Lesen - 65 Minuten
Das Modul Lesen hat fünf Teile. Sie lesen mehrere Texte und lösen Aufgaben dazu. Sie können mit jeder Aufgabe beginnen. Für jede Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung.
Teil 1 - Korrespondenz lesen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?
E-Mail: Reklamation
Hallo Paula,
du hast mir geschrieben, dass dich das Thema Einkaufen und Service gerade nervt, vor allem ein Onlinekauf, der schiefgegangen ist. Das kenne ich gut. Vor einigen Wochen hatte ich ein Gerät bestellt, das kaputt ankam, und ein Geschäft hatte mir außerdem einen Brief zum Umtausch geschickt, den ich nicht ganz verstanden habe.
Bevor ich etwas unternahm, habe ich alle Unterlagen gesammelt: die Bestellbestätigung, die Rechnung und ein Foto vom Schaden. Dann bin ich zur kostenlosen Sprechstunde der Verbraucherzentrale zum Thema Onlinekauf gegangen. Im Servicebüro habe ich nur Kopien gezeigt; die Originalrechnung ist bei mir geblieben. Meine wichtigste Frage war: Bis wann muss ich die kaputte Ware melden?
Neben mir warteten Menschen mit ganz unterschiedlichen Problemen. Einer hatte eine falsche Lieferung bekommen, eine Frau suchte ihre fehlende Rechnung. Das Gespräch hat mir die Entscheidung nicht abgenommen, doch danach war mir klar, an wen ich zuerst schreiben muss und welche Frist gilt. Eine Kleinigkeit musste ich zu Hause trotzdem noch prüfen.
Mein Tipp: Heb dir bei jedem Onlinekauf die Bestellnummer und die Rechnung gut auf und schreib dir vorher genau auf, was du erreichen willst – Umtausch, Reparatur oder Geld zurück. Wenn du möchtest, komme ich am Dienstag gern mit; die Beraterin fragt dich aber selbst nach den Einzelheiten, also solltest du dabei sein.
Eine Sache noch: Lass dich nicht entmutigen, wenn der erste Brief kompliziert klingt. Oft reicht eine kurze, sachliche Nachricht an den Händler, und das haben wir im Gespräch gemeinsam formuliert. Seitdem hebe ich bei jeder Bestellung sofort die Rechnung und die Bestellnummer auf; das hat mir schon beim nächsten Problem viel Ärger erspart.
Liebe Grüße aus Mainz
Noah
Beispiel. Die E-Mail berichtet von einer persönlichen Erfahrung.
richtigfalsch
1. Noah möchte den Termin am Dienstag absagen.
richtigfalsch
2. Im Text steht, dass man alle Originalunterlagen abgeben muss.
richtigfalsch
3. Vor dem Termin hatte Noah mehrere Fragen vorbereitet.
richtigfalsch
4. Im Text wird eine konkrete Information genannt.
richtigfalsch
5. Noah schreibt, dass niemand im Gespräch helfen konnte.
richtigfalsch
6. Noah schreibt, dass andere Besucher ebenfalls praktische Fragen hatten.
richtigfalsch
Teil 2 - Pressetexte verstehen
Arbeitszeit: 20 Minuten
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 9 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Aus der Presse: Hilfe bei Online-Banking
Eine regionale Zeitung berichtet, warum Banken und Beratungsstellen ihre Hilfe rund ums Konto neu bündeln. Immer mehr Geschäfte laufen digital, und damit wächst die Verunsicherung: Welche Nachricht ist echt, welcher Anruf ist Betrug, und wie sichert man die App richtig ab?
Das Neue ist ein gemeinsames Angebot von Bank, Verbraucherberatung und Polizei-Prävention. An einem Abend richtet eine Fachkraft mit den Teilnehmenden die App ein, eine zweite erklärt, wie man falsche Anrufe erkennt, und für Fragen zu Schulden steht eine eigene, vertrauliche Beratung bereit. So muss niemand allein mit seiner Unsicherheit bleiben.
Besonders nachgefragt ist die Hilfe bei gesperrten Karten, verdächtigen Abbuchungen und sicheren Passwörtern. Echte Zugangsdaten werden dabei nie verlangt; geübt wird ausschließlich mit Beispielen. Eine Anlageberatung ersetzt das Angebot ausdrücklich nicht.
Die Veranstalter berichten, dass die Teilnehmenden seither seltener auf betrügerische Anrufe hereinfallen. Wer die Maschen kennt, reagiert am Telefon ruhiger und legt im Zweifel einfach auf.
Vor einem Termin sollen die Besucher Karte und Smartphone mitbringen und die wichtigste Frage notieren. Ausgewertet wird, welche Betrugsmaschen gerade kursieren, um rechtzeitig davor zu warnen.
Ergänzt wird das Programm durch kurze Übungen am Geldautomaten für alle, die sich dort unsicher fühlen.
