. Das prägt fürs Leben. Moderator: Ein Einwand, den man oft hört, ist die Zeit. Mülltrennen und all das koste doch Aufwand. Frau Hartmann: Diesen Eindruck habe ich oft, aber er täuscht. Wenn die Eimer einmal richtig stehen, läuft das Trennen ganz nebenbei. Den größten Aufwand hat man beim Einrichten, danach kostet es kaum noch Gedanken. Herr Demir: Das stimmt. Bei uns im Haus haben wir die Tonnen klar beschriftet und einen kleinen Plan aufgehängt. Seitdem fragt niemand mehr, was wohin gehört. Moderator: Wer ist eigentlich in der Pflicht, die Bürger oder die Stadt? Herr Demir: Beide. Die Stadt muss gute Bedingungen schaffen, genug Tonnen, klare Informationen, einen erreichbaren Wertstoffhof. Aber dann müssen wir Bürger sie auch nutzen. Das eine geht nicht ohne das andere. Frau Hartmann: Genau. Wir beraten auch Hausverwaltungen, damit die Voraussetzungen stimmen. Wenn die gelbe Tonne ständig überfüllt ist, darf man sich nicht wundern, wenn Müll danebensteht. Moderator: Und wie erreicht man die Menschen, die einfach nicht mitmachen wollen? Frau Hartmann: Selten mit Vorwürfen, eher mit guten Beispielen und ein bisschen Geduld. Wenn die Nachbarn sehen, dass es leicht geht und sogar Geld spart, ziehen die meisten nach. Herr Demir: Bei uns hat ein Nachbar lange nicht getrennt. Als er aber beim Tauschregal seinen alten Grill losgeworden ist und dafür ein Fahrrad bekommen hat, war er plötzlich Feuer und Flamme. Manchmal braucht es nur ein kleines Erfolgserlebnis. Frau Hartmann: Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass Umweltschutz und der eigene Vorteil oft zusammengehen. Herr Demir: Und es macht eben auch Freude. Wir treffen uns inzwischen regelmäßig, nicht nur zum Aufräumen, sondern auch einfach so. Moderator: Wo finden Menschen denn Hilfe, wenn sie unsicher sind? Frau Hartmann: Bei der Umweltberatung der Stadt, ganz kostenlos. Wir kommen auf Wunsch sogar ins Haus und schauen gemeinsam, was sich verbessern lässt. Herr Demir: Und im Zweifel hilft auch ein freundlicher Nachbar weiter. Man muss sich nur trauen zu fragen. Frau Hartmann: Genau, niemand muss zum Experten werden, ein erster Schritt genügt. Herr Demir: So wird aus einer kleinen Frage manchmal eine große Veränderung im ganzen Viertel. Moderator: Lassen Sie uns mit je einem Rat abschließen. Frau Hartmann: Fangen Sie mit einer einzigen Sache an, aber bleiben Sie dabei. Herr Demir: Und suchen Sie sich Mitstreiter, gemeinsam macht es einfach mehr Spaß. Moderator: Vielen Dank Ihnen beiden, das war sehr aufschlussreich.