Bemerkenswert ist ein Hinweis aus dem Bericht: Die meisten Schäden entstehen nicht durch komplizierte Technik, sondern durch einen Moment der Eile am Telefon. Wer gelernt hat, im Zweifel einfach aufzulegen und in Ruhe zurückzurufen, ist deutlich besser geschützt. Deshalb steht diese eine einfache Regel künftig am Anfang jedes Abends, noch vor allen technischen Einstellungen.
Beispiel. In diesem Text geht es um ...
- a) ein neues Beratungsmodell im Alltag.
- b) einen privaten Reisebericht.
- c) eine Prüfung im Sprachkurs.
7. Was wird bei den Übungen nie verlangt?
- a) Fragen an die Fachkräfte.
- b) Ein eigenes Smartphone.
- c) Echte Zugangsdaten.
8. Wobei ist die Hilfe besonders nachgefragt?
- a) Beim Kauf von Aktien.
- b) Bei der Eröffnung von Firmenkonten im Ausland.
- c) Bei gesperrten Karten, verdächtigen Abbuchungen und sicheren Passwörtern.
9. Wodurch entstehen die meisten Schäden laut Bericht?
- a) Durch zu sichere Passwörter.
- b) Durch besonders komplizierte Technik.
- c) Durch einen Moment der Eile am Telefon.
Lesen Sie den Text aus der Presse und die Aufgaben 10 bis 12 dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Auswertung: Beispiele ersetzen Belehrung
Eine Ernährungsfachkraft sah sich die ersten Kochabende genauer an und hielt ihre Eindrücke fest. Anfangs kamen weniger Menschen, als die Plätze hergaben. Einige Einladungen wirkten belehrend und schreckten ab; andere Termine lagen am späten Nachmittag, wenn viele noch arbeiteten.
Daraufhin wurde umgesteuert. Die Hinweise verzichten heute auf den erhobenen Zeigefinger und beginnen mit einem einfachen, günstigen Gericht zum Nachkochen. Statt langer Ernährungsregeln gibt es eine kleine Aufgabe, die man sofort in der eigenen Küche umsetzen kann.
Am meisten half das gemeinsame Kochen selbst: Wer einmal erlebt hat, wie schnell ein gesundes Essen gelingt, traut sich danach allein. Wer sich in der Gruppe nicht äußern mag, schreibt seine Frage vorher auf.
Auffällig war zudem, dass die Geselligkeit zog: Viele kamen wegen des gemeinsamen Essens und blieben wegen der Tipps. Deshalb wird der soziale Teil bewusst gepflegt. Der gesellige Teil soll weiter gestärkt werden, weil das gemeinsame Essen viele erst zum Mitmachen bewegt. Vorgesehen ist außerdem, einfache Rezepte und Einkaufslisten zum Mitnehmen bereitzulegen, damit die guten Vorsätze auch zu Hause nicht gleich wieder verloren gehen. Wie viele Kochabende sich dauerhaft günstig anbieten lassen, hängt von Spenden und Förderung ab.
10. Warum schreckten manche Einladungen anfangs ab?
- a) Sie versprachen zu viel Geld.
- b) Sie waren nur auf Latein verfasst.
- c) Sie wirkten belehrend.
11. Was half den Teilnehmenden am meisten?
- a) Ein Film über Restaurants.
- b) Das gemeinsame Kochen selbst.
- c) Lange Ernährungsregeln.
12. Warum wird der gesellige Teil bewusst gepflegt?
- a) Reden ist beim Kochen verboten.
- b) Die Küche darf nicht benutzt werden.
- c) Viele kamen wegen des Essens und blieben wegen der Tipps.
Teil 3 - Anzeigen zuordnen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J aus verschiedenen deutschsprachigen Medien. Wählen Sie: Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. In diesem Fall schreiben Sie 0.
Mehrere Personen suchen passende Informationen oder Angebote zum Thema Umwelt und Nachbarschaft.
Beispiel. Sie möchten Ihre Stromrechnung senken und wünschen Beratung zu Hause. Anzeige: A
13. Sie suchen eine Beratung zur Bewerbung in einem Bürojob.
14. Sie wissen nicht, welche Tonne für welchen Müll richtig ist.
15. Sie möchten Sperrmüll anmelden und wissen nicht, was erlaubt ist.
16. Sie möchten Ableger für Balkonpflanzen tauschen.
17. Sie wollen lernen, Ihren Stromzähler richtig abzulesen.
18. Sie möchten Gegenstände im Stadtteilcafé tauschen.
19. Sie interessieren sich für Kompost im Garten.
A
Energiespar-Check: Eine Fachkraft kommt zu Ihnen und schaut sich Heizung, Beleuchtung und Stromrechnung gemeinsam mit Ihnen an. Für Haushalte mit geringem Einkommen ist der Besuch kostenlos. Sie bekommen einfache Tipps, die zu Ihrer Wohnung passen, und keine teuren Pflichtkäufe. Halten Sie Ihre letzte Abrechnung bereit, dann werden die Hinweise besonders genau.
B
Putzaktion im Park: Gemeinsam sammeln wir Müll und machen unseren Spielplatz wieder schön. Handschuhe, Müllsäcke und Greifzangen stellt die Stadt; Sie brauchen nur festes Schuhwerk und Lust mitzumachen. Treffpunkt ist am Spielplatz. Auch Kinder dürfen helfen, und zum Abschluss gibt es für alle ein kleines Getränk im Stadtteilcafé.
C
Kompostkurs im Gartenverein: Sie lernen, Küchenabfälle richtig zu sammeln, fertige Erde zu nutzen und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Der Kurs findet draußen statt, bei jedem Wetter. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wer einen Balkon ohne Garten hat, erfährt, wie Kompost auch in kleinen Behältern gelingt. Bringen Sie gern eigene Fragen mit.
D
Sperrmüll-Telefon: Wir erklären Ihnen, wie die Anmeldung funktioniert, welche Gegenstände erlaubt sind und wann abgeholt wird. So landet nichts unnötig neben der Tonne. Halten Sie Ihre Adresse und eine kurze Liste der Möbel bereit. Der Anruf ist kostenlos; bei größeren Mengen sagen wir Ihnen, was zusätzlich zu beachten ist.
E
Tauschregal im Stadtteilcafé: Bücher, kleine Haushaltsgegenstände und Spielzeug können Sie hier abgeben oder kostenlos mitnehmen. So bekommt Brauchbares ein zweites Leben, statt im Müll zu landen. Bitte stellen Sie nur saubere und vollständige Dinge ins Regal. Was lange liegen bleibt, geben wir an eine soziale Einrichtung weiter.
F
Reparatur statt Neukauf: An einem Nachmittag zeigen erfahrene Helfer, wie man kleine Geräte und Möbel wieder flott macht. Sie bekommen eine kurze Einführung zu Werkzeug, Sicherheit und Ersatzteilen. Bringen Sie Ihren defekten Gegenstand mit. Wir reparieren nichts für Sie, sondern helfen Ihnen, es selbst zu schaffen – das spart Geld und Müll.
G
Mülltrennung für Familien: Bildkarten, Tonnenfarben und Alltagsbeispiele machen das Trennen endlich anschaulich. Auch Kinder machen begeistert mit. Das Angebot ist kostenlos und dauert etwa eine Stunde. Am Ende nehmen Sie eine kleine Übersicht für die Küche mit, damit zu Hause jeder weiß, was wohin gehört.
H
Balkonpflanzenbörse: Tauschen Sie Ableger, holen Sie sich Tipps zum Gießen und bringen Sie kleine Töpfe mit. So wird Ihr Balkon grüner, ohne dass Sie viel ausgeben müssen. Erfahrene Hobbygärtner beraten Sie gern, auch wenn Sie noch gar keine Erfahrung haben. Die Börse findet bei trockenem Wetter im Innenhof statt.
I
Stromzähler lesen: Verbrauch notieren, Abschlag kontrollieren, eine einfache Tabelle führen - wir zeigen, wie es geht. So erkennen Sie früh, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Bringen Sie Ihre letzte Rechnung mit. Schon nach wenigen Wochen sehen Sie schwarz auf weiß, wo sich das Sparen wirklich lohnt.
J
Klimafrühstück: Woher kommen unsere Lebensmittel? Bei Kaffee und Brötchen sammeln wir Ideen für einen bewussteren Einkauf. Es geht nicht ums Verzichten, sondern um machbare kleine Änderungen. Das Frühstück ist für jeden offen, eine Voranmeldung braucht es nicht. Bringen Sie gern ein Lieblingsrezept oder eine Frage mit.
Teil 4 - Meinungen verstehen
Arbeitszeit: 15 Minuten
Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie: Ist die Person für persönliche Beratungsangebote zu Pflegegrad?
In einer Zeitschrift lesen Sie Leserbriefe zum Thema persönliche Beratungsangebote zu Pflegegrad.
LESERBRIEFE
Beispiel. Niko: Für mich ist das die richtige Unterstützung. Man wird ernst genommen, kann nachfragen, ohne sich zu schämen, und versteht am Ende nicht nur das Was, sondern auch das Warum.
20. Jana: Eine persönliche Beratung beim Thema Pflegegrad ist für mich unverzichtbar. Die Anträge sind kompliziert, und gerade wenn man erschöpft ist, übersieht man leicht etwas. Im Gespräch sieht eine Fachkraft sofort, welche Leistung infrage kommt. Mir hat das geholfen, die Begutachtung vorzubereiten. Wichtig ist nur, dass es auch Termine zu Hause gibt.
21. Chiara: Solche Angebote sind ein Segen, besonders für Familien, die alles allein stemmen. Viele trauen sich aus Stolz nicht zu fragen und brechen irgendwann zusammen. Ein ruhiges Gespräch nimmt diese Hemmung und zeigt konkrete Hilfen auf. Besonders gut finde ich die Angehörigengruppe, weil man dort merkt, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist.
22. Juri: Ich komme mit den Anträgen lieber selbst zurecht. Die Formulare sind mühsam, aber mit den Anleitungen der Pflegekasse schaffe ich das auch allein. Ein zusätzlicher Termin bedeutet nur Zeit, die mir neben der Pflege ohnehin fehlt. Hilfreicher wäre, wenn die Anträge von vornherein einfacher und verständlicher gestaltet wären.
23. Celine: Ich bin skeptisch, ob immer neue Beratungsstellen wirklich helfen. Am Ende sitzt man bei mehreren Ämtern und bekommt überall andere Auskünfte. Wer Tag und Nacht pflegt, hat für feste Sprechzeiten keine Kraft. Das Geld wäre in mehr bezahlte Entlastung zu Hause besser angelegt als in Gespräche, die das Grundproblem nicht lösen.
24. Uwe: Für mich überwiegt klar der Nutzen. Man kann seine konkrete Situation schildern und bekommt gesagt, welcher Schritt als Nächstes dran ist, statt sich durch Broschüren zu quälen. Solange klar ist, dass die Beratung das amtliche Gutachten nicht ersetzt, sehe ich darin eine praktische Hilfe. Eine kurze Erinnerung mit den nächsten Schritten wäre Gold wert.
25. Nela: Ich unterstütze die Idee von Herzen. Pflege besteht aus hundert kleinen Entscheidungen, und da hilft jemand, der den Überblick behält und nicht urteilt. Mir hat besonders gefallen, dass eine Beraterin sogar nach Hause kommt. Das erreicht genau die Menschen, die ihre Angehörigen keine Minute allein lassen können. Solche Hausbesuche sollten ausgebaut werden.
26. Valeria: So eine Beratung klingt gut, ändert aber nichts am eigentlichen Mangel: Es fehlt schlicht an Pflegekräften und an bezahlbaren Plätzen. Wer dringend Kurzzeitpflege braucht, dem hilft das beste Gespräch nicht, wenn alles belegt ist. Ich möchte meine Lage auch nicht vor Fremden ausbreiten. Mehr Personal wäre die ehrlichere Antwort.
Teil 5 - Informationsblatt verstehen
Arbeitszeit: 10 Minuten
Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und den Text dazu. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
Sie informieren sich über ein Informationsblatt zum Thema E-Books.
27. Was braucht man für E-Books?
- a) Einen gültigen Bibliotheksausweis.
- b) Eine Arbeitsbescheinigung.
- c) Eine Bankkarte.
28. Wie lang ist die Leihfrist?
- a) Drei Tage.
- b) Ein Jahr.
- c) 21 Tage.
29. Wann ist Verlängerung möglich?
- a) Immer automatisch.
- b) Wenn keine Vormerkung besteht.
- c) Nur mit Arztbrief.
30. Worum geht es im Informationsblatt?
- a) Um einen Fahrradkurs.
- b) Um Pflegeberatung.
- c) Um E-Books.
INFORMATIONSBLATT E-BOOKS
Dieses Blatt richtet sich an alle, die digitale Bücher aus der Bibliothek ausleihen möchten. Es erklärt die wichtigsten Punkte in einfacher Form.
Voraussetzung: Für die Ausleihe von E-Books brauchen Sie einen gültigen Bibliotheksausweis. Mit ihm melden Sie sich in der App an und können sofort loslegen.
Leihfrist: Die Leihfrist beträgt 21 Tage. Nach Ablauf wird das Buch automatisch zurückgegeben; es entstehen also keine Gebühren, wenn Sie es vergessen.
Verlängerung: Eine Verlängerung ist möglich, solange für den Titel keine Vormerkung einer anderen Person besteht. Hat jemand das Buch vorgemerkt, müssen Sie es zurückgeben und können es später erneut ausleihen.
Ablauf und Hinweise: In der E-Book-Sprechstunde richten wir die App gemeinsam mit Ihnen ein und üben die erste Ausleihe. Bringen Sie Ihren Ausweis und Ihr Gerät mit. Wer kein eigenes Tablet hat, kann an einem Lesegerät der Bibliothek üben. Bei Fragen helfen wir Ihnen jederzeit gern weiter.
Hören - ca. 40 Minuten
Audio-Datei: goethe-b1-model-06.mp3
Teil 1 - Kurze Texte
Sie hören fünf kurze Texte. Sie hören jeden Text zweimal. Zu jedem Text lösen Sie zwei Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Text 1
1. Wartenummern für die Kfz-Zulassung gibt es heute den ganzen Tag.
richtigfalsch
2. Was wird am Nachmittag gewartet?
- a) Die Heizung.
- b) Das Computersystem.
- c) Der Aufzug.
Text 2
3. Man sollte eine Kopie des eingereichten Antrags behalten.
richtigfalsch
4. Was soll man sich zusätzlich notieren?
- a) Datum und Namen des Ansprechpartners.
- b) Die Adresse des Gebäudes.
- c) Die Öffnungszeiten.
Text 3
5. Man soll die alte Versicherung sofort kündigen.
richtigfalsch
6. Was bietet die Freundin an?
- a) Den Vertrag zu bezahlen.
- b) Eine neue Versicherung zu gründen.
- c) Die Unterlagen gemeinsam anzusehen.
Text 4
7. Das Amt für Wohngeld befindet sich jetzt im dritten Stock.
richtigfalsch
8. Wo bekommt man Hilfe bei der Suche?
- a) Am Bahnhof.
- b) An der Information im Erdgeschoss.
- c) Im Keller.
Text 5
9. Einen Schaden kann man nur persönlich im Büro melden.
richtigfalsch
10. Was braucht man für das persönliche Telefongespräch?
- a) Die Vertragsnummer.
- b) Ein zweites Foto.
- c) Einen Ausweis.
Teil 2 - Eine Information verstehen
Sie hören einen längeren Informationstext einmal. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.
11. Was soll man laut Herrn Albers mit der Frist in einem Brief tun?
- a) Sie sofort in den Kalender schreiben.
- b) Sie ignorieren.
- c) Den Brief wegwerfen.
12. Was rät er zu den Unterlagen für einen Termin?
- a) Nur Originale mitbringen.
- b) Gar nichts mitzubringen.
- c) Lieber eine Kopie zu viel mitbringen.
13. Was braucht man einmal für digitale Anträge?
- a) Eine Reise zum Amt.
- b) Ein gesichertes Benutzerkonto.
- c) Einen neuen Computer.
14. Was sagt er zum Datenschutz?
- a) Daten nur auf der offiziellen Seite eingeben.
- b) Daten in jede E-Mail schreiben.
- c) Das Passwort am Telefon nennen.
15. Was ist sein wichtigster Rat zum Schluss?
- a) Nie nachzufragen.
- b) Alles allein zu erledigen.
- c) Sich zu trauen, Fragen zu stellen.
Teil 3 - Ein Gespräch verstehen
Sie hören ein Gespräch einmal. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
16. Herr Bauer kommt mit den Formularen für die Ummeldung nicht zurecht.
richtigfalsch
17. Frau Conrad hat ihren Wohnsitz online ummelden können.
richtigfalsch
18. Der Lotse im Amt hilft nur gegen Bezahlung.
richtigfalsch
19. Herr Bauer hat schon zweimal ein Papier vergessen und musste wiederkommen.
richtigfalsch
20. Frau Conrad rät, von abgegebenen Dokumenten keine Kopie zu machen.
richtigfalsch
21. Die Hilfe durch den Lotsen hat bei Frau Conrad etwa zwanzig Minuten gedauert.
richtigfalsch
22. Herr Bauer will am Ende doch nicht zur Information gehen.
richtigfalsch
Teil 4 - Diskussion
Sie hören eine Diskussion zweimal. Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?
- a) Moderatorin
- b) Frau Lorenz
- c) Herr Schwarz
23. Sehr oft scheitert ein Behördengang an fehlenden Unterlagen.
abc
24. Das größte Problem ist die komplizierte Sprache vieler amtlicher Briefe.
abc
25. Ein Anruf oder ein Blick auf die Seite vorher erspart oft einen verlorenen Vormittag.
abc
26. Einfache, klare Sprache hilft allen, nicht nur Menschen, die Deutsch lernen.
abc
27. Wir arbeiten daran, unsere Vordrucke zu vereinfachen, aber das dauert.
abc
28. Man sollte die Menschen fragen, an welcher Stelle sie hängen bleiben.
abc
29. Bei uns geht beides: online und am Schalter, niemand wird ausgeschlossen.
abc
30. Heute geht es um Ämter und wie der Kontakt zur Verwaltung einfacher wird.
abc
Hörtexte für Audio-Generierung
Hören Teil 1, Beispiel
Guten Tag, hier ist das Bürgeramt der Stadt, Sie sprechen mit unserem Anrufbeantworter. Sie hatten online einen Termin zur Ummeldung Ihrer Wohnung angefragt. Wir bestätigen Ihnen Donnerstag, vierzehn Uhr, im Zimmer zweihundertfünf im zweiten Stock. Bringen Sie bitte Ihren Personalausweis und die Wohnungsgeberbestätigung mit. Ohne diese beiden Dokumente können wir die Ummeldung leider nicht abschließen. Falls Ihnen der Termin nicht passt, sagen Sie bitte rechtzeitig ab, damit eine andere Person ihn bekommen kann. Vielen Dank und auf Wiederhören.
Hören Teil 1, Text 1
Sie hören eine Durchsage im Bürgerservice. Liebe Besucherinnen und Besucher, die Wartenummern für die Kfz-Zulassung werden heute nur bis fünfzehn Uhr ausgegeben, weil danach das Computersystem gewartet wird. Wer bereits eine Nummer gezogen hat, wird selbstverständlich noch aufgerufen. Für alle anderen Anliegen ist der Service wie gewohnt bis siebzehn Uhr geöffnet. Wir bitten Sie, am Nachmittag etwas mehr Wartezeit einzuplanen, und danken für Ihr Verständnis. Wer es heute nicht mehr rechtzeitig schafft, kann sein Anliegen auch am nächsten Werktag erledigen.
Hören Teil 1, Text 2
Jetzt ein nützlicher Tipp aus dem Radio. Wer einen Antrag bei einer Behörde stellt, sollte immer eine Kopie für die eigenen Unterlagen behalten. Notieren Sie sich außerdem das Datum und den Namen der Person, mit der Sie gesprochen haben. So können Sie später nachweisen, dass Sie den Antrag rechtzeitig eingereicht haben. Das erspart bei Rückfragen viel Ärger und manchmal sogar zusätzliche Kosten. Bewahren Sie diese Notizen am besten zusammen mit der Kopie an einem festen Ort auf.
Hören Teil 1, Text 3
Sie hören eine Nachricht aus dem Bekanntenkreis. Hallo, ich bin es, Nadia. Du wolltest doch deine alte Versicherung wechseln. Pass auf: Kündige erst, wenn die neue dir wirklich schriftlich zugesagt hat, sonst stehst du kurz ganz ohne Schutz da. Und schau genau auf die Frist, viele Verträge kann man nur zum Jahresende kündigen. Wenn du magst, sehe ich mir die Unterlagen am Wochenende mit dir an, zwei Augenpaare sehen einfach mehr. Melde dich.
Hören Teil 1, Text 4
Sie hören eine Ansage im Wartebereich des Sozialamts. Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, das Amt für Wohngeld ist in den dritten Stock umgezogen, in das Zimmer dreihundertzwölf. Der bisherige Raum im Erdgeschoss ist nicht mehr besetzt. Bitte nehmen Sie den Aufzug oder die Treppe gegenüber dem Eingang. An der Information im Erdgeschoss hilft man Ihnen gern weiter, falls Sie das richtige Zimmer einmal nicht finden. Im dritten Stock weisen Ihnen außerdem grüne Schilder den Weg zum Amt für Wohngeld.
Hören Teil 1, Text 5
Sie hören eine telefonische Ansage einer Versicherung. Guten Tag, Sie haben das Servicetelefon erreicht. Einen Schaden können Sie ab sofort bequem online melden: Laden Sie einfach ein Foto und eine kurze Beschreibung hoch. Die Bearbeitung dauert dann meist nur wenige Tage. Für dringende Fälle bleiben wir montags bis freitags von acht bis achtzehn Uhr persönlich für Sie erreichbar. Bitte halten Sie für das Gespräch Ihre Vertragsnummer bereit. So können wir Ihren Vorgang schneller finden und Ihnen besser weiterhelfen.
Hören Teil 2
Sie hören einen Vortrag im Bürgeramt zum Thema Anträge und Formulare. Es spricht Herr Albers. Guten Tag und schön, dass Sie da sind. Viele Menschen haben Respekt vor Ämtern und Formularen, und ich möchte Ihnen heute zeigen, dass das gar nicht so kompliziert sein muss, wenn man ein paar Dinge beachtet. Mein erster Rat: Lesen Sie jeden Brief von einer Behörde in Ruhe ganz durch, bevor Sie reagieren. Markieren Sie die wichtigste Information und vor allem die Frist. Schreiben Sie diese Frist sofort in Ihren Kalender, denn die meisten Probleme entstehen, weil ein Termin übersehen wird. Zweitens: Sammeln Sie wichtige Unterlagen an einem festen Ort, am besten in einem Ordner. Wenn Sie zu einem Termin kommen, bringen Sie lieber eine Kopie zu viel mit als eine zu wenig. Originale zeigen Sie nur, wenn es ausdrücklich verlangt wird, und geben Sie sie nicht aus der Hand. Drittens möchte ich Ihnen die digitalen Angebote ans Herz legen. Immer mehr Anträge können Sie heute bequem von zu Hause aus stellen. Dafür brauchen Sie einmal ein gesichertes Benutzerkonto; die Einrichtung dauert nur wenige Minuten, und wir helfen Ihnen dabei. Der große Vorteil ist, dass Sie sich den Weg und die Wartezeit sparen. Wer mit dem Computer unsicher ist, muss aber keine Angst haben. Bei uns gibt es einen Lotsen, der Ihnen kostenlos beim Ausfüllen hilft. Niemand wird allein gelassen. Ein vierter Punkt betrifft die Sicherheit Ihrer Daten. Geben Sie persönliche Angaben nur auf der offiziellen Seite der Behörde ein. Klicken Sie niemals auf einen Link aus einer fremden E-Mail, und schreiben Sie in die erste Nachricht keine sensiblen Daten, sondern nur Ihr Thema und eine Telefonnummer für den Rückruf. Erlauben Sie mir ein kurzes Beispiel. Eine Frau kam neulich völlig verzweifelt zu uns, weil sie einen Bescheid nicht verstanden hatte und dachte, sie müsse sofort viel Geld zahlen. Im Gespräch stellte sich heraus, dass nur eine Unterschrift fehlte. In zwei Minuten war alles geklärt, und sie ging erleichtert nach Hause. Solche Fälle erleben wir fast täglich. Das zeigt, wie vieles schlimmer wirkt, als es ist, wenn man einen Brief allein und voller Sorge liest. Und zum Schluss das Wichtigste: Trauen Sie sich zu fragen. Es ist überhaupt nicht peinlich, etwas zweimal erklären zu lassen. Wir sind genau dafür da, und eine gute Frage am Anfang spart oft eine Menge Ärger am Ende. Eine gute Vorbereitung ist also die halbe Miete, und wir unterstützen Sie dabei gern bei jedem einzelnen Schritt. Danke, und jetzt habe ich Zeit für Ihre Fragen.
Hören Teil 3
Sie hören das folgende Gespräch zwischen zwei Bekannten, Frau Conrad und Herrn Bauer, die sich im Wartebereich eines Amtes unterhalten. Frau Conrad: Herr Bauer, Sie auch hier? Worum geht es bei Ihnen? Herr Bauer: Ich muss mein Auto ummelden, und ehrlich gesagt blicke ich bei den Formularen überhaupt nicht durch. Frau Conrad: Das kenne ich gut. Aber haben Sie es schon einmal online versucht? Ich habe meinen Wohnsitz neulich von zu Hause aus ummelden können. Herr Bauer: Online? Davor habe ich ein bisschen Angst, ich bin nicht so gut mit dem Computer. Frau Conrad: Das war ich auch nicht. Aber hier im Amt gibt es einen Lotsen, der einem das kostenlos zeigt. Der hat sich neben mich gesetzt und alles in Ruhe erklärt. Herr Bauer: Im Ernst? Das wusste ich gar nicht. Wo finde ich den denn? Frau Conrad: Gleich vorne bei der Information. Sie müssen nur sagen, dass Sie Hilfe beim Online-Antrag brauchen. Bringen Sie Ihr Handy mit, dann kann man gleich ein Foto von den Papieren hochladen. Herr Bauer: Das klingt eigentlich machbar. Mein Problem ist nur, dass ich nie weiß, welche Unterlagen ich genau brauche. Frau Conrad: Da hilft Ihnen der Lotse auch. Bei mir hat er vorher eine kleine Liste gemacht, was ich beim nächsten Mal mitbringen muss. So musste ich nicht zweimal kommen. Herr Bauer: Das wäre wirklich praktisch. Ich habe nämlich schon zweimal vergeblich hier gesessen, weil mir ein Papier gefehlt hat. Frau Conrad: Genau das vermeidet man so. Und noch ein Tipp: Machen Sie von allem, was Sie abgeben, vorher eine Kopie. Das hat mir schon einmal sehr geholfen, als ein Dokument angeblich verloren war. Herr Bauer: Gute Idee, daran hätte ich nie gedacht. Sagen Sie, dauert das mit dem Lotsen lange? Frau Conrad: Bei mir waren es vielleicht zwanzig Minuten. Das ist nichts im Vergleich zu der Zeit, die man sonst mit Warten und Wiederkommen verliert. Herr Bauer: Da haben Sie recht. Wissen Sie was, dann gehe ich gleich nachher zur Information und frage nach dem Lotsen. Frau Conrad: Sehr gut. Und wenn Sie wollen, zeige ich Ihnen kurz, wie ich das Benutzerkonto eingerichtet habe. So schwer ist es gar nicht. Ach, und eine Sache noch: Falls Sie weitere Briefe vom Amt bekommen, heben Sie die Umschläge mit dem Datum auf. Herr Bauer: Warum denn das? Frau Conrad: Manchmal läuft die Frist ab dem Datum des Poststempels. Das hat mir der Lotse damals erklärt. Herr Bauer: Gut zu wissen, das hätte ich sicher weggeworfen. Frau Conrad: Die meisten machen das, aber es kann wichtig werden. Notieren Sie sich die Frist am besten gleich im Kalender. Herr Bauer: Mache ich. Langsam fühle ich mich richtig gut vorbereitet. Das ist wirklich nett von Ihnen, vielen Dank. Dann habe ich gleich viel weniger Respekt davor.
Hören Teil 4
Moderatorin: Hallo und schön, dass Sie da sind. Heute geht es um Ämter, Formulare und die Frage, wie der Kontakt zwischen Bürgern und Verwaltung einfacher werden kann. Viele Menschen empfinden Behördengänge als anstrengend, und immer mehr läuft inzwischen digital. Bei mir sind Frau Lorenz, die in einem Bürgeramt arbeitet, und Herr Schwarz, der eine Initiative für einfache Sprache leitet. Frau Lorenz, woran scheitert es im Alltag am häufigsten? Frau Lorenz: Sehr oft an den Unterlagen. Die Menschen kommen mit guten Absichten, aber es fehlt ein Dokument, und dann müssen sie noch einmal wiederkommen. Das ist für alle frustrierend. Deshalb setzen wir stark auf Beratung im Vorfeld und auf klare Listen, was man mitbringen muss. Moderatorin: Sie sagen also, gute Information vorher spart Wege? Frau Lorenz: Genau. Ein Anruf oder ein Blick auf unsere Seite vorher erspart oft einen ganzen verlorenen Vormittag. Wir bieten außerdem einen Lotsen an, der beim Ausfüllen hilft, gerade bei den digitalen Anträgen. Herr Schwarz: Da setze ich gern an, denn aus meiner Sicht ist das größte Problem die Sprache. Viele amtliche Briefe sind so kompliziert geschrieben, dass selbst Muttersprachler sie nicht verstehen. Ein gutes Beispiel ist ein Bescheid, den mir jemand gezeigt hat: drei Seiten, ein einziger Satz über zehn Zeilen. Da steigt doch jeder aus. Moderatorin: Was wäre die Lösung? Herr Schwarz: Einfache, klare Sprache. Kurze Sätze, eine Information nach der anderen, und am wichtigsten Punkt ein deutlicher Hinweis, was zu tun ist und bis wann. Das hilft allen, nicht nur Menschen, die Deutsch lernen. Frau Lorenz: Da bin ich völlig Ihrer Meinung. Wir arbeiten tatsächlich daran, unsere Vordrucke zu vereinfachen. Aber das dauert, weil vieles rechtlich genau formuliert sein muss. Ein guter Mittelweg ist, zu jedem komplizierten Schreiben eine kurze, einfache Erklärung dazuzulegen. Herr Schwarz: Genau das wäre ein großer Fortschritt. Und man sollte die Menschen fragen, wo sie hängen bleiben. Oft sehen wir Fachleute die Probleme gar nicht, weil uns die Begriffe vertraut sind. Moderatorin: Ein großes Thema ist die Digitalisierung. Ist die für alle ein Gewinn? Herr Schwarz: Sie kann ein Gewinn sein, aber nur, wenn niemand zurückgelassen wird. Es darf nicht so weit kommen, dass man ohne Smartphone keinen Termin mehr bekommt. Frau Lorenz: Dem stimme ich zu. Bei uns geht beides: online und am Schalter. Wer kein Internet hat, ruft an oder kommt vorbei, und wir buchen den Termin ganz klassisch. Niemand soll ausgeschlossen werden. Moderatorin: Wie wichtig ist die persönliche Beratung trotz aller Technik? Frau Lorenz: Sehr wichtig. Manche Anliegen sind kompliziert, und im Gespräch klärt sich in fünf Minuten, was schriftlich seitenlang dauern würde. Die Technik nimmt uns Routine ab, aber das Gespräch bleibt das Herzstück. Herr Schwarz: Und genau hier kommen wieder die Sprache und der Respekt ins Spiel. Wer freundlich und verständlich behandelt wird, kommt das nächste Mal ohne Angst. Moderatorin: Ein Problem, das viele nennen, ist die Wartezeit. Was lässt sich da tun? Frau Lorenz: Feste Termine helfen enorm. Wer online oder telefonisch einen Termin bucht, muss kaum noch warten, und das entlastet auch uns am Schalter. Herr Schwarz: Und es nimmt den Menschen den Stress. Wer weiß, dass er um zehn Uhr drankommt, steht nicht schon um sieben nervös in der Schlange. Moderatorin: Aber kommen ältere Menschen mit der Online-Buchung zurecht? Herr Schwarz: Nicht alle, und genau das müssen wir mitdenken. Ein gutes Beispiel ist eine ältere Dame aus meiner Nachbarschaft: Sie hat kein Internet, aber das Bürgertelefon hat ihr den Termin freundlich am Apparat gebucht. So fühlt sich niemand abgehängt. Frau Lorenz: Genau so handhaben wir das auch, die Technik ist ein Angebot, kein Zwang. Wichtig ist mir aber noch ein anderer Punkt: die Schulung der Mitarbeiter. Herr Schwarz: Da bin ich ganz bei Ihnen. Wenn die Kollegen am Schalter freundlich sind und sich Zeit nehmen, verzeihen die Menschen sogar lange Wartezeiten. Der Ton macht die Musik. Frau Lorenz: Und gut geschultes Personal kann in einfachen Worten erklären, was in einem Brief steht. Das spart am Ende allen Zeit und Ärger. Moderatorin: Wie wichtig ist es, dass die Menschen vorbereitet kommen? Frau Lorenz: Ganz entscheidend. Wer die richtigen Unterlagen dabeihat, ist in wenigen Minuten fertig. Deshalb stehen auf unserer Internetseite zu jedem Anliegen genaue Listen. Herr Schwarz: Diese Listen müssten nur überall in einfacher Sprache sein. Ich sehe oft Formulare, die selbst ich erst zweimal lesen muss. Frau Lorenz: Daran arbeiten wir wirklich, Schritt für Schritt werden unsere Vordrucke einfacher und verständlicher. Moderatorin: Zum Schluss bitte je ein Wunsch. Frau Lorenz: Dass die Menschen sich früh bei uns melden und nicht erst, wenn es brennt. Herr Schwarz: Und dass Behörden so schreiben, dass jeder sie versteht. Moderatorin: Ein gutes Schlusswort. Danke Ihnen beiden für dieses anregende Gespräch.